
Bremen – Der 1. FC Phönix Lübeck hat vor dem mit Spannung erwarteten Stadtderby gegen den VfB Lübeck Punkte liegen gelassen. Am Mittwochabend kamen die Adlerträger vor 1.025 Zuschauern beim Bremer SV trotz längerer Phasen mit spielerischer Überlegenheit nicht über ein torloses Remis hinaus. Nach drei Spieltagen steht Phönix damit bei einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage.
Phönix übernimmt das Kommando
Dabei erwischten zunächst die Hausherren den besseren Start. Bastian Redecker hatte nach 16 Minuten die große Gelegenheit zur Bremer Führung, scheiterte jedoch an Phönix-Keeper Tim Kips. Anschließend übernahmen die Lübecker zunehmend die Kontrolle. Miguel Fernandes hatte in der 36. Minute eine gute Möglichkeit, fand aus kurzer Distanz aber seinen Meister in BSV-Torwart Nico Weide. Wenig später setzte Fabio Maiolo einen Volleyschuss deutlich neben das Tor.
Auch nach der Pause blieb Phönix die spielbestimmende Mannschaft. Moritz Kretzer verfehlte in der 54. Minute knapp das Bremer Gehäuse, zwölf Minuten später setzte der eingewechselte Julian Boccaccio einen Freistoß neben den Kasten. Genau dort zeigte sich erneut eine Schwachstelle, die Trainer Kevin Wölk bereits in den vergangenen Wochen angesprochen hatte: Aus den vorhandenen Spielanteilen und Möglichkeiten macht seine Mannschaft noch zu wenig.
Späte Rote Karte für Hüneburg
In der Schlussphase meldete sich auch Bremen noch einmal offensiv zurück. Denis Koldzic vergab zwei Kopfballmöglichkeiten, ehe Phönix die letzten Minuten sogar in Unterzahl absolvieren musste. Karim Hüneburg sah in der 86. Minute nach einer Notbremse gegen Redecker die Rote Karte. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.
Jetzt wartet der VfB
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Sonnabend wartet das bislang wohl emotionalste Spiel der noch jungen Saison: das Lübecker Stadtderby gegen den VfB Lübeck. Nach dem torlosen Auftritt in Bremen dürfte dabei vor allem eine Frage im Mittelpunkt stehen: Schafft es Phönix, seine spielerischen Vorteile gegen den Stadtrivalen auch konsequenter in Tore umzumünzen?


