Noch ein Schritt zur Meisterschaft – Legt Gudow nach?

Topspiel in Schlutup

Der TSV Gudow möchte gegen den SV Azadi Lübeck II den nächsten Heimsieg einfahren. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Am 27. Spieltag in der Kreisliga Südost könnte es zur ersten Entscheidung kommen. Die SG Reinfeld/Kronsforde könnte sich zum Meister krönen, es benötigt nur einen Auswärtssieg bei Lübeck 1876. Dahinter soll es spannend werden, denn während Pansdorf II es mit einer starken Kücknitzer Mannschaft zu tun hat, treffen Schlutup und Eichholz II im direkten Duell aufeinander. Im Tabellenkeller möchte der VfL Vorwerk an der Leistung aus dem Azadi-Spiel anknüpfen und nun endlich den ersten Dreier auf fremdem Platz in dieser Saison einfahren. Für den TSV Gudow soll es gegen den zuletzt formschwachen TSV Gudow einen weiteren Dreier geben. Zudem kommt es noch zu einigen weiteren spannenden Duellen.

Lübeck 1876 – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 14 Uhr)

Am Sonnabend könnte die erste Entscheidung in dieser Saison fallen. Mit 72 Punkten aus 26 Spielen und einem Schnitt von 2,98 pro Spiel führt die SG Reinfeld/Kronsforde die Kreisliga Südost an. Mit Ausnahme von zwei Spielen, in denen man sich geschlagen geben musste, sind die Stormarner der absolute Ligaprimus. 24 Siege sprechen eine klare Sprache, sodass es nicht überraschend kommt, dass man am kommenden Wochenende den Meistertitel vorzeitig eintüten kann. Zehn Punkte liegt die Mannschaft von Jan Fischer vor dem ersten Verfolger Pansdorf II, doch wird am Sonnabend dreifach gepunktet, dann kann der Vorsprung in drei Spielen nicht mehr aufgeholt werden. Der erste Matchball liegt somit bereit, doch es wartet ein Team, das sicherlich einiges dagegen hat, dass Reinfeld auf seiner Sportanlage den Titel feiert. Lübeck 1876 möchte eine Saison mit Höhen und Tiefen positiv beenden. Zuletzt gab es zwei Niederlagen, eine davon war ein 2:10 gegen den Eichholzer SV II. Zuvor wurde mit dem TSV Schlutup allerdings auch eine Spitzenmannschaft geschlagen, sodass man die Mannschaft von Uwe Buchholz und Andreas Beyer nicht unterschätzen darf. Im Hinspiel war es ein 4:0-Sieg für den Primus, bei dem eine Rote Karte für die Hansestädter ihnen in die Karten spielte. Marcel Dankert war mit einem Doppelpack der Mann des Tages.

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Wir haben den Tabellenführer zu Gast. Reinfeld/Kronsforde spielt eine überragende Saison und steigt verdient in die Verbandsliga auf . Wir haben, wie es sich schon durch die Saison zieht, diverse Ausfälle zu beklagen. Aber wir werden alles geben und es Kronsforde so schwer wie möglich machen.“

Jakob Finnern (Reinfeld/Kronsforde): „Am Samstag spielen wir gegen Lübeck 1876. Dies wird ein besonderes Spiel, da brauchen wir nicht drum herum reden. Wir wollen vorzeitig Meister werden und unser Ziel ist klar. Die Mannschaft hat gut trainiert und ist hoch motiviert. Trotzdem wissen wir, dass die letzten Spiele gegen 76 immer schwer waren und wir voll fokussiert sein müssen, damit wir dieses Spiel gewinnen können. Wir sind also gewarnt und wissen, dass ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommt.“

TSV Pansdorf II – TSV Kücknitz (Sa., 16.30 Uhr)

Der TSV Pansdorf II scheint im Moment einfach unschlagbar. Seit nun 14 Spielen hat die Mannschaft vom Techauer Weg kein Spiel mehr verloren, sodass der zweite Platz in der eigenen Hand liegt. Die Aufstiegsspiele sollen erreicht werden, doch man hat vor allem mit dem TSV Schlutup einen Konkurrenten im Nacken. Bei einem Spiel mehr beträgt der Vorsprung sechs Zähler, sodass Patzer fast schon verboten sind. Zuletzt lieferten die Ostholsteiner ein hochklassiges Spiel am Pöbelberg gegen den Eichholzer SV II ab, bei dem die Elf von Steven Tion klar zeigte, warum sie die derzeit stärkste Mannschaft hinter Primus Reinfeld/Kronsforde ist. Nun gastiert der TSV Kücknitz, doch man hat ein Heimspiel auf einem fremden Platz. Zahlreiche Spiele auf der heimischen Sportanlage zwingen die Zweitvertretung zu einem Ausweichspielort, sodass in Gleschendorf gespielt wird. Dort möchte der Tabellenfünfte an der zuletzt starken Form anknüpfen. Drei Siege aus den jüngsten fünf Spielen beziehungsweise nur drei Pleiten aus den neun Spielen in 2026 zeigen, dass die Mannschaft von Mirco Groß durchaus die Qualität hat, den Tabellenzweiten zu ärgern. Im Hinspiel gewannen die Ostholsteiner mit 4:1 am Roten Hahn, wobei die Hausherren zwischenzeitlich ausgleichen konnten.

Steven Tion (Pansdorf II): „Nächster Härtetest gegen Kücknitz. Am Samstag erwartet uns ein Gegner bei unserem Heim-/Auswärtsspiel. Da vom Verband sechs Spiele an diesem Tag auf unserer Sportanlage angesetzt wurden und Kücknitz einer Verlegung auf 18 Uhr nicht zugestimmt hat, müssen wir nach Gleschendorf ausweichen. Ein großer Dank geht an die SG Scharbeutz Pönitz, die uns ihren Platz zur Verfügung stellen, vielen Dank für die Nachbarschaftshilfe. Wir haben nahezu den kompletten Kader zur Verfügung und wollen 3 Punkte einfahren.“

Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Am Samstag reisen wir zur Reserve vom TSV Pansdorf nach Gleschendorf. Uns erwartet neben Reinfeld die beständigste Mannschaft der Liga. Pansdorf spielt eine herausragende Saison. Sie stehen hinten kompakt und kombinieren gut nach vorne. Nichtsdestotrotz wollen wir etwas mitnehmen und am besten 3 Punkte. Das wird nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung funktionieren, wenn jeder sein Herz auf dem Platz lässt und jeder für jeden alles gibt. Wir freuen uns auf ein spannendes Duell mit Pansdorf und hoffen wieder auf reichlich Unterstützung unserer Fangemeinde. Auf geht’s, Kücknitzer Jungs.“

Fortuna St. Jürgen – SV Viktoria 08 (So., 13 Uhr)

Der SV Fortuna St. Jürgen und der SV Viktoria 08 werden die Saison im Tabellenmittelfeld beenden. In beide Richtungen ist der Abstand groß, daher wird es ein ruhiger Schlussspurt. Dennoch wird man nichts herschenken. Fortuna kam gut aus dem Winter, trotz schwierigem Programm. Man schlug Travemünde, holte einen Punkt gegen Eichholz II und zeigte gegen Breitenfelde/Mölln eine starke Moral, sodass nach 2:3-Rückstand durch zwei späte Tore noch 4:3 gewonnen wurde. Verloren wurde zwar zweimal gegen Reinfeld/Kronsforde innerhalb von wenigen Wochen, doch in beiden Spielen machte man es gut. Vergangenen Sonnabend brachte die Elf von Andre Meese den Primus ordentlich ins Zittern, auch wenn der Ausgleich ausblieb. Viktoria hat in dieser Saison immer wieder mit Höhen und Tiefen zu kämpfen, sodass Konstanz ein großes Manko bisher war. Zuletzt zeigte sich die Mannschaft von Timur Akgün allerdings stabil wie lange nicht. Vier Siege aus fünf Spielen sind eine gute Bilanz. Diese soll nun so bleiben, damit der aktuelle Tabellenneunte die Spielzeit vielleicht sogar noch in der ersten Tabellenhälfte beenden kann. Dazu braucht es weitere Siege, wobei das Restprogramm durchaus machbar ist. Mit dem kommenden Gegner hat man noch eine Rechnung offen, denn im Hinspiel gab es eine 0:4-Niederlage. Es war einer der Tiefpunkte der Saison.

Nikolay Frech (Fortuna): „Am Wochenende empfangen wir zu Hause den SV Viktoria. Ein Gegner, den man im Vorwege immer schwer einschätzen kann. Wir wollen aber so oder so auf uns selber schauen und die Saison mit 100 % Ehrgeiz zu Ende spielen.“

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Auswärts tun wir uns schwer und mit Fortuna haben wir einen Gastgeber, der, wenn alle da sind, Spiele auch gegen die oben in der Tabelle gewinnen kann. Ich denke, es wird eine enge Partie.“

TSV Travemünde – ATSV Stockelsdorf (So., 14 Uhr)

Die Krise des TSV Travemünde ist längst Geschichte. Nach dem schwierigen Start in die Rückrunde mit nur einem Sieg aus neun Spielen und zahlreichen personellen Ausfällen hat man diesen zuletzt wieder abschütteln können. Es gab zwei Siege, in denen der Verbandsligaabsteiger sogar zehn Treffer erzielen konnte. Die Offensive hat die Kaltschnäuzigkeit zurückgewonnen und sich für die vielen Chancen endlich belohnt. Als Tabellensiebter wird man dennoch keine Rolle im Rennen um den zweiten Platz, wo man über die nahezu komplette Hinserie dabei war, mehr spielen. Die Saison wird im Mittelfeld enden. Dennoch liegt die Top-Fünf nicht weit entfernt, sodass man mit einem guten Endspurt nochmal etwas klettern könnte. Dazu braucht es am Sonntag einen Heimsieg, doch der Gegner hat zuletzt einen erlösenden Dreier einfahren können. Mit 3:2 wurde der VfL Rethwisch bezwungen, sodass man sich mit Blick auf die Abstiegsplätze etwas Luft verschaffte. Nun geht es zum TSV Travemünde, wo man nachlegen möchte. Im Hinspiel verspielte der ATSV auf dem heimischen Sportplatz eine 2:0-Führung, sodass es am Ende nur ein 2:2-Remis gab. Diesmal wollen beide Teams sicherlich die vollen drei Punkte, sodass man gespannt sein kann, wer sich an der Ivendorfer Landstraße durchsetzt.

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Stodo ist eine spielstarke Truppe, die viele sympathische Spieler in ihren Reihen hat. Wir begrüßen auch Jan und Jörg recht herzlich in Travemünde und wollen mit einem breiten Kader den dritten Sieg in Folge einfahren.“

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Wir wollen den positiven Trend fortsetzen, haben die Woche gut gearbeitet und wollen die nächsten Punkte holen. Dennoch ist es uns bewusst, dass es keine leichte Aufgabe wird.“

SG Breitenfelde/Mölln – Eintracht Groß Grönau II (So., 15 Uhr)

Der TSV Eintracht Groß Grönau II ist die letzte verbliebene Mannschaft, die im Jahr 2026 noch ohne Sieg ist. Alle sieben Spiele wurden verloren, sodass es nicht einmal einen Punkt gab. Zuletzt verlor die Zweitvertretung mit 0:3 beim TSV Gudow, sodass ein Abstieg in die Kreisklasse A droht. Gudow und Vorwerk sitzen der Mannschaft von Alexander Wollmer direkt im Nacken, sodass dringend Punkte für die Eintracht her müssen. Am Sonntag gastiert diese am Uhlenbusch, wo die SG Breitenfelde/Mölln wartet. Die Mannschaft von Arne Riewe spielt eine gute Saison, auch wenn es immer wieder kleine Phasen gab, in denen man Punkte liegenließ. Solch eine gab es zuletzt, denn zweimal blieben die Lauenburger sieglos, verloren jeweils knapp gegen Fortuna St. Jürgen und den SV Viktoria 08. Man war jeweils nicht weit weg, doch vor allem in der vergangenen Woche auf der Falkenwiese schaffte man es nicht, über die volle Spielzeit zu performen. Nun soll es wieder drei Punkte geben. Bereits im Hinspiel setzte sich die SG mit 4:0 am Torfmoor durch, dabei war Philipp Reimann mit einem Doppelpack der Schlüsselspieler. Diesmal steht ihnen allerdings eine andere Mannschaft gegenüber, die versuchen wird, endlich die ersten Punkte einzufahren.

Arne Riewe (Breitenfelde/Mölln): „Sonntag endlich auf dem heiligen Uhlenbusch. Gegen Grönau II heißt es, gegen eine junge Truppe anzutreten, ähnlich wie unsere. Ich finde ihren Weg gut und bin gespannt, was sie am Sonntag abliefern. Wir haben das Viktoria-Spiel abgehakt und sind uns einig, dass wir gegen Grönau ein anderes Gesicht zeigen wollen.“

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Alexander Wollmer (Groß Grönau II): „Neues Spiel, neues Glück. Wir müssen eklig sein, dem Gegner auf den Sack gehen. Dann haben wir gute Chancen, endlich zum Punkterfolg zu kommen.“

TSV Schlutup – Eichholzer SV II (So., 15 Uhr)

Das Topspiel des Spieltags steigt am Sonntagnachmittag am Palinger Weg. Der TSV Schlutup empfängt dabei den Eichholzer SV II zu einem direkten Duell im oberen Tabellendrittel. Der Dritte empfängt den Vierten, daher darf man sich auf ein hochklassiges Spiel zweier Lübecker Mannschaften freuen. Bereits in der Vorwoche empfing Eichholz den Tabellenzweiten TSV Pansdorf II und lieferte dabei ein richtig gutes Spiel ab. Es war hochklassig, spannend und mitreißend und zeigte zudem, welche enorme Qualität in beiden Mannschaften steckt. Am Ende gab es ein Remis, von dem der kommende Gegner des ESV II profitierte. Schlutup verkleinerte den Abstand auf Platz zwei, sodass man bei einem Spiel weniger als Pansdorf nun nur noch bei sechs Punkten Rückstand steht. Ein Sieg am Sonntag ist für die Mannschaft von Christian Clasen fast schon Pflicht, wenn die Aufstiegsspiele noch erreicht werden sollen. Die Aufgabe wird allerdings keine einfache, denn der kommende Gegner hat in 2026 noch nicht verloren und ist nun schon seit elf Spielen ungeschlagen. Der TSV selbst hat im neuen Jahr bereits einmal verloren, doch tat sich zuletzt auch sehr schwer. Bei Schlusslicht VfL Vorwerk mühte man sich lange Zeit, sodass der Führungstreffer erst in den Schlussminuten fiel. Gegen den starken Aufsteiger wird es eine Leistungssteigerung benötigen, damit man – anders als im Hinspiel gegen die Mannschaft vom Pöbelberg – dreifach punkten kann. Damals war es ein später Ausgleich durch Maik Germann. Das Spiel war damals sehr umkämpft, was auch am Sonntag mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird.

Christian Clasen (TSV Schlutup): „Mit der Zweitvertretung vom Eichholzer SV erwartet uns ein ganz dickes Brett. Sie spielen eine sehr starke Saison, vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit macht sie so stark. Wir freuen uns auf das Spiel am Sonntag und erwarten einen heißen Tanz, bei dem wir die drei Punkte natürlich in Schlutup auf der Habenseite verbuchen wollen.“

Stephan Lindhoff (Eichholzer SV II): „Nächstes Topspiel beim Aufstiegskandidaten TSV Schlutup. Wir haben das nächste Brett vor der Brust. Nach dem überragenden Spiel gegen Pansdorf wollen wir an die Leistung anknüpfen, um weiterhin ungeschlagen zu bleiben, aber auch im Kampf um Platz 2 das Zünglein an der Waage zu sein. Das Hinspiel ist meiner Mannschaft noch gut im Kopf, sodass wir hochmotiviert ins Spiel gehen werden. Wir wissen um die Stärken von Schlutup, wissen aber auch, wo sie verwundbar sind. Leider müssen wir auf einige Spieler verzichten. Aber die Spieler, die im Kader sein werden, werden 90 Minuten für unsere Farben alles geben.“

VfL Rethwisch – VfL Vorwerk (So., 15 Uhr)

Der VfL Vorwerk beendete am Donnerstagabend die Niederlagenserie von sechs Spielen mit einem 1:1-Remis beim SV Azadi Lübeck II. Dennoch hielt sich die Freude in Grenzen beim Tabellenschlusslicht, das zu viele Chancen an diesem Abend ungenutzt ließ. Es war deutlich mehr drin, doch das Glück im Abschluss fehlte. Daher gab es nur einen Teilerfolg. Der Punkt soll nun allerdings vergoldet werden mit einem Sieg beim VfL Rethwisch. Man gastiert bei einer der heimstärksten Mannschaften der Liga, denn die Stormarner sammeln ihre Punkte größtenteils am heimischen Buchrader Weg. Die Aufgabe für die Lübecker wird also nicht einfach, zumal man selbst noch keinen einzigen Sieg in der Fremde einfahren konnte. Nun soll das Warten ein Ende finden, doch dazu braucht es deutlich mehr Konsequenz vor dem Tor und vor allem müssen die Zweikämpfe angenommen werden. Diese prägen das Spiel der Mannschaft von Malte Gerich, sodass es mit hoher Wahrscheinlichkeit ordentlich zur Sache gehen könnte. Rethwisch gewann zwei der vergangenen drei Spiele, musste sich zuletzt allerdings knapp gegen den ATSV Stockelsdorf geschlagen geben. Im Hinspiel gingen die Lübecker durch Azan Malik in der Anfangsphase in Führung, diese hielt bis in die zweite Hälfte, bevor dann allerdings der VfL Rethwisch die Partie drehte und mit 3:1 für sich entschied.

Malte Gerich (Rethwisch): „Wir freuen uns auf das Heimspiel und wollen dies natürlich maximal erfolgreich gestalten. Dafür gilt es, von der ersten bis zur letzten Minute hoch konzentriert das Spiel anzugehen. Wir müssen zielstrebig nach vorne spielen, dafür brauchen wir die Laufbereitschaft von jedem Einzelnen und die gewisse Cleverness im letzten Drittel.“

Benjamin Schramm (Vorwerk): „Wir spielen auswärts, es wird auf Rasen stattfinden und wir werden auf eine Mannschaft treffen, die unglaublich körperlich sein wird. Sie kämpfen auch wie die Löwen. Wir müssen gucken, auch mit den angeschlagenen Spielern, wen wir da mit auf das Parkett bekommen. Wenn Ömer Ünsal jetzt wirklich ausfällt, wäre das für uns schon eine Hiobsbotschaft, der macht es sehr gut. Ein, zwei sind beruflich nicht da, aber im Prinzip geht es jede Woche bei uns um das Überleben. Wir müssen jedes Spiel wie ein Endspiel annehmen und angehen, das tun wir auch. Ich sage die ganze Zeit, wir sind dran, gestern wären wir eigentlich schon dran und jetzt werden wir das mal nach Rethwisch verlagern und sind im besten Fall dann dort dran.“

TSV Gudow – SV Azadi Lübeck II (So., 15 Uhr)

Der Traum vom Klassenerhalt lebt beim TSV Gudow. Die Rückrunde läuft richtig gut und zuletzt wurde im direkten Kellerduell mit Groß Grönau II sogar ein souveräner 3:0-Sieg eingefahren. Die Mannschaft von Marcel Schaper hat sich nach einer schwachen Hinrunde mit nur einem Punkt zurückgekämpft und steht nun nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenvierzehnten. Dieser soll überholt werden, am besten schon am kommenden Sonntag. Dann ist mit dem SV Azadi Lübeck II eine Mannschaft zu Gast, die in den vergangenen Wochen völlig außer Form war. Es gab nur einen Sieg aus den vergangenen zehn Spielen, darunter jüngst ein glücklicher Punktgewinn gegen Schlusslicht VfL Vorwerk. Man überstand zahlreiche Großchancen des Gegners und fragte sich nach 90 Minuten wahrscheinlich sogar selbst, wie es zur Punkteteilung kommen konnte. Die Leistung war insbesondere im ersten Durchgang nicht ausreichend, sodass der Aufsteiger ein anderes Gesicht zeigen muss. Beim TSV Gudow wartet erneut ein Rasenplatz, was der Lübecker Zweitvertretung nicht unbedingt entgegenkommt. Man tut sich darauf sehr schwer, was die 2:4-Pleite vor zwei Wochen in Rethwisch bereits zeigte. Gudow kommt dies sicherlich entgegen, denn am Segrahner Berg fühlt man sich derzeit einfach richtig wohl. Zwei der vergangenen fünf Heimspiele wurden verloren, selbst feierte man dort die einzigen beiden Saisonsiege, sodass Azadi II sicherlich gewarnt ist.

Marcel Schaper (Gudow): „Wir wollen den Schwung aus dem Sieg gegen Grönau mitnehmen. Azadi hat genauso viele Punkte in der Rückrunde geholt wie wir, wir kommen mit viel Rückenwind, während unser Gegner wahrscheinlich mit den letzten Partien nicht ganz zufrieden ist. Im Hinspiel ist uns durch frühe Wechsel etwas die Luft ausgegangen. Dieses Mal sieht es nach einem vollen Kader aus. Wir sind bereit.“

Awar Rashid (SV Azadi Lübeck II): „Es wird schwer. Auf Rasen gegen Gudow wird kein leichtes Spiel, wir sind keine Mannschaft, die auf Rasen trainiert oder spielt, aber ein, zwei kleine Veränderungen zu Donnerstag werde ich vornehmen und dann schauen wir mal, dass das Spiel am Sonntag für uns mal wieder ein Sieg wird.“

Der 27. Spieltag

Lübeck 1876 – Reinfeld/Kronsforde (Sa., 14 Uhr)

Pansdorf II – TSV Kücknitz (16.30 Uhr)

Fortuna St.Jürgen – Viktoria 08 (So., 13 Uhr)

TSV Travemünde – ATSV Stockelsdorf (14 Uhr)

SG Breitenfelde/Mölln – Groß Grönau II (15 Uhr)

TSV Schlutup – Eichholzer SV II

VfL Rethwisch – VfL Vorwerk

TSV Gudow – SV Azadi Lübeck II

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