
Leezen – Am vergangenen Wochenende stand mal wieder der Solarstrom-Cup des Leezener SC an. Bereits zum 39. Mal stieg das beliebte Turnier im Kreis Segeberg, an dem gleich 20 Mannschaften teilnahmen. Den Titel sicherte sich ein Kreisligist, der somit für eine Überraschung sorgte.
Arp und Rivera gegen die eigenen Kollegen
In Leezen sollte beim 39. Solarstrom-Cup der Nachfolger der Betriebssportgruppe Real Mülldrid gesucht werden. Dies erfolgte in vier Fünfergruppen. Beim Titelverteidiger waren mit Tino Arp und Emanuel Rivera zwei echte Hallenexperten dabei, die beide eigentlich für den SC Rapid Lübeck auflaufen. Kurioserweise sollte es direkt zum Duell mit den Mannschaftskollegen kommen. Einen Sieger sollte es hierbei nicht geben, denn die Partie endete 1:1-Remis. Beide Mannschaften setzten sich als Gruppenfavoriten durch. Rapid wurde Erster, dahinter folgte Real Mülldrid. Komplettiert wurde die Gruppe von der JFV Südholstein A-Jugend, dem Leezener SC II und dem FSC Kaltenkirchen.
Kreisligisten setzen sich durch
In der zweiten Gruppe sollte der SV Wahlstedt als Sieger herausgehen. Dahinter qualifizierte sich der TuS Tensfeld für die Zwischenrunde. Für die SG LTW A-Jugend ging es als zweitbester Dritter ebenfalls in die Zwischenrunde. Der SFC Schnee und der SV Henstedt-Ulzburg schieden aus. Dies wäre auch beinahe für den Landesligisten SV Todesfelde II der Fall gewesen. Dieser wurde in der dritten Gruppe hinter dem Tralauer SV und dem SV Schackendorf Dritter. Als einer der beiden besten Drittplatzierten zog die Mannschaft von Sebastian Fojcik allerdings ebenfalls in die Zwischenrunde ein. In der letzten der vier Gruppen sollten die SG Oering/Seth und der Leezener SC weiterkommen. Eintracht Segeberg, der SV Sülfeld und Kreisligist VfL Rethwisch hatten das Nachsehen.
Titelverteidiger scheidet aus
Am Sonntag sollte es dann entscheidend werden. Die Zwischenrunde stand an und gespielt wurde in zwei Fünfergruppen. In der ersten sollte sich der SC Rapid Lübeck durchsetzen, sodass der Traum vom nächsten Hallentitel weiterlebte. Der Leezener SC zog ebenfalls ins Halbfinale ein. Der SV Todesfelde II, der Tralauer SV und der TuS Tensfeld mussten sich nach der Zwischenrunde verabschieden. In der zweiten Gruppe sollte die Reise des Titelverteidigers enden. Real Mülldrid schied genauso wie die SG LTW A-Jugend und der SV Schackendorf aus. Die SG Oering/Seth und der SV Wahlstedt behaupteten sich und qualifizierten sich ebenfalls für die Runde der letzten Vier.
Knappe Niederlage für Rapid – Wahlstedt macht es deutlich
Im ersten Halbfinale traf der SC Rapid Lübeck, der am gleichen Tag auch beim Hallenturnier in Wentorf mit einer anderen Truppe an den Start ging, auf den Verbandsligisten SG Oering/Seth. Beide blieben in der Vorrunde ungeschlagen, mussten sich jedoch in der Zwischenrunde erstmalig geschlagen geben. Während die Lübecker gegen Leezen mit 3:5 verloren, gab es für den Halbfinalgegner eine 2:3-Pleite gegen den Titelverteidiger. Im direkten Duell war es ein spannendes, enges Duell, das Oering/Seth mit 2:1 für sich entschied. Rapid schied somit aus und der Traum vom vierten Hallentitel in diesem Winter platzte. Das zweite Halbfinale bestritten der SV Wahlstedt und der Leezener SC. Wahlstedt holte in der Gruppenphase noch zehn von zwölf Punkten, musste in der Zwischenrunde gegen die SG Oering/Seth jedoch die erste Turnierpleite hinnehmen. Der Gegner aus der Kreisliga Süd gewann drei der vier Vorrundenspiele und wurde Zweiter in der Zwischenrunde. Das Halbfinalspiel sollte allerdings eine klare Angelegenheit werden. Der Verbandsligaabsteiger aus Wahlstedt setzte ein dickes Ausrufezeichen und gewann mit 5:0. Im Spiel um Platz drei krönte sich der SC Rapid Lübeck mit einem 6:1-Sieg zum Drittplatzierten.
Titel nach 18 Jahren
Das Finale des 39. Solarstrom-Cups sollte also zwischen der SG Oering/Seth und dem SV Wahlstedt steigen. Beide Teams sammelten im Laufe des Turniers Argumente für sich auf den Titel. Dennoch sollte es im Endspiel nicht unbedingt spannend werden. Mit 3:0 gewann der SVW, der somit den Titel einfuhr. Trainer Nimet Jusufi sagte zum ersten Wahlstedter Titel nach 18 Jahren: „Vom ersten Spiel an haben die Jungs das super umgesetzt, taktisch sowie auch von der Disziplin her, was sehr wichtig ist in der Halle. Wir haben kaum etwas zugelassen und dadurch verdient das Turnier gewonnen.“ Die Auszeichnung des besten Torschützen ging in die Hansestadt. Lasse Meier, eigentlich Verteidiger, erzielte die meisten Treffer aller Spieler. Seine Mannschaft stellte zudem die beste Offensive mit 32 Toren.





