
Lübeck – Die U19 des JFV Lübeck hat eine intensive Saison hinter sich – geprägt von Höhen und Tiefen. Zu den guten Momenten zählt allen voran die erste Saisonhälfte. In der Regionalliga wurden die Lübecker mit beeindruckenden 34 Punkten aus 13 Spielen Meister und sicherten sich damit den Aufstieg in die DFB-Nachwuchsliga. Dort war zwischen klaren Niederlagen und starken Erfolgen alles mit dabei. Am Ende stand ein sechster Rang mit 13 Zählern aus 14 Partien, gleichbedeutend mit dem Abstieg zurück in die Regionalliga. Im SHFV-Landespokal ging es für die Junioren bis ins Endspiel, wo favorisierte Kieler schließlich die Überhand behielten.
Vorstand „sehr zufrieden“
Für Thomas Oelfke, Vorstandsmitglied des JFV Lübeck, überwiegen nach einer außergewöhnlichen Spielzeit die positiven Eindrücke. Mit dem Aufstieg in die Nachwuchsliga und der Qualifikation für den DFB-Pokal hat der Verein wichtige Meilensteine erreicht.
„Wir sind mit der gesamten Spielzeit natürlich sehr zufrieden“, sagt Oelfke. Zu Beginn der Saison habe niemand damit gerechnet, dass die Mannschaft so schnell den Sprung in die Nachwuchsbundesliga schaffen würde und sich darüber hinaus für den DFB-Pokal qualifiziert.
Entwicklung beeindruckt
Die Regionalliga-Saison bewertet Oelfke rückblickend mit der Schulnote zwei. Für die anschließende Spielzeit in der Nachwuchsbundesliga vergibt er eine Drei. „Dort haben wir auf einem ganz anderen Niveau gespielt und mussten natürlich auch Lehrgeld bezahlen“, erklärt er. Dennoch falle das Gesamtfazit eindeutig positiv aus.
Besonders beeindruckt zeigte sich der JFV-Vorstand von der Entwicklung der Mannschaft während der Saison. Vor allem in den Heimspielen habe das Team immer wieder gezeigt, dass es mit den besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands mithalten kann. Die Mannschaft habe sich stabilisiert, Spiele gewonnen und in vielen Begegnungen auf Augenhöhe agiert.
Herausforderungen eines kleinen Vereins
Neben den sportlichen Erfolgen sieht Oelfke aber auch Herausforderungen für die Zukunft. Als vergleichsweise kleiner Verein müsse der JFV viele Aufgaben neben dem eigentlichen Spielbetrieb stemmen. Dazu gehörten organisatorische Themen ebenso wie die Betreuung der Spieler im Alltag.
„Da würden wir uns natürlich noch mehr Unterstützung wünschen“, sagt Oelfke mit Blick auf die zahlreichen Aufgaben im Hintergrund. Gleichzeitig hofft er auf eine stärkere Unterstützung des Leistungssports durch die Stadt. Zwar sei man dankbar für die Nutzung der Anlage in Moisling, insgesamt hätte er sich jedoch an der einen oder anderen Stelle einen intensiveren Austausch gewünscht.
Nach der Saison ist vor der Saison
Der Blick richtet sich inzwischen bereits auf die kommende Spielzeit. Die Planungen laufen seit Wochen. Das erste Training der neuen Mannschaft ist für den 8. Juni angesetzt. Anschließend folgt eine kurze Unterbrechung, bevor die eigentliche Vorbereitung beginnt. Dabei sollen die Spieler aus der bisherigen U18 mit dem verbleibenden Kern der U19 zusammengeführt werden.
Auch die ersten Testspiele stehen bereits fest. Unter anderem wird die Mannschaft im Rahmen eines Vorbereitungswochenendes auf die U19 der SpVgg Greuther Fürth treffen.
Für Oelfke ist klar, dass die Entwicklung des Vereins noch lange nicht abgeschlossen ist. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, welches Potenzial im JFV Lübeck steckt. Nun gelte es, die geschaffenen Strukturen weiter auszubauen und die sportliche Entwicklung nachhaltig fortzuführen.
Bildquellen
- JFV Lübeck: Lobeca/Fabian Lamprecht
- JFV Lübeck: Ugur Siyeer/oH
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