SC Cismar unterstreicht Heimstärke im Verfolgerduell – Lensahn rettet spät einen Punkt

Tabellenführer holt Remis

Lennard Siebrecht war beim SC Cismar nach Verletzungspause zurück. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Grömitz – Der 27. Spieltag in der Kreisliga Ost bot wieder einiges. So verabschiedete sich eine Mannschaft wohl aus dem Rennen um die ersten beiden Plätze. Diese verlor gegen einen Tabellennachbarn und somit das zweite Mal binnen weniger Tage. Der Tabellenführer blieb ebenfalls sieglos und somit bereits zum dritten Mal. Für den Aufsteiger SV Großenbrode war es ein bitterer Sonntag, der mit einer deutlichen Auswärtspleite endete. Ansonsten ist die erste Entscheidung bereits gefallen, denn der erste Absteiger steht fest. Die SpVgg Putlos wird den Gang in die Kreisklasse A antreten, nachdem man gegen den TSV Klausdorf II mit 0:4 verlor. Mit einem blauen Auge kam das in 2026 ungeschlagene Team der Stunde davon.

SC Cismar – SG Bösdorf/Malente 3:0 (2:0)

Sowohl der SC Cismar als auch die SG Bösdorf/Malente hatten am vergangenen Sonnabend etwas wiedergutzumachen. Die Grömitzer verloren mit 2:3 beim Heikendorfer SV II und kassierten einen Dämpfer im Rennen um die Top-Zwei. Bösdorf unterlag spät beim TSV Lütjenburg, sodass der Druck durchaus groß war, denn mit einer weiteren Niederlage würde sich die SG wohl auch vorzeitig aus dem Rennen verabschieden. Personell fehlten allerdings erneut einige Spieler. Thies Theede, Thore Meyer, Fabian Riemann, Niklas Brandtner, Argurijan Zogaj, Kim Kaun und Christian Schröder standen gleich sieben potenzielle Startelfspieler nicht zur Verfügung. Der Kader war somit stark ausgedünnt und der Aderlass sollte am Ende des Tages zu groß sein. Gegenüber stand ihnen nämlich eine Mannschaft, die zwar auch auf mehrere Sperren verzichten musste, wie Lui Treutler oder Ben Boller, allerdings auf einige Rückkehrer wieder setzen konnte. So waren Florian Nothnagel und Lennard Siebrecht, zwei klare Schlüsselspieler, zurück. Bösdorf/Malente legte den Fokus auf eine kompakte Defensive und wollte über Umschaltmomente zu Torchancen kommen. Cismar hatte dementsprechend mehr den Ball und wartete auf Lücken, die sich boten. Nach bereits 17 Minuten sorgten die Rückkehrer Florian Nothnagel und Lennard Siebrecht (17.) für die Führung der heimstarken Grömitzer. Diese kamen gut in die Partie und machten munter weiter. Thias Reincke steckte durch und diesmal war es Nothnagel (36.) selbst, der traf. Bösdorf/Malente tat sich schwer, erwischte keinen guten Tag, denn so richtig viele Chancen spielten sie nicht heraus. So war mit dem 3:0 durch Tom Andres (73.), der einen Freistoß von Paul Schröder einköpfte, die Messe gelesen. Für den SCC war dies ein weiterer Erfolg auf dem heimischen Platz, während die SG sich in der Fremde weiterhin schwertut. Neun Punkte liegt man hinter dem zweiten Platz derzeit, sodass man sich wohl von den Aufstiegsträumen verabschieden muss.

Sascha Pretzel (SC Cismar): „Klasse Reaktion meiner Mannschaft nach der Niederlage vergangene Woche. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, gute schnelle Kombinationen nach vorne haben zu gefährlichen Abschlüssen geführt. Defensiv standen wir sehr stabil und haben den Ball gut laufen lassen. Trotz einiger Ausfälle war es eine gute Mannschaftsleistung. Schön herausgespielte Tore durch Lenny Siebrecht nach Vorarbeit Florian Nothnagel. Das 2:0 durch Florian Nothnagel durch einen klasse Steckball vom Thias Reincke. Das 3:0 in der zweiten Halbzeit durch ein Kopfballtor von Tom Andres nach Freistoß von Paul Schröder. Es war eine gute Partie, auch der Linienrichter, über den Hauptschiedsrichter möchte ich mich heute lieber nicht äußern, aber auch dadurch haben sich meine Spieler nicht beirren lassen und verdient drei Punkte geholt.“

Benjamin Berger (Bösdorf/Malente): „Absolut verdiente Niederlage gegen eine eiskalte und zweikampfstarke Mannschaft. Wir fahren mit einem gebeutelten Kader nach Cismar. Mit Theede, Meyer, Riemann, Brandtner, Zogaj, Kaun und Schröder fehlten mir sieben Spieler im Aufgebot. Bei allen drei Gegentoren pennen wir und spielen mit dem Ball nicht gut. Glückwunsch an Cismar.“

SG Insel Fehmarn – Heikendorfer SV 4:2 (1:1)

Die SG Insel Fehmarn ist richtig guter Form. In den vergangenen Wochen sammelten sie zahlreiche Punkte, sodass der Klassenerhalt frühzeitig eingefahren wurde. Es war die perfekte Reaktion auf den schwachen Start ins Jahr, wo man keine gute Figur machte. Der Höhepunkt des jüngsten Trends war sicherlich das 10:1 beim TSV Klausdorf II, wo man herausragte und das Trainerteam staunen ließ. Daran sollte am vergangenen Sonnabend allerdings angeknüpft werden, doch mit dem Heikendorfer SV II kam ein unbequemer Gegner auf die Insel. Dieser bezwang in der Vorwoche noch den SC Cismar. Man war also gewarnt, dennoch kam man nicht gut ins Spiel. Fritjof Gotzian (11.) brachte Heikendorf in Führung. Die Leichtigkeit aus dem Spiel gegen Klausdorf war an diesem Nachmittag nicht da, denn der ersatzgeschwächte Gegner leistete deutlich mehr Gegenwehr. Dennoch glich Fehmarn nach einer halben Stunde aus. Tjelk Jacob (30.) wurde gefunden und der Torjäger setzte seinen persönlichen Lauf fort. Es war ein Wachmacher für die Insulaner, die nun besser ins Spiel kamen. Bis zur Pause fiel dennoch kein weiterer Treffer. Nach dem Seitenwechsel musste Jan Töpfer verletzungsbedingt vom Feld, für ihn kam David Beljan ins Spiel. Dieser avancierte zum Man of the Match. Keine 60 Sekunden nach seiner Einwechslung war er erfolgreich. Heikendorf reiste ohne Ersatzspieler an und konnte daher nicht rotieren. Dennoch glich man zum 2:2 aus. Einen Elfmeter verwandelte Finn-Ole Nord (78.). Es ging also mit Spannung in die Schlussphase, in der erneut Beljan (87.) traf. Es war die erneute Führung für die Ostholsteiner, die drei Minuten später den Deckel drauf machten. Max Laftentz (90.) nutzte einen Abstimmungsfehler zwischen dem HSV-Keeper und Verteidiger, sodass er den Ball ins Tor spitzelte zum 4:2. Dies war der Endstand, sodass die SG Insel trotz einer eher dürftigen Leistung den nächsten Dreier einfuhr.

Fynn Severin (Fehmarn): „Wir haben uns sehr schwergetan, was wir als Trainer auch schon vermutet haben, nach so einem letzten Spiel wie gegen Klausdorf. Es ist ganz schwierig, den Schalter umzulegen, man hat diese Selbstverständlichkeit und das hat man die erste halbe Stunde auch gemerkt. Bis zum 1:1 war es ein sehr schlechtes Spiel unsererseits, wir waren gar nicht da. Wir geraten nach einem Freistoß in den Rückstand, von der Mittellinie, der durchrutscht und der Stürmer macht den dann rein. Unser Glück war dann, dass ein Diagonalball von Max Lafrentz bei Tjelk Jacob landet, der macht den zum Ausgleich rein. Wir gehen so mit einem Unentschieden in die Halbzeit, haben die Dinge angesprochen, die verbessert werden mussten. Laufbereitschaft, Einsatz, Zweikämpfe – es war keine gute erste Halbzeit von uns. So plätscherte auch die zweite Hälfte vor sich hin. Dann musste Jan Töpfer ausgewechselt werden nach einem Ellbogenschlag, unabsichtlich. Dafür kam dann David Beljan rein und mit seinem zweiten Ballkontakt schießt er dann einen Freistoß von halbrechts in die Torwartecke, platziert, unhaltbar zum 2:1. Nichtsdestotrotz kommt Heikendorf dann gefühlt das dritte Mal bei uns in den Sechzehner. Beljan geht runter in den Zweikampf, spielt erst den Ball, ich hab es von außen nicht gesehen. Ich weiß nicht, ob es ein Foul war oder er den Ball an die Hand bekommen hat, auf jeden Fall wurde Elfmeter gepfiffen. Vorher war es ein glasklarer Elfmeter an Dennis Petersen, den Baldin nicht pfeift. Also der war wirklich glasklar, den muss der Linienrichter sehen, vielleicht hat er es auch, aber Baldin pfeift den nicht. Das wäre gegebenenfalls das 3:1 gewesen, so bekommen wir kurz darauf den Ausgleich. Wir sind aber drangeblieben, haben Chancen gehabt für die Führung und dann macht David Beljan das 3:2. Jesse Lafrentz macht dann in der 90. Minute nach Missverständnis zwischen Verteidiger und Torwart das 4:2, spitzelt den Ball vor dem Festhalten durch die Beine. Es war ein verdienter Sieg, aber keine gute Leistung. Wir können froh sein, dass Heikendorf nur mit elf Mann angereist ist und nicht wechseln konnte. Die Schiedsrichterleistung möchte ich mal ausdrücken, war „solide“.“

Concordia Schönkirchen – Eutin 08 II 0:0 (0:0)

Keine zwei Wochen nach dem Hinspiel trafen die TSG Concordia Schönkirchen und Eutin 08 II erneut aufeinander. Das erste Aufeinandertreffen sorgte für Aufruhr, nachdem eine starke TSG Concordia dem Tabellenführer die erste Niederlage nach dem Winter zufügte. Diesem fiel damals wenig ein, sodass das 1:3 nicht unverdient war. Nun wollte die Mannschaft von Jasper Frahm allerdings ein anderes Gesicht zeigen und den Dreier einfahren, doch erneut war es eine schwierige Aufgabe. Personell waren im Vergleich zum Hinspiel einige Spieler neu dabei. Mit Monty Gutzeit kehrte der Top-Torjäger zurück, außerdem starteten auch Max Golovcanski, Leon van den Eeckhaut und Jesper Görtz. Für Letzteren war es ein besonderes Spiel, denn der Winterneuzugang vom Oldenburger SV feierte sein Debüt, nachdem ihn eine Verletzung ausbremste. Auf der Gegenseite standen mit Jon Köpke und Alexander Löwe zwei wichtige Stammspieler nicht zur Verfügung, die beim ersten Aufeinandertreffen noch dabei waren. Auf dem großen Rasenplatz hatten die Gäste durchaus Schwierigkeiten. Dennoch waren sie erneut die klar spielbestimmende Mannschaft. Es war ein ähnliches Spiel wie am Waldeck, denn erneut war es kein Chancenfeuerwerk. Dennoch gab es durchaus Gelegenheiten für die Rosenstädter, so verpasste Gutzeit in der Anfangsphase die Führung. Zur Pause blieb es torlos in einem umkämpften, aber keineswegs unfairen Spiel. Nach dem Seitenwechsel agierte die Zweitvertretung nun gegen den Wind, der sehr stark war. Dennoch kam die Frahm-Elf zu Torchancen. Florian Schumacher brachte den Ball nach einem Standard gefährlich aufs Tor. Kurz darauf scheiterte Tom Clausen aus der Distanz, bevor Rick Jacobsen die beste Möglichkeit der zweiten Hälfte hatte. Schönkirchen kam ebenfalls zu Gelegenheiten, doch auch die Köpke-Elf traf nicht. So war es ein torloses Remis, mit dem beide durchaus leben konnten. Schönkirchen setzte den starken Trend fort und machte erneut Eigenwerbung für sich. Der Traum von der Rückkehr in die Verbandsliga lebt noch, auch wenn der Punkteabstand relativ groß ist, denn die Auftritte nach dem Winter waren sehr überzeugend. Für Schönkirchen steht am Dienstag bereits das Nachholspiel in Putlos an, während Eutin am Sonnabend die SG Dobersdorf/P’hagen zum Spitzenspiel empfängt.

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Jasper Frahm (Eutin 08 II): „Es war ein schweres Spiel in Schönkirchen auf ihrem großen Rasenplatz, der doch recht uneben war und zudem auch der Wind sehr aktiv war. Nichtsdestotrotz haben wir uns fest vorgenommen, dort offensiv und aktiv zu agieren. Das haben wir auch getan. Wir haben in der ersten Halbzeit mit dem Wind agiert, sind direkt in der Anfangsphase gefährlich geworden mit Monty Gutzeit, der leider aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf. Das war schon mal eine hochkarätige Chance, wir sind dann aber weiter drangeblieben. Insgesamt kann man sagen, dass es ein chancenarmes Spiel war. Es waren wenige hochkarätige Chancen vorhanden, sodass es beim 0:0 geblieben ist. In der zweiten Halbzeit sind wir dann rausgekommen, haben gegen den Wind agiert, mussten uns natürlich ein Stück weit umstellen und trotzdem waren wir auch in der zweiten Halbzeit weiterhin spielbestimmend. Wir hatten extrem viel Ballbesitz und Schönkirchen ist selbst mit Wind relativ wenig eingefallen. Sie standen defensiv kompakt, haben versucht in Umschaltmomenten gefährlich zu werden. Am Ende sind sie eher durch Standards gefährlich geworden, die wir alle aber gut wegverteidigt haben. Wir hatten in der zweiten Halbzeit auch noch zwei, drei gute Chancen durch Florian Schumacher nach einem Standard, Tom Clausen mit einem Abschluss und die hochkarätigste war wohl nach einem schnell ausgeführten Freistoß durch Rick Jacobsen, der im Fünfmeterraum die Chance hatte selbst abzuschließen oder querzulegen. Stattdessen verspringt ihm der Ball und der Torwart konnte die Chance vereiteln. So ist es beim 0:0 geblieben. Wir können mitnehmen, dass wir dennoch die spielbestimmende und bessere Mannschaft waren, konnten trotzdem das Spiel nicht endgültig für uns entscheiden. Wir sind trotzdem zufrieden damit, dass wir dort einen Punkt geholt haben. Nun geht es für uns regulär in die Trainingswoche, um uns auf das nächste Spiel vorzubereiten. Dort werden wir dann alles daran legen, zu Hause gegen den nächsten Gegner drei Punkte einzufahren.“

TSV Lensahn – FT Preetz 3:3 (1:3)

Der TSV Lensahn ist das Team der Stunde in der Kreisliga Südost. Nach einer Hinrunde mit Höhen und Tiefen legten die Ostholsteiner einen starken Spurt nach dem Winter hin. Keine einzige Niederlage musste die Mannschaft von Daniel Safadi hinnehmen, der einzige Punktverlust war ein 2:2 in Eutin. Ansonsten wurden alle Spiele gewonnen. Dies liegt vor allem an dem starken Offensivtrio bestehend aus Finn-Ole und Thorben Ratje sowie Winterneuzugang Haruna Jammeh. Letzterer ist der Unterschiedsspieler und traf in jedem Spiel, in dem er auf dem Feld stand. Zu Gast am Sonntag war mit der FT Preetz eine Mannschaft, die sich zuletzt schwergetan hat. Man hatte viele Ausfälle zu verkraften und nachdem die Heimserie riss, mühte man sich nicht nur in der Fremde. Dort tut sich die FT nämlich richtig schwer. Positiv war die Rückkehr von Spielertrainer Florian Manstein, der in den vergangenen beiden Partien schmerzlich vermisst wurde. Lensahn spielte keine gute erste Hälfte, sodass der Gast aus dem Fichtestadion das Spiel weitgehend im Griff hatte. Mirco Breiholz (24.) sorgte für das frühe 1:0. Kurz darauf antwortete Moritz Gallowsky (28.) allerdings. Dennoch hatte die Gastmannschaft in den ersten 45 Minuten die Oberhand und ging durch einen Doppelschlag vor der Pause erneut in Führung. Ugurcan Er (40.) und Kilian Bollmann (45.) stellten auf 3:1. Es brauchte eine klare Leistungssteigerung der Hausherren, denn sonst würde die Serie an diesem Sonntag reißen. Finn-Ole Ratje (63.) verkürzte, doch im Anschluss verteidigte Preetz nahezu alles weg. Zwar hatte der TSV mehr Kontrolle, doch die richtig klaren Chancen wurden nicht kreiert. So ging es in die Schlussminuten und der Sieg war für Preetz nicht mehr weit entfernt, doch tief in der Nachspielzeit war es die individuelle Klasse von Haruna Jammeh (95.), die den Ausgleich besorgte. Somit gab es erneut keine Niederlage für Lensahn, die zwei verschiedene Gesichter zeigten.

Vadim König (TSV Lensahn): „Nach einer der schwächsten ersten Halbzeiten seit langer Zeit lag unsere Mannschaft zur Pause folgerichtig mit 1:3 zurück. In dieser Phase haben wir vieles vermissen lassen, was uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat: Es fehlte an Präsenz in den Zweikämpfen, an Laufbereitschaft sowie an der nötigen Sicherheit im Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit zeigte das Team jedoch eine deutliche Reaktion und bewies Charakter. Durch die Leistungssteigerung konnten wir uns zurückkämpfen und uns am Ende mit einem aus unserer Sicht verdienten Punkt belohnen.“

SG Dobersdorf/P’hagen – SV Großenbrode 5:1 (0:0)

Der SV Großenbrode wollte zurück in die Erfolgsspur finden. Zu Gast war der Aufsteiger bei der SG Dobersdorf/P’hagen, die sich mitten im Titelrennen befindet. Zuletzt fand der Tabellenzweite zurück in die Spur, sodass die kurze Sieglosserie nur von kurzer Dauer war. Die harten Wochen stehen allerdings erst an, sodass Dobersdorf nun gefordert ist. Für die Ostholsteiner war die Auswärtsaufgabe bei der SG sicherlich eine der schwierigsten der Saison, dennoch versteckten sie sich nicht. In der Hinrunde unterlag man erst durch zwei ganz späte Tore mit 0:2 und kratzte an einem Punktgewinn. Selbst war man nicht chancenlos, denn es boten sich durchaus Gelegenheiten, die allerdings ungenutzt blieben. So sollte es auch im Rückspiel sein, wo Trainer Peter Thomm wieder auf einige Optionen mehr zurückgreifen konnte als es noch in den jüngsten Wochen der Fall war. In der ersten Hälfte hatten beide Teams Annäherungen, wobei auf Seiten der Großenbroder vor allem Yannic Slowy die Riesenchance hatte. Diese blieb allerdings ungenutzt, sodass es torlos in die Halbzeit ging. Aus dieser kam Dobersdorf gut raus. Sie brachten mit Wedemann, Bossmann und Kjell Gonda gleich drei eigentliche Stammspieler, die in der Offensive enorm belebend sein sollten. Gonda (61.) war es auch, der für den Führungstreffer sorgte. Die Einwechslung des großgewachsenen Angreifers sollte sich voll und ganz auszahlen, denn einen Elfmeter verwandelte er zum 2:0, womit der Sieg für den Favoriten ein großes Stück näher rückte. Über die Entstehung dieses Strafstoßes haderten die Gäste. Diese verkürzten allerdings selbst vom Punkt durch Rico Wetendorf (79.), sodass nochmal Spannung aufkam, allerdings wurde diese schnell gebremst. Joker Dustin Tramborg sah eine für Trainer Thomm fragwürdige Rote Karte. Die Überzahl nutzte Dobersdorf eiskalt aus, sodass Bossmann (85.), Niklas Matthies (92.) und Dennis Wedemann (95.) das Ergebnis auf 5:1 hochschraubten. Aus Sicht des Aufsteigers war dieses Resultat am Ende durchaus zu hoch, denn vor allem die Schlussphase war höchst ärgerlich.

Peter Thomm (SV Großenbrode): „Wir verlieren das Spiel mit 1:5, was aus meiner Sicht deutlich zu hoch ist. Wir gestalten das Spiel relativ offen, beide Mannschaften haben in der ersten Halbzeit eine Hundertprozentige. Bei uns wird der Schuss noch sensationell abgegrätscht beziehungsweise der Schuss noch mit einer Grätsche geblockt. Zehn Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hat unser Stürmer Yannic Slowy die große Chance auf das 1:0 und macht den allein vorm Torwart nicht rein. So kommst du aus der Halbzeit raus mit einem 0:0, gestaltest es weiter offen, bist gut im Spiel, kämpfst, ackerst, bist da und dann gibt es einen Eckball für Dobersdorf und das ist dann das Einzige, was mich ärgert: Den verteidigen wir einfach schlecht. Der kommt auf den ersten Pfosten und so steht es dann 1:0 für Dobersdorf. Dann kommt der Part des Schiedsrichters. Es gibt einen Elfmeter für Dobersdorf, der zum Erstaunen aller als Elfmeter gepfiffen wurde. Der war locker vier Meter außerhalb des Sechzehners. Er war eher an der Seitenlinie als am Sechzehner, unglaublich, dass man da Elfmeter pfeift. Natürlich macht Dobersdorf den rein. Wir haben die Chance auf das 2:1, das wird uns zurückgenommen, angeblich wegen Abseitsstellung, das kann gar kein Abseits sein. Selbst Dobersdorfer Spieler mussten schmunzeln und waren erstaunt. Das kann gar nicht sein, dass das Tor von Rico Wetendorf weggenommen wird. Unglaublich, eine krasse Fehlentscheidung aus meiner Sicht. Dann machen wir trotzdem das 2:1 und dann gibt es einen Elfmeter für uns. Wetendorf verwandelt den souverän. Dann kommt die nächste krasse Fehlentscheidung für mich, es gibt die Rote Karte gegen uns. Mein Einwechselspieler Dustin Tramborg und der Dobersdorfer sind im Laufduell, Dustin ist einen halben Meter von ihm entfernt. Der Dobersdorfer stolpert über seine eigenen Füße, der Schiedsrichter pfeift erst Elfmeter. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten wird dieser zurückgenommen und als Freistoß gewertet, es gibt trotzdem die Rote Karte, was regeltechnisch richtig ist, aber es war halt niemals ein Foul. Das war die nächste krasse Fehlentscheidung. So bist du ein Mann weniger, liegst mit 1:3 hinten und machst dann natürlich hinten auf und fängst dir noch zwei Konter. Alles in allem war es eigentlich ein gutes Spiel meiner Mannschaft, nur es macht es halt schwierig, wenn man gegen einen bis drei mehr spielt, die eigentlich gar nicht spielen, sondern das Spiel leiten sollen. Ich bin kein Schiedsrichter-Meckerer, aber irgendwann hat man dann auch mal die Schnauze voll. Das waren krasse Fehlentscheidungen gegen uns und das hat meine Mannschaft so nicht verdient, deswegen tut es mir leid für die Jungs, weil sie sehr aufopferungsvoll gekämpft haben.“

Der 27. Spieltag

VfR Laboe – Raisdorfer TSV 3:0
Schönkirchen – Eutin 08 II 0:0
Dersau/Kalübbe – Lütjenburg 4:2
SG Insel Fehmarn – Heikendorfer SV II 4:2
SC Cismar – SG Bösdorf/Malente 3:0
SpVgg Putlos – TSV Klausdorf II 0:4
TSV Lensahn – FT Preetz 3:3
Dobersdorf/P’hagen – SV Großenbrode 5:1

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