
Lübeck – In der Kreisliga Südost geht es Schlag auf Schlag. Auf den 23. Spieltag folgten unter der Woche gleich drei Nachholspiele. Am Dienstagabend gewannen Reinfeld/Kronsforde und die SG Breitenfelde/Mölln jeweils ihr Spiel, knapp 48 Stunden später schloss sich der TSV Kücknitz an. Viel Zeit zum Feiern gibt es allerdings nicht, denn der 24. Spieltag steht bereits vor der Tür. Mit im Gepäck hat dieser einige Topspiele.
TSV Kücknitz – TSV Gudow 2:1 (0:0)
Der TSV Kücknitz wollte nach der ersten Niederlage in 2026 am Donnerstagabend die richtige Reaktion zeigen. Dies galt allerdings auch für den Gegner, den TSV Gudow. Beide starteten gut aus der Winterpause, doch mussten sich jeweils aufgrund einer schwachen zweiten Hälfte am Ende geschlagen geben. Nun trafen sich die beiden Teams im direkten Duell. Das Hinspiel bot Spannung, denn Kücknitz gewann nur knapp mit 2:1 und lag sogar hinten. Nun wollte die Truppe von Marcel Schaper es den Lübeckern erneut schwer machen. Dies gelang ihnen durchaus. Sie standen tief gegen den Ball, sodass die Kücknitzer aus ihrem vielen Ballbesitz wenig Gefahr ausstrahlten. Zwei Abschlüsse wurden in der ersten halben Stunde kreiert, wobei Jan Ulrich keine großen Probleme hatte. Ansonsten war immer wieder ein Fuß der Gudower dazwischen oder aber der Ball bereits im Vorfeld abgefangen. Die erste Hälfte war nicht unbedingt von Chancen geprägt, doch wenn es gefährlich wurde, dann durch den TSV Gudow. Lennart Burmeister, der mit seinem Tempo als Zielspieler ganz vorne eingesetzt wurde, hatte die Riesenchance auf die Führung noch vor der Pause. Nach einer starken Einzelaktion scheiterte er zunächst an Kevin Bohnsack und auch beim zweiten Versuch gegen den völlig freistehenden Timo Baumann war der Keeper der Kücknitzer zur Stelle. Das musste die Führung der Lauenburger sein, die bis dahin einen leidenschaftlichen, starken Auftritt boten. Das Einzige, was fehlte, war das Tor, um eine starke erste Hälfte zu krönen.
Nach dem Seitenwechsel stellte Kücknitz um und wollte nun mit einem 3-4-3 mehr Druck erzeugen. Es war nun mehr Tempo und Intensität im Spiel der Truppe von Mirco Groß, sodass Gudow defensiv weiterhin gefordert wurde. Klare Chancen blieben zunächst aus, doch stattdessen kamen die Gäste. Diese schalteten immer wieder schnell um. So war es wieder einmal Lennart Burmeister, der gleich zweimal am Torwart scheiterte, den Ball am Ende dann aber doch über die Linie drückte (54.). Großer Jubel beim Tabellenschlusslicht, denn dieses Tor war hochverdient. Im Anschluss ließ sich die Mannschaft von Marcel Schaper allerdings etwas zu tief hinten reindrücken. Kücknitz wurde zwingender und Jan Ulrich verhinderte den Ausgleich. Anschließend gab es einen Freistoß, der abgefälscht an den Pfosten prallte, und anschließend stand Fatih Katran (64.) richtig und traf zum Ausgleich. Gudow zeigte sich davon zunächst allerdings keineswegs beeindruckt. Es gab nämlich die nächste Riesenchance auf das zweite Tor. Burmeister scheiterte erst einmal am herausragend reagierenden Bohnsack und im Anschluss rettete Marvin van Ohlen auf der Linie. Der Mannschaft vom Segrahner Berg fehlte an diesem Tag das Glück vor dem Tor, denn die Chancen auf ein zweites, eher sogar drittes Tor waren definitiv da. Stattdessen schwanden zum Ende die Kräfte und Kücknitz machte nochmal Druck. Der Außenseiter hielt mit Mann und Maus dagegen, doch wurde dennoch geschlagen. Der zuvor eingewechselte Leon Haselbach (84.) brachte die Kugel im Tor unter. Bitter für Gudow, die es in den letzten Minuten versuchten, jedoch nicht mehr gefährlich wurden. Kücknitz spielte es souverän runter und gewann am Ende unter Flutlicht. Bitter für Gudow, für die an diesem Abend deutlich mehr drin war. Dennoch kann man stolz auf den Auftritt sein, denn wie ein Tabellenschlusslicht hat die Schaper-Elf keineswegs gespielt.
Mirco Groß (TSV Kücknitz): „Am Ende muss man sagen, war es ein glücklicher Sieg. Gudow hat es gut gemacht, aber wir wussten von vornherein, dass es schwer werden wird. Sie stehen sehr tief, hätten gut auch zwei oder drei Tore mehr schießen können, wenn nicht sogar müssen. Am Ende gewinnen wir das Spiel und das ist das Einzige, was zählt. In der ersten Halbzeit waren wir nicht zwingend in den Aktionen, haben die Zweikämpfe und die zweiten Bälle nicht geholt, das sind zwei Dinge, die es braucht, um das Spiel in deine Richtung zu lenken, und das haben wir nicht gemacht. Das haben wir etwas vermissen lassen, dann in der zweiten Halbzeit fand ich es besser. Wir haben umgestellt auf 3-4-3, weil wir auch Druck machen mussten. Dann bekommen wir das Gegentor, das war verdient, aber am Ende haben wir die drei Punkte, wichtiger Sieg zu Hause.“
Marcel Schaper (TSV Gudow): „Ich bin verdammt stolz auf dieses Spiel heute. Wir haben in der Rückrunde den Glauben an uns wiedergefunden, das hat man in den Heimspielergebnissen, leider nicht gegen Fortuna gesehen, aber heute sind wir eindrucksvoll zurückgekommen. In der ersten Halbzeit haben wir die Chance durch Lennart, wenn er da quer spielt zu Timo, dann steht es 1:0. In der zweiten Halbzeit gehen wir dann in Führung, allerdings auch erst im dritten Anlauf, weil wir einfach dran bleiben. Danach ziehen wir uns zu weit zurück, haben 20 Minuten keine Entlastung mehr, Kücknitz aber auch keine richtige Torchance. Es ist ein abgefälschter Freistoß, der an den Pfosten geht, wo sie den Abpraller reinmachen. Danach haben wir die Chance und es wird gut auf der Linie verteidigt, die Nummer kann hier auch ganz anders ausgehen. Bei aller Hitze, auch in den Statements, die wir in der Hinrunde, aber auch jetzt hatten, hat das Spiel enorm Spaß gemacht. Hier wäre heute mindestens ein Punkt verdient gewesen, das sehen beide Mannschaften so. Deshalb abhaken, weitermachen und die Jungs haben sich ihr Bier verdient, bevor es am Sonntag gegen Breitenfelde weitergeht. Die Spiele gegen Groß Grönau II zweimal, Vorwerk bei uns zu Hause, wir fahren noch nach Stockelsdorf, also unsere Gegner kommen auch noch, aber wichtig ist, den Glauben weiter zu behalten und nicht wie in der Hinrunde zu verlieren. Da bin ich heute sehr zufrieden mit.“
Der 24. Spieltag
Eichholzer SV II – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 15 Uhr)
Der Eichholzer SV II und die SG Reinfeld/Kronsforde haben eine klare Gemeinsamkeit. Beide haben im neuen Jahr noch keine Partie verloren. Eichholz steht bei sieben von möglichen neun Punkten nach dem Jahreswechsel und zeigte zuletzt eine starke Moral beim TSV Kücknitz. Dort gab es einen 2:1-Sieg nach Pausenrückstand. Nun kommt mit Reinfeld allerdings der Ligaprimus. Nur ein einziges Spiel wurde überhaupt erst in dieser Spielzeit verloren, zudem ist man mit einer hohen individuellen Qualität gespickt. Zuletzt gab es einen späten 4:3-Sieg, der erst in der 96. Minute eingetütet wurde. Wer solche Spiele zieht, steigt am Ende auf und genau das ist das klare Ziel des Tabellenführers. An der Eichholzer Guerickestraße hat sich bisher allerdings nahezu jeder schwergetan. Auf dem kleinen Kunstrasen kann alles passieren und genau davor ist auch die Mannschaft aus dem Kreis Stormarn gewarnt. Das Hinspiel gewann diese mit 1:0.
Stephan Lindhoff (Eichholzer SV II): „Samstag kommt der vermutliche Meister dieser Saison, die SG Reinfeld/Kronsforde, an den Pöbelberg. Die Gäste sind gespickt mit vielen Ausnahmespielern, die schon Oberliga und Landesliga gespielt haben. Es wurden bisher lediglich drei Punkte abgegeben. Wir wissen um die Stärke der SG und was da für ein Kaliber auf uns zukommen wird. Jedoch sind wir seit sechs Spielen ungeschlagen und haben ein Heimspiel. Wir müssen über 90 Minuten um jeden Zentimeter des Platzes kämpfen und vom Kopf mit jeder erdenklichen Situation im Spiel umgehen können. Wir müssen und werden uns nicht verstecken und versuchen, unser Spiel auf den Platz zu bekommen. Ich denke, die SG wird wissen, was am Pöbelberg alles passieren kann. Wir sind bereit und wollen es dem zukünftigen Verbandsligisten so schwer wie möglich machen.“
Jakob Finnern (Reinfeld/Kronsforde): „Alle sprechen oft von schweren Spielen und Herausforderungen. Am Wochenende haben wir tatsächlich eine der schwersten Aufgaben, wir spielen in Eichholz, auf engem Platz und gegen einen Gegner, der alles reinwerfen wird. Wir freuen uns aber sehr auf dieses Spiel, denn für genau solche Kräftemessen wollen wir antreten und unser Ziel ist klar. Die drei Punkte wollen wir mitnehmen. Durch die englische Woche haben wir nur einmal trainiert, aber die Beteiligung war sehr gut und wir sind fokussiert und hochmotiviert.“
TSV Eintracht Groß Grönau II – VfL Rethwisch (Sa., 15.30 Uhr)
Am Sonnabend reißt am Torfmoor auf jeden Fall eine Serie. Wenn der TSV Eintracht Groß Grönau II den VfL Rethwisch empfängt, dann treffen sich die beiden Mannschaften, die im neuen Jahr noch keinen einzigen Punkt eingefahren haben. Beide Mannschaften stecken im Tabellenkeller und trennen derzeit acht Zähler, jedoch auch nur eine Platzierung. Die Bedeutung dieser Partie sollte für beide Kellerkinder also klar sein. Rethwisch kann mit einem Sieg den Klassenerhalt so gut wie eintüten, denn ein Vorsprung von elf Zählern wäre ein dickes Polster auf die Zweitvertretung. Diese hat mit Vorwerk und Gudow zwei Mannschaften im Nacken sitzen, die ebenfalls um den Verbleib in der Liga kämpfen. Zwar blieb die erhoffte Serie bei beiden bisher aus, dennoch spielt die Eintracht mit dem Feuer. Der 14. Platz könnte reichen, so war es in den vergangenen Jahren der Fall, doch der direkte Abstiegsplatz 15 ist bei zwei Spielen mehr nur noch drei Punkte entfernt. Dementsprechend braucht das Team von Alexander Wollmer unbedingt den Sieg, doch dazu muss die Defensive deutlich stabilisiert werden. In den vier Spielen nach der Winterpause gab es 20 Gegentreffer. Das Hinspiel macht dabei nicht viel Hoffnung, denn dort unterlag Groß Grönau dem VfL am Buchrader Weg mit 0:7.
Alexander Wollmer (Groß Grönau II): „Wir wollen am Samstag erstmal zu den Grundtugenden zurück. Was daraus entsteht, ist der Lohn für die Situation, in der wir stecken. Besonders freue ich mich, wieder unseren U18-Spielern die Möglichkeit in der Herren zu geben.“
Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Wird ein schweres Spiel, in dem wir diszipliniert arbeiten müssen.
Wir sind aktuell in einem Formtief, aber die Trainingswochen sehen immer gut aus und auch im Spiel zeigen wir zeitweise gute Ansätze. Diese müssen wir mal bündeln und über 90 Minuten lang abrufen. Dann bin ich überzeugt davon, dass wir das draufhaben.“
ATSV Stockelsdorf – TSV Pansdorf II (Sa., 16 Uhr)
Der ATSV Stockelsdorf hat im neuen Jahr erst zwei Partien absolviert. Auf ein Gastspiel beim TSV Kücknitz folgte das Spiel gegen die SG Reinfeld/Kronsforde auf dem heimischen Platz. Die Punkteausbeute mit einem von sechs möglichen Zählern ist dabei eher dürftig. Das Startprogramm war allerdings hochkarätig. Nun wird es nicht weniger schwer, denn der aktuelle Tabellenzweite ist zu Gast. Der TSV Pansdorf II reist an und das mit einer Menge Selbstvertrauen. Der TSV ist auf einem guten Weg und aktuell auf Kurs Aufstiegsrelegation. Alle vier Spiele in 2026 gewann die Mannschaft von Trainer Steven Tion, sodass diese nun seit bereits elf Spielen ungeschlagen ist. Es ist eine beeindruckende Serie und eine Mammutaufgabe, die auf das Team von Jan Mehlfeld wartet. Doch das Hinspiel wird Stockelsdorf Mut machen. Dort gab es ein 2:2-Remis, wobei es eher zwei verlorene Punkte waren. Bis in die Schlussphase führte der aktuelle Tabellendreizehnte, doch dann gelang der Zweitvertretung noch der Doppelschlag.
Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Heimspiel gegen Pansdorf II. Eine schwere Aufgabe erwartet uns. Pansdorf spielt eine enorm gute Saison als Team. Wir wollen an unsere Leistungen der Vorwochen anknüpfen, wissen, worauf es ankommt und wollen wie im Hinspiel punkten.“
Steven Tion (Pansdorf II): „Wir wissen auf jeden Fall, dass Stockelsdorf ein schwerer Gegner ist und wie schwer wir uns im Hinspiel getan haben. Wir wissen auch, welche guten Einzelspieler sie haben. Personell hat sich die Lage etwas entspannt. Es stehen uns auf jeden Fall mehr Spieler zur Verfügung als noch in der Vorwoche und wir wollen natürlich drei Punkte holen, um weiterhin oben dranzubleiben.“
VfL Vorwerk – Lübeck 1876 (Sa., 16.30 Uhr)
Die Euphorie im Teichstadion ist bereits wieder verflogen. Nach einer hoffnungsvollen Winterpause mit drei Neuzugängen aus der Verbandsliga und dem Sieg zum Auftakt ins neue Kreisligajahr fiel man zuletzt wieder hart in die bittere Realität zurück. Drei Niederlagen gab es in Serie, doch vor allem die Anzahl an Gegentoren liest sich erschreckend. 28 Gegentore in nur drei Spielen sind absolut nicht kreisligatauglich und ein Horror-Wert. Nun kommt mit Lübeck 1876 ein Team, für das es in dieser Saison um nicht mehr viel geht. Man steht im Tabellenmittelfeld und hat nach oben einen großen Rückstand sowie ein dickes Polster nach unten. Es geht für die Mannschaft von Andreas Beyer und Uwe Buchholz also um die berühmte „Goldene Ananas“. Beim VfL sieht dies ganz anders aus. Man braucht jeden Punkt, denn sonst endet das Kapitel Kreisliga im Sommer. Mut macht dabei das Hinspiel, in dem sich die Truppe von Benjamin Schramm sehr gut präsentierte und den Favoriten vor große Herausforderungen stellte.
Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Wir wollen uns gegen Vorwerk nach zwei unglücklichen Niederlagen wieder mit drei Punkten belohnen. Wir dürfen und werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Vorwerk braucht jeden Punkt, um den Abstieg noch zu verhindern.“
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Gudow (So., 14 Uhr)
Das Derby im Kreis Herzogtum-Lauenburg steht am Sonntagnachmittag an. Die SG Breitenfelde/Mölln empfängt dabei das Tabellenschlusslicht TSV Gudow. Breitenfelde geht mit einer breiten Brust ins Spiel, denn die vergangenen drei Partien wurden allesamt für sich entschieden. Die beiden Auftaktpleiten sind längst abgeschüttelt, wobei die Leistungen auch dort positiv waren. Nun gastiert ein Gegner, der neuen Mut geschöpft hat und mit einem ganz anderen Gesicht aus dem Winter kam. Gudows Lage ist längst nicht mehr so aussichtslos, wie sie in der Hinserie schien, denn die Punkteausbeute in 2026 zeigt eine deutliche Steigerung. Dabei hätten es sogar noch mehr sein können, denn am Donnerstagabend belohnte man sich nicht für einen starken Auftritt in Kücknitz. Es gab eine knappe Niederlage, die besonders bitter war. Nun soll ein neuer Anlauf genommen und auch in der Fremde gepunktet werden. Das Derby-Hinspiel endete 1:3 aus Sicht des Tabellenschlusslichts, das nun mit einem anderen Gefühl ins Spiel geht.
Arne Riewe (Breitenfelde/Mölln): „Am Sonntag haben wir Gudow zu Gast. Ein Spiel, das eher den Charakter eines fröhlichen Derbys hat. Das Hinspiel konnten wir mit 3:1 für uns entscheiden. Auch das Rückspiel wollen wir unbedingt ziehen. Drei Siege in Folge im Rücken sollen uns den nötigen Aufwind geben, und wir werden wieder alles reinwerfen. Die drei Punkte sollen her.“
Marcel Schaper (TSV Gudow): „Ich freue mich auf das Spiel gegen Breitenfelde, weil das für uns ja so das richtige Derby gegen Coach Arne ist. Wir spielen gegen eine technisch sehr gute, aber auch sehr junge Mannschaft. Bei uns spielen ein paar, die könnten deren Väter sein. Ich bin sehr optimistisch, wenn wir ähnlich auftreten wie heute, dass wir wieder ein sehr unangenehmer Gegner sein werden, wo die Jungs erst einmal ein bisschen leiden müssen, damit sie die Punkte am Uhlenbusch behalten.“
SV Viktoria 08 – TSV Travemünde (So., 14.30 Uhr)
Der SV Viktoria 08 war am Dienstagabend nicht weit davon entfernt, dem Ligaprimus den zweiten Punktverlust in dieser Saison zuzufügen. Erst tief in der Nachspielzeit fiel das 3:4, was den Lübeckern, die einen starken Auftritt mit einer herausragenden Moral zeigten, den Punkt aus der Hand riss. Nach einem 1:3-Pausenstand, darunter zwei Standardgegentore, glich die Elf von Timur Akgün nach dem Seitenwechsel aus. Das Ende war bitter und aufgrund der bereits abgelaufenen Nachspielzeit für Coach Akgün unverständlich. Nun steht allerdings das nächste Spiel an und erneut gegen eine Mannschaft, die zum oberen Drittel gehört. Der TSV Travemünde kommt auf die Falkenwiese. Dieser ist derzeit allerdings in einem kleinen Formtief. Nach einem Sieg zum Start folgte nämlich nur ein Punkt aus drei Spielen. Dies ist zu wenig für die Monte-Kicker, die dadurch den Anschluss nach oben erst einmal verloren haben. Nun soll es allerdings wieder in die Erfolgsspur gehen. Die vergangene Partie der beiden Mannschaften macht dabei Mut für das Team von Christian Jetz. Ein alles andere als normales Kreisligaspiel entschied der Verbandsligaabsteiger mit 7:3. Es war ein denkwürdiger Abend, nicht nur aus sportlicher Sicht. Nun kommt es zum Wiedersehen und beide Mannschaften trennen derzeit nur sieben Zähler.
Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Gegen Travemünde wird es unter anderem, weil wir auf wichtige Spieler verzichten müssen, ein sehr schwieriges Spiel. Auch so sind die Gäste unbequem und wir sind gewarnt, nicht unter die Räder zu geraten. Wir geben Gas zu Hause.“
Christian Jetz (TSV Travemünde): „Viktoria hat gegen Reinfeld gezeigt, wie stark sie spielen können. Auf der heimischen Falkenwiese ist immer eine etwas andere Fußballatmosphäre. Wir wollen endlich mal wieder einen Auswärtsdreier landen.“
TSV Kücknitz – Fortuna St. Jürgen (So., 15 Uhr)
Nach dem knappen Sieg gegen Gudow möchte der TSV Kücknitz den nächsten Dreier holen. Der SV Fortuna St. Jürgen ist zu Gast und somit eine Mannschaft, die im neuen Jahr bereits performt hat. Sieben von möglichen neun Punkten fuhr die Mannschaft von Andre Meese und Nikolay Frech zuletzt ein, allerdings allesamt in Heimspielen. Dort fühlen sich die Fortunen wohl, doch nun geht es in die Fremde. Am Roten Hahn wartet eine ebenfalls formstarke Mannschaft, die mit Ausnahme des Spiels gegen Eichholz noch ungeschlagen in 2026 ist. Es ist Spannung garantiert, so war es auch im Hinspiel. Dort führte Kücknitz nach einer starken ersten Hälfte mit 2:0. Am Ende zitterten sich die Mannen von Mirco Groß über die Ziellinie und gewannen mit 2:1. Nun wird sich zeigen, was es diesmal für ein Duell wird, doch klar ist, dass beide Mannschaften mit einer breiten Brust anreisen werden.
Mirco Groß (TSV Kücknitz): „Mit Fortuna wartet nun der nächste schwierige Gegner. Zuletzt haben sie sehr gemischte Ergebnisse, sehr überraschend starke, aber auch wiederum Ergebnisse, die zu erwarten waren, geholt. Wir sind gespannt, weil wir wieder zu Hause spielen, das ist gerade unser Vorteil, dass wir viele Heimspiele haben und wir sind gespannt und auch da bleiben die Punkte in Kücknitz.“
Nikolay Frech (Fortuna): „Am Sonntag treffen wir auswärts auf den TSV Kücknitz. Die Spiele aus den letzten Jahren waren immer sehr ausgeglichen und hart umkämpft, dies wird, denke ich, wieder der Fall sein. Wir wollen den erfolgreichen März mit einem positiven Abschluss vollenden und freuen uns auf das Duell um die drei Punkte.“
SV Azadi Lübeck II – TSV Schlutup (So., 15 Uhr)
Zum Abschluss des Spieltags gibt es nochmal ein echtes Topspiel. Der SV Azadi Lübeck II empfängt den TSV Schlutup. Beide Mannschaften zeichnet vor allem die Offensive aus, denn es trifft die drittbeste Offensive der Liga auf die zweitbeste. Beide Mannschaften erzielten zusammen 141 Treffer, sodass diese Partie durchaus Potenzial zu einem echten Torspektakel hat. Dies war es bereits im Hinspiel, an das man sich am Palinger Weg nicht gerne zurückerinnert. Unter Flutlicht setzte sich Azadi Lübeck am Ende deutlich mit 7:2 durch. Es war ein Abend zum Vergessen für den aktuellen Tabellendritten, der das Duo aus Rogesh Sherzad und Ramezan Hassan überhaupt nicht in den Griff bekam. Beide trafen an diesem Abend zusammen fünfmal. Nun gibt es die Revanche und dort stehen zwei Spieler klar im Fokus. Auf Seiten der Hausherren ist es der besagte Hassan. Dieser traf bereits 23-mal in dieser Spielzeit und somit so oft wie kein anderer Spieler. Auf der Gegenseite ist es Mert Büyükdemir, der 18 Tore erzielte. Doch beim Team von Christian Clasen ist es nicht nur der ehemalige Angreifer des Türkischen SV, der für Tore sorgt, sondern auch der Kapitän. Alexander Lage ist in herausragender Form und steht bei ebenfalls bereits 15 Toren. Fünfmal traf er bereits im neuen Jahr. Insgesamt ist die Offensive der Schlutuper nochmal torhungriger geworden als noch in der Hinserie. 19 Tore in vier Spielen machen 4,75 im Schnitt pro Spiel. Der Schnitt bis zum Winter lag bei 3,4, sodass man sich gesteigert hat. Dabei muss man allerdings auch klar sagen, dass man in den ersten Wochen auf einige Teams aus der unteren Tabellenregion traf.
Awar Rashid (SV Azadi II): „Am Sonntag erwartet uns mit Schlutup ein Gegner, der sowohl defensiv als auch offensiv sehr stark ist. Doch wir haben im Hinspiel gezeigt, wozu wir wirklich in der Lage sind, genau daran wollen wir anknüpfen. Uns ist bewusst, dass es keine leichte Aufgabe wird, aber wir haben diese Woche intensiv und konzentriert trainiert. Jeder im Team ist bereit, alles zu geben, um die drei Punkte zuhause zu behalten. Jetzt gilt es, die Leistung auf den Platz zu bringen.“
Christian Clasen (TSV Schlutup): „Am Wochenende haben wir mit Azadi II ein dickes Brett vor uns. Das Hinspiel hat gezeigt wie gefährlich und eiskalt die Offensive von Azadi ist. Wir müssen am Sonntag alles reinhauen und hochkonzentriert sein.“
Der 24. Spieltag
Eichholzer SV II – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 15 Uhr)
Eintr. Groß Grönau II – VfL Rethwisch (15.30 Uhr)
ATSV Stockelsdorf – TSV Pansdorf II (16 Uhr)
VfL Vorwerk – Lübeck 1876 (16.30 Uhr)
Breitenfelde/Mölln – TSV Gudow (So., 14 Uhr)
SV Viktoria 08 – TSV Travemünde (14.30 Uhr)
TSV Kücknitz – Fortuna St. Jürgen (15 Uhr)
SV Azadi Lübeck II – TSV Schlutup







