Ahmet Metin Arslan (VfB Lübeck)
Foto: Lobeca/Raasch

Ein Kommentar von Chefredakteur Roland Kenzo:

So, eine Nacht darüber geschlafen… Gehofft, gebangt und gezittert haben (wir) alle, die es mit dem VfB Lübeck halten, doch genutzt hat es nichts. Ahmet „Ahmo“ Arslan verlässt die Grün-Weißen zur neuen Saison und wird für die kommenden vier Jahre sein Glück in der 2. Bundesliga suchen. Als Lübecker Publikumsliebling mit großen Anteilen am Aufstieg des VfB in die 3. Liga hat er sich aber ausgerechnet für den Erzrivalen Holstein Kiel entschieden. Autsch! Als Lübecker Fußballfan ist das im ersten Moment nicht nachzuvollziehen.

Willkommen im Profifußball

Aber machen wir uns alle nichts vor: Willkommen VfB Lübeck im Profifußball. Nun weht ein anderer Wind um die Lohmühle und das ist nicht immer im Sinne der Anhänger oder des Vereins. Kiel geht zwar nicht als Wechseloption, aber wir sehen, es geht doch. Bei diesem ganzen Shitstorm, der am Montag nach der Meldung losging, darf man einfach nicht vergessen, dass „Ahmo“ in der nun vergangenen Zeit viel für die Grün-Weißen tat. Rostock, Fürth oder wer auch immer es gewesen wäre… das hätte vielleicht dann nicht so wehgetan, aber by the way – nun ist es eben Kiel. Es ist Profifußball und wer dachte, dass Ahmet Arslan bis zu seiner Rente an der Lohmühle geblieben wäre, träumt ein wenig. Das ist nicht schlimm, hat aber mit Profifußball wenig zu tun. Fakt ist aber auch: Ein Denkmal gibt es für ihn, den verblassenden Helden, leider nicht…

Jemand anderes wird die Lücke schließen

Wie sagte Trainerlegende Dragoslav Stepanovic immer? „Lebbe geht weider“ – und in diesem Fall eben ohne „Ahmo“. Wer die Lücke schließt ist noch nicht klar und wer so eine Nähe zu den Fans aufbaut, wissen wir auch noch nicht. Aber wo einer ausfällt, springt ein anderer ein. Ja, aber KiHL? Jo, das ist nun eben so. Wünschen wir Ahmet Arslan einfach alles Gute und erinnern uns an die schönen Szenen durch ihn. Beispielsweise beim 4:0-Sieg gegen Kiel II, wo er zweimal traf oder dem 2:1-Erfolg bei Wolfsburg II, der ein wichtiger Schritt für alle Grün-Weißen zurück in den Profifußball war. Nicht mehr und nicht weniger. Wir freuen uns nun auf den Nachfolger und schließen das Kapitel Ahmet Arslan beim VfB!

In diesem Sinne
Euer Roland Kenzo

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