Trainer Rolf Landerl (VfB Lübeck)
Foto: Lobeca/Raasch
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Lübeck – Ein wunderbares Ostergeschenk für die grün-weiße Familie: Der VfB Lübeck verlängerte kurz vor dem Osterfest den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit seinem Cheftrainer Rolf Landerl um ein weiteres Jahr. Der Vertrag bis zum Saisonende 2020/2021 gilt sowohl für die Regionalliga als auch für die 3. Liga.

Argumente pro Cheftrainer

In unsicheren Zeiten wie diesen ist es sicher nicht alltäglich, Arbeitspapiere vorzeitig zu verlängern. Doch die Argumente pro Landerl liegen auf der Hand, wie der Verein mitteilte.

Landerl verzichtet auf Gehalt

„Man kann sich als Verantwortlicher nur wünschen, dass eine Mannschaft so Fußball spielt wie es unsere tut. Attraktiv, mit Leidenschaft und erfolgreich“, erläutert Vorstandssprecher Thomas Schikorra. „Von daher stand für uns nie in Frage, mit Rolf zu verlängern, weil wir einordnen können, welchen Anteil der Trainer daran hat.“ Dass sich der 44-jährige Fußballlehrer in diesen schwierigen Zeiten zu einem Gehaltsverzicht bereit erklärte, war zudem ein sehr angenehmer Nebeneffekt für den Verein.

VfB Lübeck: Co-Trainer Thorsten Grümmer, Trainer Rolf Martin Landerl und Sportdirektor Rocco Leeser
Foto: Lobeca/Raasch

33 Punktspiele fehlen zum Rekord

Auch Sportdirektor Rocco Leeser ist zufrieden, Klarheit auf einer der wichtigsten Personalien im sportlichen Bereich zu haben. „An Rolfs Qualitäten gibt es keinerlei Zweifel. Wir gehen mit ihm nun ins fünfte Jahr und die Erfahrungen im Allgemeinen zeigen, dass Kontinuität auf dieser Position eine der wichtigsten Komponenten für den Gesamterfolg eines Vereins ist.“
Landerl, der schon als Spieler zwei Jahre lang beim VfB wirkte, wird damit zu den Rekordtrainern aufsteigen. Zu den Top 3 der Vereinshistorie zählt er mit seinen aktuell 127 Einsätzen ohnehin schon. 33 Punktspiele in verantwortlicher Position fehlen nun noch, um mit Kurt „Jockel“ Krause gleichzuziehen, der mit 160 Partien als Cheftrainer in zwei Amtszeiten Rekordhalter ist.

„Da wollen wir unbedingt hin“

„Das Projekt hier reizt mich nach wie vor irrsinnig“, erklärte Landerl seine Beweggründe nach der Vertragsunterzeichnung am Karfreitag. „Wir sind vor vier Jahren mit dem Ziel angetreten, die 3. Liga anzupeilen. Da wollen wir nach wie vor unbedingt hin und uns dort sportlich festsetzen.“

Stolz ins fünfte Jahr

Dabei behielt der Cheftrainer allerdings auch den Blick über den Tellerrand Fußball hinaus. „Gerade in so einer Zeit, in der alles so unsicher ist und es danach ausschaut, dass wir in eine wirtschaftliche Krise schlittern, dass Leute ihre Jobs verlieren und man ganz einfach schauen muss, der Familie eine gewisse Sicherheit zu bieten, kommt es mir und meiner Familie sicherlich auch sehr gelegen, dass die Verantwortlichen mir die Möglichkeit geben, hier ein weiteres Jahr zu arbeiten. Das macht mich einerseits stolz, bei einem Traditionsverein wie dem VfB in das fünfte Jahr zu gehen, andererseits kitzelt das die Ambitionen und Emotionen natürlich noch ein Stückweit mehr aus mir heraus“, so Landerl.

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