Lübeck – Das wird eine ganz große Nummer an der Travemünder Allee. Der 1. FC Phönix Lübeck stellt sich noch breiter auf und investiert neben der Mannschaft auch in die Infrastruktur und das Personal.

Phönix investiert

Bei einer Pressekonferenz präsentierte der zukünftige Geschäftsführer der geplanten Liga-GmbH, Frank Salomon, am Montag nicht nur Neuzugang Fabian Graudenz (zuletzt Weiche Flensburg) sondern mit Danny Cornelius auch einen neuen Co-Trainer und im Organisationsbereich Rene Thiehoff. Dazu kam der Ausblick auf den geplanten Stadionumbau.

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Michelle Strümpell (Marketing), Danny Cornelius (Co-Trainer), Thomas Laudi (Vorsitzender), Rene Thiehoff (Strategie), Frank Salomon (Sportdirektor), Daniel Safadi (Cheftrainer) und Fabian Graudenz (Neuzugang). Foto: Lobeca

Salomon tritt „zurück“

Salomon, der vom Posten des Co-Trainers zurücktritt, sagte dazu: „Nach über 20 Jahren als Trainer werde ich die Position räumen. Nicht, weil es mir keinen Spaß mehr macht, sondern weil die Umstände in der Regionalliga es ein Stückweit erfordern, dass der Verein sich gut aufstellt. Hier ist auch eine Liga-GmbH in den nächsten Wochen und Monaten in Planung, wo ich die Geschäftsführung übernehmen werde. Meine Aufgabe als Sportdirektor werde ich allerdings weiterhin ausfüllen.“  

So geht der 1. FC Phönix Lübeck in die Saison 2021/2022: Frank Salomon (Sportdirektor), Danny Cornelius (Co-Trainer) und Daniel Safadi (Cheftrainer). Foto: Lobeca

Cornelius wird Co-Trainer

Eine wichtige Personalie des Tages wurde mit Danny Cornelius verkündet. Der 36-Jährige wird neben dem alleinigen Chefcoach Daniel Safadi für „mehr Mentalität“ in der Mannschaft sorgen. Mit seiner Erfahrung aus der Regionalliga (VfB Lübeck, FC Schönberg 95, Wuppertaler SV und FC Oberneuland Bremen) soll er der Mannschaft die nötigen Punkte herauskitzeln, in denen sie „bisher zu lieb waren“. „Danny bringt die Qualifikation als Trainer, Fitnesstrainer und Video-Analyst mit und war auf dem Platz ein guter und streitbarer Fußballer“, so der Sportdirektor über seinen „Nachfolger“. 16 bis 17 Spieler aus der aktuellen Saison bleiben den „Adlerträgern“ erhalten.

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Graudenz kommt an den „Flugplatz“

Auf dem Platz wird zukünftig Fabian Graudenz wirbeln. Alemannia Aachen, FSV Frankfurt, Energie Cottbus und bis zum vergangenen Sommer Weiche Flensburg zählen zu seinen Stationen, die mit 32 Drittliga- und 170 Regionalligaeinsätzen für noch mehr Qualität im Mittelfeld versprechen. Groß wurde der 29-Jährige beim Hamburger SV.

Stratege mit Profi-Einblick

Zudem hat die Phönix-Familie ein weiteres neues Gesicht in ihrer Mitte, wenn auch nicht auf dem Platz, dafür im wichtigen Strategie- und Sponsorenbereich. Rene Thiehoff (23) schloss sein Studium für Sportmanagement mit einer Note von 1,3 in Salzgitter ab und arbeitet bereits seit dem 1. Mai für den 1. FC Phönix Lübeck. Trotz seines jungen Alters durfte er schon beim VfL Bochum und MSV Duisburg ins Profigeschäft reinschnuppern. Salomon: „Er wird uns bei den theoretischen Dingen, die sein Hochschulstudium mitbringen, auf den neuesten Stand bringen.“ Bis zum Saisonstart wird es eine Business-App für alle Phönix-Partner geben. Dazu soll noch ein Technischer Leiter ins Team um das Team stoßen. Scouting, Kaderplane, Talentförderung und andere Dinge, die zur Weiterentwicklung der Trainings- und Spielphilosophie wichtig sind, gehören dann zu dessen Aufgabe. „Wir sind noch mit einigen Kandidaten im engen Austausch. Zum Saisonstart wird diese Person mit an Bord sein“, so Salomon, der den Club auf dem neben dem Spielfeld gut aufgestellt sieht.

Thomas Laudi (Vorsitzender beim 1. FC Phönix) hofft auf schnelle Antwort aus dem Rathaus. Foto: Lobeca

Das „neue“ Stadion

Das erste Jahr in der Regionalliga durften die Phönixer nicht in ihrem eigenen Stadion an der Travemünder Allee spielen. „Wir haben keine Heimatspielstätte und auch das mit dem Buniamshof ist nicht immer einfach“, erklärt Salomon und meint: „Wir sind ganz dicht dran unsere Heimspielstätte zurückzubekommen.“ Vereinsvorsitzender Thomas Laudi, der schon einige Jahre einen Umbau präzisiert, sagte dazu: „Wir haben vor einem Dreivierteljahr eine Bauvoranfrage gestellt und jetzt noch zwei Baustellen. Die Gespräche mit der Politik sind konstruktiv gelaufen.“ Zwei Gutachten müssen erstellt werden, doch bei den Phönixern ist man guter Dinge, dass das Laufen wird. Das „Gesicht“ der Tribüne soll im Bestand bleiben, wird Logen und für rund 500 Zuschauer Sitzplätze bieten. Auch in den anderen Stadionbereichen wird modernisiert. Insgesamt soll das Stadion „Flugplatz“ nach dem Stadionumbau Platz für etwa 5.000 Zuschauer bieten. Die Investitionssumme beträgt grob zwischen 750.000 Euro und 1 Million Euro. Möglich, dass schon in einem halben Jahr die Bagger anrollen. Dazu müsste man vom Rathaus einen schnellen Rückpass erhalten. „Wir waren noch nie so nah dran wie jetzt“, ist Salomon zuversichtlich.

So sieht das Stadion „Flugplatz“ des 1. FC Phönix Lübeck derzeit noch aus. Foto: sr

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