Landespokal Schleswig-Holstein
Foto: Lobeca/Raasch
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Todesfelde – Am 23. Mai wäre es eigentlich zum Landespokalfinale zwischen VfB Lübeck und SV Todesfelde gekommen. Die Partie wurde wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben, genauso wie alle anderen Endspiele der übrigen Landesverbände. Die Saison in der Oberliga, wo die Segeberger den Staffelsieg errungen, wird ohne weitere Spiele beendet und auch für die Grün-Weißen sieht es danach aus, dass die Regionalliga nicht fortgesetzt wird. Da stellt sich die Frage wann das Finale um den Einzug in den DFB-Pokal ausgetragen wird.

Lob nach Todesfelde

VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra hat die Empfehlung abgegeben, die eigene Mannschaft in den Urlaub zu schicken, auch in Anbetracht, dass die Partie noch anstehen könnte. Zu HL-SPORTS sagt er: „Wir können derzeit nicht spielen und bis zum 31. August sind Großveranstaltungen untersagt. Das ist einfach bitter für Todesfelde und uns. Ich gehe davon aus, dass der Verband das Finale an die Dorfstraße gelegt hätte, doch ein Geisterspiel macht keinen Sinn und ist auch in der aktuellen Zeit ausgeschlossen. Vor allem für unsere und die SVT-Fans wäre das grausam. Der SV Todesfelde ist ein toller Verein, macht sehr gute Arbeit und hat eine Top-Mannschaft. An der hätten wir in dieser Saison ganz schön zu knabbern gehabt und es wird, wenn wir dann spielen können, sicher nicht leichter.“

Lübeck gehört in die 3. Liga

Auch an der Dorfstraße ist man ebenfalls realistisch. „Ich finde es sehr schade, dass uns und Lübeck ein großes Event genommen wurde. Wir hätten gerne gegen den VfB gespielt, am liebsten bei uns. Besonders leid tut es mir für die Spieler, die sich das verdient haben und dann nicht mehr dabei sind. Für den VfB Lübeck würden wir uns freuen, wenn sie in die 3. Liga aufsteigen würden. So wie das der Schleswig-Holsteinische Fußballverband handhabt ist die einzig richtige Lösung und so muss es in der Regionalliga auch sein. Dann hätten wir in unserer Region wieder einen Bundesligisten. Das wäre toll. Wir sind mit dem VfB gut bekannt und wir schätzen deren Arbeit“, so Todesfeldes Präsident Holger Böhm.

Geisterfinals am 4. Juli?

Abhängig von allen Finals sind in erster Linie die vorherigen Runde, die noch nicht überall ausgespielt wurden. In den Nachbarländern Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ist man erst im Viertelfinale. Bis zum Endspiel ist es also dort noch ein weiter Weg. Möglich, dass diese bis zum DFB-Pokalfinale (4. Juli) „durchgepeitscht“ werden – wie auch immer und es dann zu Geisterendspielen kommt. Da spielt die ARD eine große Rolle, die den Finaltag der Amateure in einer Konferenz live übertragen wollen. Für Schleswig-Holstein wäre es dann sogar durchaus denkbar, dass Todesfelde und Lübeck in Malente aufeinandertreffen.

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