Nummer 5 und 6 für HSV: Großangriff auf Klassenerhalt – Sonntag „Do or die“-Heimspiel

Vor dem Jahresauftakt holt der Aufsteiger nochmal zwei Spielerinnen

HSV-Frauen-Sportchefin Saskia Breuer. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Es scheint, dass der Hamburger SV seine Transferpolitik im vergangenen Sommer etwas nachlässig gestaltete. Der Aufsteiger besserte bereits in den vergangenen Wochen nach, verpflichtete vier Spielerinnen: Lea Paulick (Tor, Eintracht Frankfurt), Gloria Sliskovic (Abwehr, Juventus Turin), Magou Doucoure (SSC Neapel) und Paulina Bartz (Mittelfeld, Bayer Leverkusen). Einen Tag vor dem wichtigen Heimspiel zum Jahresauftakt gegen den direkten Konkurrenten SGS Essen (16 Uhr, Volksparkstadion) vermeldete der Frauen-Bundesligist Nummer fünf und sechs.

Defensive mit internationaler Erfahrung verstärkt

Mit Nigar Mirzaliyeva erhält die Defensive der HSV-Frauen weitere Stabilität. Die 23-jährige Innenverteidigerin wechselt von Zenit St. Petersburg nach Hamburg. Mit dem russischen Spitzenclub wurde die aserbaidschanische Nationalspielerin 2023 und 2024 Meister und kam in der Superliga auf mehr als 40 Einsätze.

Mirzaliyeva spielt seit 2021 in der höchsten russischen Spielklasse, zunächst für Rubin Kazan, ehe sie 2022 nach St. Petersburg wechselte. Dort entwickelte sich die Rechtsfüßin zur Stammspielerin und machte mit intensivem Zweikampfverhalten und körperlicher Präsenz auf sich aufmerksam.

„Nigar ist eine sehr ehrgeizige Spielerin, die mit großer Leidenschaft auf dem Platz steht und in der Arbeit gegen den Ball keinerlei Kompromisse eingeht. Defensiv ist sie flexibel einsetzbar und bringt aus der Superliga wertvolle Spielpraxis auf hohem Niveau mit“, sagt Leiterin Saskia Breuer, die durch die aktuelle Tabellensituation unter Druck steht. „Vor allem ihre physische Präsenz und ihre ausgeprägte Mentalität haben uns überzeugt, dass sie unser Team entscheidend verstärken kann.“

Nationalspielerin mit Führungsqualitäten

Auf internationaler Ebene absolvierte die 1,72 Meter große Verteidigerin bislang 39 Länderspiele für die A-Nationalmannschaft Aserbaidschans, unter anderem in der Nations League sowie in EM- und WM-Qualifikationsrunden.

„Der HSV ist ein großer Verein mit enormer Geschichte. Für mich ist diese neue Aufgabe etwas ganz Besonderes – ich kann es kaum erwarten, im Volksparkstadion aufzulaufen und die Emotionen gemeinsam mit den Fans zu erleben. Ich bin sehr glücklich, in Hamburg zu sein“, erklärte Mirzaliyeva. Bereits am Sonnabend steigt sie gemeinsam mit Linberg ins Teamtraining ein.

Offensive bekommt norwegische Power

Neben der Defensivverstärkung verstärkt sich der HSV auch im Angriff. Camilla Linberg wechselt vom norwegischen Erstligisten Kolbotn IL nach Hamburg. Die Stürmerin begann ihre Laufbahn bei Stabaek Fotball, ehe sie 2018 zu Lyn Fotball in die erste Liga wechselte. Dort erzielte sie in 62 Pflichtspielen zwölf Tore.

2021 schloss sich Linberg Lillestroem SK Kvinner an und feierte dort ihr Champions-League-Debüt gegen den VfL Wolfsburg. Mit zwölf Treffern und ebenso vielen Vorlagen in 21 Spielen hatte sie großen Anteil an einer erfolgreichen Saison.

„Camilla bringt eine große Unbekümmertheit und Spielfreude mit, die unserem Offensivspiel neue Impulse verleihen kann. Sie ist eine Spielerin, die Verantwortung im letzten Drittel übernimmt und mit Tempo sowie Kreativität Akzente setzt“, so Breuer. „Ihre Energie auf dem Platz, ihr Gespür für Abschlüsse und ihre Cleverness machen sie zu einer sehr spannenden Persönlichkeit für unser Team.“

Titelgewinn mit Rosenborg

Zur Saison 2022/2023 wagte Linberg den Schritt ins Ausland und lief für den FC Como in der italienischen Serie A auf. Ein Jahr später kehrte sie nach Norwegen zurück und schloss sich Rosenborg BK an. Mit dem Traditionsclub gewann sie 2023 den norwegischen Pokal.

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Auch international sammelte die Offensivspielerin Erfahrung in den Nachwuchsnationalmannschaften Norwegens und lief für die U17-, U19- und U23-Auswahl auf.

„Der HSV ist ein Verein mit großer Tradition und klaren Ambitionen. Ich bin dankbar für diese Chance und bin davon überzeugt, dass dies der richtige Schritt für mich ist. Ich freue mich sehr darauf, loszulegen“, sagte Linberg zu ihrem Wechsel.

Schafft der SV Todesfelde den Durchmarsch in die 2. Liga?

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Der 15. Spieltag (23.–25.1.2026)

Berlin – Leverkusen 1:2
Köln – Freiburg 1:0
Jena – Wolfsburg (abgesetzt)
Bremen – Nürnberg (So., 14 Uhr)
Frankfurt – Hoffenheim (abgesetzt)
Hamburg – Essen (16 Uhr)
München – Leipzig (18.30 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Bayern München1454 : 440
2.VfL Wolfsburg1449 : 2034
3.SV Werder Bremen1422 : 2026
4.TSG Hoffenheim1429 : 1925
5.Bayer 04 Leverkusen1523 : 2525
6.1. FC Köln1520 : 1824
7.Eintracht Frankfurt1434 : 2823
8.SC Freiburg1528 : 2323
9.1. FC Union Berlin1520 : 3015
10.1. FC Nürnberg1419 : 3515
11.RB Leipzig1420 : 2913
12.SGS Essen1410 : 329
13.Hamburger SV1413 : 387
14.FC Carl Zeiss Jena1412 : 326

Bildquellen

  • Breuer: Lobeca/Henning Rohlfs
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