
Lübeck – Diese Geschichten schreibt nur der Fußball. Diesen Satz hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Und wieder ist es soweit. Er passt auf die Landesliga Holstein, denn die kann am 28. Spieltag am Wochenende für die ersten beiden Entscheidungen sorgen. Die Verhältnisse sind vor allem am Strietkamp klar. Der FC Fetih-Kisdorf hat es Schlusslicht gegen den Tabellenführer SC Rapid Lübeck zu tun.
Ausgangslage
Die Konstellationen sind klar. Gewinnt Rapid und kommt Verfolger VfB Lübeck II eine halbe Strunde davor nicht auf einen Sieg, ist das Team von “Alu“ Arp Meister und kickt in der kommenden Saison erstmalig in der Vereinsgeschichte in der Oberliga Schleswig-Holstein. Für den Gegner aus dem Kreis Segeberg bedeutet auf der anderen Seite eine Niederlage definitiv der Abstieg.
Nicht weniger interessant ist die Begegnung beim Ratzeburger SV, der als Tabellenvorletzter – mit zwei Spielen weniger – hat die Lübecker Reserve von der Lohmühle bei sich. Der RSV hat aufgrund der Nachholspiele noch alle Optionen den Klassenerhalt zu schaffen. Bei den Grün-Weißen würde ein Unentschieden oder eine Niederlage bedeuten, dass man die Glückwünsche zum Meistertitel an den SCR übermitteln dürfte. Mit einem Sieg wäre man definitiv für die Aufstiegsspiele qualifiziert.
Sogar Sechster noch gefährdet
Dazu steckt die halbe Liga noch im Abstiegskampf. Von Platz sechs an muss man theoretisch noch zittern. Die Differenz beträgt bei danach noch zwei Spieltagen neun Zähler. Wer dieses Wochenende also punktet, hat gute Karten – oben wie unten.
Die Stimmen zum 28. Spieltag
SV Todesfelde II – TSV Bargteheide 1:3 (Do.)
Sebstian Fojcek (Todesfelde): „Ein enttäuschender Abend und Spielverlauf für uns. Bei zwei von drei Gegentoren haben wir entscheidenden Anteil und agieren selbst zu zögerlich. Wir haben es nicht geschafft, die Energie auf den Platz zu bringen, die uns in den letzten Wochen getragen hat.“
Michel Wohlert (Bargteheide): „Wir starten gut ins Spiel und sammeln viele zweite Bälle auf. Dazu kam eine gute Präsenz in den Zweikämpfen, sodass wir schon die überlegene Mannschaft waren. Das 3:0 zur Pause ist sicherlich ein bisschen zu hoch, aber heute kam dann auch mal das Spielglück dazu, das uns in den letzten Wochen gefehlt hat. Wichtig war die Phase zwischen der 30. und 40. Minute zu überstehen, weil Todesfelde dort stärker wurde. Den zweiten Durchgang beginnen wir gut und haben mehrere Möglichkeiten das Spiel zu beenden. Das gelingt uns nicht und Todesfelde kommt im Gegenzug nochmal ran. Danach haben wir aber extrem konzentriert und diszipliniert verteidigt und nichts mehr wirklich zugelassen. Am Ende steht also ein verdienter Sieg, den die Jungs heute unbedingt für unseren verletzten Kapitän Jannis Rieger holen wollten.“
Ratzeburger SV – VfB Lübeck II (Sa., 15.30 Uhr)
Oliver Stutzky (VfB): „Wir wollen am letzten Spiel anknüpfen. Die Leistung war deutlich besser als in den Wochen davor, auch wenn wir nicht gewinnen konnten.“
FC Fetih-Kisdorf – SC Rapid Lübeck (Sa., 16 Uhr)
Nico Brehm (Kisdorf): „Am kommenden Samstag treffen wir auf dem heimischen Strietkamp auf Rapid Lübeck – ein Spiel, das man durchaus als David gegen Goliath bezeichnen kann. Wir konzentrieren uns jedoch voll auf uns selbst, wollen das Maximum herausholen und mit mannschaftlicher Geschlossenheit auftreten. Wir freuen uns auf die Partie.“
Christian Arp (Rapid): „Das Hinspiel haben wir zuhause mit 1:4 verloren, also wissen wir ganz genau, zu was für Leistungen Kisdorf fähig ist. Außerdem wäre ein Sieg für den Gastgeber ein wichtiger Strohhalm im hart umkämpften Abstiegsstrudel. Es müssen viele unsere Mechanismen ineinander greifen, um dort bestehen zu können, aber wir bleiben wie zuletzt auch optimistisch und werden dort hoffentlich gierig auftreten.“
Eichholzer SV – SC Rönnau (Sa., 17.30 Uhr)
Rene Sternberg (Eichholz): „Trotz eines stark dezimierten Kaders durch Verletzungen und Urlaube gehen wir selbstbewusst ins Spiel. Entscheidend wird sein, dass wir vor heimischer Kulisse alles investieren und den Gegner konsequent fordern, um die Punkte bei uns zu behalten. Erneut erhalten wir Unterstützung aus der Alten Herren sowie der zweiten Mannschaft, was ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt im Verein ist. Gespielt wird diesmal auf der hervorragend vorbereiteten Anlage an der Guerickestraße. Wir sind bereit.“
SVT Bad Oldesloe – FC Dornbreite Lübeck (So., 14 Uhr)
Sascha Strehlau (Dornbreite): „Wir treffen am Sonntag auf eine spielstarke Truppe, das heißt wir müssen gerade in der Defensive hellwach sein. Es werden Auschra, Göllner, Kalota und Kalfa fehlen.“
SV Eichede II – TuS Hartenholm (So., 14 Uhr)
Torge Maltzahn (Eichede): „Am Sonntag folgt ein enorm wichtiges Spiel gegen eines der zurzeit formstärksten Teams der Liga. Entscheidend wird sein, dass wir an die konzentrierten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir freuen uns auf dieses Spiel und sind überzeugt, die drei Punkte bei uns zu behalten.“
SSC Hagen Ahrensburg – TSV Pansdorf (So., 15 Uhr)
Aydin Taneli (Ahrenburg): „Wir freuen uns sehr, dass wir nun wieder zu Hause spielen können. Es ist gut getaktet, dass wir direkt am Wochenende wieder spielen, um den Kopf freizubekommen. Ich hoffe, dass meine verletzten Spieler ein Stück weit zurückkehren können; das wird sich jedoch erst herausstellen. Ansonsten werden wir das vergangene Spiel noch einmal analysieren, um bestimmte Fehlerquellen künftig besser minimieren zu können. Alles Weitere wird sich am Wochenende zeigen, wenn wir sehen, wie wir in dieses Spiel finden. Des Weiteren wissen wir, dass es gegen Pansdorf immer ein kämpferisches Spiel ist. Jeder Zweikampf wird vollkommen angenommen. Man muss sich gut stellen, sich gut positionieren und mit Absicherungen agieren. Es wird wichtig sein, Lücken und Schnittstellen gut zu erkennen, dort hineinzuspielen und die Bälle nicht zu schnell wieder zu verlieren. Da kommt ein Gegner auf uns zu, der in seinen Mannschaftsteilen sehr zweikampfstark ist und das gut bespielen kann.“
Hendrik Block (Pansdorf): „Ahrensburg ist ein schwerer Gegner und es wird darauf ankommen, dass wir den richtigen Fokus und die richtige Spannung haben. Das letzte Wochenende haben wir gesehen was passieren kann, wenn wir nicht 100 Prozent abrufen. Wir werden versuchen das in das letzte Training zu transportieren.“
Außerdem
VfR Horst – TSV Lägerdorf (Sa., 16 Uhr)
Die Tabelle
| 1. | SC Rapid Lübeck | 27 | 76 : 36 | 58 |
| 2. | VfB Lübeck II | 27 | 74 : 48 | 53 |
| 3. | Eichholzer SV | 27 | 70 : 53 | 45 |
| 4. | TSV Pansdorf | 27 | 68 : 55 | 43 |
| 5. | Hagen Ahrensburg | 27 | 58 : 44 | 39 |
| 6. | VfR Horst | 27 | 56 : 55 | 39 |
| 7. | TSV Bargteheide | 28 | 53 : 48 | 38 |
| 8. | TSV Lägerdorf | 26 | 44 : 58 | 36 |
| 9. | SVT Bad Oldesloe | 26 | 51 : 71 | 35 |
| 10. | FC Dornbreite | 27 | 51 : 62 | 34 |
| 11. | SV Todesfelde II | 28 | 41 : 53 | 33 |
| 12. | TuS Hartenholm | 26 | 54 : 58 | 32 |
| 13. | SC Rönnau | 26 | 33 : 56 | 31 |
| 14. | SV Eichede II | 27 | 40 : 43 | 30 |
| 15. | Ratzeburger SV | 25 | 52 : 63 | 25 |
| 16. | FC Fetih-Kisdorf | 27 | 43 : 61 | 24 |
Bildquellen
- Christian Arp: Lobeca/Porath
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?
Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.






