Lange Pause für Phönix-Newcomer

Lemierre-Syndrom wirft Jayden Bennetts aus der Bahn

Jayden Bennetts (l.,) freut sich über sein 2:1 mit Julian Ulbricht. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Jayden Bennetts wird vorerst nicht mitmischen können, wenn der 1. FC Phönix Lübeck in der Regionalliga Nord die letzten Spiele des Jahres bestreiten wird. Den 21-Jährigen hat es ziemlich stark aus der Bahn geworfen, er musste vier Wochen im Krankenhaus verbringen. Der Grund: Lemierre-Syndrom. Das ist eine schwere Halsentzündung, die sogar in seinem Fall lebensbedrohlich war.

Bennetts wieder zuhause

Einen Tag nach dem 3:0-Sieg der Adler bei Kickers Emden, wo der Außenbahnspieler noch die Führung vorbereitete, ging es ihm schlecht und er musste ins Krankenhaus. Vor rund zwei Wochen durfte der Neuzugang der Lübecker (kam erst im September zu Phönix) dann wieder nach Hause. Er ließ sich bei Verwandten in Hamburg aufpeppen. Inzwischen ist er allerdings wieder in Lübeck und ist unter ärztlicher Betreuung.  

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Sportdirektor war geschockt

Für Frank Salomon war das ein Schock, denn sieben Kilogramm verlor Bennetts während des Klinikaufenthaltes. „Das ist natürlich eine Menge für seine Körperstatur. Da müssen wir jetzt sehen, wie er mit ärztlicher Hilfe aufgebaut werden kann. Das wird sich sicherlich noch länger hinziehen. Da können wir nicht davon ausgehen, dass er im Januar wieder einsatzbereit ist. Und die Zeit geben wir ihm auch“, so der besorgte Sportdirektor zu HL-SPORTS.

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Zapel: „Er wurde abrupt aus unserer Mitte gerissen“

Drei Spiele absolvierte Bennetts erst für den Tabellenzehnten, traf dabei einmal selbst und bereitete einen Treffer vor. Für Cheftrainer Oliver Zapel ist das ein Verlust, doch der sagte sogar: „Jayden ist in der Mannschaft voll akzeptiert, hat sich schnell eingelebt. Ich halte in vielerlei Hinsicht eine Menge von ihm. Er ist ein sehr guter Fußballer und das hat er ja auch schnell unter Beweis gestellt. Er wurde schnell zum Stammspieler und abrupt aus unserer Mitte gerissen. Das spüren wir auch. Er muss seine starken Medikamente nicht mehr nehmen und das ist schonmal gut. Er muss jetzt erstmal wieder auf die Beine kommen und das hat mit Leistungssport nicht mehr viel zu tun. Daran denken wir jetzt auch gar nicht und hoffen, dass er sich komplett erholt. Wie lange das dauert, kann aktuell niemand sagen.“

Bildquellen

  • Bennetts, Ulbricht: Lobeca/Michael Raasch
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