Pyro vor dem Spiel. Foto: rk
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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Neuer Spitzenreiter der 2. Bundesliga ist der Hamburger SV nach einem 2:0 (0:0)-Sieg über den Karlsruher SC am Sonnabend vor knapp 50.000 Fans im Volkspark. Zweifacher Torschütze: Lukas Hinterseer.

Vor de Partie kam es zu einer Deutschland-Premiere. Zehn Rauchtöpfe wurde nach Genehmigung durch Behörden und Verband Vor der Nordtribüne gezündet. Die Fans nahmen es positiv auf und die Stimmung war bestens.
Die Gastgeber traten zum dritten Mal nacheinander mit der gleichen Startelf auf. Der KSC tauschte auf vier Positionen. Unter anderem stand Uphoff für Gersbeck wieder im Tor.

Lattentreffer zu Beginn

Die erste interessante Szene der Begegnung gab es nach neun Minuten, als Kittel und Leibold über links das Leder in die Mitte brachten. Dort verpasste Hinterseer und Dudziak kam in Rückenlage und verfehlte den Kasten deutlich. Eine Minute später traf Schaub erst die Latte und scheiterte im Nachschuss nochmal an Uphoff. In der 20. Minute tauchte Lorenz nach Pass von Hofmann vor Heuer Fernandes auf, der den Winkel verkürzte und so die Karlsruher Führung verhinderte. Fünf Minuten später spielten Leibold und Fein Doppelpass im Gäste-Strafraum. Der Abschluss ging knapp drüber. Kurz danach köpfte Beyer (29.) frei vorbei. Der HSV schnürte die Badener mehr und mehr in ihrem 16er ein. Kurzer Schockmoment bei den Rothosen, als Fein und Wanitzek mit den Köpfen zusammen rasselten. Beide konnten nach einer Behandlungspause weiter. Hamburgs Keeper Heuer Fernandes parierte danach einen Lorenz-Kopfball (37.).

Kittel mit der größten Chance

Die größte Chance verpasste Kittel (42.), als Letschert ihn acht Meter vor dem gegnerischen Gehäuse anspielte. Der beste HSV-Torschütze scheiterte an Uphoff. Auf der anderen Seite brannte es auf einmal lichterloh, als der Tabellenvorletzte am Fünfmeterraum auftauchte. Mit vereinten Kräften bereinigte Hamburgs Abwehr die Situation. Zur Pause blieb es torlos.

Fein verletzt raus

Ohne Wechsel ging es für beide Teams weiter. Karlsruhe war mutig und Hamburg hatte die Probleme, die Trainer Hecking vor der Begegnung ansprach. Ein Selbstgänger war es bisher nicht, auch wenn die Hausherren teilweise dominierten. Für Fein ging es nach seinem Zusammenprall aus der ersten Hälfte nicht mehr weiter. Jung kam ins Spiel. Der HSV wollte, versuchte es nun aus der Ferne als Schaub auf Hinterseer (55,) ablegte. Uphoff parierte zur Ecke, die nichts einbrachte. Viel passierte in den nächsten Minuten nicht, es plätscherte dahin.

Blackout erweckt den Volkspark

Als man sich langsam auf ein 0:0 einstellen wollte, weckte Lorenz alle auf. Der auffälligste Karlsruher sorgte mit einem Blackout für die HSV-Führung. Er schlug eine Kerze am eigenen Fünfmeterraum und Hinterseer (67.) bedankte sich mit Köpfen zum 1:0. Vier Minuten später traf Schaub nochmal die Latte und Hinterseer verstolperte den Nachschuss. Im weiteren Verlauf war es nun wieder spannender. Der KSC versuchte nun auf Ausgleich zu spielen, die Hamburger suchten die Entscheidung. Dabei waren sie jedoch zu langsam in ihren Offensivaktionen. Einmal ging es dann doch schnell. Jatta setzte sich durch und spielte in die Mitte, wo Hinterseer (81.) das Leder über die Linie drückte. Damit war die Messe gelesen und der HSV übernahm für mindestens 24 Stunden die Tabellenführung in Liga zwei.

Statistik: 
Hamburger SV – Karlsruher SC 2:0 (0:0)
Tore: 1:0 Hinterseer (67.), 2:0 Hinterseer (81.)
Zuschauer: 49.581
Hamburg: Heuer Fernandes, van Drongelen, Dudziak (73. Hunt), Kittel, Beyer, Hinterseer, Jatta, Schaub (82. Kinsombi), Leibold, Letschert, Fein (53. Jung)
Karlsruhe: Uphoff, Camoglu (75. Ben-Hatira), Pisot, Lorenz (80. Djuricin), Stiefler, Wanitzek, Groiß, Kobald, Carlson, Gondorf, Hofmann (68. Gueye)

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