
Trittau – Der TSV Trittau II belegte in der abgelaufenen Saison den 14. Platz. Man sprang gerade so vor dem Abstieg von der Klippe, sodass man in ein weiteres Kreisligajahr geht. Es ist das dritte Jahr nach dem Aufstieg und man möchte diesmal eine bessere Platzierung erreichen. Der Trainer gibt einen Einblick in die Vorbereitung, die Zielsetzung sowie ihre Spielidee.
Durchmarsch aus der B-Klasse in die Kreisliga
In der Saison 2023/24 stieg der TSV Trittau II in die Kreisliga auf. Mit 57 Punkten aus 24 Spielen krönte sich die Zweitvertretung vor der Reserve des TSV Bargteheide. Es war erst das zweite Jahr, in dem man in der A-Klasse spielte, und schon gelang der Schritt eine weitere Liga höher. Mit nur 20 Gegentoren war die Defensive die Stärke in der Aufstiegssaison. Doch auch die Offensive funktionierte gut, was 80 erzielte Treffer zeigten. Die heimstärkste Mannschaft mit 32 von möglichen 36 Punkten auf der heimischen Sportanlage sollte also bestens für die Kreisliga gewappnet sein. Doch es zeigte sich, dass man hier längst nicht so durchmarschieren würde wie in den Aufstiegsjahren. Die Gegner waren stärker und am Ende belegte man den zwölften Tabellenplatz. Sechs Punkte war der Relegationsplatz entfernt, sodass sich die Abstiegssorgen in Grenzen hielten. Überzeugt hat man vor allem mit der Offensive, denn diese erzielte mit 55 Toren die meisten der letzten Sechs. Man ging also in ein zweites Kreisligajahr und dieses ist bekanntermaßen das schwierige. Die Hinrunde war sehr durchwachsen, denn man holte gerade einmal zehn Punkte. So fand man sich früh im Tabellenkeller wieder. Nach dem Winter lief es zunächst sehr schleppend für Trittau, sodass man oftmals zwischen Platz 13 und 14 rotierte. Kurz vor dem Ende stürzte man allerdings auf Platz 15, einen direkten Abstiegsplatz, ab, sodass man zittern musste. In den letzten Spielen gelang ihnen allerdings eine Serie von vier ungeschlagenen Spielen, sodass man doch noch über den Strich kletterte.
Schleppende Vorbereitung
So geht es nun in Kreisligajahr drei und in diesem soll es für die Zweitvertretung diesmal nicht ganz so eine enge Kiste werden. Die Vorbereitung auf diese verlief mit Blick auf die Testspiele durchaus erfolgreich, denn es gab zwei Siege und eine Niederlage. Bei den Siegen gegen Stapelfeld II (8:1) und Schwarzenbek II (5:3) sollte vor allem die Offensive wieder funktionieren. Dabei stach nicht ein einzelner Spieler heraus, sondern viele verschiedene. Dennoch wusste auch Moritz Reinecke, der in der vergangenen Saison mit neun Toren der beste Schütze des TSV war, noch genau, wo das Tor steht. Das jüngste Testspiel gegen Lauenburg verlor man allerdings. Der Hamburger Kreisligist erwies sich als zu stark. Nun, bevor die Liga am Sonntag für die Verbandsliga-Reserve beginnt, steht am heutigen Dienstag noch ein letzter Test an. In diesem trifft man auf den Aufsteiger der Kreisklasse A SSV Jersbek. Dann wird auch ein Haken hinter die Vorbereitung gemacht. Zu dieser sagt Cheftrainer Sören Metzner: „Die Vorbereitung lief sehr schleppend, weil viele Testspielgegner uns spontan abgesagt haben und wir dann kurzfristig noch was arrangieren mussten. Es ist ein sehr alter Kader und durch Familie und Jobs war die Personallage sehr holprig. Aber im Großen und Ganzen war es mit dem, was man zur Verfügung hatte, wirklich okay.“ Zu den Schwerpunkten setzte er fort: „Der Schwerpunkt bei uns lag primär bei Fitness, Gruppen- und Teambuilding und auch spielerischen Aspekten wie Spielformen, damit man stabil in der Spielveranlagung ist.“
Offensive im Fokus
Wie Metzner bereits verriet, ist es eine sehr erfahrene, ältere Truppe, die für den TSV Trittau II an den Start geht. In den Testspielen wurde diese unterstützt von Leon Raschka, der zum Kader der Ersten gehört und über eine hohe fußballerische Qualität verfügt. Außerdem schnürte Alexander Agne, Co-Trainer der Ligamannschaft, die Schuhe. Beide glänzten als Torschützen und könnten die Mannschaft qualitativ noch einmal verstärken. Inwiefern diese beiden in dieser Saison eine Rolle in der Kreisliga spielen werden, wird sich zeigen. Nach 279 Ligatoren in vier Jahren ist die Ausrichtung, wie man spielen möchte, relativ klar. Man setzt auf die Offensive, wie es auch in der Ersten der Fall ist. Coach Metzner sagt über seine Spielidee: „Die Spielausrichtung ist schon, dass ich, auch wenn es ein älterer Kader ist, offensiven Fußball spielen lassen möchte, weil ich viele Torchancen kreieren möchte. Dementsprechend lag dort der Fokus drauf.“
Verbesserung zum Vorjahr erwünscht, doch man schaut von Spiel zu Spiel
In der Liga wird es nun sicherlich erneut kein Selbstgänger, den Klassenerhalt einzutüten. Die Liga hat starke Aufsteiger dazubekommen, wobei vor allem Eintracht Segeberg hervorzuheben ist. Dennoch sieht der Trittauer Coach die Liga schwächer als im vergangenen Jahr: „Ich gehe stark davon aus, dass die Liga schwächer ist als letztes Jahr. Ich würde aktuell als Titelaspiranten, einfach aufgrund des Vorjahres sagen, dass Tralau und Henstedt-Ulzburg eine ganz wichtige Rolle spielen werden. Hoisdorf, finde ich, hat auch einen guten Kader, die könnten oben mitspielen. Ich kann mir vorstellen, dass das so die Favoriten sind. Ein Überraschungsteam gibt es ja immer.“ Selbst ist man in Sachen Zielsetzung relativ unklar. Man möchte kein klares Ziel ausrufen, denn dafür kann sich personell Woche für Woche zu viel ändern. Der Cheftrainer sagte dazu und über die Probleme einer Zweitvertretung: „Wir wollen schon besser abschneiden als in der vergangenen Saison, aber auch von Spiel zu Spiel planen und schauen, weil wir auch eine Zweite sind und man nie weiß, wie der Kader aussieht. Was braucht die Erste? Wer kommt runter? Das ist immer schwierig zu planen, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zuversichtlich für die kommende Saison.“
Anspruchsvoller Start
Die Liga startet am Sonntag mit einem spannenden Duell gegen den TuS Hoisdorf. Man möchte dort direkt einen für Metzner Anwärter auf die oberen Plätze ärgern und erfolgreich in die neue Kreisliga Südwest starten. Im Anschluss hätte man ursprünglich unter der Woche beim SV Eintracht Segeberg gastiert, doch diese Partie wurde bereits in den Dezember verlegt. Somit steigt das zweite Spiel erneut zu Hause, wenn die FSG Alsterland gastiert. Diese gehört zu den Aufstiegsfavoriten, sodass es sicherlich kein leichter Start für den TSV Trittau II ist. Im Anschluss gastiert man beim SV Sülfeld.










