Kreuzbandriss überschattet nächstes Unentschieden des FC St. Pauli

Elias Saad (FC St. Pauli). Archivfoto: Lobeca/Elias Saad

Hamburg – Endlich hat der Ball den Weg wieder in das gegnerische Tor gefunden. Nachdem St. Pauli zuletzt dreimal hintereinander 0:0 spielte, traf Elias Saad am Wochenende endlich wieder in der 2. Bundesliga für die Kiezkicker. Der Treffer jedoch reichte nicht aus, um einen Dreier gegen Eintracht Braunschweig mitzunehmen. Der Isländer Thorir Johann Helgason erzielte den Ausgleichstreffer zum 1:1 für die Braunschweiger und sorgte für den Schlusspunkt auf dem Schiedsrichterbogen. Viel Aufwand haben die Braun-Weißen wie so oft betrieben, allerdings ohne sich dafür ausreichend zu belohnen. Die eigene Effizienz lässt weiterhin zu wünschen übrig. Somit ist das die vierte Punkteteilung in Folge für die Mannschaft von Fabian Hürzeler.

Hiobsbotschaft für Banks

Neuzugang Scott Banks erlitt im Spiel gegen Braunschweig einen Kreuzbandriss. Erst Anfang August lieh St. Pauli Banks von Crystal Palace aus. Der junge 21-Jährige Stürmer wurde erst spät in der 76. Minute eingewechselt und musste kurz vor Schluss wieder verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nun ist die Diagnose da. Der Schotte zog sich eine schwere Verletzung zu und wird mehrere Monate ausfallen. Inwiefern diese Verletzung etwas an der Leihe verändern wird, bleibt abzuwarten.

„Hätte heute lieber gewonnen, statt das Tor zu schießen“

Fabian Hürzeler (Cheftrainer St. Pauli): „Wir sind sehr gut reingekommen und hatten das Spiel unter Kontrolle. Braunschweig war vor allem über Konter gefährlich, die wir aber gut wegverteidigt haben. In der zweiten Halbzeit wurden wir dominanter und haben uns durch das Tor dann auch belohnt. Wir hatten dann auch danach unsere Tormöglichkeiten, aber dann nicht mehr so konsequent Fußball gespielt. Da hat die letzte Konsequenz in den Aktionen gefehlt, wo wir das 2:0 machen müssen. Das müssen wir uns selbst zuschreiben. Braunschweig macht dann den Lucky-Punch. Wenn man hier spielt, dann weiß man, dass sie die Qualität haben, aus dem Nichts ein Tor zu machen. Für uns ist das bitter und wir müssen daraus lernen und das werden wir auch hoffentlich.“

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AOK

Elias Saad (Offensivspieler St. Pauli): „Ich hätte heute lieber gewonnen, statt das Tor zu schießen. Ich habe mich sehr über die Nominierung zur tunesischen Nationalmannschaft gefreut. Daher konnte ich heute befreit aufspielen. Ich glaube, das habe ich auch auf dem Platz gezeigt. Ich will auf jeden Fall weiter Gas geben. Die Spiele, die wir machen, sind immer sehr gut. Das einzige Manko ist die Chancenverwertung, auch ich habe noch mehr Chancen im letzten Drittel. Ich ärgere mich da auch über meine zweite Chance, da muss ich besser schießen. Aber wir werden weiter dran glauben und hoffentlich das nächste Spiel gewinnen.“

Der 5. Spieltag (1.-3.9.)

Düsseldorf – Karlsruhe 3:1
Braunschweig – St. Pauli 1:1
Kiel – Paderborn 2:1
Magdeburg – Berlin 6:4
Wiesbaden – Schalke 1:1
Kaiserslautern – Nürnberg 3:1
Hamburg – Rostock 2:0
Fürth – Hannover 1:3
Osnabrück –Elversberg 0:1

Die Tabelle

1.Hamburger SV513 : 513
2.Holstein Kiel59 : 612
3.1. FC Magdeburg513 : 811
4.Fortuna Düsseldorf510 : 310
5.F.C. Hansa Rostock57 : 69
6.1. FC Kaiserslautern59 : 99
7.Hannover 9659 : 78
8.SV Wehen Wiesbaden55 : 48
9.FC St. Pauli53 : 27
10.Karlsruher SC58 : 87
11.1. FC Nürnberg58 : 107
12.FC Schalke 0457 : 94
13.SpVgg Greuther Fürth57 : 104
14.Eintracht Braunschweig53 : 64
15.SV 07 Elversberg56 : 124
16.SC Paderborn 0755 : 114
17.Hertha BSC59 : 113
18.VfL Osnabrück56 : 101

Bildquellen

  • Elias Saad: Lobeca/Elias Saad
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