
Henstedt-Ulzburg – Bittere Enttäuschung für den SV Henstedt-Ulzburg. Im Landesderby gegen Tabellenführer Holstein Kiel kassierte die Elf von Trainer Artur Wilk ihre erste Saisonniederlage. Bereits nach 11 Minuten jubelte aber das in schwarz gekleidete Heimteam, als Emilia Ingrid van Gunst zum 1:0 traf. Lange Zeit sah es nach einem Erfolg für die Segebergerinnen aus. Auch der Ausgleichstreffer (84.) setzte nochmals Kräfte frei, diesen Punkt mitzunehmen, den die Gäste in der dritten Minute der Nachspielzeit dann entrissen. Schockstarre nach der Niederlage in letzter Sekunde, HU rutscht in der Tabelle auf Rang 5. Trainer Wilk konnte die Niederlage am Tag nach dem Spiel sachlich analysieren: „Bittere Niederlage in der Nachspielzeit. Wir sind sehr stark in die Partie gekommen und hatten in der ersten Halbzeit über weite Strecken mehr vom Spiel als Holstein Kiel. Die 1:0-Führung war verdient. Leider haben wir es verpasst, in der letzten Konsequenz oder mit dem nötigen Spielglück das 2:0 nachzulegen. In der zweiten Halbzeit kam Kiel zunehmend besser ins Spiel, während es uns nur noch punktuell gelang, über Konter für Entlastung zu sorgen. Der Ausgleich fiel schließlich durch einen Angriff über die linke Seite, bei dem der Ball noch unglücklich von einer unserer Spielerinnen abgefälscht wurde. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und darauf, wie wir es geschafft haben, Holstein Kiel mindestens auf Augenhöhe zu begegnen und phasenweise sogar die bessere Mannschaft zu sein. Dass das 2:1 erst in der Nachspielzeit fällt, ist natürlich extrem unglücklich. Dabei hatten wir auch in dieser Situation noch eine ziemlich gute Restverteidigung. Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen!“
Serie ausgebaut, Abstand gehalten
In Bremen gastierte parallel der SSC Hagen Ahrensburg zum Kellerduell bei TV Eiche Horn. Trotz guter Möglichkeiten gelang es den Gästen zunächst nicht, in Führung zu gehen. Dass ausgerechnet ein Eigentor in der Nachspielzeit zum 0:1-Rückstand führte, machte die Angelegenheit nicht einfacher gegen das bis dato sieglose Heimteam. Doch das Team stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage, riskierte mehr und Dank mehrerer guter Paraden von Torhüterin Michelle Kämereit wurden auch die Konterchancen der Gastgeber vereitelt. Vivian Philipkowski erzielte den verdienten Ausgleichstreffer (66.). Am Ende überwiegt bei Trainer Marc Mandel die Freude über den Punktgewinn und die Wahrung des Abstandes, auch wenn ein noch größerer Befreiungsschlag verpasst wurde: „Irgendwie ein komisches Gefühl. Ja, wir haben das Spiel nicht verloren und sind zurückgekommen. Wir haben deutlich mehr Torchancen gehabt, auch wenn unsere Torhüterin zwei sehr gute Bälle halten musste. Wenn die gegnerische Torhüterin ‚Player of the match‘ wird, sagt das genug aus. Daher ist es auch sehr schade, dass wir nicht noch mehr herausgeholt haben. Aber wir halten den Abstand bei einem Spiel weniger und nehmen das positive mit. Wir haben ein starkes Spiel gemacht und nun eine Mini-Serie mit zwei Spielen ohne Niederlage.“
Der 8. Spieltag
Eimsbüttel – SpVg Aurich 0:4
Werder Bremen II – FC St. Pauli 1:5
TV Eiche Horn – Hagen Ahrensburg 1:1
SV Henstedt-Ulzburg – Holstein Kiel 1:2
VfL Wolfsburg II – Hamburger SV U21 0:0
ATS Buntentor – Walddörfer SV 0:3
Hannover 96 – SV TiMoNo 8:1
Der 9. Spieltag (25. Oktober)
FC St. Pauli – ATS Buntentor (13.30 Uhr)
VfL Wolfsburg II – Werder Bremen II (14 Uhr)
Holstein Kiel – Hamburger SV U21
SV TiMoNo – SV Henstedt-Ulzburg
Walddörfer SV – TV Eiche Horn (14.30 Uhr)
SpVg Aurich – Hannover 96 (15 Uhr)
Hagen Ahrensburg – Eimsbüttel
Die Tabelle
| 1. | Holstein Kiel | 8 | 23 : 6 | 24 |
| 2. | Hannover 96 | 8 | 32 : 10 | 17 |
| 3. | SpVg Aurich | 8 | 23 : 8 | 16 |
| 4. | Hamburger SV U21 | 8 | 25 : 6 | 15 |
| 5. | SV Henstedt-Ulzburg | 8 | 25 : 11 | 15 |
| 6. | Werder Bremen II | 8 | 25 : 16 | 14 |
| 7. | FC St. Pauli | 8 | 14 : 10 | 10 |
| 8. | VfL Wolfsburg II | 8 | 14 : 14 | 10 |
| 9. | SV TiMoNo | 9 | 6 : 21 | 10 |
| 10. | Walddörfer SV | 8 | 9 : 15 | 7 |
| 11. | Eimsbüttel | 8 | 12 : 20 | 7 |
| 12. | ATS Buntentor | 8 | 11 : 29 | 6 |
| 13. | Hagen Ahrensburg | 8 | 8 : 30 | 5 |
| 14. | TV Eiche Horn | 9 | 6 : 37 | 1 |


