Der Lübecker Jubel nach dem 1:0. Der VfB konnte auch am Ende jubeln. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Am Mittwochabend standen sich der VfB Lübeck und der Heider SV im Halbfinale des Landespokals auf der Lohmühle gegenüber. 1.041 Zuschauer sahen eine Partie auf mäßigem Niveau, die der VfB am Ende mit 5:2 (2:2, 2:0) nach Verlängerung gewann und dadurch ins Finale gegen TSB Flensburg einzog.

Frühe Sicherheit

Die Partie begann optimal für den VfB. Bereits in der 8. Minute stand es 1:0. Nach einem Freistoß von Nathaniel Amamoo wurde der Ball per Kopf wieder in die Mitte gelegt, wo er dann durch Tommy Grupe in die Maschen befördert wurde. Auch das 2:0 gelang unter Mithilfe der Gäste. Einen Steilpass auf Samuel Abifade schob er in Co-Produktion mit einem Heider Abwehrspieler unter Bedrängnis am herauseilenden Keeper Raphael Bartell vorbei ins Netz. Auch in der Folgezeit blieben die Grün-Weißen tonangebend und erzielten einen weiteren Treffer (40.), der aber wegen eines Foulspiels (gestrecktes Bein) nicht gegeben wurde. Kurz davor hatte schon Fynn Kleeschätzky mit einem Kopfball nach einer Ecke die Latte getroffen. So ging es in mit 2:0 in die Pause.

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Völlig unnötige Verlängerung

Etwas überraschend fiel zehn Minuten nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer für Heide durch Leif Hahn, der einen verlängerten Eckball ungehindert einköpfte. Im weiteren Verlauf wurden die Gäste aktiver und kamen in der 71. Minute durch Oke Paulsen zum unverhofften Ausgleich, bei dem auch VfB-Keeper Julius Schmid nicht gut aussah. In der direkten Situation vor diesem Angriff war Abifade zu eigensinnig. Anstatt den Ball zurückzulegen versuchte er es aus spitzem Winkel selber, erfolglos. Nach dem Ausgleich boten sich den Hausherren weitere Möglichkeiten, die aber durch Umständlichkeit oder mangelnde Präzision nicht genutzt wurden. Sieben Minuten vor Ende der regulären Spielzeit holte sich VfB-Sportdirektor Rocco Leeser wegen Reklamierens eine Gelbe Karte von Schiedsrichterin Mirka Derlin ab. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Erst brachte Aron Andreasson einen Freistoß von Robin Krolikowski nicht im Tor unter, dann traf Vjekoslav Taritas aus Abseitsposition und dann sag Jeff Mensah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte. Völlig unnötig ging es in die Verlängerung.

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Zweikämpfe waren Trumpf in der Partie. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Warum nicht gleich so?

Keine Minute war in der Extra-Zeit gespielt, da fiel die erneute Führung für die Hausherren, doch auch dieser Treffer zählte nicht, da Cemal Sezers Freistoß zwar im Tor war, ein Mannschaftskollege sich aber mit unlauteren Mitteln Platz verschaffte. Drei Minuten später dann aber doch: Brackelmann (94.) stand goldrichtig und staubte zum 3:2 für die Grün-Weißen ab. Fünf Minuten später traf Grupe nach Sezer-Freistoß per Kopf per Bogenlampe zum 4:2. In der 117. Minute schloss Krolikowski einen Konter überlegt zur endgültigen Entscheidung ab.

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