Randale vorprogrammiert: Ultras von Hansa Rostock und FC St. Pauli planen Märsche

Nordduell wieder ein Hochrisikospiel – Hass-Duell wirft Schatten voraus

Polizeieinsatz bei Fußballspielen. Archiv-Foto: Lobeca/Michael Raasch

Rostock – Der kommende Sonntag könnte in Rostock ein heißes Pflaster werden. Der F.C. Hansa empfängt um 13.30 Uhr im Ostseestadion den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga. Ein ganz normales Spiel? Sicherlich nicht! Die Polizei ist in Alarmbereitschaft, denn die Begegnung gilt als Hochrisiko-Begegnung. Zuletzt gab es stets Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Fangruppen. Hinzu kommt nun noch: Beide Seiten planen Fanmärsche durch die Hansestadt.

„Es treffen Welten aufeinander“

Die St. Pauli-Anhänger (rund 3.000 werden die Reise antreten) haben den Treffpunkt Rostocker Hauptbahnhof für 11 Uhr ausgerufen, wovon es zu Fuß zum Stadion gehen soll. „Alle in Weiß“ heißt das Motto. „Endlich wird es langsam wieder wilder“, so der Aufruf von „Ultra Sankt Pauli“. Um 7.30 Uhr geht die Reise am Hamburger Hauptbahnhof los. Weiter: „Seit 30 Jahren haben die Spiele gegen Hansa Rostock eine besondere Bedeutung“ und „es treffen Welten aufeinander.“ Man spricht jetzt schon von einem „unvergesslichen Ausflug“, wenn es nach den Kiezclub-Anhängern geht. Die Rostocker Polizei ist also bereits gewarnt, will den „Mob“ mit Bussen zum Stadion bringen.

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Hansa hält dagegen

Die Gegenseite mobilisiert ebenfalls und will vom Matrosendenkmal im Stadthafen zum Stadion gehen. Auch hier wird für 11 Uhr zum Treffen aufgerufen. Brisant ist das allemal, denn beide Treffpunkte liegen nur rund 2 Kilometer auseinander. Das vorerst letzte Aufeinandertreffen beider Fanlager gab es vor rund vier Monaten an der Ostsee im Rückspiel der vergangenen Saison. Hier gab es genauso schwere Ausschreitungen wie im Hinspiel am 24. Oktober des vergangenen Jahres rund um das Hamburger Millerntor.

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