Regionalliga-Reform: Kommt jetzt die 3. Liga mit 22 Mannschaften?

DFB will Gespräche fortsetzen

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Frankfurt – Die geplante Reform der Regionalliga ist vorerst gescheitert. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, fanden weder das sogenannte Regionenmodell noch das Kompassmodell bei den Regionalliga-Trägern die erforderliche Mehrheit. Damit bleibt das Aufstiegsproblem zwischen Regionalliga und 3. Liga zunächst ungelöst (HL-SPORTS berichtete).

Der DFB reagierte auf das Ergebnis mit Bedauern und kündigte an, sich künftig stärker in den Reformprozess einzubringen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärt: „Wir respektieren das Vereinsvotum im Hinblick auf die beiden von der AG ausgearbeiteten Modelle. Der Abstimmungsprozess lag entsprechend ihrer Zuständigkeit bei den Regionalliga-Trägern. Das Ziel, ein Aufstiegsrecht für die Meister zu realisieren, bleibt unabhängig vom gestrigen Votum allerdings richtig.“

Der Hintergrund: Seit Jahren gibt es fünf Regionalligen, aber nur vier Aufstiegsplätze in die 3. Liga. Deshalb müssen jedes Jahr zwei Meister den Umweg über die Aufstiegsspiele nehmen, einer davon steigt trotz Meisterschaft gar nicht auf. Der DFB-Bundestag hatte bereits 2018 beschlossen, eine Lösung zu finden, nach der alle Regionalliga-Meister direkt aufsteigen können.

Neuendorf betont: „Der DFB-Bundestag hat bereits vor acht Jahren beschlossen, dass eine Regelung gefunden werden muss, die es allen Meistern der Regionalligen ermöglicht aufzusteigen. Dieses Ziel bleibt auch nach dem jetzt vorliegenden Votum der Klubs auf der Tagesordnung, denn nahezu alle haben hinterlegt, dass eine Beibehaltung des Status Quo keine Option ist.“

Wird die 3. Liga auf 22 Vereine aufgestockt?

Mit dem Scheitern der beiden Reformmodelle könnte nun erneut eine Aufstockung der 3. Liga von derzeit 20 auf 22 Mannschaften in den Fokus rücken. Ein solches Modell würde fünf direkte Aufsteiger aus den Regionalligen ermöglichen, allerdings auch umfangreiche Anpassungen am Spielbetrieb erfordern. Offiziell beschlossen oder angekündigt wurde eine Erweiterung der Liga bislang jedoch nicht, doch scheint es die letzte Option, um den Meistern den direkten Aufstieg zu ermöglichen.

Der DFB machte deutlich, dass nun weitere Gespräche mit allen Beteiligten folgen sollen, um doch noch eine Lösung für die Aufstiegsfrage zu finden. Wie diese aussehen könnte, ließ der Verband offen.

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Für Vereine aus Norddeutschland wie 1. FC Phönix Lübeck, VfB Lübeck oder VfB Oldenburg bleibt damit vorerst alles beim Alten: Auch künftig gibt es keine Garantie, dass der Meister der Regionalliga Nord direkt in die 3. Liga aufsteigt.

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