Jatta gegen Hack
Foto: Lobeca/Gettschat
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Hamburg – Auf Platz zwei in der 2. Bundesliga steht wieder der Hamburger SV. Nach dem eindeutigen 4:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg äußerten sich die Spieler wie folgt.

Schaub: „Wichtig, dass wir überzeigend gespielt haben“

Louis Schaub: „Wir haben verdient, auch in der Höhe gewonnen. Wir hätten vielleicht früher das 3:0 nachlegen müssen und das Gegentor war ein bisschen bitter, vielleicht ein kurzer Knackpunkt. Da haben wir das Tempo rausgenommen, trotzdem haben wir es noch gut gemacht. Wichtig ist, dass wir überzeugend gespielt und damit die drei Punkte geholt haben. Die Stimmung war überragend und die Fans haben uns von Anfang an super unterstützt.“

Beyer sieht noch keinen Unterschied

Jordan Beyer: „Ein 4:1-Sieg gegen Nürnberg zum Start kann sich sehen lassen. Vier Tore schießt man auch nicht alle Tage und der Club hat ja vergangenes Jahr auch noch in der Bundesliga gespielt. Einen Unterschied von 1. zur 2. Liga habe ich jetzt noch nicht gemerkt.“

Ex-Nürnberger ärgert sich über Gegentor

Tim Leibold: „Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht und sind mit dem Ergebnis hochzufrieden, dass wir so gestartet sind. Komisch, dass wir mit dem ersten Schuss der Nürnberger so ein Gegentor fressen. Das war in einer Phase, wo das Spiel so dahinplätschert. Da haben wir zu wenig gemacht, um das dritte zu erzielen. Das war schon ein kleiner Aufwind für den Club. Wir waren froh, dass wir zügig den Elfmeter bekommen haben und so zwei Tore in Vorsprung gingen. In der Höhe war es ein verdienter Sieg. Ein guter Einstieg Ende Januar für uns.“

Cheftrainer lobt

Dieter Hecking (Trainer): „Wir haben ein richtig gutes Heimspiel gemacht, hatten schon vor dem 1:0 einige gute Chancen. Ich bin sehr einverstanden mit der Leistung. Nürnberg hat versucht kompakt zu stehen, konnten uns aber nicht aufhalten. Nach dem Gegentor kann so ein Spiel kippen, aber wir trotzdem die Lösung gefunden und es nach dem 3:1 souverän und seriös zu Ende gespielt. Großes Lob an die beiden Innenverteidiger, die das richtig gut gemacht haben. So ein Start nach der Winterpause wünscht man sich.“

Keller niedergeschlagen

Jens Keller (FCN-Coach): „Wir waren die erste Halbzeit nicht gut im Spiel. Vor allem die Qualität unseres Ballbesitzes war nicht gut. Wir haben viele Bälle erobert, aber sie wieder zu schnell wieder hergegeben. Es lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Zur Pause haben wir ein paar Dinge umgestellt, kommen gut raus und machen das Tor. Dann sind wir dran und dann kommt ein Elfmeter. Das hat uns das Genick gebrochen und die Mannschaft hat den Mut verlassen.“

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Bochum vor der Brust

Eine lange Pause hat der HSV nicht, denn am Montag steht das Auswärtsspiel beim VfL Bochum an. Der Spielplan lässt die Rothosen etwas hinterherlaufen. Tabellenführer Arminia Bielefeld ist schon am heutigen Freitag in Aue dran und kann wieder vorlegen. Auch der VfB Stuttgart kann vorerst am Hecking-Team vorbeiziehen, spielt am Sonnabend beim FC St. Pauli.

Jattas Antwort

Bakery Jatta muss sich voraussichtlich am Freitag erst einmal zum Arzt begeben. Er rauschte in der Nachspielzeit mit Nürnbergs Adam Zrelak zusammen und musste behandelt werden. Hecking wusste nach dem Spiel noch nicht, was mit dem Torschützen zum 1:0 genau ist. Dass ausgerechnet der Gambier die Hamburger Führung erzielte, freute alle Fans der Hausherren. Er musste sich nach dem Hinspiel schweren Anschuldigungen zu seiner Identität gefallen lassen. Der „Club“ legte Einspruch gegen die 0:4-Niederlage im vergangenen August ein, recherchierte auf eigene Faust und entschuldigte sich kurz vor dem erneuten Zusammentreffen beider Vereine am vergangenen Donnerstag.

Minuskulisse im Volkspark

Enttäuschend war die Kulisse, denn die war Minusrekord in der laufenden Zweitligasaison des Hamburger SV. Nur 39.985 Zuschauer erfreuten sich an dem Erfolg des Tabellenzweiten. Nach dem Auftritt in Bochum am kommenden Montag hofft man auf mehr Anhänger zum Heimspiel gegen den Karlsruher SC am 8. Februar. Das wird spannend, denn der HSV wird dann zum ersten Mal kontrolliert eine Feuerwerksshow zeigen. Dazu gab es lange Ärger mit dem Verband, der inzwischen allerdings doch einlenkte.

20.Spieltag (31.1.-3.2.)
Regensburg – Fürth (Fr.)
Aue – Bielefeld
Hannover – Wiesbaden (Sa.)
St. Pauli – Stuttgart
Karlsruhe – Kiel
Nürnberg – Sandhausen (So.)
Heidenheim – Dresden
Darmstadt – Osnabrück
Bochum – Hamburg

PlatzMannschaftSpielePunkte
1.DSC Arminia Bielefeld1937
2.Hamburger SV1934
3.VfB Stuttgart1934
4.1. FC Heidenheim1930
5.SSV Jahn Regensburg1929
6.FC Erzgebirge Aue1929
7.SpVgg Greuther Fürth1928
8.SV Sandhausen1927
9.VfL Osnabrück1926
10.Holstein Kiel1924
11.SV Darmstadt 981922
12.FC St. Pauli1921
13.Hannover 961921
14.VfL Bochum 18481920
15.Karlsruher SC1920
16.SV Wehen Wiesbaden1920
17.1.FC Nürnberg1919
18.SG Dynamo Dresden1916
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