Der VfL Vorwerk und die SVG Pönitz wollen oben dran bleiben. Foto: Lobeca/André Porath
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Lübeck – Der letzte Spieltag der Verbandsliga Süd-Ost vor einer langen Winterpause steht am Wochenende an. Tabellenführer 1. FC Phönix II trifft auf das Schlusslicht SG Bad Schwartau, vermeintlich ein Selbstgänger. „Verfolger“ Rapid bekommt es nach dem Erfolg im Nachholspiel mit dem TSV Neustadt zu tun, der tabellarisch nur knapp über dem Strich steht. Die SVG Pönitz könnte mit einem Sieg beim SV Hamberge auf dem 3. Platz überwintern, da die SG Sarau/Bosau sich schon in die Winterpause verabschiedet hat. Sie wartet allerdings mit Personalien auf (s. unten). Den VfL Vorwerk erwartet ein Fight beim TSV Lensahn, der jeden Punkt gegen den Abstieg braucht. Eintracht Groß Grönau will nach der Niederlage im Nachholspiel gegen Rapid zurück in die Spur und empfängt den TSV Gremersdorf.

Die Stimmen zum Spieltag:

SV Hamberge – SVG Pönitz (Sa., 14 Uhr)

Mark Knüppel (Hamberge): „Am Samstag noch ein letztes Spiel für dieses Jahr. Durch die Siege der letzten Wochen gehen wir zuversichtlich ins Spiel und wollen nochmal punkten. Da mit Pönitz eine taktisch starke Mannschaft mit einer guten Offensive kommt, müssen wir defensiv gut arbeiten und dürfen uns keine Fehler erlauben, wollen aber selber mutig sein. Leider konnten wir Dienstag aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nur individuell trainieren. Donnerstag wurde aber wieder intensiv in Mannschaftsstärke trainiert. Trotzdem werden am Wochenende wohl Tebelmann, Burmester, Lange und Weber fehlen.“

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Martin Wagner (Pönitz): „Das letzte Spiel für 2021 steht auf dem Programm. Wir haben mit Hamberge eine, in meinen Augen, absolute Wundertüte vor der Brust. Der SV hat in den letzten Spielen einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Es wird ein absolutes schweres Auswärtsspiel. Wir müssen vom Kopf her 100 Prozent da sein. Wir dürfen am Samstag nicht viel liegen lassen und müssen alle Möglichkeiten nutzen, die wir bekommen. Patrick Staege steht uns wegen einer Sperre nicht zur Verfügung. Ansonsten warten wir das Abschlusstraining ab und werden dann den Kader bestimmen.“

TSV Eintracht Groß Grönau – TSV Gremersdorf (Sa., 15 Uhr)

Henning Meins (Groß Grönau): „Das letzte Spiel des Jahres wollen wir natürlich gewinnen. Dass es jedoch kein Spaziergang wird, hat uns bereits das Hinspiel gezeigt. Wenn wir die Leistung abrufen, zu der wir imstande sind zu leisten, dann gewinnen wir das Spiel.“

Sven Puls (Gremersdorf): „Ein Glück ist das Spiel in Groß Grönau das letzte Spiel dieses Jahr. Die Liste der Ausfälle ist Wahnsinn und trotzdem Riesenrespekt an die Jungs. Jeder hat immer alles gegeben und sich voll reingehängt, egal ob Training oder Spiel. Genauso wollen wir es auch am Samstag versuchen und das Punktepolster ausbauen. Unser Ziel ist weiterhin nur der Klassenerhalt.“

1. FC Phönix Lübeck II – SG Bad Schwartau (Sa., 16.30 Uhr)

Alexander Weiß (Bad Schwartau): „Unzählige Spieler angeschlagen, krank oder verhindert. Und dann zu Phönix II. Beste Voraussetzungen um ein super Spiel abzuliefern. Letztes Spiel… Augen zu und durch.“

TSV Lensahn – VfL Vorwerk (So., 14 Uhr)

Christian Ippig (Lensahn): „Im letzten Spiel vor der Winterpause wollen wir unseren Zuschauern nochmal ein gutes Spiel zeigen, um mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen. Der Schwung und die Leistung aus dem Gremersdorf-Spiel sollen die Grundlage dafür bilden. Momentan fallen wohl nur Christian Robbes und Gianluca Genco aus. Alle anderen angeschlagenen Spieler dürften einsatzbereit sein. Unser Hauptaugenmerk richten wir auf die sehr gute Offensive der Vorwerker, die uns im Hinspiel beeindruckt hat. Hier gilt es, auf der Hut zu sein und so wenig Chancen wie möglich zuzulassen. Wir wollen den Punkt, den wir bei Anstoß der Partie auf der Habenseite verzeichnen können, festhalten.“

Benjamin Schramm (Vorwerk): „Letztes Pflichtspiel in Lensahn, die sicherlich nicht zu unterschätzen sind. Wir wollen das Kalenderjahr mit einem positiven Ergebnis beenden, dafür werden wir 100 Prozent geben.“

SC Rapid Lübeck – TSV Neustadt (So., 15 Uhr)

Christian Arp (Rapid): „Letztes Saisonspiel und dann wird sich erstmal erholt. Nach dem Hinspiel wurde ich vom Gegner noch direkt auf dem Platz zum Punktgewinn beglückwünscht, von daher sind wir erst einmal froh, wenn wir dieses Minimalziel erneut erreichen sollten. Sie haben sicherlich erneut große Ziele gegen uns und ich bin gespannt, wie sich die Partie entwickeln wird. Unseren Jungs würde ich vor der langen Winterpause wünschen, dass sie sich für die kämpferischen Leistungen der letzten Wochen noch ein letztes Mal belohnen würden.“

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Tony Böhme (Neustadt): „Am Wochenende steht das letzte Spiel für dieses Jahr an. Mit Rapid Lübeck wissen wir, was auf uns zu kommt. Eine starke, spielerische und taktische Mannschaft. Wir versuchen aus dem Vollen zu schöpfen, um auch dort zu punkten. Die letzten Spiele haben wir wieder zu uns gefunden und gehen mit breiter Brust in das Spiel.“

Nachholspiel SC Rapid Lübeck – Eintracht Groß Grönau 4:1 (2:1)

Christian Arp (Rapid): „Wie erwartet, haben wir ein bisschen gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden. Auf unserer weiterhin großen Fehlliste kamen im Vergleich zum Sarau-Spiel Müssig (Operation), Karakurt (krank) und Valentin Riese (Studium), die zuletzt wirklich sehr wichtig waren, dazu. Aber unser Mannschaftsgeist ist weiterhin intakt und derzeit ist es fast egal, wer für wen einspringt, da jeder, der für einen anderen Mitspieler einspringt, direkt liefert. Das ist Mannschaftssport, wie ich ihn liebe. Zusammengefasst war es kein hochklassiges Verbandsligaspiel wie in den letzten Aufeinandertreffen beider Teams, aber gerade mit Hinblick auf die zweite Halbzeit trotzdem ein souveräner und verdienter Sieg unsererseits. Am Sonntag noch einmal beißen und dann machen wir drei Kreuze, wenn endlich Winterpause ist und sich kadertechnisch hoffentlich alles wieder einigermaßen normalisiert. Den Grönauern wünsche ich vom Herzen viel Erfolg in den weiteren Saisonspielen und möchte mich an dieser Stelle nochmal bedanken, dass Sie vor ein paar Wochen unserer Bitte um eine Spielverlegung aufgrund Spielermangels umstandslos nachgekommen sind. So muss das sein im Amateurfußball, über den ich ansonsten immer mehr schmunzeln muss, wenn sich so manche Spieler oder Vereine wie in der Champions League fühlen.“

Henning Meins (Groß Grönau): „Nach sehr gutem Start und einer verdienten Führung, wurden wir leider zu bequem und nachlässig. Das nutzte der Gastgeber gnadenlos aus. Nach dem 1:3 kurz nach Wiederanpfiff, war die Partie für uns schon schwer umzubiegen. Eine klare Niederlage ohne großartige Glanzlichter unsererseits.“

Der 14. Spieltag (20./21.11.)

SV Hamberge – SVG Pönitz (Sa., 14 Uhr)
TSV Eintracht Groß Grönau – TSV Gremersdorf (15 Uhr)
1. FC Phönix Lübeck II – SG Bad Schwartau (16.30 Uhr)
TSV Lensahn – VfL Vorwerk (So., 14 Uhr)
SC Rapid Lübeck – TSV Neustadt (15 Uhr)
SG Sarau/Bosau spielfrei

Die Tabelle

1.1. FC Phönix Lübeck II1260 : 1831
2.SC Rapid Lübeck1126 : 1423
3.SG Sarau/​Bosau1225 : 1721
4.SVG Pönitz1227 : 2121
5.VfL Vorwerk1226 : 2420
6.TSV Eintracht Groß Grönau1127 : 3117
7.TSV Gremersdorf1217 : 2712
8.SV Hamberge1117 : 2210
9.TSV Neustadt1216 : 2610
10.TSV Lensahn1112 : 279
11.SG Bad Schwartau1217 : 436

Neues Personal für SG Sarau/Bosau

Die SG Sarau/Bosau ist als erster Verbandsligist bereits in die Winterpause gegangen, treibt aber seine Personalplanungen schon voran. Zwei Spieler wurden im Laufe der Woche als Zugänge vermeldet.

Max Golovcanski möchte nach 1 1/2 Jahren Pause wieder angreifen. Er war als Jugendlicher bei Eutin 08 aktiv und spielte zuletzt bei der BSG Eutin.

André De Luca kommt vom VfL Mark aus Nordrhein-Westfalen und wohnt seit kurzem mit seiner Familie im Norden. Er trainiert seit mehreren Wochen bei der SG und fühlt sich seit der ersten Minute pudelwohl im neuen Verein.

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