Der Torjubel nach dem Tor zum 1:2. Torschütze Florian Riedel (2. v.li.), jubelt mit Yannick Deichmann, Marvin Thiel, Patrick Hobsch, Sven Mende, Ahmet Arslan, Elsamed Ramaj, Morten Rüdiger und Dongsu Kim. Foto: Fishing4/Marcel Krause

Wolfsburg – Im absoluten Spitzenspiel war der VfB Lübeck am Sonnabend Nachmittag beim Tabellenführer VfL Wolfsburg II zu Gast und schubste die Jung-Wölfe mit einem 2:1 (0:1)-Sieg vom Platz an der Sonne.

Ein Foul zu viel

Bei fast frühlingshaften Bedingungen ging es sofort von beiden Teams mit Tempo nach vorne. Die VfB-Fans waren von Anfang an hellwach und deutlich vernehmbar. Nach 16 Minuten die erste kniffelige Szene. Florian Riedel flankte von rechts, Wolfsburgs Keeper Lino Kasten kam gerade noch vor einem VfBer an den Ball. Die Gäste leisteten sich in der Folgezeit zu viele Fouls in Strafraumnähe. Einen davon verwandelte Wolfsburgs Kapitän Michele Rizzi in der 28. Minute direkt zur Führung. Keine Abwehrchance für Lukas Raeder. Die Gastgeber liefen hoch an und setzten die Lübecker unter Druck, so dass ein konstruktives Aufbauspiel selten zustande kam. Kurz vor dem Pausenpfiff ging ein Distanzschuss von Elsamed Ramaj knapp über den Kasten. Das war schon alles aus Halbzeit eins.

Mit einem direkt verwandelten Freistoß, genau in den Winkel, schockte Wolfsburgs Michele Rizzi die Lübecker. VfB-Keeper Lukas Raeder streckt sich nach dem Ball, ist allerdings chancenlos. Foto: Fishing4/Marcel Krause

Blitzstart entscheidet das Spiel

Blitzstart für den VfB in die zweite Halbzeit! Mit dem ersten Angriff schloss Ahmet Arslan eine schnelle Kombination initiiert von Riedel und anschließender Flanke von Yannick Deichmann zum Ausgleich ab. In der 55. Minute erneut Riesenjubel bei den Gästefans. Der Ball kam im Strafraum billardmäßig zu Riedel, der den Ball abgezockt im langen Eck versenkte. Danach waren die Jung-Wölfe erst einmal von der Rolle, vor allem die rechte Lübecker Angriffsseite bekamen sie nicht in den Griff. Erst ein Schuss von Julian Justvan in der 69. Minute sorgte für etwas Gefahr, ging aber knapp am Tor vorbei. In der 72. Minute wäre Arslan fast das dritte Tor gelungen, aber Kasten hielt. In der Folgezeit verlor dann auch der Schiedsrichter seine Linie und sorgte für eine Flut von Gelben Karten. Die vierminütige Nachspielzeit wurde dann zum Krimi. Wolfsburg stürmte und der VfB kämpfte leidenschaftlich. In der Schlussminute sah Marvin Thiel noch die Gelb-Rote Karte, aber das ging im Jubel des kurz danach folgenden Schlusspfiffes fast unter.

Ahmet Arslan setzt sich im Duell mit Wolfsburgs Jannis Heuer durch und trifft nach einer perfekt getimten Flanke von Deichmann, kurz nach der Halbzeit, zum 1:1 für den VfB. Foto: Fishing4/Marcel Krause

Statistik:
VfL Wolfsburg II – VfB Lübeck 1:2 (1:0)
Tore: 1:0 Rizzi (28.), 1:1 Arslan (46.), 1:2 Riedel (55.)
Gelb-Rot: Thiel (93., wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer: 2.385

Wolfsburg II: Kasten – Itter (82. Pohlmann), Heuer, Siersleben, Marmoush, Karamoko (66. Hermann), Justvan, Horn, May (40. Stach), Rizzi, Möker

VfB: Raeder – Kim, Arslan, Rüdiger (66. Lippert), Mende, Deichmann, Thiel, Grupe, Halke (44. Ramaj), Hobsch (88. Weißmann), Riedel

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