Foto: Lobeca/Seidel

Meckenheim – Der Außerordentliche DFB-Bundestag fand am Montag das erste Mal virtuell statt. Aus Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis wurde die Veranstaltung gesteuert und hatte über 250 Delegierte geladen. Dabei ging es in der Corona-Pandemie um die Zukunft der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und andere Wettbewerbe, die unter dem Dach des Deutschen Fußball Bundes (DFB) spielen.

3. Liga soll ab Sonnabend wieder spielen – FCM „unter Vorbehalt“

Mit ganz klarer Mehrheit von 94,87 % stimmte man für die Fortführung der 3. Liga als Geisterspiele. Die Saison soll in Englischen Wochen bis zum 4. Juli durchgezogen werden. Re-Start ist am kommenden Wochenende mit dem 28. Spieltag. Einige Vereine könnten allerdings versuchen die Spiele zu boykottieren. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius stellte klar: „Wenn ein Team nicht antritt, wird das Spiel für die gegnerische Mannschaft gewertet.“ Die Partie würde also mit 2:0 für den Gegner gewertet. Das gibt die Spielordnung her. Der 1. FC Magdeburg trainiert aktuell in Niedersachsen, da im Bundesland Sachsen-Anhalt ein Mannschaftstraining nicht erlaubt ist. Zur Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern würde der Tabellen-15. „unter Vorbehalt“ antreten. Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik respektierte die Entscheidung des Bundestages allerdings inzwischen. Der Hallesche FC hat indes einen Anwalt eingeschalten und erkennt eine mögliche „Wettbewerbsverzerrung“.

Die Delegierten des Außerordentlichen #DFB-Bundestags, der erstmals virtuell stattfand, haben heute wegweisende…

Gepostet von Deutscher Fußball-Bund am Montag, 25. Mai 2020

VfB Lübeck hat seinen Startplatz

Klar ist nun auch, dass es Aufsteiger gibt. In dieser Saison haben die Regionalverbände Südwest, Bayern und Nord das direkte Aufstiegsrecht. West und Nordost müssen einen Aufsteiger in einem direkten Aufeinandertreffen ermitteln. Möglich ist, dass es ein Hin- und Rückspiel oder ein einfaches Entscheidungsspiel an einem neutralen Ort gibt. Der DFB-Spielausschuss muss das entscheiden. Fakt ist somit auch, dass der VfB Lübeck auf jeden Fall in der 3. Liga antreten darf, wenn der der Verbandstag des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV) dessen Präsidiumsantrag zustimmt. Eine zweitgeteilte 3. Liga wird es nicht geben. Der Antrag des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) wurde vom Bundestag abgeschmettert.

DFB-Pokal-Teilnehmer darf „ernannt werden“

Auch gab es eine Entscheidung zum DFB-Pokal. Die Landesverbände dürfen, sofern nicht sportlich ermittelt werden kann, ihren Vertreter bestimmen. In Schleswig-Holstein stehen SV Todesfelde und VfB Lübeck im Finale. In einigen Verbänden stehen die Finalisten noch nicht einmal fest. So beispielsweise ist der FC Schönberg 95 erst im Viertelfinale gegen den 1. FC Neubrandenburg gefordert. Hier soll es am Mittwoch eine Entscheidung im Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) geben. Dann entscheidet sich auch, wie es sich dort in den Ligen mit Auf- und Abstieg verhält. Die Maurine-Kicker stehen mit großem Vorsprung an der Tabellenspitze und wollen in die Verbandsliga aufsteigen. Dass der LFV hier dem Beispiel von Schleswig-Holstein folgt, gilt als ziemlich wahrscheinlich.

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