Macht Pansdorf II die Vizemeisterschaft klar? – Abstiegsendspiel am Segrahner Berg

Topspiele in Schlutup und Travemünde

Der TSV Gudow empfängt den VfL Vorwerk zum absoluten Abstiegsendspiel. Es braucht einen Heimsieg, denn sonst endet das Kapitel "Kreisliga". Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Der 29. Spieltag der Kreisliga Südost steht vor der Tür und weitere Entscheidungen könnten fallen. Sowohl im Auf- als auch Abstiegskampf könnte sich einiges entscheiden. So hat der TSV Pansdorf II den ersten Matchball, um am Sonnabend die Vizemeisterschaft einzufahren. Am Folgetag steht der Abstiegskampf im Fokus, wenn es zum direkten Duell zwischen dem TSV Gudow und VfL Vorwerk kommt. Für beide ist ein Sieg Pflicht.

TSV Pansdorf II – Lübeck 1876 (Sa., 16.30 Uhr)

Der TSV Pansdorf II hat am Sonnabend eine riesige Chance. Eine starke Saison mit nur zwei Niederlagen in 28 Spielen kann nun mit einem großen Erfolg gekrönt werden. Die Vizemeisterschaft könnte mit einem Heimsieg eingefahren werden, womit sich die Ostholsteiner für die Aufstiegsspiele qualifizieren könnten. Der Traum von der Verbandsliga-Rückkehr lebt, doch dazu benötigt es einen Sieg. Zu Gast ist Lübeck 1876, die sich in den vergangenen Wochen sehr schwergetan haben. Nur einen Punkt aus fünf Spielen holten die Mannen von Uwe Buchholz, die in den vergangenen Wochen personell geschwächt waren. Tabellarisch geht es um nicht mehr viel, wobei man im besten Fall noch auf den achten Platz klettern könnte. Der letzte Sieg war allerdings ein 4:2 gegen den TSV Schlutup, den direkten Verfolger der Pansdorfer. Im Hinspiel tat sich der Tabellenzweite durchaus schwer, gewann dennoch. Dies soll nun auch gelingen, damit der erste Matchball verwandelt und die Serie von 16 ungeschlagenen Spielen fortgesetzt wird.

Steven Tion (TSV Pansdorf II): „Letztes Heimspiel der Saison. Wir wollen unsere sehr gute Saison zuhause abrunden und unseren Fans nochmal ein tolles Erlebnis bieten. Wir haben die Qual der Wahl, uns steht der komplette Kader zur Verfügung und die Jungs brennen.“

SV Azadi Lübeck II – SV Viktoria 08 (So., 11 Uhr)

Am Sonntagmittag geht es um nicht mehr viel am Koggenweg. Sowohl der SV Azadi Lübeck II als auch der SV Viktoria 08 werden die Spielzeit im Tabellenmittelfeld beenden. Der aktuelle Tabellenzehnte trifft auf den Achten, die beide fünf Punkte trennen. Beide haben sich in den vergangenen Wochen ziemlich schwergetan, denn die Mannschaft von der Falkenwiese verlor zuletzt zweimal gegen Abstiegskandidaten. Der SV Azadi ist bereits seit sieben Spielen ohne Sieg, teilte sich zuletzt dreimal die Punkte. Man tut sich enorm schwer, vor allem gegen den Ball. Im Hinspiel gab es zwischen den beiden Mannschaften aus der Hansestadt ein 2:2-Remis. Es war ein spannendes Duell, in dem die Zweitvertretung zwischenzeitlich nach 0:1-Rückstand mit 2:1 führte.

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Wir sind momentan und auch bis zum Ende der Saison nicht gut besetzt. Wir werden die letzten Spiele absolvieren und die Sommerpause antreten. Mit Azadi haben wir natürlich eine große Aufgabe vor uns, gehen das Spiel dennoch entspannt an.“

TSV Schlutup – SG Reinfeld/Kronsforde (So., 14 Uhr)

Auf das Spitzenspiel gegen den TSV Pansdorf II folgt für die SG Reinfeld/Kronsforde direkt ein weiteres Duell gegen einen Gegner aus den Top Drei. Es geht für den Meister zum Tabellendritten, den TSV Schlutup, der zuletzt innerhalb weniger Tage zwei Siege einfuhr. Im Derby gegen Kücknitz behauptete man sich mit 4:1 und etwas mehr als 72 Stunden später wurde auch der VfL Rethwisch mit 5:2 bezwungen. Es waren zwei Siege, um die minimale Hoffnung auf die Vizemeisterschaft am Leben zu halten, sollte Pansdorf am Vortag nicht dreifach punkten. In der eigenen Hand hat Schlutup nichts mehr, dennoch müssen sie die letzten beiden Spiele gewinnen. Reinfeld möchte nach der dritten Saisonpleite sicherlich eine Reaktion zeigen, denn in 2026 verlor der Meister gegen zwei der drei Verfolger. Im Hinspiel gab es einen Heimerfolg in doppelter Überzahl für die Mannschaft von Cheftrainer Jan Fischer. Nun ist auf dem Kunstrasen am Palinger Weg ein munteres Spiel zu erwarten, denn es treffen sich zwei der offensivstärksten Teams der Liga.

Christian Clasen (TSV Schlutup): „Sonntag kommt der souveräne Meister zum Palinger Weg. Im Hinspiel waren wir durch zwei rote Karten chancenlos. Haben es aber trotzdem hervorragend gemacht und ‚nur 2:0‘ verloren. Um gegen Reinfeld etwas zu holen, braucht es genau diesen Ehrgeiz und diese Aufopferung aus dem Hinspiel.“

Jakob Finnern (SG Reinfeld/Kronsforde): „Im letzten Auswärtsspiel der Saison wollen wir natürlich nochmal gewinnen. Gegen Schlutup waren die letzten Spiele immer intensiv, wir wissen also, was uns erwartet. Trotzdem bleibt die Zielsetzung klar, wir wollen drei Punkte. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, sodass ich guter Dinge bin, dass wir das mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auch schaffen können.“

TSV Travemünde – Eichholzer SV II (So., 14 Uhr)

Als der TSV Travemünde vor wenigen Wochen zu Gast am Pöbelberg war, waren die Vorzeichen ganz andere. Man steckte in einer Ergebniskrise, denn personell sah es düster aus. Nun trifft man erneut auf den Eichholzer SV II und statt mehrerer Wochen ohne Dreier gab es zuletzt vier souveräne Siege, bei denen jeweils fünf Tore erzielt wurden. Trainer Christian Jetz sagte: „Derzeit treten wir wieder so auf, wie zu Beginn der Saison“, denn dort gehörte man noch zu den heißen Kandidaten auf den Aufstieg. Dieses Formtief um die Winterpause herum verhinderte, dass der Traum von einer Verbandsliga-Rückkehr konkreter werden würde, sodass man den Endspurt entspannt angehen kann. Dennoch möchte man die Serie sicherlich fortsetzen, doch dies trifft auch auf den Gegner zu. Eichholz ist in 2026 noch immer ungeschlagen und verlor seit 13 Ligaspielen keines mehr. Diese Serie soll, wenn es nach der Zweitvertretung geht, über die Sommerpause hinausgehen. Nach dem kommenden Auswärtsspiel kommt der TSV Gudow an die Guerickestraße. Der vierte Platz ist der Landesliga-Reserve bereits sicher, doch auf den dritten Rang ist der Rückstand mit sechs Punkten wohl etwas zu groß. Dennoch kann man stolz auf diese Saison sein, denn der Aufsteiger zeigte ein furioses Jahr.

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VfB Lübeck

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Wir spielen gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga, ausgestattet mit dem wohl besten Coach der Topteams. Wir müssen weit zurückschauen, wann Eichholz die letzte Niederlage bekommen hat, das macht sie schon jetzt zum Topfavoriten für nächste Saison. Wir sind ebenfalls gut drauf, eine Serie könnte Sonntag enden.“

Stephan Lindhoff (Eichholzer SV II): „Sonntag spielen wir gegen aktuell überragend aufgelegte Montekicker. Die letzten vier Spiele jeweils souverän gewonnen und immer fünf Tore erzielt. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe und müssen schauen, wer Sonntag wieder zur Verfügung steht. Wir wollen auch aus Travemünde etwas Zählbares mitnehmen. Hierfür ist es egal, wer auf dem Platz steht, es geht nur über den absoluten Willen. Wir freuen uns auf das Spiel gegen einen starken Gegner.“

VfL Rethwisch – TSV Kücknitz (So., 15 Uhr)

Der VfL Rethwisch gewann nach dem Winter nur zwei der zehn Spiele und rutschte jüngst auf Platz 13 ab. Der Klassenerhalt ist nicht mehr gefährdet, dennoch bereitet die Punktausbeute in diesem Jahr durchaus Sorge. Es gab zwar Auftritte, die positiv waren und bei denen nur der Ertrag fehlte, doch auch enttäuschende, in denen man vieles vermissen ließ. Jüngst war es eine 2:5-Niederlage gegen den TSV Schlutup, wo man allerdings kein schlechtes Spiel machte. Es wurden einige gute Chancen herausgespielt, doch zu wenig daraus gemacht. Nun steht wieder ein richtiges Heimspiel an, denn am Mittwochabend musste man nach Siebenbäumen ausweichen. Zu Gast am Sonntag ist der TSV Kücknitz, der in den vergangenen beiden Spielen ohne Punkte blieb. Es gab eine 1:3-Niederlage gegen Pansdorf II sowie ein 1:4 zuhause gegen den TSV Schlutup. Gegen beide darf man verlieren, dennoch gab es bei der Leistung der Mannschaft von Mirco Groß Luft nach oben. Am Buchrader Weg soll nun wieder dreifach gepunktet werden. Im Hinspiel gab es einen 5:1-Sieg für die Lübecker, wobei der VfL zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzte. Doppelpacker Pierre Witt machte allerdings alles klar. Nun ist ein sehr körperliches Spiel zu erwarten, in dem es viele Zweikämpfe geben könnte. Beide Mannschaften scheuen diese nicht, sodass es umkämpft werden könnte. Mit Blick auf die Tabelle geht es für beide um nicht viel. Rethwisch könnte bestenfalls einen Platz hoch auf Rang zwölf klettern. Für Kücknitz ist ein Sprung in die Top Fünf möglich.

Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Endspurt in der Kreisliga. Fast alle Würfel sind gefallen. Am Sonntag gastieren wir beim VfL Rethwisch. Eine unangenehme Mannschaft, die auf ihrem heimischen Rasen schwer zu bespielen ist. Wir wollen unsere letzten beiden Spiele siegreich bestreiten und sechs Punkte einfahren, das heißt natürlich voll auf Sieg am Sonntag gegen Rethwisch. Hoffentlich wieder mit reichlich Unterstützung unserer Fangemeinde. Auf geht’s, Kücknitzer Jungs!“

TSV Gudow – VfL Vorwerk (So., 15 Uhr)

Abstiegskampf pur gibt es am Sonntagnachmittag am Segrahner Berg. Der TSV Gudow empfängt den VfL Vorwerk und es geht um eine Menge. Vor allem die Heimelf hat großen Druck, denn diese muss dringend dreifach punkten. Vier Zähler liegt Gudow hinter dem kommenden Gegner, der auf dem 14. Platz steht. Dieser ist das große Ziel, doch gewinnt man nicht, dann kann dieser nicht mehr erreicht werden. Im Hinspiel gab es für die Lauenburger eine Niederlage, die wohl kaum hätte bitterer sein können. Nach der Führung durch Hendrik Burmeister kassierte man in der 89. Minute den Gegentreffer zum 1:2, sodass es einen herben Dämpfer gab. Der Torschütze verletzte sich zudem noch und fiel in den Folgewochen aus. So bitter es für den TSV war, so glücklich waren die Lübecker. Vorwerk feierte seinen ersten Sieg in dieser Saison. Nun gibt es das Wiedersehen und es geht um nochmals mehr als in der Hinrunde. Beide Mannschaften zeigten in 2026 Leistungssteigerungen und ernteten neue Hoffnung, doch klar ist auch, dass sich wenn überhaupt nur eine Mannschaft retten kann. Vorwerk kann mit einem Sieg den 14. Platz so gut wie sichern und vom Klassenerhalt träumen, während Gudow, wenn es nicht gewinnt, den Gang in die Kreisklasse A antreten muss. Dementsprechend ist ein heißer Kampf zu erwarten, bei dem es ordentlich zur Sache gehen wird. In der vergangenen Woche verloren beide Mannschaften ihr Spiel deutlich. Vorwerk unterlag dem TSV Travemünde mit 0:5, wobei im zweiten Durchgang erkennbar die Kräfte schwanden. Gudow kassierte beim ATSV Stockelsdorf eine 2:9-Klatsche.

Marcel Schaper (TSV Gudow): „Nach dem Auftritt letzte Woche geht es für uns darum, zu den Tugenden zurückzukehren, die uns in der Rückrunde ausgemacht haben. Aufgrund der Tabellensituation wird es sicher sehr körperlich.“

Der 29. Spieltag

SG Breitenfelde/Mölln – ATSV Stockelsdorf (Fr., 19.30 Uhr)
Eintracht Groß Grönau II – Fortuna St. Jürgen (19.45 Uhr)
TSV Pansdorf II – Lübeck 1876 (Sa., 16.30 Uhr)
SV Azadi Lübeck II – SV Viktoria 08 (So., 11 Uhr)
TSV Schlutup – SG Reinfeld/Kronsforde (14 Uhr)
TSV Travemünde – Eichholzer SV II
VfL Rethwisch – TSV Kücknitz (15 Uhr)
TSV Gudow – VfL Vorwerk

1.Reinfeld/​Kronsforde28111 : 3675
2.TSV Pansdorf II2874 : 2468
3.TSV Schlutup28101 : 4663
4.Eichholzer SV II2891 : 4957
5.TSV Travemünde2866 : 4047
6.Breitenfelde/​Mölln2876 : 4646
7.TSV Kücknitz2878 : 6646
8.SV Viktoria2860 : 7240
9.Lübeck 18762863 : 7538
10.SV Azadi Lübeck II2882 : 7935
11.SV Fortuna St. Jürgen2855 : 6032
12.ATSV Stockelsdorf2775 : 9225
13.VfL Rethwisch2845 : 7824
14.VfL Vorwerk2732 : 11514
15.Eintr. Groß Grönau II2741 : 11113
16.TSV Gudow2729 : 9010


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