Die gut gefüllte Lohmühle am Donnerstagabend.
Foto: Fishing4/Marcel Krause

Lübeck – 1:0 gegen Hansa Rostock, 5:2 gegen den Hamburger SV… der VfB Lübeck schwebt auf Wolke 7 – oder besser die Fans. Die kamen zum Testspiel am vergangenen Donnerstag zahlreich: 5.638 Zuschauer waren auf der Lohmühle – zu einem Testspiel bei kaltem und ekligem Wetter. Dafür wurde ihnen warm als man die Grün-Weißen spielen sahen. Die blamierten den Zweitligisten bis auf die Knochen vor seinem ersten Punktspiel in diesem Jahr in der kommenden Woche gegen den 1. FC Nürnberg.

Richtige Schlüsse ziehen

Ja, es waren zwei wirklich sehr gute Auftritte in Rostock und gegen Hamburg, doch schaut man sich die Aufstellungen der jeweiligen Gegner an, erkennt man schnell, dass die Namen, insbesondere in der zweiten Halbzeit im HSV-Test nicht unbedingt diejenigen waren, die man auch in der ersten Elf sieht. Die Rothosen tauschten zur Pause einmal komplett durch und spielten eher mit der zweiten Garde. Dennoch: auch das sind Profis und die muss man erst einmal so vorführen, wie es die Lübecker getan haben. Wenn der VfB dieses Erlebnis richtig einstuft und den eigenen Vorteil daraus mitnimmt, kann das große Ziel 3. Liga wirklich erreicht werden.

Bundesweit ist Lübeck in den Top 10

Irgendwie hat man das Gefühl allerdings auch, dass gerade die Stadt dem Profifußball wieder entgegenfiebert. Fast 6.000 zu einem Test und nicht ganz die Hälfte davon in der Regionalliga. 2.993 kamen im Schnitt gegen Rehden, Drochtersen oder Jeddeloh. Eine Liga höher wäre man damit vor Viktoria Köln (2.788), Bayern München II (2.694) und Sonnenhof Großaspach (2.661). Ein Blick auf die Top-Clubs der Klasse wäre dann schon eine Spur weit weg, denn der 1. FC Kaiserslautern ist mit 20.366 Fans im Heimschnitt ganz oben in dieser Rangliste. Nimmt man den Test gegen den HSV und das Regionalliga-Heimspiel gegen VfL Wolfsburg II, wo 6.157 Fans zur Lohmühle pilgerten, kämen die Lübecker auf einen guten Mittelfeldplatz – irgendwo zwischen FC Ingolstadt 04 und Chemnitzer FC. Das wäre doch etwas… Im Übrigen sieht es für Grün-Weiß im Vergleich zu anderen Regionalligaclubs gar nicht so schlecht aus. Rot-Weiß Essen (10.803), Alemannia Aachen (8.291), Energie Cottbus (6.045), Kickers Offenbach (5.787), 1. FC Saarbrücken (3.220), Rot-Weiß Erfurt (3.604), Lok Leipzig (3.313), Chemie Leipzig (3.149) und Rot-Weiß Oberhausen (3.099) stehen bundesweit gesehen vor dem VfB Lübeck. Das bedeutet aktuell Platz zehn für den Club aus der Hansestadt – wow!

Rot-Weiß Essen ist bundesweit der angesagteste Viertligist

Top: auch das Orga-Team

Am Stadion wäre das eine oder andere zu machen und der VfB muss mit der Zeit gehen. Aber das tut er – und das immer wieder mit Bedacht. Das Team um das Team arbeitet inzwischen genauso professionell und gibt Tag für Tag alles, damit nicht nur sportlich das Ziel erreicht werden kann. Die Organisation bei den Heimspielen und drumherum ist top!

Neue Chance für Fans

Wenn es etwas zu sehen gibt, ist Lübeck da. Das neue Jahr bietet auch neue Zeitfenster für den VfB! Da kann man gleich Mal die Spieltermine bis zum Sommer im Kalender notieren. Der Norddeutsche Fußballverband hat nach abschließender Prüfung nun die restlichen Spieltermine bis zum Saisonende für die Regionalliga veröffentlicht. Wie bereits vermeldet, startet der VfB mit einem Nachholspiel am Freitagabend beim FC St. Pauli II in die Restsaison der Regionalliga Nord. Eine Woche später geht es mit dem Landesderby gegen Holstein Kiel II weiter (22.2., 14 Uhr). Auswärts steht noch ein weiteres Flutlichtspiel beim SC Weiche Flensburg (Freitag, 13.3., 2020) an. Auf der heimischen Lohmühle gehts gleich drei Mal unter Flutlicht zur Sache, zunächst gegen den BSV Rehden (Freitag, 20.3.), dann gegen den HSV II (Freitag, 3.4.) und schließlich gegen den TSV Havelse (Donnerstag, 30.4.). Der Anstoß erfolgt jeweils um 19.30 Uhr. Das letzte Auswärtsspiel bei Hannover 96 II steigt am 10. Mai um 13 Uhr, das Saisonfinale gegen die SV Drochtersen/Assel am Sonntag, 17. Mai auf der Lohmühle. Dann soll der direkte Aufstieg in Liga 3 gefeiert werden.

Reisefieber in die Autostadt

Das Topspiel der Regionalliga Nord wirft bereits jetzt seine Schatten voraus. Am 29. Februar treffen die beiden Topteams im direkten Duell aufeinander. Der aktuelle Tabellenführer und amtierende Regionalligameister VfL Wolfsburg II empfängt den Herausforderer und aktuellen Tabellenzweiten VfB Lübeck im heimischen AOK-Stadion. Anstoß ist um 13 Uhr.

Wie schon in der vergangenen Saison zum Landesderby in Kiel erfolgreich praktiziert, planen der Verein und seine Abteilung Fankreis einen großen Buskonvoi. Dazu bietet der VfB Eintritts- und Busfahrtickets im Paket an. Die Busfahrt kostet 25 Euro, die Stehplatzkarten gibt es für 5 Euro und die Sitzplatzkarten für 8 Euro on top. Abfahrt der Busse ist am 29. Februar um 8 Uhr direkt vorm Stadion.

Auf geht´s, VfBer! 1000 Tickets warten darauf, gekauft zu werden! Ab Dienstag, 10 Uhr gibts auf der Geschäftsstelle…

Gepostet von VfB Lübeck v. 1919 e. V. am Montag, 20. Januar 2020
1.000 VfB-Fans nach Wolfsburg

Erworben werden kann das Ticket-Bundle VfB-Geschäftsstelle immer dienstags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr. Zum ersten Punktspiel gegen Holstein Kiel II am 22. Februar gibt es einen zusätzlichen Verkauf im Contidorf und im Kartencenter. 1.000 Tickets sind das Ziel!