Seth – Die Einstufung vor der Spielzeit in die Staffel Süd der Verbandsliga hat der SG Oering-Seth kein Glück gebracht. Nach der abgelaufenen Saison heißt es, nach insgesamt vier Jahren Verbandsliga-Zugehörigkeit, wieder den Gang in die Kreisliga anzutreten. Auch wenn der letzte Spieltag noch einmal ein Erfolgserlebnis brachte, landete die SG am Ende auf dem letzten Tabellenplatz. Nach dem 4. Spieltag ging es stetig bergab und ab dem 16. Spieltag stand die Mannschaft am Tabellenende, das auch nicht mehr verlassen werden konnte.

Das Fazit

Trainer Harjas Ahluwalia zog das Fazit: „Für mich unterscheide ich hier in zwei Punkte. Die ergebnisorientierte Saison verlief absolut enttäuschend. Wir haben es zu selten geschafft unser Potenzial auszuschöpfen, müssen uns aber auch eingestehen, dass es in dieser Saison für die Verbandsliga auch einfach zu wenig war. In den wichtigen Topspielen war sicherlich der Kopf ein großer Faktor. Wenn wir zum Siegen verdammt waren, konnten wir mental nicht hochfahren. In Spielen, die einseitig auf dem Papier erscheinen, spielen wir allerdings überragend.
Der zweite Faktor ist für mich die Entwicklung in der Rückrunde. Wir konnten die Mannschaft sportlich weiterentwickeln und vor allem die Lust und Leidenschaft zurückbringen. Die Mannschaft ist trotz Ergebniskrise und Abstieg näher zusammengerückt. Wir konnten den Schnitt der Gegentore senken und den Punkteschnitt auf die Spiele gerechnet leicht erhöhen. Nur leider nicht in der Summe, in der wir es uns erhofft haben. Was mich persönlich sehr freut ist, dass die Mannschaft in sehr großen Teilen zusammenbleibt und wir den einen oder anderen Spieler mit unserer Art und Idee überzeugen konnten weiterzumachen. Auch unsere erfahrenen Spieler, die ungemein wichtig sind, haben sich entschieden zu verlängern, gepaart mit unseren jungen Potenzial-Spielern eine vielversprechende Mischung. Zusammenfassend hat eine Entwicklung stattgefunden, nicht so schnell wie erhofft, aber doch deutlich erkennbar. Am Ende bleibt der Abstieg und, auch so ehrlich muss man sein, zurecht.“

Die Entwicklung

Ahluwalia über die Entwicklung: „Der Teamzusammenhalt auf und neben dem Platz ist super. Die Jungs haben Bock, neues zu lernen und dieses umzusetzen. Und genau darauf gilt es jetzt aufzubauen. Auch wenn wir die Defensive stabiler bekommen haben, weil Abläufe besser greifen, gilt es nun in die Offensive zu gehen. Die Mannschaft hat eingetrichterte Momente, die über Jahre gespielt wurden wie beispielsweise lange Bälle, reduziert und traut sich, Spiele von hinten aufzubauen. Eine tolle Entwicklung. Dieses, gepaart mit viel Offensivarbeit in der Sommervorbereitung, kann uns zu einer ausbalancierten Mannschaft machen. Diese gilt es dann erstmal zu bespielen.

Wir müssen wieder an den Punkt kommen, wo wir völlig befreit und mit Selbstbewusstsein Fussball spielen. Dieser klare Cut mit der Sommerpause wird uns gut tun. Die Köpfe frei bekommen und dann neu angreifen. Wir müssen es schaffen, Woche für Woche eine gute Trainingsbeteiligung zu erreichen, um genau diese Ziele umzusetzen. Dazu werden natürlich auch die Mannschaft, das Umfeld inklusive Trainer in die Pflicht genommen. Ausserdem muss es ein Ziel sein, häufiger auf eine ähnliche Startmannschaft setzen zu können. Dieses ist uns aus diversen Gründen in der abgelaufenen Saison nicht gelungen. Es muss der Anspruch jedes Spielers sein, uns im Trainerteam zu challengen und sich für eine Stammelf aufzudrängen. Wir fordern den Konkurrenzkampf und stellen uns dann auch den Gesprächen mit den Spielern. Von Tag eins an wird jeder sich wieder zeigen können.“

Die Vorbereitung

Ahluwalia zur Vorbereitung: „Am 16. Juni geht die Vorbereitung bei uns langsam mit einem Laufplan los, bevor es am 23. Juni dann in Präsenz startet. Wir werden viel Wert auf Fitness legen (im Winter hat sich auch hier gezeigt, dass es der Mannschaft gut tut und diese überragend mitzieht), unser Offensivspiel fördern und fordern, ohne die Defensive zu vernachlässigen und an Standards arbeiten.“

Veränderungen im Kader

Ahluwalia über Zu- und Abgänge: „Mit Niklas Blöß (Auszeit) und Timo Ochota (Vereinswechsel) verlassen uns zwei Spieler. Simon Paetow (TSV Nahe) wird neu in die Mannschaft kommen. Desweiteren werden wir im Herrenbereich gemeinsam starten und somit den einen oder anderen vereinsinternen Wechsel dabei haben.“

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