Inan Akyol (Trainer SV Azadi). Foto: oH

Lübeck – Der SV Azadi ist ein junger Verein, gegründet vor dreieinhalb Jahren und er ist erfolgreich. Gestartet in der Kreisklasse C feierte man in jedem Jahr bisher eine Meisterschaft in der jeweiligen Klasse mit der Liga-Mannschaft. Auch in dieser Saison steht man auf Rang eins, aktuell in der A-Klasse. Das Ziel lautet Kreisliga und die Chancen stehen gut. Maßgeblichen Anteil daran hat Tarek Hepp. Er kam im Sommer 2018, doch der Trainer verlässt den Club nach dieser Saison wieder.

„Ich wollte dazulernen“

„Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen entschlossen getrennte Wege zu gehen. Zwei Jahre sind um und es ist Zeit für neue Impulse und Motivation. Bevor sich das abnutzt ist es doch eine gute Idee. Für mich war es alleine meine erste Station als Cheftrainer, ohne Co-Trainer und ich wollte dazulernen. Ich denke, es ist ganz gut geworden und der Verein möchte auch etwas umstrukturieren“, erklärt Hepp seinen Abschied.

Tarek Hepp (Trainer SV Azadi). Foto: oH

Neuer Coach in den Startlöchern

Die Nachfolge war schnell geklärt. Inan Akyol, Trainer der 2. Herren in der C-Klasse, übernimmt zur neuen Spielzeit. Der Automobilverkäufer kennt den Verein aus dem effeff, spielt selbst wenn Not am Mann ist, doch das möchte er nun nicht mehr. Nach einem Kreuzbandriss lief es gesundheitlich nicht mehr so und der 33-Jährige muss und will kürzertreten. Bei HL-SPORTS sagt Akyol: „Eigentlich wollte ich mir eine Pause gönnen, doch der Verein kam auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht die Erste übernehmen möchte. Es ist für mich natürlich eine Herzenssache und habe für eine Saison zugesagt. Es macht ja auch Spaß mit den Jungs. Man kann eben doch nicht ohne Fußball. Ich freue mich auf die neue Saison und wünschen Tarek, dass er seinen Abschied mit einer Meisterschaft feiert. Es wäre die Krönung für seine tolle Arbeit.“

Ohne Unterstützung geht es nicht – neue Position, neue Torhüter

Akyol hat bei Hepp gesehen, wie viel Aufwand schon in der A-Klasse dahintersteckt und stellt klar, dass ein Co-Trainer in der möglichen Kreisliga ein Muss ist. Ein neuer Posten wird ebenfalls besetzt, denn der Verein möchte sich noch breiter aufstellen. Die Sportliche Leitung übernimmt Adnan Ertekin, der gleichzeitig 2. Vorsitzender des SVA ist. Einen ersten Neuzugang hat Akyol schon parat. Marc Leon Mohr rückt für Kevin Ciesler (wechselt zu Phönix II) ins Tor der Liga-Mannschaft. „Er ist ein junger und athletischer Torhüter, der sehr gut ist. Natürliche brauchen wir noch weitere Unterstützung – und das auch für beide Mannschaften. Es gestaltet sich aktuell etwas schwierig durch die Corona-Krise, doch wir sind guter Dinge“, sagt Akyol, der sich vor allem darüber freut, dass 95 Prozent der beiden Mannschaften für die kommende Saison zugesagt. Ersatz für Mohr ist für die Reserve schon gefunden. Marvin Maaß wechselt aus Dornbreite zu Azadi. Akyol: „Gegen Marvin habe ich selbst schon gespielt und er passt charakterlich und menschlich super in unseren Verein. Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat. Er ist eine Bereicherung für unsere zweite Mannschaft.“

Und Hepps Zukunft?

„Ich bin offen für neues und es muss dann auch wieder passen und umsonst habe ich nicht meine B-Lizenz gemacht. Ob es immer der erste Trainer sein muss oder wieder in zweiter Reihe, wie in Stockelsdorf, wird man sehen. Wir werden sehen“, sagt Hepp zu seinen Zukunftsideen.

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