Nach 2:0-Sieg gegen den SC Rapid: TSV 1982 Lübeck steht im Kreispokalfinale

Oberligist offensiv zu harmlos

Torjäger Sergen Tarim erzielte in der ersten Halbzeit das Führungstor. Archivfoto: Lobeca/Marcel Lienstädt
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Lübeck – Am Donnerstagabend wurde der erste Finalteilnehmer im Kreispokal Lübeck ermittelt. Der TSV 1982 Lübeck empfing dabei den SC Rapid Lübeck. Es war ein Spiel, in dem Letzterer leicht favorisiert sein sollte, doch auch die Heimelf sich nicht verstecken wollte. Am Ende des Abends gab es tatsächlich eine Überraschung, denn der Landesligist setzte sich durch.

Landesligist versteckt sich nicht

Der SC Rapid Lübeck verlor am vergangenen Wochenende erst mit 2:12 beim FC Kilia Kiel. Es war ein rabenschwarzer Tag, der für die zweite Klatsche binnen weniger Wochen sorgte. Umso wichtiger war das Pokalspiel am Donnerstag, wo die Reaktion und ein anderes Gesicht gezeigt werden sollte. Schließlich wollte die Mannschaft vom Kasernenbrink auch einem der zwei übergeordneten Saisonziel näherkommen, denn neben dem Klassenerhalt in der Oberliga peilt man auch den Kreispokalsieg ein. Dieser wäre im Falle eines Sieges gegen den TSV 1982 Lübeck nur ein Sieg entfernt, doch ein Selbstgänger sollte diese Aufgabe keineswegs werden. Bisher zeigte der Landesligist bereits gute Pokalauftritte in dieser Saison, wobei der Kantersieg gegen Eichholz zu nennen ist. Auch in Travemünde war es ein souveräner Sieg, bei dem nichts anbrennen gelassen wurde. Rapid zeigte allerdings ebenfalls gute Pokalspiele in diesem Jahr, denn den FC Dornbreite Lübeck bezwang man aufgrund einer ganz starken zweiten Halbzeit. Spannend sollte es auf dem gut besuchten Sportplatz Holstentor-Süd also definitiv werden. Dass beide Mannschaften dieses Halbfinale nicht herschenken wollten, zeigten bereits die beiden Aufstellungen. Für Experimente war keine Zeit, denn auf beiden Seiten blieb eine Rotation aus. Rapid musste auf Defensivspieler Emmanuel Rivera verzichten, wie bereits am Wochenende in Kiel. Außerdem nahmen die Offensivspieler Jonas Dürr und Kevin Voeks zunächst auf der Bank Platz.

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TSV 1982 Lübeck bucht das Finalticket

Die 90 Minuten sollten insgesamt von wenig Risiko und daher auch mangelnden Torchancen geprägt sein. Beide Mannschaften wurden vereinzelt gefährlich, doch nur eine Mannschaft sollte vor der Pause bereits treffen. Die Heimmannschaft ging durch Sergen Tarim (17.) in Führung. Ein individueller Fehler des Oberligisten sollte es dem Angreifer des TSV erleichtern. Bereits am Sonnabend beim SC Rönnau 74 war Tarim der Siegtorschütze zum 3:2-Auswärtssieg. Im Anschluss zeigte der Türkische SV einen leidenschaftlichen, mannschaftlich geschlossenen Auftritt, sodass der Favorit vom Kasernenbrink nicht so richtig zu Torchancen kam. Man mühte sich im letzten Drittel, die nötige Durchschlagskraft zu erzeugen. Im zweiten Durchgang sollte dies trotz offensiver Wechsel bleiben. Hinzu kam der zweite Treffer des Landesligisten, der durch Eray Korkmaz (66.) erhöhte. Es war der Endstand zum 2:0, sodass der Finaleinzug für den TSV perfekt war. Trainer Serkan Rinal sagt: „Das war eine absolute Mannschaftsleistung und ein verdienter 2:0-Erfolg gegen einen Oberligisten. Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir uns nicht verstecken, sondern mutig und mit voller Überzeugung auftreten. Wir waren in den Zweikämpfen präsent, haben defensiv leidenschaftlich gearbeitet und unsere Chancen konsequent genutzt. Der Klassenunterschied war heute auf dem Platz nicht zu sehen. Ein riesiges Kompliment an die gesamte Mannschaft für Einstellung, Mentalität und Leidenschaft. Wir haben nicht nur ein Spiel gewonnen, sondern gezeigt, was mit Zusammenhalt und Überzeugung möglich ist. Wir sind im Finale und das war unser Ziel.“ Wie bereits vor zwei Jahren kämpft man am Finaltag um den Titel und somit den Einzug in den Landespokal. Damals traf man auf den SV Azadi Lübeck und mit diesem könnte es nun ein Wiedersehen geben. Der Ligakonkurrent kämpft in wenigen Wochen gegen den A-Klassisten VfL Vorwerk um das zweite Finalticket.

SC Rapid fehlt die Durchschlagskraft

Für den SC Rapid Lübeck war die Enttäuschung nach dem Pokalaus und der somit vierten Pflichtspielniederlage in Serie logischerweise groß. Man wollte unbedingt wieder ins Finale kommen, doch an diesem Tag sollte es insbesondere in der Offensive nicht die gewohnte Durchschlagskraft geben. Hinten waren es erneut vermeidbare Fehler, die es dem SC Rapid nochmals erschwerten. Trainer Christian Arp sagte zur Halbfinalniederlage: „In einem insgesamt chancenarmen und wenig ansehnlichen Spiel hatten beide Mannschaften gefühlt jeweils zwei gute Torchancen. Der Gastgeber wusste diese am Ende jedoch besser zu nutzen. Das 0:1 haben wir durch einen eigenen Fehler begünstigt. Leider ist es uns im weiteren Spielverlauf nicht gelungen, den nötigen Druck aufzubauen und wie erhofft ins letzte Drittel vorzudringen. Insgesamt haben wir offensiv zu wenig Lösungen gefunden, um das Spiel noch entscheidend auf unsere Seite zu ziehen. Somit müssen wir anerkennen, dass wir uns den Einzug ins Finale an diesem Tag nicht verdient haben. Glückwunsch an den Gegner zum Finaleinzug und viel Erfolg für das Finale.“

Bildquellen

  • tüsv_tarim: Lobeca/Marcel Lienstädt
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