VfB Lübeck jubelt. Foto: Lobeca/Raasch

Lübeck – Das Präsidium des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV) hat nach Informationen von HL-SPORTS einen Beschluss gefasst, zum außerordentlichen Verbandstag einen Antrag einzubringen, die Regionalliga Nord mit der Quotientenrechnung abzuschließen. Dabei gibt es keine Absteiger und der VfB Lübeck steigt in die 3. Liga auf. Das muss nur noch auf dem Verbandstag im Juni abgesegnet werden. Die neue Regionalliga Nord wird dann mit 22 Mannschaften starten.

Update und offizielle Bestätigung des NFV:

Das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) hat sich in seiner heutigen Videokonferenz mit den Meinungsbildern der Vereine und den verschiedenen Szenarien des Saisonabbruchs beschäftigt. Einstimmig wurde dabei beschlossen, in fünf Regionalligen Nord die laufende Spielzeit 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie abzubrechen. Ein entsprechender Antrag wird dem Außerordentlichen NFV-Verbandstag Ende Juni vorgelegt.

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Saison wird abgebrochen

Das NFV-Präsidium schloss sich bei dieser Entscheidung dem einheitlichen Meinungsbild der Vereine aller Regionalligen an und ließ in seiner Abstimmung alle vorher angedachten Modelle wie „Geisterspiele“ und eine Verlängerung der Saison außen vor.

Keine Absteiger

Ebenfalls wurde einstimmig beschlossen, dass die Saison 2019/2020 in allen Ligen ohne Absteiger beendet wird. Das bedeutet, dass keine Mannschaft aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Spielzeit in die Ligen der vier norddeutschen Landesverbände absteigen muss. Ferner wurde einvernehmlich abgestimmt, die aufstiegsberechtigten Mannschaften, die auch für die jeweils nächsthöhere Spielklasse eine Meldung abgegeben haben, aufsteigen zu lassen.

VfB Lübeck steigt auf – kein Entscheidungsspiel gegen VfL Wolfsburg II

Konkret bedeutet dies für die Regionalliga Nord der Herren, dass die Tabelle nach Quotienten- Regelung mit Stichtag 12. März 2020 (Aussetzung des Spielbetriebes) Geltung erfahren soll. Damit votiert das NFV-Präsidium einstimmig dafür, dass der VfB Lübeck als Aufsteiger in die 3. Liga gilt. Eine Relegationsrunde zwischen dem Zweitplatzierten VfL Wolfsburg und dem VfB Lübeck, wie von einigen Vereinen vorgeschlagen, lehnt das NFV-Präsidium ab. „Der VfB Lübeck ist in allen Konstellationen der Tabelle an der Spitze, daher das klare Votum für den Aufstieg des VfB Lübeck,“ äußerte sich NFV-Präsident Günter Distelrath nach der Videokonferenz.

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Keine Absteiger

Darüber hinaus beschloss das NFV-Präsidium einstimmig, aus den gegebenen Umständen auf eine Aufstiegsrunde in die Regionalliga Nord der Herren zu verzichten und fünf direkte Aufsteiger aus den Oberligen der vier norddeutschen Landesverbände (Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein sowie zwei Vereine aus Niedersachsen) für die Spielzeit 2020/2021 zuzulassen. Voraussetzung dafür ist, dass ein bewilligter Antrag auf Zulassung vorliegt.

22 Mannschaften in der kommenden Saison – mit 1. FC Phönix Lübeck

Der NFV-Spielausschuss berät in den kommenden Wochen über die Durchführung der Liga in der Spielzeit 2020/2021 mit einer Stärke von dann 22 Mannschaften und wird verschiedene Modelle (angelehnt an die Verfügungslagen der Länder/des Bundes und dem damit verbundenen prognostizierten Beginn der Saison) den Vereinen zur Diskussion vorlegen. Das bedeutet, dass der 1. FC Phönix Lübeck seinen Aufstieg in die 4. Liga feiern darf.

Verbandstag muss noch zustimmen

Die vom NFV-Präsidium verabschiedeten Beschlüsse werden nun als Anträge den Delegierten und Mitgliedern zu einem Außerordentlichen NFV-Verbandstag im Juni zur Abstimmung vorgestellt. Eine Zustimmung gilt allerdings als ziemlich sicher. Hintergrund dazu ist die gleiche Verfahrensweise in den Landesverbänden des Nordens.