Nach glücklosem Start: Fortuna St. Jürgen legt starken Endspurt hin

Durchwachsenes Fazit

Der SV Fortua St. Jürgen hat sich nach schwachem Start stabilisiert. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Beim SV Fortuna St. Jürgen aus der Kreisliga Südost gab es im Sommer einige Neuzugänge. Mit Moritz Rohde wurde ein verlässlicher Keeper vom TSV Eintracht Groß Grönau geholt. Ihm folgten die drei Brüder Moritz, Malte und Anton Mitterhuber. Es sind vier externe Neuzugänge, die den Kader erweiterten, hinzu kamen einige junge Spieler aus der eigenen Jugend. Der Kader wurde also breiter und die Sommervorbereitung lief gut.

Spielerisch gut, doch Punkte bleiben aus

Man zeigte gute Testspielauftritte und es schien, als wäre der Kreisligist bereit für die neue Saison. Vor dem Ligastart stand eine schwierige Aufgabe im Kreispokal gegen den Titelverteidiger SV Azadi Lübeck an, und dieses Spiel sollte symbolisch für die ersten Wochen der neuen Saison stehen. Der Auftritt war sehr positiv, man hielt über weite Strecken mehr als nur mit, doch stand am Ende dennoch mit leeren Händen da. Ein Elfmeter wurde vergeben und insgesamt machte man viel zu wenig aus guten Chancen. Dieses Problem sollte sich durch das erste Saisondrittel ziehen. Zur Folge hatte es, dass man sich tabellarisch lange Zeit knapp über dem Strich einordnete. Es gab zu wenige Siege, dabei stimmte die Leistung oft. Personelle Probleme machten die Situation nicht einfacher für das Duo aus Andre Meese und Nikolay Frech.

Starker Endspurt

Der Knoten platzte mit der Zeit allerdings, und man entwickelte sich zu einer unbequemen Mannschaft. Auf dem Rasenplatz am Kalkbrenner hatten viele Vereine große Probleme, gegen einen körperlich robusten Gegner zu spielen. Umschaltmomente waren das Mittel, um mehr Tore zu erzielen, denn vor allem Dominik Schaarschmidt blühte auf. Paul Grewecke, der in der Vorsaison die Torgarantie war, tat sich oft schwer, doch zeigte vor allem im Endspurt, welche Qualität er besitzt. Nur zwei Niederlagen aus acht Spielen zum Jahresende lassen St. Jürgen auf dem elften Platz überwintern. Nikolay Frech sagte zur Hinserie: „Unser Fazit fällt durchwachsen aus, wir sind spielerisch vernünftig in die Saison gestartet, machen jedoch zu wenig daraus und verlieren die meisten Spiele knapp. Bis zum Spiel gegen Viktoria Anfang Oktober hatten wir große Probleme, eine Elf zu finden, da wir eine starke Erkältungs- und Verletzungswelle hatten. Logischerweise können wir bis zu diesem Zeitpunkt mit der Ausbeute an Punkten absolut nicht zufrieden sein. Ab dem Viktoria-Spiel konnten wir dann endlich eine Achse bauen, da uns fast jedes Wochenende der gleiche Kader zur Verfügung stand. Aus den letzten acht Spielen des Jahres holen wir 16 Punkte, womit wir mit einem guten Gefühl in den Jahreswechsel gehen.“

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VfB Lübeck
Co-Trainer Nikolay Frech und im Hintergrund Cheftrainer Andre Meese. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Junge Spieler in den Herrenbereich integriert

Frech setzte fort: „Wir wollen logischerweise da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Positiv ist zu erwähnen, dass wir egal wie die Spiele am Wochenende liefen, einen vollen Trainingskader hatten. Die Moral der Mannschaft sucht wirklich ihresgleichen und die Siege schmecken natürlich doppelt so gut, wenn man gemeinsam eine schlechte Phase überwunden hat. Herausheben wollen wir keinen einzelnen Spieler. Wir konnten einige junge Spieler weiter in den Herrenbereich integrieren, was uns persönlich sehr wichtig ist. Zudem haben sich alle Neuzugänge nach dem großen Umbruch im Sommer prima integriert und konnten uns sportlich weiterhelfen.“

Zwei schwere Verluste

Zur Vorbereitung und zum Personal sagte der Co-Trainer: „Wir starten am 20.1. in die Vorbereitung und schaffen dann wie jede Vorbereitung eine gute Grundlagenausdauer, die uns schon in einigen Spielen geholfen hat. Auf Hallenturniere verzichten wir dieses Jahr und testen gegen den TSV Nusse sowie die Reserveteams von Schönberg und Ratzeburg. Aktuell haben wir keine Neuzugänge zu vermelden, hier könnte jedoch noch etwas passieren. Einige Akteure kommen aus Verletzungen zurück und verstärken uns zur Rückrunde, sodass wir wieder auf einen breiten Kader zurückgreifen können. Uns verlassen hat Benjamin Günther-Schriewer, der aus familiären Gründen den Aufwand nicht mehr schafft. Zudem wird uns Malte Mitterhuber aufgrund einer schweren Verletzung nicht mehr zur Verfügung stehen. Das sind zwei sehr schwere Verluste, die uns sportlich sowie menschlich sehr fehlen werden.“

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