HSV-Linksverteidiger Leibold und Stuttgarts Mangala
Foto: Lobeca/Gettschat

Das Pokalturnier ist immer wieder für Überraschungen gut. So gewann vor zwei Jahren ausgerechnet Eintracht Frankfurt, also jene Mannschaft, deren Trainer zum Finalgegner FC Bayern München wechseln sollte. Niko Kovač wiederholte den Triumpf im Vorjahr mit seinem neuen Verein.

Doch die Vergangenheit zählt in München nichts, das musste Kovač bald zur Kenntnis nehmen. Er ist seinen Job los, die Aufgabe, den Titel zu verteidigen fällt nun einem neuen Trainer zu. In der deutschen Fußball-Bundesliga ist der Umschwung bereits gelungen, für die nächste Runde im DFB-Cup hat der Doublegewinner der Saison 2018/2019 noch etwas Zeit.

Am 3. November wurde die Runde der letzten 16 im DFB-Cup im Sportmuseum in Dortmund ausgelost. Die Achtelfinale werden am 4. und 5. Februar 2020 stattfinden. Als Glücksengel fungierten ARD-Moderator Matthias Opdenhövel, der Torwarttrainer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft Andreas Köpke und die Nationalspielerin Turid Knaak. Sie zogen jede Menge interessante Paarungen.

Schweres Los für die Top-Teams

Besonders hart traf es den Titelverteidiger FC Bayern München und den Sieger der Saison 2018/2019 Eintracht Frankfurt. Der Serienmeister aus Bayern empfängt den TSG Hoffenheim, der zuletzt in München das Meisterschaftsspiel mit 2:1 gewann. Die Experten sehen das weniger dramatisch. So ist Bayern München auf Betway mit einer Quote von 2,37 (Stand 11.11.) immer noch klarer Favorit auf den Gewinn des Titels. TSG Hoffenheim liegt mit einer Quote von 34 nur auf Platz acht der Favoritenliste. Die letzten Spiele unter dem neuen Trainer Hansi Flick haben den Bayern wieder Selbstvertrauen gegeben, das schlägt sich auch in den Quoten nieder.

Eintracht Frankfurt hat es da noch schwerer. Die Mannschaft trifft auf den Vorjahresfinalisten RB Leipzig und das auch noch auswärts. Ende August spielten die beiden Teams bereits in der deutschen Fußball-Bundesliga gegeneinander. Damals endete das Duell knapp mit 2:1 für den Tabellenzweiten aus Leipzig. Für eines der beiden Teams, die jeweils große Ambitionen hegen, wird im Achtelfinale diesmal Schluss ein.

Der BVB muss neuerlich gegen Werder Bremen ran

Dem BVB steckt derzeit noch die 0:4 Niederlage in München in den Knochen. Jetzt hat man auch noch Werder Bremen als Cup-Gegner gezogen. Bereits im letzten Jahr war Werder Bremen jene Hürde, die es für Borussia Dortmund im Achtelfinale des DFB-Cups zu überwinden galt. Damals fand die Begegnung in Dortmund statt, die Schwarz-Gelben haben sicherlich keine guten Erinnerungen daran. Das Spiel ging nach der regulären Zeit beim Stand von 1:1 in die Verlängerung. Weitere vier Tore führten zu einem Endstand von 3:3. Die Entscheidung musste daher im Elfmeterschießen fallen, das Werder Bremen für sich entscheiden konnte. Diesmal muss Borussia Dortmund nach Bremen. Ob die Revanche für die Niederlage im Vorjahr gelingt?

Der HSV-Bezwinger fährt nach Leverkusen

Für den HSV ist der DFB-Cup dieses Jahr zu Ende. Die Mannschaft empfing in der zweiten Runde den VfB Stuttgart. Die Generalprobe hatte wunderbar geklappt, schließlich besiegten die Hanseaten Stuttgart in der Meisterschaft klar mit 6:2. Doch der Gegner lernte aus seinen Fehlern und so musste sich der Traditionsverein aus dem Norden im zweiten Teil des Duells zu Hause mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben. Der VfB Stuttgart hat mit Bayer Leverkusen gleich den nächsten schweren Gegner erwischt und wird neuerlich auswärts antreten.

Schalke 04, das dieses Jahr einen guten Start in die Meisterschaft hingelegt hat, empfängt Hertha BSC im eigenen Stadion. Die Berliner wären in der letzten Pokalrunde beinahe gestolpert, Dynamo Dresden wurde erst im Elfmeterschießen bezwungen. Direkt vor dem Pokalspiel ist Schalke 04 in der Meisterschaft bei Hertha BSC zu Gast. Die beiden Spiele versprechen also Hochspannung.

Die Kleinen haben noch eine Chance

Wenn die Kleinen den Aufstand wagen, dann ist Pokal. Dieses Motto macht das Turnier erst so richtig spannend. Noch befinden sich zwei Viertligisten und ein Drittligist unter den letzten 16 Teams im DFB-Cup. Der 1. FC Saarbrücken empfängt zu Hause den SC Karlsruhe, SC Verl hat Union Berlin zu Gast und der 1. FC Kaiserslautern muss im eigenen Stadion gegen Fortuna Düsseldorf bestehen.

Die weiteren Termine stehen ebenfalls bereits fest. Das Viertelfinale wird am 3. und 4. März 2020 stattfinden, das Halbfinale am 21. und 22. April 2020. Der neue DFB-Pokalsieger wird dann als krönender Abschluss am 23. Mai in Berlin gekürt.

(AH)

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