Trainer-Duo Serkan Rinal und Nils Kjär (VfB Lübeck II). Foto: sr
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Lübeck – Serkan Rinal hört beim VfB Lübeck als Cheftrainer der Oberliga-Mannschaft auf. Es ist eine Entscheidung für die Familie. Auch Nils Kjär, Co-Trainer der U23-Auswahl verlässt den Verein. Die Entscheidung fiel bereits unter der Woche, doch der Verein bat um eine gemeinsame Veröffentlichung am heutigen Sonnabend um 19.19 Uhr. HL-SPORTS gab vertrauensvoll seine Zustimmung dazu.

Angebot abgelehnt

Die U23 des VfB Lübeck wird mit einem neuen Trainerteam in die Saison 2020/21 gehen. In guten und vertrauensvollen Gesprächen teilte Rinal Sportdirektor Rocco Leeser mit, dass er das Angebot des VfB auf eine Weiterbeschäftigung nicht annehmen wird und Platz machen möchte.

„Pause für die Familie“

„Nach unglaublich wichtigen und schönen Erlebnissen ist es für mich an der Zeit eine wichtige Pause für mich und meine Familie einzulegen“, so Rinal. „Gerade in schwierigen Zeiten war es für mich selbstverständlich, dass ich meinen Beitrag dazu leiste, den VfB auf Kurs zu bringen. Ich werde dem VfB als Lübecker Junge immer verbunden bleiben und wünsche dem Verein viel Erfolg für die Zukunft.“

Serkan Rinal (Cheftrainer VfB Lübeck II)
Foto: Lobeca/Raasch

Aufstieg in die 2. Bundesliga

Bereits als Spieler feierte Rinal beachtliche Erfolge an der Lohmühle, gehörte unter anderem 2002 zu dem Team, dem der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. Insgesamt bestritt der heute 42-jährige ehemalige Verteidiger 97 Pflichtspiele für Grün-Weiß, darunter acht Partien in der 2. Bundesliga.

Seit acht Jahren ununterbrochen auf der Lohmühle

Einige Jahre nach seiner aktiven Karriere kehrte er im Januar 2012 an die Lohmühle zurück und wurde zunächst Co-Trainer der Regionalligamannschaft unter Ramazan Yildirim. Ein Jahr später, in der schwärzesten Stunde der Vereinsgeschichte, hielt er dem VfB im Insolvenz-Winter 2012/2013 die Treue, übernahm die U23. Ein Großteil des damaligen Kaders war in die Regionalligamannschaft aufgerückt, eine vollständige Mannschaft bekam Rinal in der Oberliga nicht immer zusammen – einige Spiele konnten dadurch nicht bestritten werden. Von Grund auf baute Rinal sich ein neues Team und schaffte letztlich nach erfolgreichen Jahren in der Verbands- und Landesliga im Sommer 2018 den Aufstieg in die Oberliga. Dort hielten die Grün-Weißen im ersten Jahr als Tabellensechster ungefährdet die Klasse. Danach sieht es auch in dieser Saison trotz Corona-Krise aus.

„Große Verdienste“

„Serkan Rinal hat große Verdienste speziell um unsere U23“, sagt Rocco Leeser. „Wir wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit. Er wird immer ein gern gesehener Gast an der Lohmühle bleiben!“

Nils Kjär (VfB Lübeck II)
Foto: Lobeca/Raasch

Auch Kjär geht

Mit Rinal wird auch sein spielender Co-Trainer Kjär den Verein verlassen. Kjär kann auf eine sehr lange Zeit an der Lohmühle verweisen. 2007 kam er vom FC Hansa Rostock in die U23 des VfB. Doch bereits kurz darauf rückte er unter Trainer Uwe Fuchs in den Regionalligakader auf und trug in den Folgejahren in über 200 Pflichtspielen das Trikot der 1. Herren. In diese Zeit fallen unter anderem der DFB-Pokal-Triumph über Mainz 05 2009, der Wiederaufstieg in die Regionalliga 2014 und die Landespokalsiege 2015 und 2016. Seit knapp vier Jahren ist er als spielender Co-Trainer eine feste Säule unserer U23. „Ich hatte eine wunderschöne Zeit beim VfB“, so Kjär. „Ich fühle mich körperlich aber nach wie vor fit, so dass ich noch ein oder zwei Jahre spielen möchte. Ich bin noch zu sehr Fußballer, um jetzt aufzuhören und ausschließlich Trainer zu sein.“

Nachfolger noch nicht bekannt

Nach fast einem Jahrzehnt wird die Regionalliga-Reserve eine neue sportliche Führung bekommen. Wie die Lösung aussehen wird, ist noch nicht bekannt.

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