
Lübeck – Am Donnerstagabend stieg an der Guerickestraße der zweite Tag der Eichholzer Sportwoche. Sowohl auf dem Rasen- als auch auf dem Kunstrasenplatz rollte erneut der Ball, wo die jeweiligen Finalgegner der Sieger vom Dienstag gesucht wurden. Dabei kam es auf dem Rasen zu einem Oberligaduell. Auf dem Kunstrasen startete die Zweitvertretung des Gastgebers ins Turnier und traf auf einen letztjährigen Ligakonkurrenten.
VfR Neumünster – 1.FC Phönix Lübeck II 0:9 (0:6)
Auf dem Rasenplatz sollte der Finalgegner der TuS Dassendorf gesucht werden. Diese setzte sich am Dienstag mit 8:0 gegen den Eichholzer SV durch und setzte ein dickes Ausrufezeichen. Nun traf mit dem 1. FC Phönix Lübeck II die zweite Lübecker Mannschaft des Turniers auf ein Team, das man aus der abgelaufenen Saison kennt und auf das man auch in der kommenden wieder trifft. Der VfR Neumünster reiste in die Hansestadt und verfolgte ein klares Ziel. Die Titelverteidigung soll gelingen, denn im Vorjahr krönte sich die Mannschaft von Cheftrainer Danny Cornelius zum Sieger der zweiten Ausgabe der Eichholzer Sportwoche. Knapp 24 Stunden vor dem Halbfinale gegen die Adler testeten die Lila-Weißen bereits. Beim TuS Nortorf verlor der VfR überraschend. Dabei hat man in diesem Sommer spannende und hochkarätige Transfers getätigt. Noah Awuku vom SV Todesfelde war dabei sicherlich das dickste Ausrufezeichen, doch auch Luca Aouci, der von Eidertal Molfsee kam und in Lübeck noch durch seine Phönix-Vergangenheit bekannt ist, gilt als eine absolute Verstärkung.
Auf Seiten der Adler sollte es spannend sein, wer alles auflaufen würde. Man bekam Unterstützung aus der Ersten und betreut wurde das Team vom Gespann der Regionalligamannschaft, Kevin Wölk und Björn Joppe. Leon Dippert, Neuzugang von Eutin 08, begann als Stürmer. Nach abtastenden ersten Minuten kamen die Lübecker das erste Mal gefährlich vor das Tor, was direkt zur Führung führte. Neumünster machte defensiv keine gute Figur und so schraubten die Adler das Ergebnis weiter in die Höhe. Sie spielten es gut, nutzten die Fehler des Gegners gnadenlos aus. So stand es bereits zur Pause 6:0 für die Mannen vom Flugplatz. Die Messe war vorzeitig gelesen, doch die Lübecker machten munter weiter. Am Ende gab es einen 9:0-Kantersieg gegen einen an diesem Abend erschreckend schwachen VfR. Neumünster spielt nun am Sonnabend um Platz drei gegen den ESV. Phönix trifft auf die TuS Dassendorf im Finale um 17.30 Uhr.
Eichholzer SV II – VfL Vorwerk 2:1 (1:1)
Nachdem der TSV Schlutup am Dienstagabend mit einem 6:0-Sieg gegen den TSV Eintracht Groß Grönau II in die Sportwoche gestartet war, sollte 48 Stunden später der Finalgegner gesucht werden. Dabei war die Rollenverteilung ziemlich klar. Die Zweitvertretung des Gastgebers traf auf den Kreisligaabsteiger VfL Vorwerk. Zwar spielten die Mannen aus dem Teichstadion keine schlechte Rückserie, doch am Ende stieg man dennoch als Tabellenschlusslicht in die A-Klasse ab. Dort möchte man eine Art Neuanfang wagen, nachdem es zuletzt nicht einfach für die Vorwerker war. Für diese ist es das erste Testspiel der Sommervorbereitung und in diesem wollte man es dem Eichholzer SV II alles andere als einfach machen. Dieser setzte im ersten Durchgang durchaus auch auf den ein oder anderen Neuzugang. So starteten Tom Meier und auch Tim Blociszeski. Ansonsten kamen auch einige Spieler zunächst zum Zug, die meist eher als Joker zum Zug kommen.
Vorwerk war im ersten Durchgang durchaus mutig und versteckte sich keineswegs. Sie setzten gute Nadelstiche und kamen sogar zu Gelegenheiten. Eichholz mühte sich, doch nach einer halben Stunde fiel der Führungstreffer. Mittelfeldmann Matti Meyer (33.) brachte den Ball im Tor unter. Doch die Führung sollte nicht allzu lange Bestand haben. Vorwerks Deniz Demir (38.) setzte nämlich nur fünf Minuten später zum Solo an, ließ gleich vier Eichholzer aussteigen und brachte den Ball sogar noch im kurzen Eck unter. Eine starke Einzelaktion, bei der der Kreisligist allerdings schwach verteidigte. Er klärte nicht entschlossen und so ging es mit einem 1:1 in die Pause.
Zur zweiten Hälfte wechselte ESV-Coach Stephan Lindhoff fleißig durch. Zur Folge hatte dies, dass die Zweitvertretung nun deutlich mehr Kontrolle hatte. Sie lief an, doch Vorwerk verteidigte im tiefen Block und bot wenige Lücken. Nach einer knappen Stunde bot sich allerdings mal solch eine, sodass der Aufsteiger von 2025 durchsteckte und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Mit etwas Verzögerung ging allerdings die Fahne des Schiedsrichterassistenten hoch. Also blieb es weiter beim 1:1 und Torchancen waren Mangelware. Es roch stark nach einem Elfmeterschießen, doch die Mannschaft vom Pöbelberg wollte unbedingt vor Ende der regulären Spielzeit den Siegtreffer erzielen. Sie erhöhte das Risiko und traf tatsächlich doch noch. Einer der an diesem Tag wenigen sauber gespielten Angriffe wurde von Neuzugang Marcel Stellbrinck abgelegt und von Maik Germann (89.) über die Linie gedrückt. Es war der späte Führungstreffer, doch im direkten Gegenzug bot sich die Riesenchance auf die Antwort. Ein Distanzschuss forderte Lasse Borkenhagen zu einer Parade. Aus der anschließenden Ecke resultierte keine Gefahr für die Vorwerker, doch ein Konter für den ESV. Über Germann ging es nach vorne, der an den langen Pfosten legte, wo allerdings Caspar Stark eine Fußspitze fehlte. So blieb es beim 2:1 für den Favoriten, der sich das zweite Finalticket schnappte und nun gegen den TSV Schlutup um den Titel spielt. Vorwerk wird zunächst das Spiel um Platz drei gegen Mitabsteiger Groß Grönau II bestreiten.










