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Lübeck – Die Niedergeschlagenheit war Rolf Landerl auf der Pressekonferenz deutlich anzusehen. Wieder gut gespielt und doch wieder verloren. Drei Elfmeter sah der Cheftrainer des VfB Lübeck beim 3:4 bei Türkgücü München. Zwei waren drin, aber für den Gegner. Martin Röser hatte ebenfalls die Möglichkeit vom Punkt zu verwandeln, doch sein Strafstoß war leichte Beute für Münchens Keeper Rene Vollath, der parierte und den Nachschuss des Lübeckers in Hals über Kopf-Manier abwehrte. Da kann man schon verzweifeln.

Lübecks Patrick Hobsch senkt den Kopf. Foto: Lobeca/Marcus Kaben

„Attraktives Spiel von beiden Seiten“

„Wir haben ein sehr attraktives Spiel von beiden Seiten gesehen, wobei wir versucht haben mit offenem Visier auf Sieg zu spielen. Der erste Elfmeter in der ersten Halbzeit war sicherlich unnötig. Da muss man nicht so ein Foul begehen. Den Ausgleich machen wir mit unserem Elfmeter dann nicht. Wir verteidigen dann auch nicht gut“, fasste Landerl den ersten Durchgang zusammen.

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Riedel: Hand oder Rücken? Schiri entscheidet gegen VfB

Auf jeden Fall war der Ofen aus, als die Grün-Weißen, nach einer tollen Aufholjagd von 1:3 auf 3:3 gleichzogen. Am Ende entschied wieder eine dubiose Schiedsrichterentscheidung über Sieg und Niederlage. Florian Riedel bekam eine Flanke an den Rücken, doch Nicolas Winter sah das als Handspiel. Ein erneuter Strafstoß und der nächste Nackenschlag für den VfB.

Türkgücü München jubelt. Foto: Lobeca/Marcus Kaben

„Das war leichtfertig gegen uns“

Landerl hat es so gesehen: „Wir gerieten in der zweiten Halbzeit mit 1:3 in Rückstand, kommen gut zurück und zeigen guten Fußball – und dann bekommst du so einen Elfmeter gegen dich. Das war schon leichtfertig gegen uns entschieden.“

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Lübecks Coach genervt

Die Gäste kämpften und gaben alles, doch belohnt wurden sie nicht und damit der Coach des Aufsteigers aus dem Norden ein Problem: „Ich kann es schon nicht mehr hören, dass wir uns nicht belohnt haben, aber ich habe der Mannschaft nach dem Spiel gesagt, dass wir eine tolle Partie abgeliefert haben und das eine oder andere Gegentor zu einfach kassiert haben. Das müssen wir aufarbeiten. Bis Samstag bleibt nicht viel Zeit und wir müssen das jetzt abhaken.“

Schmidt: „Es war schwer zu sehen“

Türkgücü-Trainer Alexander Schmidt gab folgendes Statement ab: „Wir mussten nach dem 3:1 noch zittern und das gilt es jetzt zu analysieren. Die beiden Eigentore waren ärgerlich. Ganz zufrieden bin ich nicht, trotz des Sieges. Die Szene zum Handelfmeter habe ich mir noch ein paar Mal angeschaut, doch man kann es nicht wirklich sehen. Er dreht sich weg und ob es der Unterarm war oder der Rücken war schwer zu sehen.“

Vom Flughafen direkt auf den Trainingsplatz

Für den VfB geht es dieses Mal per Flieger zurück an die Trave und nicht mit dem Bus, wie die vergangenen beiden Male aus München (bei Unterhaching und 1860). Direkt vom Flughafen geht es auf den Trainingsplatz, denn am Sonnabend feiert der Trainer seinen 45. Geburtstag – am liebsten wohl mit einem Sieg gegen Hallescher FC auf der Lohmühle. Dafür muss der Frust aus nur zwei Punkten aus sechs Begegnungen schnell rausgearbeitet werden.