Rethwisch und Travemünde siegen nach Rückstand – Topspiele am Sonntag

Bleibt Reinfeld/Kronsforde ungeschlagen?

Lübeck – Der sechste Spieltag der Kreisliga Südost ist bereits in vollem Gange. Am Donnerstagabend eröffneten der VfL Rethwisch und der TSV Gudow die Spielwoche mit einem spannenden Duell. Einen Tag später folgte der TSV Travemünde, der den SV Fortuna St. Jürgen empfing. Mit Blick nach vorne kommt es zu spannenden, hochklassigen Duellen – so steigt zum Beispiel ein echtes Spitzenspiel am Sonntagabend.

VfL Rethwisch – TSV Gudow 3:2

Walter Thielenhaus (VfL Rethwisch): „Es war ein schwer erkämpfter Sieg für die Rethwischer Jungs. Auch ein verschossener Elfmeter konnte sie nicht aus der Ruhe bringen, und so ging man mit 1:0 durch Christopher Willuhn in Führung.
Doch nach dem Ausgleichstor verlor man für die restlichen 25 Minuten der ersten Halbzeit die Kontrolle über das Spiel. Der Führungstreffer der Gudower war die logische Konsequenz.
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild, und es begann ein Sturmlauf auf das Gudower Tor.
Christopher Willuhn entwickelte sich zum Kopfballungeheuer und erzielte die beiden Tore zum schwer erkämpften Sieg.“

Lennart Burmeister (TSV Gudow): „Mir fällt es schwer, heute die richtigen Worte zu finden. Wir verschlafen die ersten zehn Minuten komplett und können uns bei Ulle bedanken, dass wir nicht direkt in Rückstand geraten. Danach spielen wir mit Abstand unsere beste Halbzeit der Saison, drehen den Rückstand verdient zu unseren Gunsten und müssen das 3:1 nachlegen – was wir auch tun nur leider war der Assistent 1 der Einzige auf dem gesamten Sportplatz, der unseren Spieler im Abseits gesehen hat. Selbst der SR war über seine Entscheidung verwundert und hat extra nochmal bei ihm nachgefragt. Wirklich jeder sagt, dass es kein Abseits war – Wahnsinn.
Im zweiten Durchgang wird Rethwisch immer stärker, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Wir können immer wieder einzelne Nadelstiche setzen, spielen diese aber zu inkonsequent aus. Sie kommen dann zum verdienten Ausgleich. Danach wurde es immer dunkler, und das Gewitter kam näher Kurz vor Ende wird Niko im Strafraum vom Torwart gelegt – auch hier sagen die Rethwischer: klarer Elfer – der Pfiff blieb leider aus. So kommt es, wie es kommen muss: Langer Ball hinter die Kette, zwei Rethwischer laufen alleine auf Ulle zu – wird zunächst kläglich vergeben, Abpraller auf Willuhns Schädel – und drin. Super bitter für uns heute, das haben die Jungs nicht verdient.“

Marcel Schaper (TSV Gudow): „Erster kreisligawürdiger Auftritt, wo uns am Ende das Glück fehlt. Sowohl das 3:1 in Halbzeit eins als auch der Elfmeter wären vermutlich die Entscheidung gewesen. Auf der anderen Seite: Glückwunsch an Rethwisch zum erkämpften Sieg. Am Ende hätten beide Mannschaften mit einem Punkt für die kämpferische Leistung belohnt werden müssen.“

TSV Travemünde – SV Fortuna St. Jürgen 2:1

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Unsere erste Halbzeit war zum Abgewöhnen – entsprechend haben wir uns das Tor auch selbst eingeschenkt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns über Leidenschaft und Herzblut den Sieg dann verdient. Schön, dass Karl Ewald sich sein Geburtstagsgeschenk selbst gemacht hat.“

Andre Meese (SV Fortuna St. Jürgen): „Wir sind gut in die Partie gekommen, haben direkt das Zepter in die Hand genommen und die erste Halbzeit spielerisch sowie läuferisch überzeugt – dabei ein ganz anderes Bild als letzte Woche gezeigt. Daher sind wir auch verdient in Führung gegangen. Nach der Halbzeit kam der Gegner mit mehr Druck aus der Kabine und ist in der Phase nicht unverdient zum Treffer gekommen. Jedoch haben wir nicht aufgesteckt und bis zum Schluss alles reingeworfen, um uns noch mit dem mehr als verdienten Punkt zu belohnen. Allerdings fehlt uns aktuell im Abschluss das gewisse Selbstverständnis, um dann doch noch erfolgreich zu sein. Dennoch lassen wir die Köpfe nicht hängen – wir wissen, woher wir kommen und was wir investieren müssen, um wieder erfolgreich zu sein.“

Lübeck 1876 – TSV Eintracht Groß Grönau II (Sa., 15 Uhr)

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Am Samstag wartet mit Grönau eine junge, spielstarke Mannschaft auf uns. Wir wollen unsere Defensive stabilisieren und vor dem Tor effektiver werden. Wir müssen wie bisher jede Woche erneut umstellen, haben aber einen starken Kader zur Verfügung.“

Nils Schramm (TSV Eintracht Groß Grönau II): „Wir treten als Nächstes bei 1876 an und wollen an die Leistung vom letzten Spiel anknüpfen. Die Urlaubszeit geht langsam zu Ende, und so haben wir auch endlich wieder mehr Spieler zur Verfügung.
Wir wollen auf jeden Fall auch hier im Spiel mitspielen und unsere Chancen nutzen.“

ATSV Stockelsdorf – TSV Kücknitz (Sa., 16 Uhr)

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Wir wollen den positiven Schwung nutzen und den Trend der letzten Woche fortsetzen.
Kücknitz arbeitet sehr gut und hat gute Qualitäten. Wir wollen aber auf unsere eigenen Stärken schauen und es dem Gegner so schwer wie möglich machen. Personell werden wir schauen, wer am Samstag fit ist – der ein oder andere ist angeschlagen.“

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Am Samstag reisen wir zum ATSV Stockelsdorf. Stockelsdorf scheint so langsam in Form zu kommen – nach dem guten Auftritt im Pokal und dem Sieg in Eichholz. Wir sind also gewarnt. Die beiden letzten Ligaspiele konnten wir für uns entscheiden und wollen da natürlich weitermachen. Wir erwarten einen Gegner, der uns alles abverlangen wird und zu Hause sicherlich gewinnen will.
Da haben wir aber etwas dagegen und wollen weiterhin mit attraktivem Offensivfußball die drei Punkte entführen. Dabei dürfen wir aber nicht unsere Defensive vernachlässigen und müssen aus einer mannschaftlichen Geschlossenheit agieren – sonst wird es sehr schwer, etwas Zählbares mitzunehmen. Wir müssen schauen, wer am Samstag auflaufen kann, denn es fehlen immer noch einige Spieler.
Wir freuen uns auf ein interessantes und intensives Spiel – und auch wieder auf unsere tolle Fangemeinschaft: „Auf geht’s, Kücknitzer Jungs!“

VfL Vorwerk – Eichholzer SV II (Sa., 16.30 Uhr)

Benjamin Schramm (VfL Vorwerk): „Nächstes Spiel, nächste Chance, sich weiter zu steigern. Mit Eichholz kommt natürlich ein ordentliches Brett ins Teichstadion – aber auch das Spiel beginnt bei 0:0. Kadertechnisch bleibt es ganz dünn.

Stephan Lindhoff (Eichholzer SV II): „Am Samstag geht es zum VfL Vorwerk. Um dieses Spiel positiv zu bestreiten, müssen wir unsere Torchancen konsequenter nutzen – das zieht sich leider bislang durch alle bisherigen Saisonspiele. Wir haben in allen Spielen bewiesen, dass wir fußballerisch mithalten können und auch vom Fitnesslevel auf gutem Niveau sind. Vorwerk befindet sich aktuell noch in der Findungsphase. Letzte Woche wurde der erste Punkt geholt – somit dürfen wir eine hochmotivierte Mannschaft aus Vorwerk erwarten, die alles geben wird, um den ersten Sieg zu holen. Für uns ist es ein richtungsweisendes Spiel, da es gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt geht. Wir sind gut in die Saison gestartet, wissen aber auch, dass es in jedem Spiel an die Grenze gehen muss, um zu punkten. Personell müssen wir schauen, wer uns am Samstag zur Verfügung stehen wird – Krankheit und Verletzungen sind aktuell leider mehr als gewünscht vorhanden. Nichtsdestotrotz werden die Spieler, die am Samstag im Kader stehen, alles geben.
Wenn wir bei uns bleiben und unsere Leistung abrufen, denke ich, dass wir gute Chancen haben, etwas Zählbares einzufahren.
Ich erwarte von meiner Mannschaft nach den beiden Niederlagen definitiv eine Reaktion.“

SV Viktoria 08 – TSV Pansdorf II (So., 14.45 Uhr)

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Mit Pansdorf vor der Brust haben wir einen starken Absteiger bei uns daheim. Sie spielen kraftvoll und lassen wenig zu. Wir müssen weiter an unserer Defensive arbeiten – so gut sie es auch machen, kassieren wir einfach zu viele Tore.
Offensiv gelingt es uns gut, da bleiben wir weiter dran. Wir müssen wie auch in den letzten Wochen auf sehr wichtige Spieler verzichten, werden aber mit einem breiten Kader alles geben, um zu punkten.“

Steven Tion (TSV Pansdorf II): „Ich erwarte einen Gegner, der uns in allen Belangen überlegen ist, da wir als Zweitvertretung ohne unsere Erste nicht wettbewerbsfähig sind. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten so gut es geht dagegenhalten. Wir hoffen, als krasser Außenseiter etwas mitnehmen zu können.“

SV AzadLübeck II – SG Reinfeld/Kronsforde (So., 15 Uhr)

Omar Yassin (SV Azadi Lübeck II): „Die letzten beiden Partien waren, glaube ich, perfekte Beispiele dafür, dass in dieser Kreisligasaison keiner Punkte zu verschenken hat. Wir müssen definitiv weiterhin an der Defensive arbeiten. Die Tore vorne fallen – das bringt jedoch nicht viel, wenn sie hinten ebenfalls zum Nachteil fallen. Und klar ist: Ein Spiel geht immer 90 Minuten plus Nachspielzeit. Genau deshalb müssen wir über die gesamte Zeit volle Konzentration an den Tag legen. Wir erwarten mit dem nächsten Gegner den Tabellenersten. Ich glaube, jedem war vor der Saison schon klar, dass mit denen zu rechnen ist – und das haben sie auch genauso umgesetzt. Sie haben offensiv sowie defensiv eine gute Qualität, um diese Saison den Unterschied auszumachen. Wir kämpfen leider seit zwei Wochen mit personellen Problemen, und zu Sonntag sieht es immer noch nicht rosig aus. Zwar haben wir 1–2 Rückkehrer, aber leider fehlen noch immer einige Leistungsträger. Auf den Wunsch, das Spiel auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, konnten wir uns leider nicht einigen.
Wir werden trotzdem das Beste daraus machen und 120 % geben!“

Jakob Finnern (SG Reinfeld/Kronsforde): In den letzten Spielen haben wir es immer wieder geschafft die Spiele mit viel Ballbesitz zu dominieren und uns viele Chancen zu erspielen. Daran wollen wir auch gegen Azadi anknüpfen. Wir erwarten einen offensivstarken Gegner. Sie haben erst einmal weniger als vier Tore geschossen, das heißt genau das müssen wir versuchen zu verhindern. Personell sieht es für Sonntag aktuell sehr gut aus und wir haben einen vollen Kader zur Verfügung.

SG Breitenfelde/Mölln – TSV Schlutup (So., 15 Uhr)

Arne Riewe (SG Breitenfelde/Mölln): „Am Sonntag kommt Schlutup zu uns – ein Gegner mit vier Spielen und keiner Niederlage.
Das wollen wir natürlich ändern! Wir stehen nicht unter Druck, aber wir wollen uns endlich für unsere Leistungen in den letzten Spielen belohnen und unseren Weg auch im letzten Drittel konsequent zu Ende gehen. Deshalb werden wir, wie in jedem Spiel, unseren Plan durchziehen und mutig auftreten. Personell sieht es weiterhin durchwachsen aus – zwar sind einige Urlauber zurück im Kader, aber optimal ist es noch nicht. Zum Glück sind die Ferien bald vorbei – dann greifen wir wieder richtig an.“

Tim Kreutzfeldt (TSV Schlutup): „Wir fahren nach Breitenfelde, um das Spiel zu gewinnen – wissen aber auch, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Der Gegner hat deutlich bessere Spiele abgeliefert, als die Anzahl der Punkte erahnen lässt, und wir sind gewarnt.Junge Truppe mit viel Tempo und ordentlich Einsatz. Dazu ein großer Rasenplatz. Für mich wäre es ein Heimkommen an alte Wirkungsstätte – leider werde ich urlaubsbedingt nicht dabei sein. Das trifft auch weiterhin auf Alkhuby und Akgün zu. Bei Staniec wird sich kurzfristig entscheiden, ob er fit fürs Spiel ist. Alle anderen Spieler sind an Bord.“

Der 6. Spieltag

VfL Rethwisch – TSV Gudow 3:2
TSV Travemünde – Fortuna St. Jürgwn 2:1
Lübeck 1876 – Eintracht Groß Grönau II (Sa., 15 Uhr)
ATSV Stockelsdorf – TSV Kücknitz (16 Uhr)
VfL Vorwerk – Eichholzer SV II (16.30 Uhr)
SV Viktoria 08 – TSV Pansdorf II (So., 14.45 Uhr)
SV Azadi II – SG Reinfeld/Kronsforde (15 Uhr)
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Schlutup

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein