
Eutin – Die Kreisliga Südost startete mit einigen hochinteressanten Ergebnissen in die neue Saison. Der erste Spieltag bot viele Tore und Überraschungen, sodass die Vorfreude auf den zweiten Spieltag groß war. An diesem sollte es in einigen Partien bis zur letzten Sekunde spannend werden, in anderen war es eine deutlich klarere Angelegenheit.
FT Preetz – SV Rickling 10:2 (5:1)
Am ersten Spieltag kam die FT Preetz beim TuS Tensfeld nur über ein 1:1-Remis hinaus. Man hatte dort eine mehr als 70-minütige Überzahl, sowie die besseren Torchancen, doch fuhr dennoch nur mit einem Punkt zurück nach Hause. Nun wollte man im Fichtestadion den ersten Dreier holen, doch dort hatte Aufsteiger SV Rickling klar etwas gegen. Dieser hatte nach einer 0:4-Niederlage zum Start beim TSV Dannau durchaus etwas wiedergutzumachen. Doch bei der heimstarken FT sollte es keineswegs einfach werden, denn im Fichtestadion blieb diese bis in die vergangene Rückrunde ungeschlagen. Bereits in den ersten zehn Minuten verzeichnete Preetz drei gute Chancen. Zunächst bekam Bollmann den Ball nicht kontrolliert, anschließend wurde freistehend der Ball über das Tor gezogen und die beste Chance hatte Michel Danberg, der allein vor dem Tor scheiterte. Rickling verzeichnete nach langem Ball durch Tobias Schumann den ersten Torschuss, knapp am Tor vorbei.
Rickling findet nicht ins Spiel
Nach einer knappen Viertelstunde fing Preetz dann einen Ball ab, spielte in die Spitze, wo Danberg rüberlegte zu Torjäger Florian Manstein (13.), der zur hochverdienten Führung traf. Sechs Minuten später ging Carl Jasper Focke (19.) ohne Mühe in Richtung Tor, scheiterte zunächst, doch den zweiten Ball versenkte er zum 2:0. Es sollte schon jetzt für den SVR eine ganz harte Aufgabe werden und mit dem dritten FT-Tor schien die Partie bereits entschieden. Mats Böckmann-Rixen köpfte am zweiten Pfosten ein. Defensiv machte der Aufsteiger keine gute Figur, denn es folgten durch Özal Berk per Kopf, sowie Danberg zwei weitere gute Chancen. Beide blieben ungenutzt, doch als ein Befreiungsschlag genau in den Lauf von Manstein (26.) kam, blieb dieser eiskalt zum 4:0. Eine Eckballvariante, bei der Millgramm den Ball flach an die Sechzehnerkante spielte und Tobias Schumann (35.) völlig blank traf, sorgte für das 1:4, doch Spannung kam nicht mehr auf. Dies lag auch daran, dass Focke (40.) nur fünf Minuten später aus der Distanz den Ball versenkte. In den letzten Minuten vor der Halbzeit scheiterten die Hausherren dreifach und kurz darauf verpasste Manstein freistehend. Mit dem 1:5 waren die Gäste somit gut bedient, denn man war überhaupt nicht im Spiel. Trainer Oliver Pekrun sagte: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und mussten dann noch recht früh zwei verletzungsbedingte Wechsel machen. Haben eine Standardsituation genutzt für unser Tor.“
Aufsteiger zeigt verbesserte zweite Hälfte
In der zweiten Hälfte galt es für die Segeberger eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Pekrun sagte: „In der zweiten Hälfte konnten wir 15 Minuten gut dagegenhalten, sind besser in die Zweikämpfe gekommen und haben das Spiel mehr angenommen. Das wurde auch mit dem Tor belohnt.“ Marvin Simon (59.) zog aus der Distanz ab und traf, FT-Torwart Stefan Hutzfeldt sah nicht gut aus, doch guckte hierbei auch in die Sonne. Doch bevor der zweite Gästetreffer fiel, hatte die Mannschaft von Spielertrainer Manstein bereits Chancen auf das sechste Tor. Zweimal verpasste Berk und auch Danberg scheiterte. Pekrun sagte: „Danach verließen viele die Kräfte und haben es dem Gegner wieder sehr einfach gemacht zum Torerfolg zu kommen.“ Es ging nun dahin für den SVR. Özal Berk (63.) traf von der Strafraumgrenze und sieben Minuten später drückte Böckmann-Rixen (70.) den Ball nach einem Freistoß am zweiten Pfosten über die Linie. Manstein (82.) und Neuzugang Böckmann-Rixen (86.) schnürten jeweils den Dreierpack, bevor Mirco Breiholz (89.) den Schlusspunkt setzte. 10:2 hieß es am Ende im Preetzer Fichtestadion, sodass es für die Gäste erneut eine deutliche Niederlage gab. Der Trainer, des SVR schätzte die Lage ein: „Wir sind noch nicht in der Liga angekommen und müssen in den nächsten Wochen weiter hart arbeiten um was Zählbares mitnehmen zu können. Wir hoffen der Verletztenstand reduziert sich und wir können dann personell aus den Vollen schöpfen.“
TSV Dannau – SV Großenbrode 2:3 (2:1)
Am ersten Spieltag hat der TSV Dannau mit einem 4:0 gegen den SV Rickling einen guten Start in das Abenteuer Kreisliga hingelegt. Es war ein guter Start für den Vizemeister der Kreisklasse A, der durch den Verzicht des SC Kaköhl den Gang in die Kreisliga machte. Vor allem offensiv überzeugten sie, dabei verlor Dannau mit Nicolas Timpe den Unterschiedsspieler in der Offensive. Nun wollte der TSV nachlegen, doch mit dem SV Großenbrode kam ein Team, das hochmotiviert war und nach einer 0:3-Auftaktniederlage zu Hause gegen Gremersdorf einiges vorhatte. Doch bereits bei der Anreise gab es Schwierigkeiten, denn aufgrund der Vollsperrung der A1 kamen die Gäste verspätet an. Der Anpfiff wurde daher verlegt und so rollte der Ball erst um 20.30 Uhr. Dann waren beide Teams allerdings bereit. Die Platzherren setzten erneut auf ein 4-2-3-1, wobei es in der Offensive Veränderungen gab. Meeno Scheer startete als einzige Spitze und sollte seine Körpergröße ins Angriffsspiel einbringen. Amiri kam über die Außen, wie auch Linus Adam. Tristan Anders, der gegen Rickling doppelt traf, sollte erneut auf der Sechs spielen.
Großenbrode pennt doppelt
Der SV Großenbrode vertraute im Vergleich zur Vorwoche nun auf Yannic Slowy im Sturm. Dieser kam in der Vorwoche noch von der Bank. Auch Neuzugang Haythem Abdelbaki sollte beginnen. Der Kader, den SVG-Coach Peter Thomm zur Verfügung hatte, sollte allerdings eher dünn sein. Der Trainer sagte zur Anfangsphase: „Es war kein wunderbares Fußballspiel. Dannau hat versucht schnell das Mittelfeld zu bespielen, ist viel auf zweite und erste Bälle gegangen. Das fiel uns in der ersten Viertelstunde noch schwer, das wegzuverteidigen. Dann kamen wir aber nach 20 Minuten besser ins Spiel.“ Nach torlosen ersten 20 Minuten sollte der TSV Dannau in Führung gehen. Großenbrode unterlief ein katastrophaler Fehler, denn sie spielten dem Angreifer genau in den Fuß, sodass Maurice Stoffer (20.) aufs Tor zulief und einschoss. Die Gäste zeigten sich davon allerdings nicht beeindruckt, denn nur wenige Minuten später glich Yannic Slowy (23.) aus. Ein langer Ball fand den Stürmer, der sich durchsetzte und einschob. Dies sollte allerdings noch nicht der Halbzeitstand sein, denn mit Pausenpfiff köpfte Tristan Anders (45.) nach Ecke zum 2:1 für Dannau ein. Der Torschütze stand völlig blank am zweiten Pfosten.
Traumfreistoß zum Sieg
Somit liefen die Ostholsteiner zur zweiten Hälfte einem Rückstand hinterher, dennoch sah Thomm sein Team im Spiel: „Nichtsdestotrotz habe ich den Jungs angemerkt, dass sie da sind, weil wir selber genügend Chancen und Teilchancen hatten, um das Spiel schon selbst in unsere Bahn zu lenken. Das sind einfach zwei krasse Fehler gewesen bei den Gegentoren. Wir waren aber da und griffig.“ Es wurde reagiert und für den jungen Max Buschmann kam Daniel Bork in die Partie. Fünf Minuten später sollte es dann Slowy (50.) sein, der nach Steckpass von Abdelbaki erneut zum Ausgleich traf. Im Anschluss blieb es lange Zeit beim 2:2. Dies lag auch daran, dass die Ostholsteiner den dritten Treffer verpassten. Die Schlussminute brach an und plötzlich gab es einen Freistoß für die Ostholsteiner aus guter Position. Es sollte ein Fall für Tom Deiterding (90.) sein, der die Verantwortung übernahm und zur Führung traf. Nach zweimaligem Rückstand und der jeweiligen Antwort, sollte Großenbrode das letzte Wort haben. Es war der Treffer zum ersten Saisonsieg und dies trotz einem dünnen Kader und der Anreise-Schwierigkeiten. Der siegreiche Coach sagte: „Wir gewinne das Spiel verdient mit 3:2. Wir hätten es früher ausmachen müssen, aber alles in allem ein verdienter Sieg, hier hat unsere mannschaftliche Geschlossenheit das Ding gewonnen.“
SV Kirchbarkau – SC Cismar 3:2 (1:0)
Der SC Cismar startete mit einem beeindruckenden 7:1-Sieg in die neue Kreisligasaison. Es war ein Ausrufezeichen, dass gesetzt wurde und dies gegen niemand Geringeres als den TSV Lensahn. Die Grömitzer bestätigten wieder einmal ihre Heimstärke und wurden nicht nur mit diesem Auftritt ein Teil des Favoritenkreises auf den Aufstieg. Dennoch durfte der SCC nicht zu euphorisch sein, denn schließlich brachte der besagte Sieg auch nur drei Punkte und es würden noch 29 weitere Partien folgen. Bereits am jüngsten Sonnabend sollte nachgelegt werden, doch es wartete ein keineswegs einfaches Auswärtsspiel. Die Grömitzer haben sich bereits in der vergangenen Saison auf fremdem Platz sehr schwergetan, was sicherlich auch in dieser Saison im Hinterkopf war und mit dem SV Kirchbarkau wartete zudem ein unbekannter Gegner. Dieser ging zwar schon in sein zweites Kreisligajahr, spielte im ersten allerdings noch in der Nordost-Staffel. Daher war auch dem SC Cismar klar, dass die Partie kein Selbstgänger werden würde. Gewarnt war dieser vor einem sehr standardstarken Team, denn der SVK erzielte bei der 2:3-Niederlage in Oldenburg beide Tore nach ruhendem Ball.
Kirchbarkau macht das Zentrum dicht
Personell sah es beim SC Cismar eher durchwachsen aus. Es fehlten einige Spieler, darunter mit Paul Schröder, Lennard Siebrecht, Ben Nachbarschulte und Jamie Birkner auch wichtige Spieler der ersten Elf, beziehungsweise Potenzial für diese. Vor allem Siebrechts Fehlen sollte schmerzlich sein. Linus Munzel sollte diesen ersetzen. Von Beginn an wollte der SCC das Spiel klar bestimmen und hatte klare Ballbesitzvorteile. Kirchbarkau agierte gegen den Ball mit einem 5-2-3, aus dem immer wieder nach Ballgewinnen Umschaltmomente kreiert werden sollten. Vor allem das Zentrum wurde auf dem eher engen und harten Rasenplatz verdichtet, sodass durch die Mitte kaum etwas ging. Munzel und Vincent Kern, die eigentlich immer wieder gesucht wurden, konnten sich anders als gegen Lensahn kaum entfalten, sodass Cismar kaum etwas einfiel. Der erste Abschluss des Spiels gehörte Kirchbarkau, doch dieser ging ein gutes Stück über den Querbalken. Die erste Gelegenheit der Grömitzer resultierte aus einem Einwurf von Kai Konrad, der Munzel fand, doch dieser setzte seinen Kopfball knapp am Pfosten vorbei.
SCC fällt nichts ein
Die drei Angreifer der Hausherren setzten den SCC durchaus früh vorne unter Druck. Dabei verfolgten sie durchaus auch die Absicht ruhende Bälle zu provozieren. Solch einer sollte nach elf Minuten durch den Gästestrafraum segeln, doch keiner kam dran. Fünf Minuten später zog Sascha Böttcher ab, doch Kuhlmann war zur Stelle. Trotz mehr Ballbesitz für Cismar sollte Kirchbarkau mehr Offensivszenen haben. Vor allem Flügelspieler Felix Viehweger belebte die Offensive auf der linken Außenbahn. Es war dennoch eine erste halbe Stunde, in der es wenige klare Torchancen gab. Bennet Kern schoss nach 21 Minuten am Tor vorbei, doch auch dieser Schuss strahlte wenig Gefahr aus. Fünf Minuten später ging es dann auf der anderen Seite über den besagten Viehweger, dieser spielte den Ball in die Mitte, wo Julian Marutzky (26.) zur Führung der Heimelf traf. Nun sollte es für die Gäste noch schwerer werden, denn klar war, der Gegner würde nun nicht wirklich mehr Räume bieten, sodass es weiterhin Probleme gab, gefährlich zu werden. Daher hoffte die Mannschaft von Cheftrainer Sascha Pretzel es über Standards, wo Ben Boller allerdings am zweiten Pfosten vorbeiköpfte. Auf der anderen Seite ging es wieder über links, der Böttcher suchte, doch Cismar klärte. Vier Minuten später tauchten die Hausherren vor dem Tor auf, doch SCC-Keeper Dennis Kuhlmann passte auf und war zuerst am Ball. In den letzten Minuten vor der Pause kam Cismar dann noch zu zwei guten Möglichkeiten, denn Vincent Kern scheiterte zunächst an Torhüter Till Korte und auch Munzel fand seinen Meister im Keeper des SVK.
War er drin?
Die Ostholsteiner gingen also mit einem Rückstand in die zweite Hälfte. Es wurde reagiert und mit Thias Reincke kam ein neuer Mittelfeldspieler für Stanko Novak, mit dem sich der SCC mehr Kreativität im Mittelfeld erhoffte. Die erste Offensivaktion des Durchgangs hatte allerdings die Heimelf, die in den Strafraum kam, doch nicht zum Abschluss. Es gab wenige Höhepunkte in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte. Dann kam es allerdings zu einem Freistoß aus dem Mittelfeld, der Tom Andres (57.) fand, der zum Ausgleich einköpfte. Nun hofften die Ostholsteiner auf die Wende im Spiel und es boten sich die Chancen zur Führung. Lippegaus brachte eine von vielen Ecken rein, doch Munzel köpfte rüber. In der 67. Minute zog dann Florian Nothnagel-Valand aus der Distanz ab, doch den Schuss wehrte Korte ab. Es blieb allerdings dabei, dass den Grömitzern aus dem Spiel heraus kaum etwas einfiel. Standards oder aber Distanzschüsse führten zu den wenigen Torabschlüssen, die allerdings selten echte Gefahr für den Torhüter waren. Pretzel brachte mit Kevin Borgwardt, der vom FC Riepsdorf kam, einen neuen Stürmer ins Spiel und dieser sollte elf Minuten vor dem Ende in den Fokus rücken. Er brachte den Ball aufs Tor (79.), doch Korte hielt diesen eigentlich ohne Mühe in den Händen. Plötzlich, mit etwas Zögern, zeigte der Schiedsrichter allerdings auf den Mittelkreis und entschied auf Tor. Cismar führte und bei den Hausherren herrschte Unverständnis über diese Entscheidung. Der Keeper sagte, dass er zwar mit den Füßen hinter der Linie stand, doch den Ball mit den Armen nach vorne, vor der Linie festhielt, doch das Schiedsrichtergespann sah hier ein Tor.
Cismar zeigt sein Auswärts-Gesicht
Cismar drehte durch eine kuriose Situation das Spiel, sodass nun Kirchbarkau mehr für das Spiel machen musste. Fünf Minuten nach dem Treffer gab es einen Freistoß für den SVK, was eine klare Stärke von ihnen ist. Dieser sollte brandgefährlich werden, denn er prallte an die Latte. Eine Minute später gab es erneut Freistoß, diesmal allerdings aus dem rechten Halbfeld. Sascha Böttcher (85.) brachte den Ball auf das Tor, der eigentlich leichte Beute für Kuhlmann war, doch dieser ließ ihn durchrutschen, sodass tatsächlich der Ausgleich fiel. Kirchbarkau zeigte tatsächlich noch Moral, doch sie wollten mehr. Über links ging es nach vorne, den unplatzierten Abschluss ließ Kuhlmann nur nach vorne abklatschen, wo Julius Marutzky (89.) die Kugel über die Linie drückte. Es war der späte Führungstreffer, sodass nun doch wieder eine Niederlage für den SCC drohte. Dieser warf alles nach vorne und hätte beinahe eine Minute später das vierte Gegentor kassiert. Theo Schröder scheiterte am stark reagierenden Torwart der Grömitzer. Vorne flogen noch mehrere Standards, sowie weite Einwürfe rein, doch es wurde kaum gefährlich. So verloren die Ostholsteiner tatsächlich an der Heinz-Storm-Straße. Dies war auch keineswegs unverdient, denn Cismar zeigte einen enttäuschenden Auftritt. Daniel Temme, Co-Trainer des SCC sagte nach dem Spiel: „Völlig verdiente und unnötige Niederlage. Das war der SC Cismar auswärts aus der letzten Saison. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben von dem Matchplan relativ wenig umgesetzt, kompliziert gespielt. Immer einen Schritt zu spät. Einfach zu wenig. Am Ende des Tages sehr ernüchternd, dass es auswärts genau so weiter geht wie letzte Saison. Hilft nichts, aufarbeiten und Fokus auf Mittwoch! Glückwunsch an Kirchbarkau.“
TSV Gremersdorf – SG Bösdorf/Malente 2:2 (1:1)
Beim TSV Gremersdorf ist es derzeit nicht einfach. Die personelle Situation bietet Trainer Christian Ippig wenig Optionen, denn der Kader ist klein und vor allem die Offensive stark dezimiert. Neben den Abschieden im Sommer von Artem Winter und Maurice Wagner sollte auch Stürmer Rune Jäkel in den ersten Wochen noch nach Verletzung fehlen. Daher lag die Hoffnung auf Rene Klein, der bereits im Laufe der Vorbereitung als fest eingeplanten und klaren Stürmer in der ersten Elf festgelegt wurde. Doch nun fällt auch dieser aus, sodass die Optionen immer weniger für Ippig werden. Die Hoffnung im Offensivspiel lag nun auf Dustin Gabbey und Felix Severin, sowie dem starken Mittelfeld bestehend aus Lennart Petersen und Jonas Kock, das essenziell für den Verbandsligaabsteiger ist. Am ersten Spieltag war genau dieses maßgeblich daran beteiligt, dass man beim SV Großenbrode einen 3:0-Auswärtssieg holte und gut in die neue Saison startete. Nun war die SG Bösdorf/Malente zu Gast, die mit einem 2:0-Heimerfolg im Derby gegen Eutin startete und dort ein sportliches Ausrufezeichen setzte. Personell musste allerdings einiges verändert werden, sodass zur Vorwoche gleich vier Veränderungen vorgenommen werden mussten. Gespannt konnte man auch sein, ob SG-Coach Benjamin Berger auf die Offensiv- oder Defensiv-Taktik setzen würde. Oftmals hat er auf letztere gesetzt, doch in der Vorwoche überraschte Bösdorf/Malente den Rivalen mit einer sehr mutigen und offensivorientierten Ausrichtung. Am Bankendorfer Weg sollten beide Mannschaften allerdings eher abwartend auftreten.
Blitzstart
Dennoch dauerte es keine 60 Sekunden, bis der erste Treffer des Tages fiel. Ein langer Ball von Petersen fand Gabbey auf Außen, dieser legte in die Mitte, wo Felix Severin (1.) traf. Es war die frühe Führung der Hausherren, die furios ins erste Heimspiel nach dem Abstieg aus der Verbandsliga starteten. Für die Gäste war dies ein früher Schock, den Berger wie folgt analysierte: „Da standen wir schlecht und haben den Passgeber nicht attackiert, sodass Gabbey seine Geschwindigkeit ausnutzen konnte.“ Im Anschluss passierte erst einmal wenig: „Danach plätscherte das Spiel so dahin. Wir konnten den Ball gut laufen lassen, wurden nicht hoch attackiert, aber uns ist die ersten 20-25 Minuten wenig eingefallen“, setzte der Gästetrainer fort. Gremersdorf verpasste in dieser Phase allerdings die Führung auszubauen, womit T Dennoch gelang seinem Team der Ausgleich. Aus einem Standard heraus kam der Ball zu Jonas Lüdtke (20.), der aus 18 Metern traf. Es war auch der Pausenstand in einem „guten Kreisligaspiel“, wie Berger fand. Sein Gegenüber sah eine klare Angelegenheit für seine Mannschaft: „Wir gehen nach 54 Sekunden mit 1:0 in Führung und haben Chancen auf 2:0, 3:0 oder 4:0 zu erhöhen, bevor die SG mit einem Nachschuss aus 18 nach einem abgewehrten Freistoß zum Ausgleich kommt. Das Chancenverhältnis in der ersten Halbzeit inklusive Tore war 7:2 für uns.“
Gremersdorf hadert mit Effektivität
Im zweiten Durchgang wurde auf beiden Seiten fleißig gewechselt. Es gab wenig Spielfluss, auch aufgrund des Schiedsrichters, mit dem der SG-Coach haderte: „Die Schiedsrichterleistung war nicht gut. Viele 50/50-Situationen wurden gegen uns gewertet, der Spielfluss immer wieder unterbrochen, denn es wurde wenig Vorteil gelassen.“ 25 Minuten vor dem Ende kam beim Heimteam dann Rune Jäkel ins Spiel. Der großgewachsene Angreifer sollte sein Comeback feiern und dem Team eine weitere Option für die Offensive bieten. Zudem hoffte man nach weiteren vergebenen Chancen auf den Lucky Punch durch ihn. In der 85. Minute sollte es dann allerdings einen Standard für Bösdorf/Malente geben, den Kim Kaun für Thore Meyer (85.) ablegte. Der Stürmer traf zur späten Führung, sodass es so schien, als würde der zweite Saisonsieg eingefahren werden. Die letzten Minuten liefen runter, doch nur zwei Minuten nach dem Meyer-Tor gab es einen aus Sicht von Berger „zweifelhaften Freistoß“ für die Hausherren. Jonas Kock (87.) nahm sich diesen und verwandelte. Es ist die große Stärke des Mittelfeldspielers, der seiner Mannschaft einen Punkt rettete, der allerdings mit Blick auf den Spielverlauf zu wenig war. Sein Trainer sagte zum Punktgewinn: „Das Spiel müssen wir gewinnen, einfach nicht effektiv vor dem Tor. Spielerisch, gerade in der ersten Halbzeit machen wir eines unserer besten Spiele in der letzten Zeit gemacht. Wir wollten über die Außen kommen – die Außenverteidiger der SG hatten wir als Schwachpunkte ausgemacht – und dies haben wir toll umgesetzt. Wir müssen uns einfach mehr belohnen. Sehr, sehr schade.“
Enttäuschung bei Berger
Bösdorf/Malente musste dann doch noch zwei Punkte lassen. Es wurde gehadert, doch eher mit dem eigenen Auftritt, als wirklich mit dem Resultat. Der B-Lizenz-Inhaber sah nicht das komplette Potenzial seines Teams. Er zog folgendes Fazit: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht annähernd das spielen können, was wir uns vorgestellt haben. Auch durch Umstellungen kam kein besserer Spielfluss, weil wir permanent falsche Entscheidungen getroffen haben, was wir definitiv ansprechen werden und müssen. Wir wollen mehr Ballbesitz haben, mehr klare Bälle spielen und wollen wieder nach einem Ball eine Anschlussaktion haben und das war einfach zu wenig. Ich bin ein bisschen enttäuscht, vor allem, weil wir letzte Woche gegen Eutin noch genau das umgesetzt haben. Aber mit einem 2:2 kann ich leben.“
TuS Tensfeld – SG Insel Fehmarn 2:8 (0:5)
Die SG Insel Fehmarn ging in den Spieltag als erster Tabellenführer der neuen Saison. Ein 9:1-Sieg gegen den TSV Lütjenburg brachte den Kreisligisten in diese Position. Nun stand das zweite Saisonspiel an und es sollte auswärts nachgelegt werden. Es ging an den Bahndamm, wo mit dem TuS Tensfeld ein starker Kreisligist wartete. Dieser hatte nach einem 1:1 zum Auftakt gegen Preetz einiges vor. Dabei sollte allerdings der ein oder andere Spieler fehlen. Pohl fehlte gesperrt und auch Hintze oder Teffner sollten nicht zur Verfügung stehen. Dennoch gehörte den Segebergern der erste Abschluss des Spiels. Broetzmann verzeichnete diesen. Im Anschluss wurden allerdings die Insulaner immer gefährlicher und kamen durch Nico Müntz und Fabian Ackermann zu zwei frühen Alutreffern. Tjelk Jacob (5.) belohnte sie dann mit dem Führungstor, bevor Max Lafrentz (7.) kurz darauf erhöhte. TuS-Coach Christoph Hinz sagte: „Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen, haben es Fehmarn danach aber durch unsere eigenen Fehler zu einfach gemacht. Gerade im Spielaufbau waren wir teilweise nicht sauber genug. Fehmarn hat das mit seinem schnellen Umschaltspiel gut genutzt und uns dafür konsequent bestraft.“ So sollten Nico Müntz (28.), erneut Jacob (36.), sowie Justin Simon (45.) noch vor der Pause auf 5:0 stellen.
Max Lafrentz ragt heraus
Die Mannen von der Insel knüpften genau am Auftritt der Vorwoche an, nur dass diesmal bereits in der ersten Hälfte die Führung ausgebaut wurde und man vorne deutlich effizienter war. Tensfeld zahlte eine Menge Lehrgeld, was auch der Cheftrainer so sah: „Wir sind mit unserer Spielidee noch am Anfang und natürlich wird da noch nicht alles funktionieren. Wir wollen trotzdem mutig Fußball spielen und auch unter Druck Lösungen finden. Da werden Fehler passieren. Wichtig ist, dass wir daraus lernen und trotzdem nicht von unserem Weg abweichen.“ Sein Gegenüber David Beljan sagte: „Die Partie lief wie nach Plan. Wir haben Tensfeld kommen lassen und die Chancen super genutzt. Wir haben das die erste Halbzeit gut gemacht und die Chancen eiskalt genutzt. Nach der Halbzeit war das von beiden Mannschaften ein lauer Sommerkick. Aber wir konnten nochmal nachlegen.“ Max Lafrentz (73./76.) schnürte den Dreierpack und belohnte sich für einen überragenden Auftritt. Niklas Specht (87.) sollte kurz vor dem Ende sogar zum 8:0 treffen, doch der Endstand war dies noch nicht. Tensfeld leistete Ergebniskosmetik und kam durch Bennnet Nagel (89.) und Alex Borgart (90.) zum 2:8. Trainer Hinz sagte: „In der zweiten Halbzeit war es dann deutlich besser. Wir hatten mehr Kontrolle, waren besser im Spiel und haben uns mit den zwei Toren auch belohnt. Am Ende kam das aber einfach zu spät.“
Tensfeld braucht Zeit
Bei allem Realismus, den man in der „Kuhle“ hat, war der Auftritt sehr enttäuschend für die Segeberger. Daher fiel das Fazit des Cheftrainers wie folgt aus: „Wir wissen, dass wir noch am Anfang stehen und gewisse Dinge einfach Zeit brauchen. Trotzdem haben wir einen Anspruch an uns selbst, und dem sind wir heute nicht gerecht geworden. Da bin ich als Trainer genauso in der Verantwortung. Jetzt geht es darum, daraus zu lernen, weiter hart zu arbeiten und unseren Weg konsequent weiterzugehen.“ Ganz anders sah es auf der anderen Seite aus. Beljan sagte: „Wir haben die Chancen eiskalt genutzt, unsere Defensive inkl. Max Lafrentz & Fabian Ackermann haben es überragend gemacht. Tensfeld hat versucht Fußball zu spielen, wir haben die aber gut gestört und ihren Spielfluss gestört. Zwei Spiele – zwei Siege. Mund abputzen, wir spielen nächste Woche in Rickling, das wird nochmal ein anderes Spiel. Nochmals vielen Dank an Tensfeld für die Gastfreundschaft. Wir wünschen Tensfeld viel Erfolg für die Saison – die haben super Jungs mit richtig guten Fußballern. Die werden ihren Weg gehen.“
Eutin 08 II – FSG Saxonia 4:2 (3:1)
Nach der 0:2-Niederlage zum Start war für Eutin 08 II klar, dass es eine Leistungssteigerung im ersten Heimspiel brauchen würde. Zu Gast war die FSG Saxonia und somit eine Unbekannte für den Vizemeister. Dennoch war der Respekt groß, schließlich punkteten die Mannen aus dem Kreis Plön zum Auftakt gegen die SG Dersau/Kalübbe. Ein 2:2-Remis gab es dort, dabei sollte sie mit 2:0 bis in die Schlussphase führen. Eutin erhoffte sich mehr offensive Durchschlagskraft und schickte dafür eine ordentlich durchmischte Startelf. So starteten sieben andere Spieler als noch in Malente. Mit dabei waren auch Jorge Bruckmann und Andrii Stepanov aus dem Landesligakader. Zudem sollte Monty Gutzeit in die Startelf zurückkehren, was sich ganz klar auszeichnete. Bereits nach etwas mehr als einer Viertelstunde sollte Eutin durch Bruckmann (7.) und einen Doppelpack von Gutzeit (11./16.) mit 3:0 führen. Es war die perfekte Antwort auf das erste Spiel. Trainer Florian Schumacher sagte: „Die ersten 25 Minuten waren wir richtig gut. Müssen auch noch das 4:0 machen. Dann haben wir nachgelassen.“ So brachte Andrej Knaub (27.) die Gäste zurück ins Spiel, doch die Schlussminuten der ersten Hälfte gingen wieder an Eutin.
Castells rettet
„In der zweiten Hälfte hatte Saxonia mehr vom Spiel, aber es war dann auch sehr zerfahren durch viele Unterbrechungen und Wechsel. Wir hatten dann wieder die Abstände zu groß zwischen Innenverteidigung und Sturm. Das Positive ist, dass wir dennoch kein Gegentor bekommen und Max Castells zweimal richtig stark hält.“ Einen Konter vollendete der junge Jelle Haas (83.), bevor allerdings Mattis Kringel (92.) zum 2:4 traf. Bis zum Abpfiff hätte durchaus noch das fünfte Eutiner Tor fallen können, doch dieses blieb aus. So war der erste Sieg für Florian Schumacher als Coach perfekt und dieser auch hochverdient. Der Trainer sagte: „Wichtig ist, dass wir die ersten drei Punkte eingefahren haben. Der Start war natürlich richtig gut und hat unsere Offensivstärke gezeigt. Die Räume zwischen den Ketten müssen wir auch in der zweiten Halbzeit besser machen.“
SG Dersau/Kalübbe – SG Göhl/Oldenburg 4:3 (3:1)
Am Sonnabend kam es im Waldstadion in Dersau zu einem Duell mit „Topspiel-Charakter“. Mit der SG Dersau/Kalübbe und SG Göhl/Oldenburg trafen zwei Mannschaften aufeinander, die beide durchaus den Anspruch haben ganz oben mitzuspielen. Für die Heimelf sollte es nach einem 2:2 zum Auftakt gegen die FSG Saxonia den ersten Dreier geben, doch auch die Ostholsteiner verfolgten ein klares Ziel. Dabei gab es durchaus auch Unterstützung durch Talente aus dem Oberligakader wie Mika Wölk oder aber Mattis Markmann, der in der Vorwoche doppelt gegen Kirchbarkau traf. Bei Dersau startete nun Steffen Uhl, der nach seiner Einwechslung in der Vorwoche der Matchwinner war. Nach bereits vier Minuten sollte die Heimelf den ersten Abschluss verzeichnen. Darauf folgte kurz darauf ein weiterer, doch Uhl zog knapp über das Tor. Die ersten Versuche gehörten also den Platzherren, doch das Spiel machte klar die junge Mannschaft aus Ostholstein. Diese sollten nur eine Minute später erstmals gefährlich werden. Wölk zog aus der zweiten Reihe ab, Ehrk wehrte ab und Lukas Röhrle (7.) drückte den Ball über die Linie.
Uhl nicht zu stoppen
Vier Minuten später war es ein Einwurf, der Markmann fand, doch sein Kopfball ging rüber, genauso wie auch der Abschluss von Wölk nur wenige Momente später. Die Oldenburger waren besser im Spiel und nach einer flachen Ecke von Jano sollte Röhrles Abschluss geblockt werden. Die Gäste waren dem zweiten Tor also früh schon nah, doch dann ging es schnell auf der anderen Seite. Der schnelle Uhl wurde geschickt, dieser startete aus abseitsverdächtiger Position und glich aus (18.). Es war ein intensives Spiel auf hohem fußballerischem Niveau. Drei Minuten nach dem Ausgleich kam dann ein langer Ball in Richtung Riedel, Lunau schien vor ihm am Ball zu sein, doch kurz vor dem Tor kam der Stürmer noch an den Ball und traf (21.). Der Verteidiger verpasste hier den Ball klar zu klären, wofür er gnadenlos bestraft wurde. Die SGGO sollte den Faden verlieren und war längst nicht mehr so im Spiel, wie noch zuvor. Neun Minuten vor der Pause kam es dann noch bitterer, denn ein Eckball von Tjorben Hinrichsen an den zweiten Pfosten drückte Hendrik Ohler (36.) über die Linie. Hier forderten die Gäste ein Foulspiel, denn es soll ein Schubser des Angreifers vorliegen, doch selbst nach Beratung mit dem Assistenten entschied der Schiedsrichter auf Tor. Mit der letzten Aktion vor der Pause sollte ein Oldenburger im Strafraum zu Boden gehen, doch der Elfmeter blieb aus.
Joker sticht
Der Schiedsrichter sollte bei diesem Spiel immer wieder in den Fokus rücken. Er zückte eine Gelbe Karte nach der anderen und sollte auf beiden Seiten immer wieder falsch liegen. Sechs Verwarnungen in einer eigentlich fairen Partie sprachen für sich. Hinzu kamen bei allen drei Gegentoren der Gäste auch Diskussionen, die durchaus geführt werden mussten, denn sowohl in Sachen Abseits, als auch beim vermeintlichen Offensivfoul nach der Ecke zum 3:1 geriet der Unparteiische in den Mittelpunkt. Nichtsdestotrotz war die SGGO gerade nach den Gegentoren nicht mehr so im Spiel, wie noch zuvor, denn es wurden viele Fehler gemacht, auch im Spiel mit dem Ball. Hinzu kam, dass die Dreierkette der Ostholsteiner immer wieder ausgekontert wurde, wie bei den ersten beiden Gegentoren. Zur Folge hatte es, dass SGGO-Coach Mario Markmann gleich dreimal zur zweiten Hälfte wechselte. Einer davon sollte Tim Röben-Müller sein, der fünf Minuten nach Wiederbeginn wuchtig zum 2:3 traf (50.). Das Spiel kippte nun immer mehr, denn die Heimmannschaft lief fast nur noch hinterher. Der Zugriff fehlte und so boten sich immer mehr Chancen. Wölk scheiterte an Ehrk, Markmann verpasste knapp und nach einer knappen Stunde sollte dann tatsächlich der Ausgleich fallen. Eine Ecke von der rechten Seite kam vors Tor und dann schien der Ball im Tor gewesen zu sein. Es war schwierig aufzuklären, doch der Schiedsrichterassistent sah die Kugel hinter der Linie, sodass Mika Wölk (59.) für den Ausgleich sorgte.
Was hat der Schiedsrichter gesehen?
Plötzlich war wieder alles auf Null und Dersau-Coach Holger Böttcher war klar, dass seine Mannschaft nun schnell wieder mehr Kontrolle bräuchte. Zu oft war seine Mannschaft zu passiv. Der dritte Gegentreffer rüttelte die „Keiler“ allerdings wieder wach. Riedel scheiterte an Torhüter Ott. Sechs Minuten später wurde es dann auf der anderen Seite brandgefährlich. Jean Kaupisch scheiterte zunächst an Ehrk, bevor Marco Doormann knapp vorbeischob. Im Gegenzug kam Riedel erneut vor das Oldenburger Tor, doch Ott rettete. Die Nachspielzeit brach an und es war ein offenes Spiel. Beide Mannschaften hatten Chancen und die beste verzeichnete Joker Röben-Müller in der 84. Minute. Er setzte den Ball an den Pfosten und verpasste die Führung. Vier Minuten später kam es dann zur Szene des Tages, die für Fassungslosigkeit sorgte. Es sollte Ecke für Dersau geben, alle waren bereit für die Hereingabe von der rechten Seite, doch plötzlich zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Kaum einer realisierte in diesem Moment, was hier geschehen sollte. Weder die Gästespieler und Trainer, noch die Hausherren und auch der Schiedsrichterassistent nicht. Dieser versuchte auf den Unparteiischen noch einzureden, doch ohne Erfolg. Es gab tatsächlich kurz vor dem Ende der Partie den Foulelfmeter für einen angeblichen Schubser. Niemand ging im Sechzehner zu Fall und welcher Spieler es letztlich gewesen sein sollte, der den Angreifer schubste, konnte der Unparteiische nach dem Spiel ebenfalls nicht identifizieren. Klar war allerdings, dass diese Entscheidung Bestand hatte. Steffen Uhl (88.) trat zum Elfmeter an und verwandelte eiskalt. Es war der späte Führungstreffer, der allerdings einen bitteren Beigeschmack hatte. Für die SGGO kam es zudem noch bitterer, denn Marco Doormann sah im Anschluss für eine Äußerung gegenüber des Schiedsrichters die Rote Karte.
Markmann hadert
In Unterzahl lief die Gastmannschaft an, doch ohne gefährlich zu werden. Stattdessen verpasste Riedel die Vorentscheidung. Nichtsdestotrotz blieb es beim 4:3, sodass die SG Dersau/Kalübbe ein packendes Duell spät für sich entschied. Die Fassungslosigkeit bei den Ostholsteinern war groß, für die wesentlich mehr drin gewesen wäre. Dennoch schätzte der Verbandsligaabsteiger auch die eigene Leistung realistisch ein. Cheftrainer Mario Markmann sagt: „Wir haben keine wirklich gute Leistung abgeliefert. Unsere Passqualität war nicht so gut, dass wir ausreichend Druck ausüben konnten. Hinzu kamen einige individuelle Fehler. Trotzdem können und müssen wir das Spiel gewinnen. Und deswegen müssen wir die Leistung des Schiedsrichters ansprechen. Der Schiedsrichter hat derart Einfluss auf das Ergebnis genommen hat, wie ich es lange nicht erlebt habe. An drei Gegentoren war der SR direkt beteiligt. Zwei Meter Abseits, Foul am Torwart und der Elfmeter am Ende war eine Frechheit. Es hat nicht ansatzweise ein Kontakt stattgefunden. Wenn selbst der Linienrichter aktiv versucht, den Schiedsrichter auf seine Fehlentscheidung hinzuweisen, sagt das wohl alles. Auch die Willkür an Karten war bei dem äußerst fairen Spiel unverständlich. Die Jungs kommen nach dem Rückstand zur Halbzeit gut zurück und zeigen tolle Moral. Nach dem Ausgleich haben wir Chancen zum Siegtreffer und werden dann vom SR bestraft. Deswegen ist das Ergebnis am Ende so ärgerlich.“
TSV Lütjenburg – TSV Lensahn 1:7 (0:3)
Nach einer 1:7-Auftaktniederlage sollte der TSV Lensahn im zweiten Saisonspiel unter Druck stehen. Es brauchte eine klare Leistungssteigerung und den ersten Saisonsieg im zweiten Auswärtsspiel in Folge. Zu Gast waren die Ostholsteiner beim TSV Lütjenburg, der am ersten Spieltag mit 1:9 auf Fehmarn unterging. Beide hatten also etwas wiedergutzumachen, doch am Ende war es eine klare Angelegenheit. Dabei brauchte Lensahn durchaus eine Weile, um ins Spiel zu finden. Vadim König sagt: „Wir sind schwerer ins Spiel gekommen, als wir uns vorgenommen haben. Zum einen hat der Gegner das anfänglich gut gemacht und zum anderen hatten wir Probleme mit dem Boden und der Wärme. Was sicherlich nicht als Ausrede fungieren soll, aber es uns schwerer gemacht hat, unseren Rhythmus zu finden.“ Eine Verletzung eines Lütjenburger Spielers sorgte für eine lange Spielunterbrechung, sodass es eine hohe Nachspielzeit gab. In dieser sollte der Knoten für die Gäste platzen. Haruna Jammeh (45.45.) schnürte den Doppelpack und Mostafa Zourgani (45.) erhöhte in der 20. Minute der Nachspielzeit auf 3:0.
Lensahn legt nach
Nach der Pause erhöhte Finn-Ole Ratje (53.) auf 4:0, doch Lütjenburg gelang der Anschlusstreffer. Mika Großnick (71.) traf zum 1:4. In der Schlussphase sollten allerdings Thorben Ratje (77.) und Finn-Ole Ratje (86.), sowie Max Rosenthal (90.) machten den 7:1-Sieg der Ostholsteiner perfekt. Somit wurde die Auftaktniederlage egalisiert, während Lütjenburg eine weitere Klatsche kassierte. König sagte zum Sieg seiner Mannschaft: „Am Ende haben wir dann aber verdient gewonnen. Das Ergebnis hätte sicherlich noch um ein, zwei Tore ausfallen können, aber darüber wollen wir uns nicht beschweren. Auch Lütjenburg muss man loben, sie waren zu jeder Zeit ein absolut fairer Gegner und werden noch ihre Punkte holen.“
Der 2. Spieltag im Überblick
FT Preetz – SV Rickling 10:2
TSV Dannau – SV Großenbrode 2:3
SV Kirchbarkau – SC Cismar 3:2
TuS Tensfeld – SG Insel Fehmarn 2:8
TSV Gremersdorf – SG Bösdorf/Malente 2:2
Eutin 08 II – FSG Saxonia 4:2
SG Dersau/Kalübbe – SG Göhl/Oldenburg 4:3
TSV Lütjenburg – TSV Lensahn 1:71. SG Insel Fehmarn 2 17 : 2 6 2. FT Preetz 2 11 : 3 4 3. TSV Gremersdorf 2 5 : 2 4 4. SG Bösdorf / Malente 2 4 : 2 4 5. SG Dersau/Kalübbe 2 6 : 5 4 6. SC Cismar 2 9 : 4 3 7. TSV Dannau 2 6 : 3 3 8. TSV Lensahn 2 8 : 8 3 9. SG GO Göhl/Oldenburg 2 6 : 6 3 10. SV Kirchbarkau 2 5 : 5 3 11. Eutin 08 II – U23 2 4 : 4 3 12. SV Großenbrode 2 3 : 5 3 13. FSG Saxonia 2 4 : 6 1 14. TuS Tensfeld 2 3 : 9 1 15. SV Rickling 2 2 : 14 0 16. TSV Lütjenburg 2 1 : 16 0








