Nach Eichholzer Sportwoche: Kreisligisten ziehen Fazit

Trainer blicken auf Turnierauftritte und Neuzugänge

Der TSV Schlutup und Eichholzer SV II trafen sich im Finale der Eichholzer Sportwoche. Nun zogen die Trainer auf beiden Seiten ein erstes Fazit. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – In der vergangenen Woche fand an der Guerickestraße die Eichholzer Sportwoche statt. Bereits zum dritten Mal fanden auf dem Rasen- und Kunstrasenplatz zwei Turniere parallel statt. Mit dabei waren auch zwei Teams, die in der künftigen Saison in der Kreisliga Südost an den Start gehen werden und bereits in der abgelaufenen Saison Tabellennachbarn waren. HL-SPORTS blickt auf den Beginn der Vorbereitung des Eichholzer SV II und des TSV Schlutup.

Eichholzer SV II zeigt zwei Gesichter

Der Eichholzer SV II startete bereits am 18. Juni, sodass nun bereits die dritte Woche der Saisonvorbereitung ansteht. Seitdem absolvierte man auf dem heimischen Kunstrasen einige Trainingseinheiten mit und ohne Ball. Zudem stand in der abgelaufenen Woche das Vorbereitungsturnier im Rahmen der Eichholzer Sportwoche an, wo man zweimal über 90 Minuten testete. Dabei legte die Mannschaft von Stephan Lindhoff zwei ganz verschiedene Auftritte hin. Am Donnerstag bot man einen sehr enttäuschenden Auftritt gegen den Absteiger VfL Vorwerk. Zwar wurde spät gewonnen, doch es lief wenig so, wie man es sich vorgestellt hatte. Mit Ball war man zu oft unsauber, gegen den Ball nicht energisch genug in den Zweikämpfen, wie beim zwischenzeitlichen Ausgleich der Vorwerker, als der Torschütze gleich vier Gegenspieler aussteigen ließ. Es gab eine Menge für das Trainerteam zu analysieren und einige Stellschrauben, an denen man drehen musste.

Gegen den TSV Schlutup zeigte man ein anderes Gesicht. Eichholz war viel mehr im Spiel, die Intensität wesentlich höher und im Spiel nach vorne war man wesentlich präziser, trotz weniger Torchancen in der ersten Hälfte. Defensiv scheute man nun keinen Zweikampf. Vor allem Neuzugang Nico Hoffmann, der als Innenverteidiger neben Jan Senkbeil agierte, war voll und ganz da und entschied nahezu jedes Duell für sich. Im zweiten Durchgang bespielte man die Räume, die Schlutup ihnen ließ, sehr gut, sodass man deutlich zwingender wurde. Die Chancen häuften sich und dadurch auch die Tore. Hinten gab es in den zweiten 45 Minuten kaum nennenswerte Offensivaktionen der Schlutuper, mit Ausnahme des Foulelfmeters, der per Nachschuss reinging. Das 5:1 für Eichholz war daher leistungsgerecht und ein Ausrufezeichen an die Liga.

funck @ Nach Eichholzer Sportwoche: Kreisligisten ziehen Fazit
Co-Trainer Dustin Funck sprach mit HL-SPORTS über die bisherige Vorbereitung. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Dustin Funck, der seit dieser Saison als Co-Trainer von Stephan Lindhoff agiert, zog im Gespräch mit HL-SPORTS ein Fazit zu den beiden Auftritten bei der Sportwoche: „Am Donnerstag das erste Spiel, wir sind alle heiß gewesen, war wirklich unterirdisch. Erste Hälfte unterirdisch, zweite genauso. Da musste am Samstag eine Leistungssteigerung her. Ich denke, die Jungs haben es definitiv besser gemacht. Natürlich gibt es noch ein paar Absprachen und Laufwege, die noch nicht ganz stimmen. Auch ein paar Neuzugänge sind da, wo es noch nicht alles so perfekt passt, aber wir haben es gut gemacht und gegen Schlutup verdient gewonnen. Natürlich haben wir noch viel Arbeit, die wir vor uns haben, aber ich denke, die Jungs wissen, woran sie und wir arbeiten müssen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die nächsten Wochen.“

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In beiden Spielen mit dabei waren auch einige Neuzugänge. Zum ersten Eindruck der Neuen sagt Funck: „Wir haben jetzt noch nicht so viel von den Neuen gesehen. Tim (Blociszeski) war jetzt nur am Donnerstag da, hat ein Spiel gut gemacht, auch wenn es insgesamt sehr unglücklich war. Fischo (Marcel Stellbrinck), merkt man, ist ein Leitwolf, den wir definitiv auch nochmal benötigen. Nico Hoffmann, unser Terrier, hat ein ‚Bombenspiel‘ am Samstag gemacht neben Senke in der Innenverteidigung. Paul (Hellberg) ist jetzt leider noch verletzt, kommt noch, aber von dem bin ich auch absolut überzeugt und mit Tom Meier bin ich sowieso zufrieden. Der kommt aus der Ersten, den kenne ich seit Jahren und hat dort immer gute Spiele gemacht.“

TSV Schlutup: Neuer Trainer zieht erstes Fazit

Der TSV Schlutup hatte in diesem Sommer einen kleinen Umbruch zu verkraften, denn einige Spieler verließen den Verein oder zog es in die Altherren. Dafür kam der ein oder andere Neuzugang dazu, die im Rahmen der Eichholzer Sportwoche erste praktische Erfahrungen im Trikot des Kreisligisten sammeln durften. Am Dienstagabend traf Schlutup auf Absteiger Groß Grönau II, wo man mit einem 6:0-Sieg keine Zweifel am Finaleinzug aufkommen ließ. Es war das erste Spiel für Cheftrainer Robertino Borja, der für Interimscoach Christian Clasen übernahm. Vor allem in der Offensive musste man am Palinger Weg schmerzliche Abgänge hinnehmen, denn Alexander Lage war als Kapitän und Zielspieler nicht nur mit seinen vielen Toren ein enorm wichtiger Spieler. Ihn zog es nach Ratzeburg und mit Mert Büyükdemir fehlte am Dienstag auch der zweite Torjäger. Daher lag die Hoffnung auf Lars Steinhauer und Bünyamin Celik, die die Offensive beleben sollten. Letzterer kam neu von der SG Reinfeld/Kronsforde, spielte in den vergangenen Monaten verletzungsbedingt jedoch kaum. Er gilt, wenn er bei einhundert Prozent ist, als Ersatz für Lage. Im ersten Durchgang mühte man sich offensiv und traf nur einmal. Erst nach dem Seitenwechsel, als durchgewechselt wurde, schraubte Schlutup das Ergebnis in die Höhe. Dies lag vor allem an Neuzugang Mehmet Sütlü, der aus Vorwerk kam und mit einem Dreierpack glänzte. Zum Auftritt gegen die Eintracht sagte der neue Coach des Kreisligisten gegenüber HL-SPORTS: „Der erste Eindruck ist positiv. Das Spiel am Dienstag gegen Groß Grönau, da konnten wir schon ein bisschen zeigen, was wir uns diese Saison vorgenommen haben. Da lief der Ball schon ganz gut, für die vorher drei Trainingseinheiten, die wir gehabt haben. Wir hätten in der ersten Halbzeit dort das ein oder andere Tor mehr machen können, aber das war in Ordnung.“

borja @ Nach Eichholzer Sportwoche: Kreisligisten ziehen Fazit
Schlutup-Coach Robertino Borja. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Am Finaltag sah es etwas anders aus. Personell war der Kader deutlich dünner, sodass der ein oder andere Spieler nicht zur Verfügung stand. Stattdessen war Mert Büyükdemir wieder mit dabei, der wenig überraschend in der Startelf stand. In dieser setzte Borja auf Sütlü als rechten Flügelspieler. Büyükdemir agierte eine Position hinter Celik, der ganz vorne als einzige echte Spitze spielte. Defensiv machte man im ersten Durchgang eine wirklich gute Partie. Man machte die Räume ziemlich eng, ließ den spielbestimmenden Gegner zu kaum klaren Torchancen kommen. Nur ein Distanzschuss führte zum einzigen Gegentreffer vor der Pause. Selbst kam man zu guten Gelegenheiten, die allerdings ungenutzt blieben. Nach dem Seitenwechsel war es ein ganz anderes Bild. Die fehlenden Optionen von der Bank machten sich bemerkbar und man war längst nicht mehr so kompakt gegen den Ball wie in den ersten 45 Minuten. Dies hatte zur Folge, dass die Räume für Eichholz größer wurden und sich die Chancen häuften. Am Ende gab es eine deutliche 1:5-Niederlage, wobei man bei einigen Gegentoren durchaus mithalf, indem man keine gute Figur machte. Nach vorne gab es wenig Gelegenheiten, denn Eichholz ließ nichts zu, auch weil Schlutup zu ungenau agierte. Der Trainer sagte über den Auftritt gegen den Ligakonkurrenten: „Am Samstag waren wir personell gebeutelt. Deswegen konnten wir auch nicht richtig reagieren. Wir haben einiges probiert. Hinten sollen sie vernünftig rausspielen, da haben wir drei Dinger, die wir uns selber eingeschenkt haben. In der ersten Halbzeit musst du selbst 2:0 führen. Da bekommst du dann den Ball von Dominik Rudnik rein. Ich fand, das Spiel war dort schon ausgeglichen, aber wir haben die besseren Torchancen gehabt. Wichtig ist, dass die Jungs arbeiten und dann schauen wir mal, in welche Richtung es geht.“

Neuzugänge waren mit Mehmet Sütlü und Bünyamin Celik in beiden Turnierspielen mit dabei. Sütlü machte dabei mit seinem Dreierpack im ersten Spiel auf sich aufmerksam. Celik agierte insgesamt noch unauffällig, ließ jedoch vereinzelt aufblitzen, dass er durchaus eine Verstärkung sein kann. Trainer Borja sagte über die Neuen: „Die Neuzugänge habe ich sehr positiv gesehen. Mehmet Sütlü war heute (Samstag) nur da, dann hatten wir noch einen Testspieler da. Aber Mehmet hat am Dienstag schon drei Tore gemacht, jetzt auf der rechten Seite auch gut unterwegs gewesen. Bünyamin merkt man noch etwas an, dass er lange raus war. Er war zwei, drei Monate raus, aber man sieht auch, dass er Fußball spielen kann und wenn er hundertprozentig fit wird, dann bin ich bei ihm auch positiver Dinge.“

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