SG Insel Fehmarn und SC Cismar setzen erste Ausrufezeichen

Erster Spieltag bringt 37 Tore

Die SG Insel Fehmarn feierte den 9:0-Heimsieg. Foto: SG Insel/o.H.
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Grömitz – Die Kreisliga Südost startete am vergangenen Wochenende in die neue Saison. Der erste Spieltag wurde mit zahlreichen Toren, munteren Spielen und einer Menge Spektakel eröffnet. Bereits am Freitagabend gab das Derby zwischen der SG Bösdorf/Malente und Eutin 08 II einen Vorgeschmack, was man von den weiteren Spielen erwarten darf. Es war ein packender Start, der Lust auf mehr macht.

TSV Dannau – SV Rickling 4:0 (1:0)

Neben dem Eröffnungsspiel am Freitagabend in Malente sollte auch ein weiteres Spiel stattfinden. Eine halbe Stunde später rollte der Ball nur wenige Kilometer entfernt, denn der TSV Dannau empfing den SV Rickling. Beide stiegen in der vergangenen Saison in die Kreisliga auf. Das Heimteam musste dabei auf ihren Torjäger aus dem letzten Jahr, Nicolas Timpe, verzichten, der zur SG Sarau/Bosau wechselte. Dennoch schickte Stefan Gärtner eine schlagkräftige Truppe ins Rennen. Im 4-2-3-1 sollte Eslam Amiri die Rolle des Mittelstürmers übernehmen. Auf Seiten des SV Rickling startete mit Dominik Lembke ein namhafter Neuzugang. Es dauerte 20 Minuten, bis die Heimelf in Führung ging. Innenverteidiger Lucas Timm (20.) erzielte die Führung. Es sollte gleichzeitig auch die Pausenführung sein, doch im Laufe der ersten 45 Minuten musste Rickling bereits zweimal wechseln. Sowohl bei Mattis-Jarne Carstens als auch dem besagten Lembke ging es nicht weiter.

Dannau macht es deutlich

Es war also kein einfacher Start für den letztjährigen Vizemeister der Kreisklasse A Mitte in die neue Spielzeit. Man nahm sich viel für die zweite Hälfte vor, doch schnell sollte Rickling ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Eslam Amiri (62.) vollendete einen Gegenstoß im Zwei gegen Zwei aus rund 17 Metern ins rechte untere Eck. Es wurde nicht leichter für die Gäste, die nach rund 20 Minuten den dritten Gegentreffer kassierten. Der eingewechselte Linus Adam hatte gegen die robusten Verteidiger der Gäste Tempovorteile, kam über die rechte Seite und legte den Ball an den Fünfmeterraum, wo Tristan Anders (71.) den Ball im Tor unterbrachte. Sechs Minuten vor dem Ende kam es noch dicker für die Elf von Oliver Pekrun. Amiri behauptete sich gut gegen Nico Sinning, bediente Timm, der den Ball ablegte für Anders (84.), welcher freistehend zum 4:0 traf. Es war der Endstand, sodass die Hausherren sich im Aufsteigerduell durchsetzten.

SG Insel Fehmarn – TSV Lütjenburg 9:0 (2:0)

Die SG Insel Fehmarn startete nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung mit einem Heimspiel gegen den TSV Lütjenburg in die neue Saison. Dabei sollte es spannend werden, was für eine Truppe die Gäste auf den Platz schicken würden, denn mehr als 15 Spieler verließen in diesem Sommer die Kieler Straße. Kaum Akteure der letztjährigen Kreisligamannschaft sind noch verblieben und Neuzugänge gab es ebenfalls kaum. So reiste ein 16 Mann großer Kader auf die Insel. Dabei waren mit Mika Großnick, Jan Seidel und Enrico Rahlf gerade einmal drei Spieler, die mehr als 20 Spiele in der vergangenen Saison absolviert haben, noch dabei. Ansonsten gehörten viele Kicker der letztjährigen Zweiten zum Aufgebot. Auf Seiten der SG Insel sollte Sven Ove Westphal aufgrund seines Kreuzbandrisses fehlen. Der Einsatz von Torjäger Tjelk Jacob war im Vorfeld noch fraglich, denn der Stürmer ging angeschlagen aus dem Pokalspiel gegen Benz-Nüchel. Es reichte allerdings dennoch für einen Platz in der ersten Elf.

Fehmarn dreht nach der Pause auf

Fehmarn legte direkt schwungvoll los und ging nach nicht einmal 60 Sekunden in Führung. Mit Maurice Molles (1.) traf einer von zwei Neuzugängen in der Startelf. Im Anschluss sollte es allerdings im Abschluss etwas haken, denn die Ostholsteiner ließen viele gute Gelegenheiten liegen. Gästekeeper Tobias Geisler war mehrfach zur Stelle, sodass er seine Mannschaft vor einem deutlichen Rückstand zur Pause bewahrte. Dennoch fiel noch vor dieser der zweite Treffer. Fabian Plöger (42.) vollendete. Dieser war es auch, der wenige Minuten nach dem Wiederbeginn den zweiten Durchgang mit dem 3:0 (49.) eröffnete. Die Gegenwehr der Lütjenburger schwand mit zunehmender Dauer und so sollte es ein ganz bitterer Nachmittag werden. Niklas Specht (64.) und Tjelk Jacob (68.) stellten auf 5:0. Die beiden Joker Justin Simon (73.) und Michal Paluczynski (76.) legten ebenfalls nach, sodass klar war, dass es hier eine böse Klatsche für die Gäste von der Kieler Straße geben sollte. Specht (85.) und erneut Paluczynski (88.) stellten sogar auf 9:0, womit der TSV am Ende noch gut bedient war. Es waren bereits in den ersten 90 Minuten Auflösungserscheinungen beim letztjährigen Tabellenvierzehnten zu sehen.

Torwart verhindert noch höhere Niederlage

Fehmarn machte ein gutes Spiel, nutzte die immer mehr schwindende Gegenwehr aus, doch haderte dennoch mit der ersten Hälfte. David Beljan sagte zum Auftritt seines Teams: „Die Partie lief für uns ganz gut. Wir haben schön den Ball und Gegner laufen gelassen. Es war ein gelungenes Heimspiel. Gute Mannschaftsleistung und Maurice Molles mit vier Scorerpunkten sowie Max Lafrentz und Jesse Lafrenz, die eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Wir haben gut gearbeitet und den Ball laufen lassen. Der Torwart von Lütjenburg hat eine höhere Niederlage verhindert. Alle waren sofort da und sofort auf der Höhe. Die Einwechselspieler haben es richtig gut gemacht. Einziges Manko ist leider die Chancenverwertung. Wenn da noch drei, vier Tore mehr fallen, darf sich auch keiner beschweren, aber wie gesagt, der Torwart von Lütjenburg hat überragend gehalten.“

FSG Saxonia – SG Dersau/Kalübbe 2:2 (0:0)

Die SG Dersau/Kalübbe gehört nach Platz drei in der Vorsaison und guten Verstärkungen wie Fatlum Zymberi zu den Favoriten in der Kreisliga Südost. Daher war der Blick mit Spannung auf das erste Ligaspiel der neuen Saison gerichtet. Zu Gast war die Elf von Holger Böttcher nämlich bei einem Team, das neu in der Liga ist. Die FSG Saxonia war im vergangenen Jahr noch in einer anderen Staffel vertreten. In der Kreisliga Mitte belegte der Verbandsligaabsteiger von 2025 den neunten Platz. Nun hat man sich in diesem Jahr enorm verjüngt mit einigen A-Jugendspielern. Zudem kam mit Tobias Becker ein neuer Trainer dazu. Dieser sieht in seinem Team ein großes Potenzial, sodass das Derby gegen die SG direkt ein Härtetest zum Start war. Auf Seiten der SG fehlte der besagte Neuzugang Zymberi. Ansonsten konnte man auf die Schlüsselspieler wie Marten und Timon Biss sowie Torjäger Dustin Riedel setzen. Die Keiler hatten mehr den Ball, doch ohne allzu viele Chancen herauszuspielen. Eine gute Möglichkeit hatten sie, doch diese blieb ungenutzt. Saxonia kam ebenfalls zu einer Möglichkeit, scheiterte allerdings im Eins-gegen-Eins an Torhüter Simon Ehrk. Ansonsten war es eher chancenarm, sodass die Partie folgerichtig ohne Tore in die Pause ging.

Dersau mit später Aufholjagd

Nach dem Seitenwechsel sollte Saxonia dann in Führung gehen. Nach einem Abwehrfehler traf Dominik Schiffer (56.) und nur wenige Minuten später gab es Elfmeter für die Heimmannschaft. Dersau verlor auf Höhe der Mittellinie den Ball, anschließend schaltete die FSG mit Tempo um in Richtung Strafraum, in dem der Ball anschließend an die Hand eines SG-Verteidigers sprang. So gab es den Elfmeter, den Mattis Kringel (59.) zum 2:0 verwandelte. Das Team von Holger Böttcher verzeichnete einige Halbchancen, doch ohne so richtig zwingend zu werden. Erst mit der Einwechslung von Steffen Uhl sollte mehr Zug zum Tor entstehen. Die Zeit lief runter und der Heimsieg für Saxonia rückte immer näher, doch plötzlich kam Dersau/Kalübbe nochmal ran. Ein langer Ball rutschte durch, Dersau legte quer, sodass Dustin Riedel (89.) nur noch ins leere Tor schieben musste. Es kam nochmal richtig Spannung auf, denn es stand noch die Nachspielzeit an und tatsächlich fiel der Ausgleich. Uhl ließ auf Außen seinen Gegenspieler mit einem Haken stehen, flankte in die Mitte, wo gleich drei Dersauer frei standen. Joker Kastriot Kelmendi (95.) köpfte den Ball zum 2:2-Endstand ein. Die „Keiler“ retteten sich somit einen Punkt, der am Ende durchaus auch leistungsgerecht war.

SC Cismar – TSV Lensahn 7:1 (3:1)

Gleich zwei Favoriten in dieser Liga trafen am Sonnabend im Stadion der Sonnenseite aufeinander. Vor einer Top-Kulisse von über 200 Zuschauern begrüßte der SC Cismar den TSV Lensahn, der als Top-Favorit gehandelt wird. Geht es allerdings nach dem TSV, dann sieht man Cismar in dieser Rolle, sodass es ein spannendes Spiel werden sollte. Die Heimmannschaft, die in der Vergangenheit gute Ergebnisse gegen den Gegner erzielte und seit drei Spielen ungeschlagen blieb, wollte auf die Eingespieltheit und gute Vorbereitung setzen. Lensahn dagegen hatte personell einige Veränderungen im Team, sodass Kapitän Jonas Müller nur auf der Bank Platz nahm und mit Haruna Jammeh ein wichtiger Stürmer sogar ganz fehlte. Die erste Chance des Spiels gehörte den Grömitzern, die über Nothnagel auf Außen kamen und in der Mitte setzte Lennard Siebrecht den Ball per Kopf knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite war es eine Flanke von Bruhse, die Gallowsky aus spitzem Winkel über das Tor köpfte. Im Anschluss verpassten Lasse Köppen und Connor Prüß per Abschluss. Nach etwas mehr als 20 Minuten sollte es dann ein Ball von Nothnagel in die Spitze sein, Lensahn stand zu hoch, sodass Vincent Kern (22.) allein aufs Tor zulief, Kripke umkurvte und zur Führung einschob. Lensahn fand allerdings die Antwort darauf. Nach einem Abstoß verlängerte Ben Boller per Kopf, sodass Thorben Ratje sich durchsetzen konnte, die Lücke für Finn-Ole Ratje (32.) fand und der zum Ausgleich traf.

vincent kern @ SG Insel Fehmarn und SC Cismar setzen erste Ausrufezeichen
Vincent Kern eröffnete den Torrausch mit dem 1:0. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Cismar erhöht nach der Pause

Dabei sollte es allerdings bis zur Pause nicht bleiben, denn die Grömitzer gingen erneut in Führung. Vincent Kern klaute Fabian Kommke den Ball, hatte anschließend freie Bahn und traf ins kurze Eck. Kurz darauf scheiterte Cismars Paul Schröder nach einem indirekten Freistoß an Kripke. Die anschließende Ecke setzte Siebrecht per Kopf knapp am zweiten Pfosten vorbei. Mit Pausenpfiff verlängerte Vincent Kern einen hohen Ball per Kopf, sodass Tom Andres (45.) durchlief und den Ball nur noch an Kripke vorbeispitzeln musste zum 3:1. Somit ging es mit einer komfortablen Führung in die Pause, doch entschieden war noch nichts. Cismar machte ein gutes Spiel, hatte mehr Spielanteile und schien die Serie gegen den TSV Lensahn fortzusetzen. Nach der Pause legte man zudem nach. Erneut hatten die Kern-Brüder ihre Füße im Spiel. Vincent steckte durch für Bennet Kern (47.), der allein vorm Tor traf. Es wurde nun deutlich, denn erneut wenige Momente später war die TSV-Hintermannschaft zu passiv, sodass der junge Offensivmann (50.) ungestört zum 5:1 traf. Die Gegenwehr schwand immer mehr, sodass Jamie Birkner auf der linken Seite durchlaufen konnte, in die Mitte legte, wo Lennard Siebrecht (75.) nur noch einschieben musste. Es war eine heftige Klatsche, denn es folgte keine 120 Sekunden später das 7:1. Siebrecht eroberte den Ball gegen Florian Kommke, sodass er aufs Tor zulief und für Linus Munzel (77.) querlegte. Es war der Schlusspunkt, sodass der SC Cismar ein dickes Statement an die Liga setzte.

Erhoffter Auftakt

Der Co-Trainer der Grömitzer Daniel Temme sagt über den Auftaktsieg: „Wenn man nach dem ersten Spieltag mit 7:1 gegen eine ambitionierte Mannschaft wie Lensahn gewinnt, hat man nicht viel falsch gemacht. Wir sind gut in die Partie gekommen, haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, sehr gut verteidigt und schöne Tore erzielt. Das war definitiv ein Auftakt, den wir uns erhofft haben. Die Mannschaft hat vor dem Spiel gebrannt, wollte sich unbedingt für die sehr gute Vorbereitung belohnen. Und das haben sie mehr als gut gemacht. Der Matchplan wurde über die gesamten 90 Minuten umgesetzt. Aufgrund des Spiels geht der Sieg in der Höhe auch absolut verdient in Ordnung. Sehr gute Mannschaftsleistung unserer Jungs.“ Cheftrainer Sascha Pretzel ergänzte: „Die taktischen Vorgaben klasse umgesetzt, den Gegner früh unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Lensahn kam nur über weite Bälle unter Druck in unsere Hälfte, was wir gut verteidigt haben. Wir haben gut kombiniert und unsere Torchancen klasse zu Ende gespielt. Guter Auftakt und verdienter Sieg zum Auftakt.“

Lensahn bekommt Schwächen aufgezeigt

So groß die Freude über den Sieg bei der Heimmannschaft, so groß war die Enttäuschung auf Seiten des TSV Lensahn. Daniel Safadi sagte zur 1:7-Pleite: „Nach einer guten Vorbereitung und einer ebenfalls guten Trainingswoche waren wir eigentlich gut auf den Saisonauftakt vorbereitet. Aber eben nur eigentlich. Nach einer insgesamt ordentlichen ersten Halbzeit schaffte es Cismar immer wieder, unsere Drangphasen nicht nur zu überstehen, sondern genau in diesen Momenten selbst zu treffen. In der zweiten Halbzeit war Cismar dann in allen Belangen überlegen. Wir haben weder in die Zweikämpfe gefunden noch die erforderliche Kampfbereitschaft an den Tag gelegt. Am Ball hat uns jegliches Selbstvertrauen gefehlt. Somit haben wir nicht nur verdient verloren, sondern Cismar hat auch mehr als verdient gewonnen. So bleibt uns nur die Erkenntnis, dass wir weiterhin noch sehr viel an uns arbeiten müssen.“

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SG Göhl/Oldenburg – SV Kirchbarkau 3:2 (2:1)

Die SG Göhl/Oldenburg bestritt am Sonntagmittag ihre erste Kreisligapartie nach dem Abstieg im Vorjahr. Es gab einen großen Umbruch, mit dem Ziel, sich klar zu verjüngen, sodass mit Mario Markmann der A-Jugend-Coach der vergangenen Jahre auf der Bank saß. Dieser schickte auch eine sehr junge Truppe aufs Feld, unterstützt von den Oberliga-Talenten wie Mattis Markmann, Rasheed Jano und Leon Wellendorf. Somit hatte der Coach große Teile seiner vergangenen Erfolgsmannschaft zusammen. Gegenüber stand ihnen eine Mannschaft, die zuletzt in der Kreisliga Nordost spielte und für viele in der Liga eine Unbekannte ist. Der SV Kirchbarkau reiste an und dies ohne die beiden besten Torschützen der vergangenen Saison Jesse Schlüter und Max Viehweger. Bereits nach wenigen Augenblicken sorgte Mattis Markmann (2.) für den Blitzstart der Hausherren. Man verpasste im Anschluss allerdings, die klar mehr Spielanteile in Tore umzumünzen, sodass die sehr defensiv orientierten und offensiv harmlosen Gäste mit dem ersten Schuss aufs Tor zum Ausgleich trafen. Kapitän Luis Schröder (15.) verwandelte einen Freistoß sehenswert. Kirchbarkau brauchte bis dahin sichtbar etwas, um sich an den jungen, spielstarken Gegner zu gewöhnen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde gab es dann einen Schockmoment für die Gäste, denn nach einem Oldenburger Einsteigen verletzte sich Jon Freese schwer am Knöchel, sodass er nicht mehr weitermachen konnte und sogar eine längere Pause droht.

jubel sggo @ SG Insel Fehmarn und SC Cismar setzen erste Ausrufezeichen
Mattis Markmann schnürte den Doppelpack für die SGGO. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Kirchbarkau verkürzt, doch SGGO muss nicht zittern

Mit Pausenpfiff gab es einen Elfmeter für die Hausherren, den Markmann (45.) zur 2:1-Pausenführung verwandelte. Diese war verdient, denn die SGGO hatte deutlich mehr den Ball und verpasste bereits frühzeitig, das zweite, wenn nicht sogar dritte Tor zu machen. Zehn Minuten nach der Pause kam mit Tim Röben-Müller dann auch der spielende Co-Trainer aufs Feld und dieser sollte kaum Eingewöhnungszeit brauchen. Keine 120 Sekunden später erhöhte er auf 3:1 (57.), was eigentlich schon die Vorentscheidung bedeutete. Der Gegner kam allerdings vor allem durch Standards, die man sich immer wieder erarbeitete, zu Gefahr, sodass Sascha Böttcher (68.) das Spiel nochmal spannend machte. Dies allerdings nur vom Ergebnis her, denn die Ostholsteiner waren dem vierten Treffer wesentlich näher. Vor allem ein starker Till Korte, seines Zeichens Torhüter des SV Kirchbarkau, sollte eine deutliche Niederlage verhindern. Somit war es für die SGGO „nur“ ein 3:2-Sieg, der allerdings hochverdient war.

Zufriedenheit, doch ein großes Manko

Der Cheftrainer Mario Markmann sagte nach dem Spiel: „Die Jungs haben heute ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wir waren spielerisch über 90 Minuten mit hoher Passqualität, vielen Passfrequenzen sowie schnellem Spiel und viel Laufarbeit unterwegs. Bei 80 % Ballbesitz war es faktisch über die gesamte Spielzeit ein Spiel in einer Spielhälfte auf ein Tor. Defensiv haben die Jungs nichts zugelassen. Es gab im Prinzip nur drei Standardsituationen, aus denen allerdings zwei Tore entstanden sind. Nach dem frühen Führungstreffer haben wir allerdings versäumt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. So war es vom Ergebnis her immer wackelig. Ansonsten haben die Jungs vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Sie haben gegen den tief stehenden Gegner auch viel Geduld gezeigt und jeden Angriff durchgespielt.“ Dennoch gab es für Markmann auch etwas, woran er mit seinem Team arbeiten möchte: „Das große Manko war heute, dass wir bei dem hohen Ballbesitz und der Vielzahl von Chancen das Spiel früher klarmachen müssen und am Ende deutlich höher gewinnen müssen. An der konsequenten Ausnutzung der Chancen müssen wir noch arbeiten.“

SV Großenbrode – TSV Gremersdorf 0:3 (0:1)

Der TSV Gremersdorf kehrte nach einem Jahr in der Verbandsliga zurück in die Kreisliga. Dort sollte es für den Meister von 2024/25 allerdings eher durchwachsene Vorzeichen geben, denn es haben einige Spieler den Verein verlassen. Der Kader ist dünner geworden und Neuzugänge zu finden, erwies sich als sehr schwer. Daher muss man mit dem Aufgebot, das man hat, unterstützt von der Zweiten, in die Kreisliga gehen. Favorisiert ist man in dieser nicht unbedingt und dennoch peilt Trainer Christian Ippig eine Platzierung im oberen Drittel an. Zum Start in die Liga ging es direkt zu einem Nachbarn, denn der SV Großenbrode wartete. Der Aufsteiger von 2025 hielt sich vergangene Saison vor allem dank einer starken Rückrunde in der Liga, geht nun allerdings in das bekanntermaßen schwierige zweite Jahr. Personell sah es allerdings gut aus für den SVG, der auf eine gut gefüllte Bank und nun auch beide Neuzugänge setzen konnte. Mit Max Buschmann startete einer direkt, Haythem Abdelbaki blieb zunächst auf der Bank. Gremersdorf hoffte vor allem auf das starke Mittelfeld aus Jonas Kock und Lennart Petersen, welches an diesem Tag tatsächlich den Unterschied machen sollte.

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Der TSV Gremersdorf feierte einen Sieg zum Auftakt. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Rote Karte zieht Heimmannschaft den Stecker

Gremersdorf-Coach Ippig sagte über den Start seiner Mannschaft ins Spiel: „Wir sind gut in das Spiel reingekommen, haben immer wieder die Räume hinter der Viererkette der Großenbroder gefunden.“ So auch nach etwas mehr als zehn Minuten, als Lennart Petersen (11.) einen Pass erlief und zur Führung des TSV traf. „Leider waren wir in der Folge zu passungenau und nicht effektiv vor dem Tor“, sagte der Cheftrainer der Gäste. So ging es mit dem 1:0 in die Pause, doch die Partie hatte große Luft nach oben. Es war ein sehr dürftiger Kick. Zur Pause reagierte Großenbrode und brachte mit Yannic Slowy nun einen Stürmer in die Partie. Auch der technisch starke Abdelbaki kam kurz danach. Dennoch blieb es dabei, dass der Heimmannschaft zu wenig einfiel. Gremersdorf dagegen steigerte sich zu den ersten 45 Minuten, wie Ippig verriet: „In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gemacht und auch ein besseres Passspiel. Aber auch oft nicht effektiv.“ Dennoch fiel das 2:0, auch wenn es ein ruhender Ball sein musste. Jonas Kock (66.) trat zum Freistoß und verwandelte diesen. Es schien die Vorentscheidung gewesen zu sein, auch weil Großenbrode nur zwei Minuten später durch eine Rote Karte dezimiert wurde. Michel Schwenn sah eine Notbremse, was für SVG-Coach Peter Thomm allerdings eine Fehlentscheidung war: „Bitter ist eine Rote Karte für uns, die für mich klar keine ist. Das macht es ärgerlich, denn das war aus meiner Sicht eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters.“

Schönwetterkick

Es war die endgültige Vorentscheidung, denn den Platzherren fiel einfach zu wenig ein, um hier nochmal ins Spiel zurückzukommen. Zudem spielte Gremersdorf es nun locker runter und machte sogar in der 73. Minute das dritte Tor: „Nach der Roten Karte haben wir den Ball gut laufen gelassen und haben uns nicht provozieren lassen. Das 0:3 entspringt einer tollen Einzelleistung von Lennart Petersen.“ Es war der Endstand, sodass der Verbandsligaabsteiger mit drei Punkten in die neue Spielzeit startet. Großenbrode verliert den Heimauftakt, wo man sich wesentlich mehr erhofft und vorgenommen hatte. Thomm sagte: „Es war ein Schönwetterkick mit vielem kleinen Geplänkel. Das war kein gutes Spiel, das wir verdient verlieren. Uns fehlte etwas der Mut, der Zug nach vorne, teilweise waren wir ein bisschen ideenlos. Alles in allem somit eine verdiente Niederlage, aber es war, wie gesagt, ein Schönwetterkick, wo beide Mannschaften einfach nicht gut waren. Ein schlechtes Fußballspiel.“ Der siegreiche Coach zog ein Fazit zum ersten Sieg, bei dem er allerdings auch noch Luft nach oben sah: „Ein guter Start, das Spiel bestimmt und wenig zugelassen. Leider fehlte die Effektivität. Alle waren von Anfang an fokussiert, in der Defensive standen wir gut. Im letzten Drittel müssen wir die Pässe besser temperieren und besser im Abschluss werden.“

TuS Tensfeld – FT Preetz 1:1 (1:1)

Der Spieltag wurde am Bahndamm komplettiert. Der TuS Tensfeld kehrte nach einem Jahr zurück in die Liga, nachdem es im Vorjahr in der Kreisliga Mitte um Punkte ging. Dort wurde trotz großer Ambitionen nur eine Platzierung im Mittelfeld der Tabelle belegt. Die FT Preetz kam vor allem durch ihre Heimspiele zu Punkten, doch wollte sich in diesem Jahr nochmals steigern. Man hat den Kader verstärken können, sodass beim Ligaauftakt in der „Kuhle“ gleich einige Neuzugänge starteten. Dabei standen vor allem Michel Danberg und Mats Böckmann im Fokus. Beide gelten als Top-Verstärkungen. Zudem startete Rückkehrer Alex Schachmeier sowie einige neue A-Jugendliche. Tensfeld setzte auf das 4-2-3-1 mit Torge Broetzmann als Spitze. Der Angreifer sollte immer wieder gesucht werden. Hinten startete Christian Pohl, der beim Testspiel am Donnerstagabend gegen die FSG Alsterland noch verletzt ausgewechselt wurde. Die Segeberger hatten Ballbesitzvorteile, auch wenn man ab der 20. Minute in Unterzahl agierte. Nach Ballgewinn steckte Preetz durch, Spielertrainer Florian Manstein war unterwegs in Richtung Tor, doch Innenverteidiger Pohl hielt den Angreifer fest und zog die Notbremse. Somit sah dieser die Rote Karte und es gab die Freistoßchance für die FT. Danberg zog diesen allerdings knapp am Tor vorbei.

Manstein antwortet auf Nagel

Deutlich gefährlicher wurde es kurz darauf, als Preetz sich über rechts mit einem Doppelpass durchkombinierte, Kilian Bollmann den Ball in die Tiefe zu Manstein spielte, der vor dem Tor querlegte, doch Danberg setzte die Kugel vor dem leeren Tor an die Latte. Es war die Riesenchance, doch auf der anderen Seite kam die Heimmannschaft zur Riesenmöglichkeit. Nikolajs Sinakovs setzte sich gut gegen Luke Fingerhut und Bollmann durch und zog aufs kurze Eck, wo FT-Keeper Deniz List zur Stelle war. Die anschließende Ecke brachte Yannick Teffner an den zweiten Pfosten, wo zunächst der Torhüter nicht rankam und der Verteidiger nicht eng genug an Bennet Nagel (34.) war, der einköpfte. Kurz darauf verpasste Broetzmann das zweite Tor. Kurz darauf gab es dann allerdings auf der Gegenseite die Balleroberung von Bollmann, der zuvor selbst noch am Verteidiger hängen blieb. Anschließend chipte der Rechtsaußen den Ball etwa 13 Meter vors Tor, wo Florian Manstein (38.) freistehend sehenswert per Volley zum Ausgleich traf. Bis zur Pause verpasste Preetz nach einem Freistoß am zweiten Pfosten durch Schachmeier per Kopf. Zur Pause stand das Chancenplus auf Seiten der Segeberger, wobei die besseren von der FT ausgingen.

FT verpasst Siegtreffer

Nach der Pause verlor Preetz etwas den Faden, schaffte es nicht, die Überzahl auszuspielen, auch wenn man die beste Möglichkeit der zweiten 45 Minuten hatte. Nach Balleroberung spielte Mirco Breiholz den Ball in die Spitze zu Manstein, der nur knapp allein vorm Tor verpasste. Der Abschluss touchierte den Außenpfosten. Die letzte Chance des Spiels hatte erneut der Spielertrainer, der allein aufs Tor zulief, doch am Torhüter scheiterte. Somit gab es keinen Sieger, wobei die Mannen aus dem Fichtestadion den drei Punkten deutlich näher waren. Tensfeld ließ sich die mehr als 70 Minuten lange Überzahl kaum anmerken, sodass sie sogar mit zehn Mann mehr Ballbesitz hatten. Der Punkt ist für beide kein schlechter Start, denn es war ein Spiel auf hohem Niveau zweier Teams, die durchaus Potenzial haben, in dieser Liga einige Mannschaften zu ärgern.

Der 1. Spieltag im Überblick

SG Bösdorf/Malente – Eutin 08 II 2:0
TSV Dannau – SV Rickling 4:0
SG Insel Fehmarn – TSV Lütjenburg 9:0
FSG Saxonia – SG Dersau/Kalübbe 2:2
SC Cismar – TSV Lensahn 7:1
SG Göhl/Oldenburg – SV Kirchbarkau 3:2
SV Großenbrode – TSV Gremersdorf 0:3
TuS Tensfeld – FT Preetz 1:1

1.SG Insel Fehmarn19 : 03
2.SC Cismar17 : 13
3.TSV Dannau14 : 03
4.TSV Gremersdorf13 : 03
5.SG Bösdorf /​ Malente12 : 03
6.SG Göhl/​Oldenburg13 : 23
7.FSG Saxonia12 : 21
7.Dersau/​Kalübbe12 : 21
9.FT Preetz11 : 11
9.TuS Tensfeld11 : 11
11.SV Kirchbarkau12 : 30
12.Eutin 08 II10 : 20
13.SV Großenbrode10 : 30
14.SV Rickling10 : 40
15.TSV Lensahn11 : 70
16.TSV Lütjenburg10 : 90


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