Schneckenrennen um den Aufstieg – Kiel und Rostock können schon planen

HSV mit Mini-Chance – FC St. Pauli stolpert

Foto: Lobeca/Gettschat

Hamburg – Die 2. Bundesliga verspricht ein spannendes Saisonfinale. Während sich der 1. FC Heidenheim sich am Osterwochenende durch eine 0:2-Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten FC Erzgebirge Aue die letzte Chance oben noch einmal anzugreifen, hielt sich der Hamburger SV eine Mini-Aussicht offen. Der FC Schalke 04 punktete als einziges Team aus der Spitzengruppe dreifach und führt die Tabelle nun alleine an.

S04 dreht Top-Spiel

Eine beeindruckende Leistung zeigten die „Knappen“ in Darmstadt. Nach Rückstand drehten Simon Terodde und Marius Bülter die Begegnung in einen 5:2-Sieg. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung vor der Konkurrenz. Am kommenden Sonnabend kommt Verfolger Bremen und am vorletzten Spieltag der FC St. Pauli. in Sandhausen und am letzten Spieltag beim 1. FC Nürnberg heißen die Aufgaben für den Spitzenreiter.

- Anzeige -

Werder stand die Latte im Weg

Werder Bremen kam über ein 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg nicht hinaus, ärgerte sich über einen vermeintlichen Strafstoß gegen sich und einen Lattenkopfball von Marvin Ducksch kurz vor Schluss. Auf Schalke und in Aue sowie gegen Kiel und Regensburg sind „eklige“ Aufgaben für die Grün-Weißen.

Etienne Amenyido (FC St. Pauli) sitzt auf dem Boden. Foto: Lobeca/Max Krause

Kiezkicker ärgern sich

Mit Blick auf den Norden waren die St. Pauli-Fans nach dem bitteren Ausgleich in der Nachspielzeit von Sandhausen mehr als enttäuscht. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir so spät den Ausgleich bekommen. Wir haben Sandhausen kaum Chancen ermöglicht, dann fehlt bei der Ecke die Konzentration und so werden wir bestraft“, sagte Jackson Irvine nach dem 1:1 am Hardtwald. Darmstadt, Nürnberg und Düsseldorf kommen noch ans Millerntor und am vorletzten Spieltag geht es nach Schalke.

Zwei Tietz-Tore reichten nicht

Wie schon beim 0:5 gegen den HSV in dieser Saison, steckte Darmstadt 98 eine erneute deutliche Heimschlappe gegen den FC Schalke 04 ein – und das trotz Doppeltorschützen Phillip Tietz. Beim FC St. Pauli und in Düsseldorf sowie gegen Aue und Paderborn stehen noch als Aufgaben an.

Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Der „Club“ ist noch dran

Die Führung in Bremen endete mit einem 1:1-Remis, wobei man sich fragen muss: war es Glück oder Können? Ein Elfmeter, der in der Vorgeschichte nicht gegeben hätte dürfen und am Ende Glück, weil Bremens Stürmer zu genau war. Möglich, dass der 1. FC Nürnberg das einfachstes Restprogramm hat. Gegen Sandhausen, danach auswärts im Norden bei St. Pauli und in Kiel und dann zum Finale gegen Schalke zuhause. Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt nur vier Punkte und auf Rang drei nur drei.

Mikkel Kaufmann (HSV) im Kopfballduell mit Christoph Kobald (KSC). Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Zwei Hoffnungen im Volkspark

Der HSV zeigte sich von der peinlichen Vorstellung in der Vorwoche in Kiel am Sonnabend gegen den Karlsruher SC von einer ganz anderen Seite. 3:0 hieß es im Heimspiel gegen die Badener und damit schürten die Rothosen wieder einen winzigen Hoffnungsschimmer, doch noch Platz drei zu erreichen. Die fünf Punkte Rückstand sind allerdings ein hartes Brett und im „Normalfall“ nicht zu schaffen. Doch was ist in dieser Spielzeit schon „normal“? In Regensburg, Ingolstadt und Rostock steht ein überschaubares Restprogramm mit dem Heimspiel am 33. Spieltag gegen Hannover 96 an. Doch erstmal steht das Pokal-Halbfinale am Dienstag um 20.30 Uhr gegen Erstligist SC Freiburg an. Zumindest ist klar, dass Mario Vuskovic Freistöße schießen kann. Nach seinem Traumtor zum 2:0 gegen den KSC sagte er: „Wir haben das Spiel vom Anpfiff bis zum Abpfiff kontrolliert und eine sehr gute Leistung geboten. Heute haben wir alles auf den Platz gebracht, was wir draufhaben, auch im emotionalen Bereich. Es freut mich natürlich sehr, dass ich mein erstes Tor für den HSV erzielt und dem Team damit geholfen habe. Am Dienstag gegen Freiburg wird es aber ein ganz anderes Spiel, wir müssen unsere beste Performance auf den Platz bringen. Unser aller Traum ist es, nach Berlin zu fahren.“

Holstein und Hansa fast nicht mehr einzuholen

Für Holstein Kiel und den F.C. Hansa Rostock dürfte der Klassenerhalt so sicher wie das Amen in der Kirche sein. Beide haben 38 Punkte auf ihren Konten und neun Zähler Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Bei noch vier ausstehenden Partien wäre ein Abrutschen auf Rang 16 wie ein nicht endender Albtraum. An der Ostsee kann man also guten Gewissens für eine weitere Zweitliga-Spielzeit planen.

Die Tabelle

1.FC Schalke 043064 : 3656
2.SV Werder Bremen3054 : 3954
3.FC St. Pauli3055 : 4053
4.SV Darmstadt 983059 : 4351
5.1. FC Nürnberg3045 : 3950
6.Hamburger SV3054 : 3048
7.1. FC Heidenheim 18463037 : 4145
8.SC Paderborn 073051 : 4144
9.SSV Jahn Regensburg3047 : 4239
10.Karlsruher SC3050 : 4739
11.Holstein Kiel3038 : 4838
12.F.C. Hansa Rostock3037 : 4738
13.Fortuna Düsseldorf3038 : 3637
14.Hannover 963029 : 4236
15.SV Sandhausen3034 : 4735
16.SG Dynamo Dresden3028 : 4029
17.FC Erzgebirge Aue3029 : 6122
18.FC Ingolstadt 043026 : 5619

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.