Lübeck – Der VfB Lübeck und Antonio Verinac gehen ab sofort getrennte Wege. Das vermeldete heute offiziell der Regionalligist. Der 21-jährige Offensivspieler ist zum FC St. Gallen 1879 in die erste Schweizer Liga gewechselt. Der aktuelle Tabellendritte der Super League ermöglicht Verinac damit den nächsten großen Schritt in seiner noch jungen Karriere. Verinac startete nach seinem Wechsel vom ETSV Hamburg (Oberliga) an die Lohmühle gleich durch, wurde schnell zum Führungsspieler. In der laufenden Saison 2025/2026 erzielte der gebürtige Hamburger in der Regionalliga Nord für Grün-Weiß 12 Tore in 20 Einsätzen, lieferte richtig ab. Die Mannschaft wurde am Dienstagnachmittag vorab von VfB-Sportdirektor Sebastian Harms (Foto unten) informiert, über den Wechsel in Kenntnis gesetzt. Da befand sich Antonio Verinac bereits bei seinem neuen Verein und in der Schweiz.
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VfB-Sportvorstand Sebastian Harms sagt: „Antonio hat sich in seiner Zeit bei uns sportlich wie menschlich stets vorbildlich verhalten und kontinuierlich weiterentwickelt. Mit seiner Größe, Athletik und Abschlussstärke hat er sich sofort etabliert und deutlich gemacht, dass er das Potenzial besitzt, nachhaltig im Profifußball Fuß zu fassen. Antonio ist sportlich zu gut für die Regionalliga Nord geworden. Einerseits ist das natürlich erfreulich gewesen, gleichzeitig aber auch in gewisser Weise bedauerlich, kann unser Verein mit diesem Entwicklungstempo aktuell noch nicht Schritt halten.“
Zwiespalt
Beim VfB bedauert man natürlich den Abgang des Offensivspielers, ist aber gleichzeitig stolz, da der Wechsel die Arbeit beim nicht auf Rosen gebetteten Viertligisten bestätigt und dieser Transfer für einen Regionalligisten nicht alltäglich ist: „Wir hätten Antonio sportlich natürlich sehr gerne noch länger bei uns behalten, allerdings zeichnete sich schon zuletzt ab, dass das Interesse an ihm dermaßen groß ist, dass eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus nicht mehr umsetzbar sein würde. Als in den vergangenen Tagen das Transferangebot konkret wurde und auch der Spieler deutlich gemacht hat, diesen Schritt sofort gehen zu wollen, mussten wir uns damit natürlich professionell auseinandersetzen. Die erzielte Ablöse, bei der kurzen Restlaufzeit des Vertrags, hilft unserem Verein bei der Bewältigung unserer wirtschaftlichen Herausforderungen aktuell sehr. Gleichzeitig konnten wir Antonios Wechselwunsch sportlich nachvollziehen und haben jetzt für alle Seiten eine gute Lösung gefunden. Seine Tore werden uns natürlich fehlen und wir werden diese durch andere Spieler in unserer Offensive mit deren Qualitäten ersetzen müssen, aber wir sind davon überzeugt, dass er unseren jungen Spielern ein gutes Vorbild bietet. Einerseits dahingehend, dass sich Leistung lohnt und andererseits, dass der VfB für die Entwicklung von Spielern eine gute Adresse ist und unsere Trainer und Mitarbeiter inhaltlich starke Arbeit leisten. Wir drücken Antonio die Daumen bei den nächsten Schritten auf seinem weiteren Weg und danken ihm für seine gezeigten Leistungen“, fasst Harms zusammen.





