Nun also doch: DFB lenkt ein – Regionalliga-Reform in Aussicht

Fliegen die 2. Mannschaften raus?

Regionalliga Nord. Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Lübeck – Die ambitionierten Vereine aus dem Norden, Osten und Süden bekamen unter der Woche eine gute Nachricht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit seiner Arbeitsgruppe “Regionalliga-Reform“ einen “Turn-around“ hingelegt. Bisher gab es keine Anstalten in Frankfurt, sich von fünf Staffeln zu verabschieden. Jetzt könnten doch bald vier kommen.

Ziel bleibt eine gerechtere Aufstiegsregelung

Die AG Regionalliga-Reform ist ihrem Ziel, die Aufstiegsregelung aus der Regionalliga neu zu ordnen, einen weiteren Schritt nähergekommen. In ihrer zweiten Sitzung am vergangenen Montag verständigte sich die 13-köpfige Arbeitsgruppe darauf, sich zunächst auf eine Reduzierung der Regionalliga von bislang fünf auf künftig vier Staffeln zu konzentrieren. Dieses Modell soll in der nächsten Sitzung weiter konkretisiert und ausgearbeitet werden.

Zu Beginn des Treffens nahm die AG zunächst eine umfassende Analyse der Ligen-Entwicklung in Deutschland vor. Zusätzlich wurden auch die Strukturen der höchsten Ligen in weiteren europäischen Top-Nationen betrachtet. Anschließend diskutierte die Gruppe verschiedene grundsätzliche Modelle zur möglichen Anpassung der Aufstiegsregelung in der 4. Liga, ehe es zu einer inhaltlichen Verdichtung und Priorisierung kam.

„Ein deutlicher Schritt nach vorne“

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Michael Vesper, zog ein positives Zwischenfazit: „Das war ein sehr guter Einstieg in die inhaltliche Diskussion. Es wurde deutlich, dass alle in der Gruppe bereit und interessiert sind, konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken. Wir haben über alle denkbaren Modellansätze gesprochen und erste Bewertungen vorgenommen. Aus meiner Sicht war das ein deutlicher Schritt nach vorne.“

Die AG hat den klaren Auftrag, einen Entscheidungsvorschlag zu erarbeiten und diesen anschließend den zuständigen Gremien vorzulegen. Entscheidungskompetenz besitzt die Gruppe selbst nicht. Die nächste Sitzung ist für Januar geplant, für Februar und März wurden bereits mögliche weitere Termine vorgesehen.

Breite Besetzung aus fünf Regionalligen

Der Arbeitsgruppe gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Im Vorfeld wurde festgelegt, dass jede Staffel eigenverantwortlich ihre Vertreter entsendet. Darüber hinaus gehören Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb des DFB und Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb & Fans der DFL zur AG.

Verschiedene Modelle wurden durch die Initiative “Aufstiegsreform 2025“ bereits in den Ring geworfen. So könnte beispielsweise der Norden, Osten und Westen jeweils eine Staffel bilden. Südwest könnte in den Westen sowie in den Süden aufgeteilt. Das dürfte allerdings einige Vereine in den Landesteilen nicht freuen.

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Was passiert mit den Profi-Reserven?

Doch nicht nur die 4. Liga ist ein Thema beim DFB. Wie geht man zukünftig mit den Nachwuchsmannschaften in den höheren Klassen um? Eine U21-Bundesliga scheint ein Thema. Sami Khedira und Jürgen Klopp gehören als Fachleute zum Gremium. Letztgenannter äußerte sich im “kicker“ dieser Idee zugewandt. Der Ex-Coach des FC Liverpool kennt das System aus England. So würde eine weitere Nachwuchsliga, wie sie schon in der U19 sowie U17 seit kurzem besteht, beispielsweise für weniger Wettbewerbsverzerrung durch Einsätze von Profis in diesen Teams stehen. Die Regionalliga als Unterbau der 3. Liga könnte dann zudem für mehr Fans sorgen. Bekanntlich sind die Bundesliga-Nachwuchsteams nicht für einen großen Zuschauerandrang bekannt. Eine Tendenz ist hier allerdings noch nicht abzusehen.

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  • Regionalliga: Lobeca/Ralf Homburg
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