Krummesse verliert knapp trotz Trainer-Traumtor – Derbysiege für Breitenfelde/Mölln und Travemünde

Siebenbäumen überholt Eichholz II und grüßt von der Spitze

Jubel in der Kabine der SG Breitenfelde/Mölln nach dem Derbysieg. Foto: SG Breitenfelde/Mölln/o.H.
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Lübeck – Der zwölfte Spieltag in der Kreisliga Süd bot wieder einiges. Auf sieben Plätzen ging es zur Sache, wobei sich die Mannschaften nichts schenkten. Schon am Sonnabend gab es ein packendes 3:3 am Eichholzer Pöbelberg. Hinzu kamen enge Duelle mit Kuriositäten, ein deutlicher Erfolg sowie zwei Derbyheimsiege.

Eichholzer SV II – SV Azadi Lübeck II 3:3 (2:2)

Der Eichholzer SV II wollte nach einer spielfreien Woche nun wieder punkten. Zu Gast war mit dem SV Azadi Lübeck II ein Team, das man gut kennt, denn schließlich stiegen die beiden Zweitvertretungen 2025 gemeinsam in die Kreisliga auf. Der ESV als Meister vor Azadi und dennoch begegnen sich beide Mannschaften nun zwei Saisons später erneut. Die Spiele zwischen den beiden Lübecker Teams waren immer wieder packend, umkämpft und sehr ansehnlich, so auch diesmal. Dabei war es personell für die Heimmannschaft alles andere als einfach. Zahlreiche Leistungsträger wie Caspar Stark, Tom Meier oder auch Niklas Hamer fielen aus. Stattdessen kehrte Ervis Cokaj zurück und feierte sein Startelfsaisondebüt. Azadi wollte die Sieglosserie beenden und erstmals seit mehr als einem Monat wieder gewinnen. Dabei sollte die Hoffnung auf erfahrenen Spielern wie Tim Iden oder auch Azad Meran liegen.

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Auf dem kleinen Kunstrasenplatz an der Guerickestraße war es ein ansehnliches und intensives Duell, in dem keine Mannschaft sich versteckte. Azadi war zwar der klare Außenseiter, doch so trat man nicht auf. Dementsprechend ging der Gast durch Rogesh Sherzad (16.) in Führung. Der Stürmer kommt derzeit immer mehr in Fahrt, denn er traf im dritten Spiel in Folge. Doch die Führung sollte nicht von langer Dauer sein, denn die Hausherren schlugen zurück. Ervis Cokaj (22.) glich aus und nur eine Minute später sollte Niels Borkenhagen (23.) das Spiel sogar komplett drehen. Erneut wurde eine Führung verspielt, sodass der Tabellenführer nun auf Kurs war. Kurz vor der Pause sollte es dann allerdings einen Elfmeter für Azadi geben, den Araz Hassan (40.) zum 2:2 verwandelte. Damit ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang blieb es also weiterhin offen und für Eichholz das Ziel weiterhin klar, am Pöbelberg auch das sechste Spiel in dieser Saison zu gewinnen. Diesem rückte man ein großes Stück näher, als Tim Iden ins eigene Tor traf. Erneut führte die Mannschaft von Stephan Lindhoff. Doch egal, wie schlecht die vorherigen Wochen liefen, den SVA II muss man immer auf dem Zettel haben und so war es auch an diesem Tag. Justin Thiele stellte auf 3:3. Es war zugleich auch der Endstand, sodass erstmals eine Mannschaft mit Punkten von der Guerickestraße nach Hause fuhr. Es war ein Zähler, der der zuvor sieben Mal unterlegenen Mannschaft von Awar Rashid enorm guttut. Für den ESV war es ein Remis, mit dem man sich zufrieden gibt. Dass der Gegner alles andere als ein Selbstgänger wird, war bereits im Vorfeld klar und die personelle Situation machte es ihnen nicht leichter. Trainer Lindhoff sagt: „Gerechte Punkteteilung in einem starken Kreisligaspiel.
Zeitweise ein sehr wildes Spiel und ein offener Schlagabtausch von beiden Mannschaften. Wir bleiben weiterhin ungeschlagen seit neun Spielen. Azadi weiterhin viel Erfolg. Mit der Leistung von heute werden sie noch viele Punkte diese Saison holen.“

Fortuna St. Jürgen – TSV Zarpen 4:1 (3:0)

Die Erleichterung beim SV Fortuna St. Jürgen nach dem Sieg beim ATSV Stockelsdorf war riesig. Es war der zweite Saisonsieg. Man verließ den letzten Platz und sammelte Big-Points im Tabellenkeller. Nun sollten gegen den TSV Zarpen weitere folgen. Eine Serie starten war das Ziel, doch einfach sollte die Aufgabe nicht werden. Der Aufsteiger startete furios in die Liga, grüßte zwischenzeitlich von ganz oben. Zuletzt sollten allerdings drei sieglose Spiele folgen, sodass der Trend etwas nach unten zeigte. Dennoch war es keine einfache Aufgabe, die auf die Lübecker wartete. Personell sah es beim TSV allerdings alles andere als gut aus. Einige Spieler fehlten, sodass mit Marvin Isler beispielsweise ein Torhüter im Feld starten musste. Zudem sollte Nico Scheel nicht mit an den Kalkbrenner reisen. Zahlreiche Änderungen fanden sich in der Startelf mit Blick auf die Vorwoche sowie die Stammelf der Stormarner auf. Fortuna dagegen war personell gut besetzt und startete direkt mit einem frühen Tor in die Partie. Paul Grewecke (7.) sorgte für die Führung. Die Heimelf bestimmte das Spiel und sollte kurz vor der Pause durch Henrik Berentzen (42.) und erneut Grewecke (44.) auf 3:0 erhöhen. Dies war zugleich der Pausenstand. Nikolay Frech sagte: „Wir haben gegen den TSV Zarpen einen hochverdienten Sieg eingefahren und waren von der ersten bis zur letzten Minute die bessere Mannschaft. Die frühe Führung war absolut verdient. Mit einem Doppelpack kurz vor der Halbzeit haben wir schließlich auf 3:0 erhöht und sind mit einer komfortablen und hochverdienten Führung in die Pause gegangen.“

Nach der Pause sollte Zarpen etwas mehr Druck machen, denn man wollte zurück ins Spiel finden. Ein schneller Anschlusstreffer war das Ziel, doch dieser blieb aus. Stattdessen gab es nach knapp einer Stunde den Elfmeter für die Heimelf. Ahmad Ezzo (58.) verwandelte diesen, sodass die Messe mit dem 4:0 gelesen war. Zwar folgte auf der anderen Seite ebenfalls ein Strafstoß durch Sidney Munier (61.) zum 1:4, doch dies war zugleich auch der Endstand. Frech sagte über den zweiten Sieg in Folge: „In der zweiten Halbzeit hat Zarpen noch einmal alles versucht, wodurch die Partie etwas ausgeglichener wurde. Auf beiden Seiten gab es nur wenige klare Torchancen, beide weiteren Treffer fielen durch Elfmeter. In der Schlussphase hat Zarpen noch einmal Druck aufgebaut, wir hatten jedoch weiterhin Möglichkeiten, den Vorsprung weiter auszubauen. Unterm Strich sind wir mit der Leistung und dem Ergebnis sehr zufrieden. Jetzt wollen wir den Schwung aus diesem Sieg mitnehmen und nächste Woche gegen Krummesse direkt nachlegen.“ Auf der Gegenseite war man alles andere als zufrieden. Es war ein ganz schwacher Auftritt. Trainer Tobias Clasen sagte: „Wir waren einfach überhaupt nicht da. Das, was wir heute gespielt haben, war richtig, richtig mies anzugucken. Wir haben alle Basics nicht eingehalten, nicht gegen den Ball gearbeitet, keine Zweikämpfe geführt, waren zu weit weg und dann ist es logisch und völlig verdient, dass Fortuna mit 3:0 in die Halbzeit geht. Da können wir froh sein, dass es nicht noch höher steht, weil wir überhaupt nicht da waren. Wir kommen aus der Pause und bekommen direkt einen Elfmeter gegen uns. Da war das Spiel dann auch schon durch. Wir machen noch den Ehrentreffer, aber ich glaube, jetzt kommt so die Phase, in der man merkt, dass man in dieser Klasse in jedem Spiel über 90 Minuten alles investieren muss und nicht nur 45 Minuten. Das reicht nicht mehr. Wir sind aber trotzdem noch voll im Soll, denn auch solche Spiele kommen mal vor.“

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Nach dem zweiten Sieg in Serie, erstmals zu Hause, herrschte Jubel in der Fortuna-Kabine. Foto: Fortuna/o.H.

TSV Travemünde – TSV Schlutup 2:0 (0:0)

Nachdem der TSV Travemünde beim SV Azadi Lübeck II seine kleine Krise beendet hatte, sollte nun nachgelegt werden. Ein Heimsieg war das Ziel, doch die Aufgabe hatte es in sich. Zu Gast war der TSV Schlutup, der Vorjahresdritte und zudem die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Alle Spiele auf fremdem Platz gewann die Elf vom Palinger Weg, sodass man in Travemünde gewarnt war. Christian Jetz, Trainer der Hausherren, schob dem Gast die Favoritenrolle zu, welcher sie gerecht werden wollten. Dabei startete mit Ommeed Sindi ein Ex-Spieler von Jetz, der in der Verbandsliga noch die Schuhe schnürte. Nun trat er mit dem Gegner an. Zur Pause sollten Tore noch auf sich warten. Auf beiden Seiten stand nach 45 Minuten die Null.

Im zweiten Durchgang peilten beide Mannschaften den Sieg an. Schlutup brachte Leon Staniec, während Travemünde unverändert aus der Kabine kam. Das Trainerteam vertraute der Startelf, was sich auszeichnen sollte. Thomas Aldermann (50.) brachte die Hausherren in Führung. Es war sein drittes Saisontor. Der Knoten beim im Sommer aus Schönberg gekommenen Stürmer scheint geplatzt zu sein, nachdem er gegen Azadi II seine ersten beiden Treffer verbuchte. Nun jubelte er auch erstmals auf heimischem Geläuf. Im Anschluss brachten die Monte-Kicker Felix Rockrohr und Alexander Bronnert. Rockrohr sollte es sein, der das 2:0 erzielte. Es war die Vorentscheidung, denn eine Antwort blieb aus. Somit feierte die Jetz-Elf den zweiten Sieg in Folge. Man sicherte sich Rang fünf und meldete sich im Rennen um die Aufstiegsplätze zurück. Der siegreiche Coach sagte: „Wir fahren einen verdienten Derbysieg ein, lassen aus dem Spiel heraus keine Torchance für Schlutup zu. Müssen aber jetzt weiter arbeiten, nach und nach kommen jetzt wichtige Spieler zurück und werden uns in den nächsten Wochen helfen.“ Schlutup verlor erstmals in der Fremde. Trainer Robertino Borja schilderte die Partie wie folgt: „Eine Niederlage, die wir uns selbst zuzuschreiben haben. In der ersten Halbzeit hatten wir leichte Feldvorteile und ein bis zwei gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Travemünde konzentrierte sich überwiegend auf das Umschaltspiel und lauerte auf Fehler. In der zweiten Halbzeit haben wir uns, wie schon in den vergangenen Spielen, selbst auf die Verliererstraße gebracht. Durch einen Ballverlust im Aufbauspiel kassieren wir eiskalt das 0:1. In der Folge war Travemünde aggressiver, investierte mehr und wollte den Sieg am Ende einfach mehr als wir. Damit stehen wir erstmals in dieser Saison auswärts mit leeren Händen da.“

TSV Kücknitz – ATSV Stockelsdorf 6:0 (4:0)

Der TSV Kücknitz wollte seine weiße Weste in Heimspielen nun auch gegen den ATSV Stockelsdorf ausbauen. Das Ziel waren ganz klar die Punkte 16, 17 und 18 am Roten Hahn. Bis dato wurden alle Spiele zu Hause gewonnen. Daher war die Aufgabe für den ATSV Stockelsdorf eine ganz schwierige. Personell sah es bei den Ostholsteinern schwierig aus, auch wenn Tim Seeger und Tjark Sölter ihre Rückkehr in die Startelf feierten. Auf der Gegenseite sollte zwar Fatih Katran gesperrt fehlen, doch dafür kehrten Pierre Witt und Maurice Maletzki zurück in die erste Elf. Damit kam eine besondere Qualität ins Team zurück. Die Heimmannschaft startete klar tonangebend und verzeichnete in der Anfangsphase bereits mehrere gute Chancen. Ein Alutreffer sowie mehrere starke Paraden von ATSV-Torwart Fritz Lenz sollten die Gäste vor dem Rückstand bewahren. Anschließend wurden diese allerdings etwas mutiger. Man näherte sich an, doch ein Konter war die Folge. Der TSV spielte es schnell und Pierre Witt (17.) traf zum hochverdienten 1:0. Im Anschluss scheiterten die Gastgeber erneut mehrfach an Lenz, der hier nach 25 Minuten einen deutlichen Rückstand verhinderte.

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Nach einer knappen halben Stunde gab es dann allerdings eine Ecke. Diese fand in der Mitte Pierre Witt (29.), der hochstieg und zum 2:0 einköpfte. Im Anschluss blieb das Bild ähnlich, denn die Kücknitzer dominierten und legten nun nach. Maurice Maletzki (42.) und Kevin Bohnsack (44.) stellten noch vor der Pause auf 4:0. Es deutete sich eine Klatsche für die Gäste an. Nach der Pause sollte Maletzki (55.) sowie Alexander Birkholz (86.) das halbe Dutzend vollmachen. Das 6:0 war der Endstand, sodass der nächste Heimsieg für den TSV perfekt war. Dennoch war man nicht wirklich zufrieden. Mirco Groß sagte: „6:0-Heimsieg – und trotzdem nicht zufrieden
Kann man nach einem 6:0-Heimsieg unzufrieden sein? Ja, bei allem Respekt vor Stockelsdorf. Stodo hatte bis auf drei Ecken keinen Torschuss. Wir müssen zur Halbzeit 7:0 oder 8:0 führen. Wie leichtfertig wir unsere Chancen vergeben haben, teilweise fast arrogant, hat mir nicht gefallen. Am Ende steht ein souveräner Heimsieg, der zählt. Stockelsdorf wünschen wir alles Gute für die restliche Saison.“ Stockelsdorf verlor nun aus den vergangenen fünf Spielen zum vierten Mal und belegt den 14. Platz. Trainer Yannik Biemann sagte über die 0:6-Niederlage am Roten Hahn: „Glückwunsch an Kücknitz. Wir sind personell sehr dezimiert und kommen überhaupt nicht ins Spiel. Uns fehlt die Überzeugung in den Zweikämpfen und im Passspiel. Kücknitz ist völlig überlegen und gewinnt verdient.“

SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – Krummesser SV 4:3 (2:2)

Im Vorfeld der Partie zwischen der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg und dem Krummesser SV stand vor allem eine Person im Fokus. SGWSS-Coach Dennis Hadler traf erstmals auf seinen Ex-Club, mit dem er in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Kreisliga perfekt machte. Gemeinsam bildete er mit Andre Bargholt das Trainerteam. Nun traf sich das Duo wieder, diesmal allerdings auf verschiedenen Seiten. Die Hausherren waren favorisiert gegen den Aufsteiger, doch durchaus auch vorsichtig. Man wollte den Gegner keineswegs unterschätzen. Personell sah es durchwachsen aus, denn einige Stammspieler wie Florian Allner, Fritz Witten, Alexander Thias oder auch Lennart Krüger standen allesamt nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Lasse Löffler zurück. Krummesse war personell ebenfalls dezimiert. So musste Trainer Bargholt selbst die Schuhe schnüren und starten. Wentorf war tonangebend, während der KSV erst einmal sicher stehen wollte. Mit mehr Ballbesitz und Spielanteilen für die Heimelf bespielte man den Gegner. Der Treffer fiel allerdings auf der anderen Seite. Nach Balleroberung kam der Schuss aus über 30 Metern, der den Weg über den Torhüter ins Netz fand. Es war ein kurioses Tor für Krummesse und tatsächlich war Andre Bargholt (16.) der Torschütze. Die Führung sollte allerdings nicht lange halten, denn im Gegenzug war es Lasse Löffler (18.), der ausglich. Im Anschluss hatten die Platzherren das Spiel im Griff und kamen zu weiteren Möglichkeiten. So war das 2:1 durch Janne Müller-Krumwiede (41.) nicht unverdient. Damit wollte man gerne in die Pause gehen, doch das letzte Wort in Durchgang eins hatten die Gäste. Nach einem Foul gab es Elfmeter, den Bekir Kasikci (45.) zum 2:2 verwandelte.

Das Ergebnis versprach somit eine spannende zweite Hälfte, doch die SGWSS startete mit Schwung. Es dauerte nicht lange, da zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Diesmal gab es den Elfmeter für Wentorf, den Luis Zak (48.) verwandelte. Nun war das Team von Dennis Hadler und Niklas Oelrichs wieder auf Kurs und 20 Minuten später erhöhte Zak (68.). Es war das 4:2, was doch eigentlich die Vorentscheidung sein sollte. Doch diese war es noch nicht. Bekir Kasikci (83.) schnürte den Doppelpack und brachte nochmal richtig Spannung ins Spiel. Man bekam die Chance auf den Ausgleich, doch am Ende reichte es nicht für die drei Punkte. Es war eine Niederlage, die bitter war, doch der Auftritt stimmte den Trainer, der sogar als Torschütze voranging, positiv. Er sagte: „Kämpferisch starke Leistung meiner Mannschaft, nachdem wir heute mit einer Rumpfelf angetreten sind aufgrund vieler Ausfälle ging unser Matchplan über weite Strecken des Spiels auf, schade, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat. Wir blicken dennoch positiv auf das nächste Spiel, in dem wir auf einige Rückkehrer hoffen dürfen. Glückwunsch an Dennis zu den drei Punkten und möge er noch einige Wochen vom 0:1 träumen.“

Für Dennis Hadler war es also ein erfolgreiches Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Die nächsten drei Punkte wurden eingetütet, sodass man nun bereits das vierte Spiel in Serie ungeschlagen ist. Der Coach sagte zum Heimsieg: „Wir haben heute drei Punkte geholt und nur das zählt, trotzdem sind wir nicht zufrieden. Wir bekommen über 90 Minuten keine Sicherheit gegen die langen Bälle von Krummesse rein und das macht das Spiel unnötig spannend. Natürlich läuft es auch nicht optimal. Krummesse macht mit einem Sonntagschuss aus gut 40 Metern das 1:0, dann drehen wir das Spiel und fangen uns mit dem Pausenpfiff noch das 2:2 durch einen unnötigen Elfmeter. Zur zweiten Halbzeit kommen wir dann besser raus und gehen auch verdient 4:2 in Führung, verpassen aber das 5:2 zu machen. So wird es dann am Ende nochmal unnötig spannend. Leider haben uns heute offensiv die Möglichkeiten zum Wechseln gefehlt, sodass uns vorn die Kraft verlassen hat. Wenn es aber nun so ist, dass wir die Spiele gewinnen, in denen wir nicht unbedingt gut spielen, dann ist das auch in Ordnung und kann so bleiben. Krummesse wünsche ich, dass sie die Einstellung und Intensität von heute halten können, dann ist der Klassenerhalt möglich.“

SG Breitenfelde/Mölln – Ratzeburger SV II 2:0 (2:0)

„It’s Derbytime“, war das Motto vor dem Spiel am Uhlenbusch zwischen der SG Breitenfelde/Mölln und dem Ratzeburger SV II. Zwei formstarke Teams trafen aufeinander, die beide ein klares Ziel verfolgten, den Derbysieg. Dieser sollte unbedingt eingetütet werden. Doch die Vorzeichen waren auf beiden Seiten schwierig. Ratzeburg fehlten erneut einige Spieler und auch die Heimmannschaft blieb nicht verschont. Arne Riewe sagte: „Ein Spiel, wo Derby entsteht durch Aktionen, die fragwürdig sind im Spiel. Erstmal hagelte es Absagen bei mir aus Krankheitsgründen, sodass wir mit Nils Bamler (eigentlich Ruhestand) elf Mann sind und ich sowie Patrick Schwan uns mit umziehen mussten. Ersterer mit Einsatz. Ein schwieriges Spielfeld für beide Teams, da es mit jeder Minute an Spielzeit auch rutschiger und ein wenig matschiger wurde, was aber ja kein Geheimnis am Uhlenbusch ist. Schön Fußball spielen war, glaube ich, für beide Teams schwierig. In der ersten Halbzeit spielen wir uns super Chancen heraus, können absolut verdient mit 2:0 in die Pause.“ Frederik Pfalzgraf legte für Jannes Stöver auf, der zum 1:0 traf, bevor wenig später Henrik Timm nachlegte.

„In der zweiten Halbzeit wollten wir eigentlich nicht Beton anrühren, sondern auf das 3:0 gehen, allerdings haben uns ein wenig die Körner gefehlt, die Ratzeburg scheinbar in der ersten Hälfte nicht nutzte und somit in der zweiten Halbzeit noch hatte. Wir haben die langen Bälle aber trotzdem gut verteidigt bekommen.“ Tore fielen keine mehr am Uhlenbusch, sodass der Derbysieg für die SG perfekt war. Man bleibt zu Hause kaum zu schlagen und feiert den nächsten Dreier. Ratzeburg musste nach drei ungeschlagenen Spielen mal wieder eine Niederlage hinnehmen. Paul Dietz, Trainer des Aufsteigers, sagte: „Verdienter Sieg für die SG, bei uns klappt heute überhaupt nichts und wir bringen keine gute Leistung auf den Platz. Die zweite Halbzeit ist dann trotzdem sehr ausgeglichen, aber wir tun uns sehr schwer, Chancen rauszuspielen. Härter als das Ergebnis sind die Verletzungen von Gode und möglicherweise längerfristig bei Buschi, beide durch sehr harte Fouls. Der Schiedsrichter hatte die Partie leider überhaupt nicht unter Kontrolle und nimmt somit die Verletzungen in Kauf, sehr bitter. Am Samstag kommt mit Wentorf die nächste Top-Mannschaft, hoffen wir, dass bis dahin ein paar verletzte Jungs zurückkommen. Alleine in dieser Trainings- und Spielwoche gehen wir mit fünf Verletzten raus.“

VfL Rethwisch – SV Grün-Weiß Siebenbäumen 1:2 (0:2)

Mit dem 2:0-Sieg beim TSV Schlutup setzte der VfL Rethwisch durchaus ein Ausrufezeichen. Man ärgerte eine weitere Spitzenmannschaft, wobei man sich sehr defensivstark und hocheffektiv präsentierte. So wollte man nun auch das nächste Spiel angehen, wenn mit dem SV Grün-Weiß Siebenbäumen der Tabellenzweite anreiste. Die Lauenburger sind mit Eichholz zusammen der Top-Favorit auf die Meisterschaft, sodass ein richtig harter Brocken wartete. Für den VfL gab es also eigentlich nichts zu verlieren, während die Mannschaft von der Hufe mit drei sieglosen Auswärtsspielen in Serie im Rücken an den Burchrader Weg reiste. Nur ein Sieg wurde in der Fremde eingefahren, sodass das Ziel klar war. Die Gäste starteten gut und sollten durch Jonas Stapf erstmals gefährlich werden, doch der Außenpfosten verhinderte das 0:1. Auf der Gegenseite prüfte Chistopher Willuhn mal Torwart Reiss. Der Schuss war allerdings zu unplatziert, wie auch drei Minuten später, als Peer-Erik Richter abzog. Auf der anderen Seite sah es anders aus, denn dort hatte Veysi Kurt (18.) zu viel Platz. Der erste Versuch war noch zu ungenau, doch der zweite Versuch landete halbhoch im rechten Eck. Siebenbäumen ging also in Führung und nach einer halben Stunde legten sie nach. Ein sehenswerter Pass in die Tiefe setzte Manuel Plähn in Szene, der nur noch querlegen musste für Luke Pantas (31.), der auf 2:0 erhöhte. Dies war zugleich der Pausenstand, der nicht unverdient war. Grün-Weiß zeigte seine hohe Qualität und machte aus wenig viel. Man war hocheffizient. Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams zu Chancen, doch das dritte Tor ließ auf sich warten. Eine Tätlichkeit von Kaleab Begna dezimierte das Team von Marco Urban, das mit Schlusspfiff noch den Anschlusstreffer kassierte. Gerrit Schubring (96.) nutzte einen Torwartfehler. Spannend wurde es allerdings nicht mehr, sodass der Favorit den Sieg einfuhr. Damit klettert der Verbandsligaabsteiger an die Tabellenspitze und lässt Eichholz um einen Punkt hinter sich. Nun stehen die Topspielwochen an, in denen es ordentlich zur Sache geht.

Der 12. Spieltag im Überblick

Eichholzer SV II – SV Azadi Lübeck II 3:3
Fortuna St. Jürgen – TSV Zarpen 4:1
TSV Travemünde – TSV Schlutup 2:0
TSV Kücknitz – ATSV Stockelsdorf 6:0
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – Krummesser SV 4:3
SG Breitenfelde/Mölln – Ratzeburger SV II 2:0
VfL Rethwisch – SV Grün-Weiß Siebenbäumen 1:2

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