Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Am 22. Spieltag der Regionalliga Nord wird die letzte reguläre Runde im Jahr 2019 ausgetragen. Das eine oder andere Team wird am Wochenende also das letzte Spiel des Jahres absolvieren. Für alle Mannschaften gilt dagegen: Es werden die Weichen gestellt für die Stimmung in einer langen Winterpause.

BSV Rehden – TSV Havelse (Fr., 19 Uhr)

Das Flutlicht der Waldsportstätten wird leuchten, und das ist sicher eine sehr gute Gelegenheit zur Rückkehr in die Erfolgsspur. Schließlich kassierte der BSV (8.) drei Niederlagen in den vergangenen vier Partie – das war man gar nicht mehr gewohnt. Allerdings machten selbst die beiden jüngsten Pleiten deutlich, dass die Rehdener eine sehr gute Entwicklung hinter sich haben. Gegen die Spitzenteams VfL Wolfsburg II (1.) und zuletzt Weiche Flensburg (3.) musste sich der BSV jeweils nur knapp mit 0:1 geschlagen geben. Der TSV Havelse sollte also gewarnt sein, zumal das Heimspiel des Tabellenneunten gegen den SSV Jeddeloh angesichts des 2:2 zu einer kleinen Enttäuschung geriet.

Holstein Kiel II – Eintracht Norderstedt (Sa., 13 Uhr)

Beim 1:3 in Bremen trat Holstein ordentlich auf. „Ich kann den Jungs nichts vorwerfen, außer dass sie in zwei Momenten nicht wach genug waren“, meinte Trainer Nicola Soranno. Nun gelte es, die Leistung zu wiederholen und einen neuen Anlauf zu starten: „Wir nehmen das Positive mit und wollen gegen Norderstedt wieder ein gutes Spiel machen.“ Das wird vermutlich auch nötig sein, möchte der Tabellensiebte den elften Saisonsieg feiern. Der Gast aus Norderstedt blieb beim 0:0 gegen St. Pauli II zwar sieglos, hatte zuvor aber vier Siege in Folge gefeiert. Er tritt nun als Tabellenvierter zum Derby an.

Hannover 96 II – Heider SV (Sa., 13 Uhr)

Das 5:3 gegen den Lüneburger SK Hansa tat gut, folgte es doch auf einen 2:1-Erfolg gegen den SSV Jeddeloh – und der hatte ja eine neun Spiele währende Negativserie von 96 II beendet. Das 5:3 gegen den Lüneburger SK soll aber nicht alles sein, was das Team in diesem Jahr leisten möchte. „Wir haben nun Selbstvertrauen und wollen den nächsten Dreier holen“, sagt Christoph Dabrowski. Der Trainer weiß: Der 17. aus Heide zählt zu jenen Mannschaften, die 96 (14.) auf eigenem Platz schlagen muss, soll sich die Tabellensituation nachhaltig verbessern.

SC Weiche Flensburg – VfB Oldenburg (Sa., 13.30 Uhr)

Drei Siege aus vier Spielen – Weiche ist formstark und kann dem Spitzenduo mit etwas Abstand folgen. Für den Tabellendritten geht es nun aber auch darum, die Konkurrenz auf den folgen Plätzen zu distanzieren: Eintracht Norderstedt, Werder Bremen II und die SpVgg Drochtersen/Assel folgen mit jeweils nur drei Punkten Rückstand. Um als Dritter ins neue Jahr zu gehen, sollte der Gastgeber also drei Punkte holen. Der Gast aus Oldenburg musste sich zuletzt mit einem 1:1 gegen den HSC Hannover begnügen, reist aber als Tabellenzehnter, also weitgehend sorgenfrei an.

Altona 93 – SSV Jeddeloh (Sa., 14 Uhr)

Willkommen zum Kellerduell: In Hamburg tritt der 16. gegen den 15. an. Aus ihren Tabellenplätzen ergibt sich, dass beide Teams nicht sonderlich erfolgreich waren in den vergangenen Wochen. Und doch unterscheidet sich die jüngste Bilanz. Denn während der SSV Jeddeloh nun seit elf Partien sieglos ist (zuletzt aber immerhin ein 2:2 in Havelse landete), beendete Altona beim 2:0 in Drochtersen eine sechs Spiele währende Erfolgsserie des Gegners. Die Platzherren werden also mit viel Selbstvertrauen antreten zum Duell mit dem Tabellennachbarn. Ob das den Ausschlag gibt?

Lüneburger SK Hansa – SpVgg Drochtersen/Assel (Sa., 14 Uhr)

So richtig zufrieden konnten beide Mannschaft nicht sein mit dem letzten Spieltag: Der LSK verlor 3:5 bei 96 II und kassierte dabei die dritte Niederlage in Folge. Die Spielvereinigung blieb beim überraschenden 0:2 gegen Altona nach sechs Siegen in Folge ebenfalls ohne Punkte. „Enttäuschend, heute war der Wurm drin“, meinte Lars Uder zur Pleite auf eigenem Platz. Die spannende Frage vorm Duell des Elften gegen den Sechsten: Wer findet zu alter Form? Schließlich haben beide Team längst unter Beweis gestellt, dass sie es viel besser können.

FC St. Pauli II – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)

Seit fünf Spielen (2-3-0) ist der Gastgeber nun ohne Niederlage. Die Schwächeperiode des Gastgebers gehört also längst der Vergangenheit an. Aber ist der 13. auch schon stark genug für den VfB? Die Lübecker unterstrichen zuletzt ihre Ambitionen beim 7:0 über den Heider SV. Der Tabellenzweite will keinesfalls abreißen lassen, sondern Druck auf den VfL Wolfsburg II ausüben. Das gelingt ihm wohl nur mit einem Auswärtssieg in Hamburg.

VfL Wolfsburg II – SV Werder Bremen II (So., 14 Uhr)

Vor der Saison galt dieses Duell noch als absolutes Spitzenspiel. Tatsächlich haben aber nur die Wolfsburger in die ihnen zugedachte Rolle gefunden. Der Tabellenführer gewann zudem die vergangenen sechs Partien und tritt sicher als Favorit an. Der Bremer vermochten nicht mitzuhalten mit den Niedersachsen und liegen bereits 15 Punkte hinter dem VfL zurück. Bei Werder ist man angesichts einiger Personalsorgen in den vergangenen Monaten trotzdem zufrieden mit dem fünften Tabellenplatz. Und beim 3:1 gegen Holstein Kiel II gelang zuletzt ja auch bereits ein Sieg im Nachwuchsduell.

HSC Hannover – Hamburger SV II (So., 14 Uhr)

Langsam wird es eng: Der HSC wartet seit zwölf Spielen (0-4-8) auf einen dreifachen Punktgewinn und liegt nun bereits fünf Punkte hinter Rang 15 auf dem letzten Tabellenplatz. Um mit Optimismus ins neue Jahr zu gehen, sollte also bald mal wieder ein Sieg gelingen. Gegen den HSV? Der Gast ist als Zwölfter auch nicht frei von Sorgen. Er blieb beim 2:4 gegen Wolfsburg bereits zum vierten Mal in Folge sieglos.

(PM/NFV/Stefan Freye)