Qualifikation für die Aufstiegsspiele: TSV Pansdorf II sichert sich die Vizemeisterschaft

Auswärtssiege am Freitagabend

Mit einem 2:1-Sieg machte der TSV Pansdorf II die Vizemeisterschaft klar. Foto: Niklas Runne
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Pansdorf – Der 29. Spieltag in der Kreisliga Südost wurde am Freitagabend bereits eröffnet. Es kam zu zwei Partien, in denen sich jeweils die Gastmannschaft durchsetzte. Während es in Mölln dabei allerdings um kaum noch etwas ging, sollte die deutliche Derbyniederlage des TSV Eintracht Groß Grönau II den Abstieg in die Kreisklasse A wohl ein großes Stück näher bringen. Emotional ganz anders sah es am Sonnabend am Techauer Weg aus, denn dort hatte der TSV Pansdorf II die große Chance, sich die Vizemeisterschaft vorzeitig zu sichern und somit das Ticket für die Aufstiegsspiele zu buchen.

SG Breitenfelde/Mölln – ATSV Stockelsdorf 3:4 (1:3)

Die SG Breitenfelde/Mölln absolvierte am Freitagabend bereits ihr letztes Heimspiel in dieser Saison. Auf dem Rasenplatz in Mölln gastierte der ATSV Stockelsdorf, der mit zwei Siegen im Gepäck anreiste. Diese beiden Erfolge machten den Klassenerhalt für die Elf von Jan Mehlfeld perfekt. Sportlich ging es für beide Teams um nicht mehr allzu viel, dennoch wollte die SG einigen Spielern, die vor dem Anpfiff verabschiedet wurden, im letzten Heimspiel noch einmal einen Dreier schenken. Die erste Hälfte war allerdings für Trainer Arne Riewe nur schwer zu erklären. Zwar sorgte Marvin Edler (5.) für die frühe Führung, doch insgesamt war es einfach zu wenig, was die Hausherren auf den Platz brachten. So drehte Stockelsdorf die Partie und ging mit einem 3:1 durch einen Doppelpack von Tobias Schöning (22./38.) sowie Tim-Niklas Seeger (32.) in die Pause. Nach dem Seitenwechsel zeigte Breitenfelde allerdings eine Leistungssteigerung und verkürzte schnell erneut durch Edler (48.). Finn Sult (78.) glich sogar aus, sodass es in eine spannende Schlussphase ging. Doch nur vier Minuten später war es Sascha Koch (82.), der zum 4:3 der Stockelsdorfer traf. Dies war der Endstand, sodass der ATSV die Woche mit dem dritten Sieg vergoldete.

Arne Riewe (Breitenfelde/Mölln): „Unglaubliche erste Halbzeit von uns. Zu leichte Ballverluste, wenig Bereitschaft auf den zweiten Ball und Stodo macht es dann klug und kontert uns viermal aus.Das ganze wird dann noch bestätigt durch fragwürdige schirientscheidungen auf beiden seiten. Alles gute an Stodo.“

Jan Mehlfeld (Stockelsdorf): „In der ersten Halbzeit machen wir es ganz gut und sind vorne eiskalt vorm Tor. Nach der Pause tun wir uns schwer und bekommen zurecht das 2:3 und 3:3, geben dann aber nie auf und gewinnen am 3:4 In einer Woche drei Spiele,drei Siege gestern nur mit elf Leuten , großen Respekt an die Truppe, für eine starke Woche.
Starke Moral.“

TSV Eintracht Groß Grönau II – SV Fortuna St. Jürgen 1:5 (1:2)

Der TSV Eintracht Groß Grönau II brauchte im Derby gegen den SV Fortuna St. Jürgen dringend einen Dreier. Nach dem 1:0-Sieg in der Vorwoche gegen den SV Viktoria 08 kam neue Hoffnung für die Zweitvertretung auf. Man startete auch gut ins Spiel und ging nach elf Minuten in Führung. Diese sollte möglichst lange gehalten werden, doch Thorben Steen (30.) glich für Fortuna aus. Dies war leistungsgerecht, denn die Mannschaft von Andre Meese war die bessere. Mit dem Pausenpfiff gelang dann auch die Führung durch Anton Mitterhuber (45.), der zum 2:1 traf. Nun musste die Eintracht also dem Rückstand hinterherlaufen, doch vor allem mehr Risiko gehen. Dies nutzte St. Jürgen allerdings gnadenlos aus. Mitterhuber (51.) stellte nur sechs Minuten nach Wiederbeginn auf 3:1. Man war auf Kurs und verpasste es sogar, die Führung noch weiter auszubauen. Steen (67.) erzielte seinen zweiten Treffer und machte den Deckel vorzeitig drauf. Der abstiegsbedrohten Eintracht fiel zu wenig ein und man war hinten gegen spielbestimmende Fortunen zu löchrig. Anton Mitterhuber (89.) schnürte den Dreierpack und machte somit den 5:1-Sieg seiner Mannschaft perfekt. Groß Grönau II hat nun noch zwei Chancen, wobei ein Heimsieg gegen Gudow am Mittwochabend Pflicht ist. Ansonsten wird man den Gang in die A-Klasse antreten müssen.

Alexander Wollmer (Groß Grönau): „Glückwunsch an Fortuna. Die auffälligsten Akteure waren leider die Unparteiischen. Ob‘s gut oder schlecht ist lass ich dahin gestellt. Wir gucken jetzt nach Gudow und dann schauen wir mal was die letzte Woche bringt.“

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VfB Lübeck

Nikolay Frech (Fortuna): „Ein hochverdienter Sieg für uns gegen Grönau! Über 90 Minuten waren wir das bessere Team und haben noch viele gute Chancen liegen lassen. Erfreulich ist zudem das der komplette Kader für die neue Saison zugesagt hat.“

TSV Pansdorf II – Lübeck 1876 2:1 (1:0)

Der TSV Pansdorf II hatte am Sonnabend die große Chance. Mit einem Sieg wäre die Vizemeisterschaft gesichert und die Aufstiegsspiele erreicht. Der Vorsprung vor dem Spiel betrug fünf Punkte auf den TSV Schlutup. Zu Gast am Techauer Weg war Lübeck 1876, bei denen es seit Wochen um nicht mehr viel geht. Zuletzt blieb die Elf von der Travemünder Allee sogar mehrfach sieglos und kassierte zu viele Gegentore. Die Vorzeichen waren also eigentlich relativ klar pro Pansdorf, doch die Qualität im Team der Lübecker ist unumstritten groß. Personell sah es zudem auch deutlich besser aus als zuletzt, sodass alles andere als ein Selbstgänger auf die Zweitvertretung wartete. Die Mannschaft von Uwe Buchholz stand im ersten Durchgang sehr tief und kompakt, sodass sich der Tabellenzweite durchaus schwertat, so richtig zwingend zu werden. Sie dominierten die ersten 45 Minuten, denn die Gastmannschaft überließ ihnen das Spiel. Dies sahen die 76er als Chance, denn die Ostholsteiner haben ihre Stärken klar gegen den Ball. Dennoch ließ der TSV den Ball gut laufen und kam zu Gelegenheiten. Nach bereits vier Minuten ging es über die rechte Seite, doch gefährlich wurde es nicht. Eine Minute später war es dann ein Lupfer von Fabian Schulz, doch dieser ging nicht aufs Tor. Offensivaktionen waren es wenige in der Anfangsphase, in der es dennoch intensiv war.

Nach 20 Minuten häuften sich die Offensivszenen etwas, doch es blieb dabei, dass es selten so richtig gefährlich wurde. Die Gastmannschaft machte es defensiv nach den vergangenen Wochen wirklich gut, kam selbst allerdings offensiv nahezu gar nicht zur Geltung. Ein Schuss von Torben Beyer deutlich über das Tor war die einzige nennenswerte Möglichkeit. Fünf Minuten vor der Pause kam dann mal Tim Rosenlöcher zu einer guten Chance, doch der Abschluss war zu unplatziert. Die Hausherren näherten sich immer mehr an, so verpasste Graefe nach Vorlage von Volkmann knapp und kurz darauf war es Schulz, der das Leder ein gutes Stück am Pfosten vorbeisetzte. Die Nachspielzeit brach an und zur Aufregung der Lübecker gab es drei Minuten. In diesen trat Schulz zunächst einen Eckball scharf auf den ersten Pfosten, wo Lübeck 1876 noch klären konnte, doch der zweite Ball fand Lennart Gönnemann (45.), der am zweiten Pfosten den Ball aus kurzer Distanz reindrückte. Der Führungstreffer war hochverdient, auch wenn es für Andreas Beyer, Trainer der 76er, unverständlich war, dass noch immer gespielt wurde. Er sah beim Gang in die Kabine sogar die Gelbe Karte.

pansdorf jubel @ Qualifikation für die Aufstiegsspiele: TSV Pansdorf II sichert sich die Vizemeisterschaft
Jubel beim TSV Pansdorf II. Foto: Niklas Runne

Im zweiten Durchgang ging Lübeck 1876 nun früher drauf. Sie wollten offensiv mehr zur Geltung kommen und den Ausgleich erzielen. Die ersten Minuten nach Wiederbeginn waren von wenigen Höhepunkten geprägt. Pansdorf hatte zwar weiterhin mehr vom Spiel, doch klare Chancen blieben aus. Rosenlöcher zog mal über das Tor. Aus dem Nichts gab es dann allerdings einen Schockmoment für den TSV. Der Gegner glich aus, doch beim Schuss verdeckte Beyer die Sicht des Torhüters, sodass der Treffer nicht zählte. Stattdessen kamen die Hausherren zum 2:0. Der zuvor eingewechselte Felix Krüger (71.) leitete selbst ein und brachte den Ball im Tor unter. Die Vorentscheidung sollte dies allerdings noch nicht sein, denn der Anschlusstreffer fiel kurz darauf. Über die linke Seite ging es nach vorne und Eren Yüksel (75.) legte den Ball ins lange Eck. So kam nochmal Spannung auf. Lübeck 1876 lief an, schlug viele lange Bälle rein, doch Pansdorf verteidigte alles weg. Eine klare Chance gab es nicht mehr, sodass nach 97 Minuten der Heimsieg und somit die Vizemeisterschaft der Pansdorfer perfekt war.

Steven Tion (TSV Pansdorf II): „Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel. Gerade erste Halbzeit wirkten die Jungs etwas nervös und der Aufgabe und des Drucks bewusst, wobei sie diesen gar nicht hatten, weil wir dies nie als Ziel hatten und uns in diese Position gespielt haben. Am Ende war es ein Sieg, der nicht so richtig gefährdet war, weil Lübeck 1876 eigentlich nicht wirklich viel gemacht hat. Zwei, drei Chancen hatten sie, aber es war ein Spiel, das wir in der Hand hatten. Ich muss auch den Schiedsrichter loben, dass sie diese Abseitsstellung erkannt haben, das war sehr gut gesehen.“

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Wir haben heute wieder ein gutes Spiel gemacht. Wir haben über 90 Minuten Pansdorf Paroli geboten und mit ein bisschen Glück können wir noch das 2:2 machen. Aber wir sind mit der Leistung der Mannschaft zufrieden, mit dem Ergebnis eher nicht so, aber es ist in Ordnung. Es ist bei uns nun mal die Geschichte in der Rückrunde, dass wir nicht mit drei Punkten belohnt werden, aber heute sind wir sehr stolz auf die Mannschaft, was sie abgeliefert hat.“

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