SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen – Duell der Sieglosen in Lütjenburg

Gremersdorf-Coach richtet deutliche Worte an Ligaverantwortliche

Die erste Englische Woche in der Kreisliga Südost steht an. Es kommt dabei zu einigen vielversprechenden Duellen. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige
Anzeige
OH-Aktuell

Grömitz – In der Kreisliga Südost steht die erste Englische Woche der Saison bevor. Dabei kommt es erneut zu spannenden Duellen, in denen Mannschaften aufeinandertreffen, die eine Menge Selbstbewusstsein haben. Bereits der dritte Spieltag ist es und daher gilt es dort für einige Mannschaften bereits darum, den Fehlstart abzuwenden. Einige Mannschaften sind derzeit noch sieglos und daher schon unter Druck. Andere dagegen wollen ihre Form fortsetzen und weiterhin ungeschlagen bleiben. Sieben Spiele bieten der Dienstag und Mittwoch, denn eines ist verlegt worden. Daher wird die SG Insel Fehmarn als einzige punktverlustfreie Mannschaft den Spieltag vom Sofa aus verfolgen.

SG Bösdorf/Malente – TSV Dannau (Di., 19 Uhr)

Die SG Bösdorf/Malente ist nach den ersten beiden Spielen ungeschlagen und dennoch hält sich die Zufriedenheit noch in Grenzen. Auf einen 2:0-Sieg gegen Eutin 08 II, wo die SG einen herausragenden Auftritt bot und ihren Trainer voll und ganz zufriedenstellte, sollte zuletzt ein kleiner Dämpfer folgen. In Gremersdorf konnte an diese Leistung kaum angeknüpft werden, dabei war der Sieg gar nicht so weit entfernt. Ein direkter Freistoß verhinderte letztlich den zweiten Dreier, sodass nach zwei Partien nun vier Punkte auf dem Konto stehen. Im zweiten Heimspiel möchte Bösdorf/Malente nun nachlegen und weiterhin ungeschlagen bleiben, doch auch der Gegner hat einiges vor. Aufsteiger TSV Dannau kommt mit einem Sieg und einer Niederlage im Gepäck, verlor zuletzt trotz zweimaliger Führung spät gegen den SV Großenbrode. Dennoch war der Start in die Saison für den Vizemeister der A-Klasse schon jetzt zufriedenstellend, denn in beiden Spielen bot das Team von Trainer Stefan Gärtner ansprechende Leistungen und zeigte sich offensivstark. Vor allem Mittelfeldspieler Tristan Anders ist mit drei Toren in guter Form, sodass die SG vorsichtig sein muss.

img 4555 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Benjamin Berger stellt seine Spieler auf den Gegner ein. Foto: Lobeca/Niklas Runne


„Wir wollen den Aufsteiger bei uns in Malente aus dem Stadion schießen!“

Zu Hause fühlte sich Bösdorf/Malente allerdings pudelwohl und dies soll nun auch auf dem Platz gezeigt werden. Cheftrainer Benjamin Berger erwartet von seiner Mannschaft nun einen Heimsieg, der allerdings keine Zweifel aufkommen lässt. Es soll, wenn es nach dem B-Lizenz-Inhaber geht, einen deutlichen Dreier geben: „Ich kann nahezu vom gesamten Kader ausschöpfen. Fünf Spieler werden fehlen, ansonsten habe ich alle Mann wieder an Bord. Wir müssen definitiv ein anderes Gesicht zeigen im Spiel zu Gremersdorf und wir müssen viel mehr Gier im Spiel mit dem Ball entwickeln und sauberer sein. Ansonsten ist die Marschroute klar: Wir wollen den Aufsteiger bei uns in Malente aus dem Stadion schießen! Wir wollen uns weiter vorne festsetzen, alles andere als ein Sieg wäre eine völlige Katastrophe und da erwarte ich von meinen Spielern langsam mal eine gewisse Gier und Erwartungshaltung von jedem selber, das bestmögliche Spiel abzuliefern, weil am Wochenende kommt mit der FT Preetz wieder eine ganz andere Hausnummer und da gilt es sich darauf vorzubereiten, damit wir auch am Wochenende erfolgreich sind und das funktioniert nur, wenn man eine gewisse Gier, Emotionalität und Selbstverständnis an den Tag legt und das wollen wir am Dienstag zeigen.“

FSG Saxonia – TSV Gremersdorf (Di., 19.15 Uhr)

Ein Punkt aus zwei Spielen steht auf dem Konto der FSG Saxonia nach den ersten beiden Spielen. In einer neuen Staffel sollte sich zeigen, dass die Mannschaft aus dem Kreis Plön sich erst einmal noch zurechtfinden muss. Außerdem kamen einige junge Spieler dazu, die Zeit brauchen. Daher darf die bisherige Ausbeute nicht überbewertet werden. Es war zwar sicherlich mehr drin, vor allem im ersten Spiel, doch mit Dersau/Kalübbe und Eutin 08 II traf die Mannschaft von Tobias Becker auch direkt auf zwei ernsthafte Aufstiegsspiranten. Nun folgt eine weitere Mannschaft mit Ansprüchen auf die oberen Plätze, denn der Verbandsligaabsteiger und Meister von 2024/25, der TSV Gremersdorf, ist zu Gast. Dieser holte vier Punkte aus den ersten beiden Spielen, was allerdings zu wenig aus Sicht des TSV war. Gegen Bösdorf/Malente am Sonnabend hätte man einen Sieg holen müssen, laut Trainer Christian Ippig, doch dieser blieb aus. Die Chancenverwertung war ein schwieriges Thema, was allerdings nicht von ungefähr kommt. Offensiv fehlen viele Spieler, beziehungsweise sind noch nicht alle fit. So kommt Rune Jäkel nun nach und nach mit Kurzeinsätzen zurück und Rene Klein fehlt verletzt.

„Was für ein kompletter Unsinn, den der Spielplanansetzer hier verzapft“

Bei der ohnehin schwierigen Personalsituation am Bankendorfer Weg kommt ein Auswärtsspiel am Dienstagabend in Bornhöved ihnen eher weniger entgegen. Ippig fand deutliche Worte dazu: „Zuerst frage ich mich, warum gibt es in den unteren Amateurklassen überhaupt englische Wochen? Mittlerweile haben wir keine strengen Winter mit gefrorenen oder verschneiten Plätzen mehr und könnten länger als bis Ende November spielen. Dies ist aber nicht der Punkt. Absolutes Unverständnis habe ich, wenn wir unter der Woche zu einem Auswärtsspiel fahren müssen und dabei 70 Kilometer auf der Landstraße zurücklegen müssen. Dies heißt für die Spieler 16:30 Uhr Treffen zur Abfahrt. Die Spieler gehen ja keinen Berufen nach und können völlig problemlos zu dieser Zeit abfahrbereit sein (Ironie aus). Was für ein kompletter Unsinn, den der Spielplanansetzer hier verzapft. Wie soll so etwas im unteren Amateurbereich bewerkstelligt werden? Das Spiel muss dann auch spätestens 19:15 Uhr angepfiffen werden, weil der Platz des Gegners kein Flutlicht hat. Welche Gedanken macht sich der Spielplanansetzer eigentlich. Dies geht ja nicht nur uns so. Dies ist in mindestens drei weiteren Spielen so. Da kann ich mir nur an den Kopf fassen. Mal ganz davon abgesehen, dass das Spiel im ursprünglichen Spielplan schon eine Stunde früher angesetzt war.“

img 5172 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Deutliche Worte fand Gremersdorf-Coach Christian Ippig. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Die große Unbekannte wartet

Sportlich möchte Gremersdorf auch im dritten Spiel unbesiegt bleiben, doch damit dies klappt, wissen die Ostholsteiner auch, braucht es mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und einen starken Auftritt. „Saxonia ist die große Unbekannte. Leider konnte ich mir noch keinen Eindruck machen. Die bisherigen Spiele taugen für eine Analyse auch nicht. Unabhängig vom Gegner wollen wir unser Spiel durchsetzen, an das gute Spiel gegen die SG Bösdorf/Malente anknüpfen, stabil in der Defensive und vorne effizienter sein. Leider hat sich Patrick Eichholz verletzt, sodass er erst mal ausfallen wird. Bei Rene Klein erwarten wir diese Woche die Diagnose. Er wird aber weder am Dienstag noch am Samstag einsatzbereit sein. Einige Spieler arbeiten auswärts, da müssen wir sehen, wann sie zum Spiel da sein können“, sagt Ippig.

SV Großenbrode – FT Preetz (Di., 19.45 Uhr)

Die FT Preetz legte einen starken Start in die Saison hin. Zum Auftakt war es ein gutes Spiel in Tensfeld, bei dem lediglich die Chancenverwertung ein Manko war. Viele, darunter auch mehrere hochkarätige Gelegenheiten, blieben ungenutzt und so gab es trotz langer Überzahl lediglich einen Punkt. Dies war etwas ärgerlich, doch für die Mannen aus dem Fichtestadion auch absolut kein Beinbruch. Wichtig war es nur, dass im folgenden Heimspiel sich dann auch belohnt werden würde und genau dies war der Fall. Preetz dominierte den SV Rickling über die volle Distanz und fuhr am Ende einen Kantersieg ein. 10:2 hieß es, wobei Mats Böckmann-Rixen und Spielertrainer Florian Manstein überragten. Dennoch sollte die Chancenverwertung erneut ein klares Thema bleiben. Trotz zehn Treffer wurden fünf, sechs Hochkaräter ausgelassen und somit ein noch deutlicherer Sieg verpasst. Nun gilt es kaltschnäuziger vor dem Tor zu sein und das womöglich einzige Manko der ersten beiden Spiele, die Effektivität, zu verbessern. Damit sollt am besten bereits am Dienstagabend um 19.45 Uhr angefangen werden, wenn die weite Auswärtsreise nach Großenbrode ansteht. Es ist eine undankbare Reise für die FT, die unter der Woche eine weite Strecke auf sich nehmen muss. Doch bereits in der vergangenen Saison meinten es die Liga-Verantwortlichen nicht gut mit ihnen, denn dort sollte unter der Woche auf Fehmarn gespielt werden.

Großenbrode warnt vor Unterschiedsspielern

Neben der Abschluss-, soll auch die Auswärtsschwäche in den Griff bekommen werden, denn schon im vergangenen Jahr tat sich Preetz in der Fremde deutlich schwerer als im Fichtestadion. Dieses Jahr gab es im ersten Auswärtsspiel ebenfalls keinen Sieg, sodass die Gier nach dem Dreier in der Fremde groß ist. Doch der SV Großenbrode reist mit einer großen Portion Selbstvertrauen an. Am Freitagabend gelang es den Ostholsteinern mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung trotz zweimaligem Rückstand die drei Punkte vom TSV Dannau zu entführen. Der doppelte Slowy, sowie ein Freistoß von Tom Deiterding in der Schlussphase waren entscheidend. Vergangene Saison gab es zwischen dem SVG und der FT jeweils einen deutlichen Heimsieg, in Preetz hieß es am Ende 5:1, während es in Ostholstein einen 4:1-Sieg gab. Nun möchte Großenbrode die Punkte erneut zu Hause behalten. Trainer Peter Thomm sagt: „Ich habe eine Vielzahl an Spielern zusammen. Es sind natürlich immer mal ein, zwei Fragezeichen dazwischen, da kann sich immer mal was ändern, aber unabhängig davon, habe ich glaube ich etwas Gutes zusammen. Es ist ein Heimspiel, da wollen wir jetzt auch punkten, nachdem wir am Freitagabend in Dannau gepunktet haben. Natürlich ist Preetz eine richtig gute Truppe. Ich denke, sie haben zwei, drei Unterschiedsspieler, unter anderem auch ihren Spieltrainer Florian Manstein. Ich glaube, das ist eine Truppe, auf die man aufpassen sollte und man darf sie nicht ins Rollen kommen lassen. Wir wollen trotzdem mutig nach vorne arbeiten und versuchen selbst so viele Chancen wie möglich zu erarbeiten, um dann auch erfolgreich vor dem Tor zu sein und hinten zu verteidigen. Wenn wir unsere Tugenden an den Tag legen, dann kann das was werden.“

img 6318 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Für den SV Großenbrode um den formstarken Yannic Slowy (r.) soll es nun auch zu Hause Punkte geben. Foto: Lobeca/Niklas Runne

TSV Lütjenburg – TuS Tensfeld (Mi., 19 Uhr)

Der Druck ist durchaus groß vor dem Duell am Mittwochabend zwischen dem Tabellenschlusslicht und Drittletzten. Der TSV Lütjenburg steht früh nach einem Umbruch im Sommer mit 15 Abgängen und zum Start zwei deutlichen Niederlagen mit dem Rücken zur Wand. So stehen beim Tabellenschlusslicht nicht nur keine Punkte, sondern auch schon jetzt 2:16 Tore. Es ist die Bilanz eines Absteigers. Die Lage ist also bereits früh ernst, doch nicht überraschend. Den vielen Abgängen stehen kaum Zugänge gegenüber, sodass große Teile der letztjährigen Zweiten die Schuhe für den TSV schnüren. Diese schafften es allerdings, sowohl die SG Insel Fehmarn als auch Lensahn in der ersten Halbzeit noch vor Herausforderungen zu stellen, auch wenn es am Ende jeweils deutliche Niederlagen gab. Nun steht das zweite Heimspiel innerhalb weniger Tage an und dort ist die Hoffnung groß, dass es ein Erfolgserlebnis gibt. Der Gegner startete nämlich ebenfalls enttäuschend in die Saison und verlor jüngst mit 2:8. Der TuS Tensfeld hat dennoch unumstritten viel Qualität im Kader, sodass in der Mannschaft deutlich mehr steckt, als das vergangene Spiel vermuten ließ.

img 3257 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Tensfeld-Coach Christopher Hinz fordert ein anderes Gesicht seiner Mannschaft. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Tensfeld will eine Reaktion zeigen

Am ersten Spieltag gab es schließlich für die Segeberger noch ein 1:1-Remis gegen die FT Preetz, wo sie trotz 70-minütiger Unterzahl mehr Spielanteile und das Chancenplus hatten. Zwar gehörten dem Gegner die gefährlicheren, dennoch sollte der Auftritt einer dezimierten Mannschaft für Zufriedenheit sorgen. Nach der 2:8-Niederlage gegen Fehmarn sah es etwas anders aus, auch wenn Cheftrainer Christopher Hinz aufrief, geduldig zu sein. Sein Spielsystem muss erst noch implantiert werden und wenn dies gelingt, dann kann die Mannschaft aus der „Kuhle“ durchaus einige Teams ärgern. Die Ambitionen der vergangenen Jahre kamen schließlich nicht von ungefähr. Nun gilt es allerdings erst einmal abzuwarten und doch trotz Realismus und Geduld, ein anderes Gesicht zu zeigen als es am Sonnabend der Fall war. Hinz sagt dazu: „Wir wissen, dass TSV Lütjenburg keinen einfachen Start hatte, aber wir schauen erstmal auf uns. Nach dem letzten Spiel wollen wir eine Reaktion zeigen und einige Dinge deutlich besser machen. Wichtig ist, dass wir von Anfang an da sind, mutig auftreten und unser Spiel auf den Platz bekommen. Wir fahren nach Lütjenburg, um ein gutes Spiel zu machen und wollen dort natürlich auch etwas mitnehmen.“ Die Bilanz zwischen den beiden Kreisligisten ist ausgeglichen, denn vor zwei Jahren gewannen beide Mannschaften jeweils ihr Heimspiel. Nun sind die Voraussetzungen allerdings anders, denn trotz des Saisonstarts gehen die Segeberger klar favorisiert ins erste Auswärtsspiel der Saison.

Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

SG Göhl/Oldenburg – Eutin 08 II (Mi., 19 Uhr)

Es war schwer zu glauben, was am Sonnabend in Dersau geschah. Ein Elfmeter, der für große Fragezeichen und absolute Fassungslosigkeit bei nahezu allen Verantwortlichen sorgte, sollte der SG Göhl/Oldenburg die erste Saisonniederlage zufügen. Es war ein Spiel, in dem Trainer Mario Markmann enorm mit dem Unparteiischen haderte, doch gleichzeitig auch seine Mannschaft in die Pflicht nahm. Denn der Auftritt seines jungen Teams war für den Cheftrainer ebenfalls nicht zufriedenstellend. Daher soll es nun eine Steigerung geben, denn es wartet ein besonderes Duell auf die SGGO. „Nach den verlorenen Punkten gegen Dersau wollen wir gegen Eutin wieder in die Spur kommen. Um das Spiel erfolgreich gestalten zu können, müssen wir wieder mehr Qualität in unser Pass-und Kombinationsspiel bekommen und unsere Fehlerquote senken.“ Das Derby gegen Eutin 08 II steht an und dieses könnte erneut ein potenzielles Spitzenspiel sein. Beide Mannschaften verfolgen ganz klar das Ziel um den Titel mitzuspielen, sodass ein hochklassiges Duell zu erwarten ist. Dabei soll es personell für den Trainer der Oldenburger allerdings noch Fragezeichen geben: „Fehlen wird Marco Doormann (gesperrt). Bei Jannik Fuhrmann müssen wir gucken, wie schwer die Verletzung aus dem Spiel ist. Ansonsten sind Spiele in der Woche vom Kader her immer schwierig. Da müssen wir gucken, wie es bis Mittwoch aussieht.“ In diesem Duell steckt durchaus eine Menge. Dies sah auch Markmann so: „Spiele gegen Eutin sind natürlich immer besonders und mit etwas Derbycharakter. Für beide Teams gilt es, den Anschluss nach oben zu halten. Dazu treffen zwei spielstarke Teams aufeinander. Deswegen erwarte ich ein interessantes Spiel.“

img 7938 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Marco Doormann wird nach seiner Roten Karte gegen Dersau am Mittwoch fehlen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Eutin schaut nur auf sich

Eutin 08 II hat ebenfalls wie der kommende Gegner drei Punkte auf dem Konto stehen. Nach der Niederlage zum Start gegen Bösdorf/Malente, wo kaum etwas funktionierte und sich die 08er eindeutig zu harmlos im Spiel nach vorne präsentierten, folgte zuletzt die Reaktion. Mit 4:2 wurde die FSG Saxonia bezwungen, dabei hätten durchaus noch weitere Treffer fallen können. Gleichzeitig bewahrte Keeper Max Castells allerdings auch die Zweitvertretung vor weiteren Gegentoren. Das Spiel zeigte ganz klar auf, dass die Stärken der Eutiner nicht verschwunden sind und das Offensivspiel auch weiterhin funktioniert. Gleichzeitig wurde dieses allerdings auch durch Jorge Bruckmann und Andrii Stepanov aus dem Landesligakader ergänzt. Beide halfen den Rosenstädtern massiv. Defensiv sah der Cheftrainer noch eine klare Schwachstelle. Zwischen den Ketten war der Raum zu groß, sodass daran gearbeitet wird. Ansonsten ist Eutin heiß auf das Spiel, auch wenn ihnen bewusst ist, dass es keineswegs einfach wird. Florian Schumacher sagt: „Mit Göhl/Oldenburg erwartet uns ein junges, ambitioniertes Team. Sie starten einen Neuaufbau und sind gut gestartet, auch wenn sie am Wochenende in Dersau verloren haben. Sie werden offensiv- und laufstark sein und auf heimischem Geläuf natürlich siegen wollen. Durch die jungen Talente, welche aus der A-Jugend gekommen sind, und zum Teil schon in der SH-Liga auflaufen, wird es ein schwieriger Gegner. Dennoch wollen wir weiterhin nur auf uns schauen und kommen mit Selbstbewusstsein aus dem Wochenende.“ Auf vergangene Duelle zwischen den beiden jungen Mannschaften zu schauen, bringt nicht wirklich etwas. Zwar traf die Spielgemeinschaft im damaligen Meisterjahr schon auf Eutin, doch es ist eine komplett veränderte Truppe, die für die Oldenburger aufläuft.

TSV Lensahn – SV Kirchbarkau (Mi., 19 Uhr)

Der TSV Lensahn konnte am Sonntag die Auftaktniederlage egalisieren. Nach einer 1:7-Pleite im Derby beim SC Cismar stand zuletzt das Auswärtsspiel in Lütjenburg an. Zunächst tat sich der klare Favorit noch schwer, wirkte sehr nervös, doch dann kam die starke Offensive ins Rollen. Bereits in der mehr als 20 Minuten langen Nachspielzeit vor der Halbzeit sollten der doppelte Haruna Jammeh sowie Mostafa Zourgani die Lensahner auf die Siegerstraße bringen. Nach dem Seitenwechsel legten sie nach, sodass es am Ende einen 7:1-Sieg gab. Somit wurde auch das Torverhältnis wieder ausgeglichen. Nun steht das erste Heimspiel der Saison für die Mannschaft von Daniel Safadi an und dort soll an der Leistung ab der 40. Minute vom Lütjenburg-Spiel angeknüpft werden. Die ersten Punkte auf der heimischen Sportanlage sollen her. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz, auf dem bekanntermaßen alles möglich ist. Dieser ist schmal und für viele Mannschaften sehr gewöhnungsbedürftig. Doch ist dies auch für den SV Kirchbarkau der Fall? Dieser kommt mit Selbstvertrauen nach einem 3:2-Sieg gegen den SC Cismar und möchte nun den nächsten Gegner ärgern. Selbst spielt man ebenfalls auf einem schmalen Platz, sodass sich zeigen wird, wie man klarkommt.

img 6005 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Kirchbarkau möchte nach dem SC Cismar, nun auch den TSV Lensahn ärgern. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Ärgert Kirchbarkau den nächsten Favoriten?

Defensiv wird Kirchbarkau sicherlich erneut auf ihre kompakte Hintermannschaft setzen, die es zuletzt schaffte, das Zentrum komplett zu verdichten. Es wurde nahezu gar nichts durch die Mitte zugelassen und offensiv über die schnellen Außen für Gefahr gesorgt. Daher ist die offensivorientierte Lensahner Mannschaft sicherlich gewarnt. Der Gegner ist für die Ostholsteiner absolut eine Unbekannte, denn noch nie gab es ein Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams. Auch wenn die Favoritenrolle klar an die Heimmannschaft geht, sollte diese definitiv gewarnt sein. Mit der Leidenschaft, wie sie am Sonnabend gegen Cismar gezeigt wurde, kann der SVK es der Safadi-Elf enorm schwer machen. Daher wird diesem Duell mit Spannung entgegengefiebert.

SC Cismar – SG Dersau/Kalübbe (Mi., 19 Uhr)

Auf den furiosen Auftakt mit einem 7:1-Sieg gegen den TSV Lensahn folgte für den SC Cismar zuletzt ein herber Dämpfer. Es wurde an der Vorsaison angeknüpft und erneut in der Fremde ein ganz anderes Gesicht gezeigt, als noch zu Hause. Das Resultat war eine 2:3-Niederlage in Kirchbarkau und dies, obwohl das Spiel nach der späten 2:1-Führung sogar auf die Seite der Grömitzer zu kippen schien. Am Ende gab es dennoch keine Punkte, was aufgrund der 90 Minuten, in denen der SCC ideenlos wirkte und kaum für Torchancen sorgte, auch nicht unverdient war. Nun gilt es diese Niederlage allerdings schnell aus den Köpfen zu bekommen, denn das nächste Spiel steht schon vor der Tür. Nun dürfen sie wieder zu Hause ran und mit der SG Dersau/Kalübbe gastiert eine Spitzenmannschaft der Liga. Im vergangenen Jahr belegte diese bereits den dritten Platz und mit vier Punkten aus zwei Spielen startete diese nicht gerade schlecht ins neue Jahr. Dennoch sollte man in beiden Partien erst spät das Spiel auf seine Seite ziehen. Gegen Saxonia wurde ein 0:2-Rückstand in den Schlussminuten noch aufgeholt und zuletzt gegen die SG Göhl/Oldenburg gelang den „Keilern“ der Siegtreffer erst in der 88. Minute nach einem fragwürdigen Elfmeter. Nichtsdestotrotz stehen die vier Punkte auf dem Konto von Dersau und dies ist das, was zählt.

lobeca 210577 20250421 @ SC Cismar möchte Heimspiel-Gesicht zeigen - Duell der Sieglosen in Lütjenburg
Es ist ein spannendes Duell am Mittwoch an der Gildestraße zu erwarten. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Brisante Duelle in der Vergangenheit

Die Mannschaft des SC Cismar ist sicherlich gewarnt, doch vor allem hochmotiviert am Mittwochabend wieder das wahre Gesicht zu zeigen, wie gegen Lensahn. Dabei ist die Hoffnung auf einige Rückkehrer groß, denn mit Paul Schröder, Lennard Siebrecht, Jamie Birkner oder auch Ben Nachbarschulte sollte eine ganze Achse zuletzt wegbrechen. Die Hoffnung auf die Rückkehr dieser und einige weitere Spieler ist groß. Zu erwarten ist, dass es erneut ein hart umkämpftes und brisantes Duell wird. Dies war es in der Vergangenheit oftmals, denn so gab es in den jüngsten vier Duellen fünf Platzverweise. Sportlich spricht die Bilanz für die SG Dersau/Kalübbe. Dreimal gewann diese, zweimal der SCC. Zudem gab es zwei Punkteteilungen. Auffällig ist allerdings, dass sich zwischen diesen beiden Teams noch nie die Gastmannschaft durchgesetzt hat. Darauf ausruhen wird sich Cismar allerdings keineswegs, denn dafür ist man zu heiß, etwas wiedergutzumachen. Daniel Temme sagt: „Die Niederlage gegen Kirchbarkau tat im gesamten schon ziemlich weh. Die Analyse folgt. Gut ist dann aber, dass wir den Fokus auf das nächste Spiel legen können und müssen. Wir empfangen eine starke Mannschaft aus Dersau/Kalübbe, die uns letztes Jahr schon vor Probleme gestellt hat. Wir wollen wieder das Gesicht zeigen, dass uns ausmacht. Leidenschaft, Einsatz und der absolute Wille. Nur dann werden wir erfolgreich sein können.“

Der 3. Spieltag im Überblick

SG Bösdorf/Malente – TSV Dannau (Di., 19 Uhr)
FSG Saxonia – TSV Gremersdorf (19.15 Uhr)
SV Großenbrode – FT Preetz (19.45 Uhr)
SG Göhl/Oldenburg – Eutin 08 II (Mi., 19 Uhr)
TSV Lüjenburg – TuS Tensfeld
TSV Lensahn – SV Kirchbarkau
SC Cismar – SG Dersau/Kalübbe

1.SG Insel Fehmarn217 : 26
2.FT Preetz211 : 34
3.TSV Gremersdorf25 : 24
4.SG Bösdorf /​ Malente24 : 24
5.SG Dersau/​Kalübbe26 : 54
6.SC Cismar29 : 43
7.TSV Dannau26 : 33
8.TSV Lensahn28 : 83
9.SG GO Göhl/​Oldenburg26 : 63
10.SV Kirchbarkau25 : 53
11.Eutin 08 II – U2324 : 43
12.SV Großenbrode23 : 53
13.FSG Saxonia24 : 61
14.TuS Tensfeld23 : 91
15.SV Rickling22 : 140
16.TSV Lütjenburg21 : 160


Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein