
Großenbrode – Am zwölften Spieltag kommt es in der Kreisliga Südost zu einigen spannenden Duellen. Während es für die SG Bösdorf/Malente darum geht, eine Wiedergutmachung nach dem 0:9 aus der Vorwoche zu zeigen, möchten andere Teams an den jüngsten Auftritten anknüpfen.
SG Bösdorf/Malente – SC Cismar (Sa., 14 Uhr)
Die SG Bösdorf/Malente kassierte am vergangenen Wochenende eine heftige Klatsche. Bei der SG Göhl/Oldenburg unterlag man deutlich mit 0:9 und sollte ganz klar den Schneid abgekauft bekommen. Spielerisch wie auch körperlich war man weite Strecken unterlegen, dabei sollten die ersten rund 25 Minuten noch gar nicht so schlecht sein. Dort bot sich die Chance, selbst in Führung zu gehen, doch ohne Erfolg. Stattdessen sollte es in nur sechs Minuten fünf Gegentreffer geben. Somit lief man bereits zur Halbzeit einem deutlichen Rückstand hinterher. Nun unter der Woche wurde diese Pleite aufgearbeitet und die Fehler klar angesprochen. Das Ziel ist, eine Reaktion am Sonnabend zu zeigen und dort, wo man sich am wohlsten fühlt, dreifach zu punkten. Zu Hause soll die Ungeschlagen-Serie von über einem Jahr fortgesetzt werden. Zu Gast ist der SC Cismar, ein Team, das zuletzt wieder mehr in Fahrt kam. Benjamin Berger gab einen Einblick in die personelle Situation, die unter der Woche durchwachsen aussah: „Aktuell sieht der Kader aufgrund Krankheit dünner aus als gewohnt. Trotzdem werden wir genügend Spieler zur Verfügung haben. Ich möchte gar nicht so viel zum kommenden Spiel sagen, ausgenommen, dass wir ein anderes Gesicht als am vergangenen Wochenende zeigen müssen.“
Für den SC Cismar gilt es am Sonnabend, den Lauf von drei ungeschlagenen Spielen fortzusetzen. Sieben Punkte holten die Grömitzer in diesen, wobei es nicht ein einziges Gegentor gab. Die neue defensive Ausrichtung sollte sich bisher als Glücksgriff erweisen, auch wenn es in einigen Bereichen noch Luft nach oben gibt. Vor allem im Spiel nach vorne hakt es bei Cismar noch massiv. Zwei Tore wurden in den besagten Partien nur erzielt, zuletzt gegen Großenbrode bekam man den Ball gar nicht im Tor unter. Es waren zwei verlorene Punkte aufgrund von fehlender Qualität im Angriff. Das Fehlen von Lennard Siebrecht schmerzt enorm, denn der Zielspieler ist unersetzbar im Kader. Man versuchte ihn sowohl mit Linus Munzel als auch Bennet Kern zu ersetzen, doch keiner der beiden schaffte es, Siebrecht richtig zu vertreten. Beides sind andere Spielertypen, denn die Luftpräsenz durch seine Kopfballstärke sowie das Festmachen von Bällen ist die große Stärke des verletzten Stürmers. Man wird schauen müssen, wie man im Offensivspiel mehr Kreativität reinbekommt und effizienter ist. Daniel Temme sagt vor dem Spiel am Sonnabend: „Gegen die SG Bösdorf Malente erwartet uns ein hartes Stück Arbeit. Das Ergebnis von letzter Woche hat alle überrascht und ich bin mir sicher, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen will. Dennoch fahren wir dort nicht hin, um punktlos wieder nach Hause zu fahren. Personell lichtet sich unser Lazarett ein bisschen, jedoch fehlen noch weitere wichtige Spieler. Thias Reincke hat sich nun auch erstmal ins Ausland verabschiedet und steht uns die nächsten Wochen nicht zur Verfügung. Wir halten an unserem Weg fest. Defensiv stabil stehen und offensiv arbeiten wir an der Zielstrebigkeit im Abschluss. Gegen Großenbrode war viel gut – am Ende hat einfach das Tor gefehlt. Die Chancen waren da. Samstag ist die nächste Möglichkeit, Punkte zu holen! Die wollen wir mitnehmen.“
FSG Saxonia – SG Göhl/Oldenburg (Sa., 16 Uhr)
Die Heimstärke der FSG Saxonia ist unumstritten. Keine einzige Niederlage musste zu Hause hingenommen werden, trotz schwieriger Aufgaben. Es gab Siege gegen Preetz, Tensfeld oder aber Großenbrode. Hinzu kamen die Remis gegen Dersau und Gremersdorf, zwei Aufstiegsfavoriten. Dabei ließ man kaum etwas anbrennen, zeigte sich als enorm unbequem. Zuletzt gab es zwei Auswärtsspiele für die Mannen von Tobias Becker, die in Malente (1:1) und Lütjenburg (5:3) vier Punkte holten und somit dreimal ungeschlagen blieben. Es läuft richtig gut bei ihnen, auch wenn es unter der Woche einen kleinen Nackenschlag gab. Der Schiedsrichter-Soll wurde nicht erfüllt, sodass der FSG zwei Punkte abgezogen wurden. Daher geht man sicherlich nochmals motivierter ins Heimspiel gegen das aktuell formstärkste Team der Liga.
Die SG Göhl/Oldenburg reist an, die zuletzt vier Siege einfuhr und dabei 28:2 Tore erzielte. Es war beeindruckend, was die SGGO zuletzt ablieferte, denn selbst Bösdorf/Malente, ein Team, das in der Tabelle weit oben anzurechnen ist, sollte mit 9:0 bezwungen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam die junge Mannschaft aus Ostholstein immer mehr ins Rollen. Sie glänzen mit starkem Fußball, dem klaren Blick nach vorne in Richtung Offensive und hoher Qualität. Göhl/Oldenburg hat sich zu einem klaren Kandidaten auf den Titel entwickelt und es gibt noch immer Luft nach oben. Die junge Mannschaft entwickelt sich stetig weiter, kommt im Herrenbereich immer mehr zurecht. Selbst körperlich halten die jungen Kicker, die vergangenes Jahr überwiegend noch in der A-Jugend spielten, dagegen. Nun geht es nach Bornhöved, wo man auf eine sehr physische Mannschaft trifft, die defensiv sehr stabil steht und gut umschaltet. Auf dem Rasenplatz wird es eine schwierige Aufgabe für den aktuellen Tabellendritten. Trainer Markmann sagt vor dieser: „Wir sind am Wochenende offensichtlich bei einem heimstarken Gegner. Saxonia hat noch kein Heimspiel in der Liga verloren. Deswegen werden wir da sicherlich mit der nötigen Spannung anreisen. Wir wollen unsere Erfolgsserie fortsetzen. Auch wenn wir in dieser Woche wegen verschiedener Abwesenheiten mal nicht optimal trainiert haben, sind wir trotzdem gut vorbereitet. Wenn es uns wieder gelingt, unser Spiel aufzuziehen und das Spiel konzentriert anzugehen, bin ich davon überzeugt, dass wir die Punkte mit nach Oldenburg nehmen. Personell sind wir trotz zwei bis vier wegen Urlaub und Krankheit abwesenden Spielern ordentlich aufgestellt.“
SV Großenbrode – TSV Lensahn (So., 15 Uhr)
Nun wartet der SV Großenbrode bereits schon seit vier Kreisligaspielen auf einen Sieg. Man kommt nicht richtig in Fahrt, gewann nur eines von den vergangenen acht Partien, sodass man sich im Tabellenkeller wiederfindet. Derzeit steht man noch über dem Strich, doch das Polster ist nicht allzu dick. Es braucht wieder Punkte. Zuletzt gab es mal wieder einen, als man beim SC Cismar 0:0 spielte. Es war ein hart erkämpfter Punkt, wo man mehrfach Aluminiumglück hatte. Zudem sollte Sebastian Fiedler die Rote Karte für eine Notbremse sehen. Nun wird ein neuer Anlauf für Saisonsieg Nummer drei genommen, doch die Aufgabe könnte wohl kaum schwieriger sein. Der Tabellenführer reist an und visiert den nächsten Sieg an. Hoffnung gibt es für Großenbrode dennoch, denn vergangene Saison gab es einen Heimsieg gegen den TSV Lensahn. Vor dem kommenden Duell sagt Peter Thomm: „Am Sonntag haben wir ein dickes Brett mit der besten Offensive Lensahn. Das wird kein einfaches Spiel für uns, das ist uns klar, aber nichtsdestotrotz wollen wir versuchen, Lensahn in die Suppe zu spucken und die Punkte zu Hause zu behalten. Wir werden das Spiel mutig angehen und sehen dann, was passiert.“
Für den TSV Lensahn läuft es derzeit genau nach Plan. Mit einem 6:0-Sieg gegen den SV Rickling sprang man zurück an die Tabellenspitze. Es war ein ungefährdeter Sieg, der bereits dritte in Serie. Auch Tensfeld (4:1) und Fehmarn (7:1) wurden bezwungen. 17 Tore in drei Spielen sind beeindruckend und zeigen genau das, was den TSV so stark macht. Die Qualität in der Offensive ist enorm hoch, vielleicht sogar die höchste der Liga. Daher wartet auf Großenbrode am Sonntag ein hartes Stück Arbeit. Nun kehrt mit Haruna Jammeh auch noch der Unterschiedsspieler nach Sperre zurück. Mit dem SVG hat Lensahn noch eine Rechnung offen, denn die Niederlage im Hinspiel vergangene Saison sitzt noch tief bei der Mannschaft von Daniel Safadi. Diesmal soll es ein anderer Spielausgang geben. Vadim König sagt: „Am Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel beim TSV Großenbrode ein Gegner, gegen den wir aus der vergangenen Saison noch eine kleine Rechnung offen haben. Im letzten Jahr haben wir dort einen ziemlich gebrauchten Tag erwischt und mussten uns mit 0:2 geschlagen geben. Zwar konnten wir das Rückspiel für uns entscheiden, trotzdem wollen wir diesmal von Beginn an ein anderes Gesicht zeigen und uns im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich steigern. Ich selbst habe in dieser Saison noch kein Spiel von Großenbrode live gesehen. Ich verfolge aber die Berichte aus der Zeitung und dort ist eigentlich immer wieder zu lesen, dass Großenbrode die bessere Mannschaft gewesen sei. Entsprechend erwarte ich einen Gegner, der versuchen wird, das Spiel selbst zu gestalten und spielerisch zu lösen. Bei uns entspannt sich die Personalsituation wieder etwas. Haruna kehrt nach seiner Sperre zurück und auch Luca hat seine Erkältung vollständig überwunden. Bis auf Wilhelm und Flo, die beide im Urlaub sind, stehen uns alle Spieler zur Verfügung und sind fit. Im Training haben wir in dieser Woche ordentlich gearbeitet. Dienstag haben wir mit viel Kraft, Ausdauer und Sprints eine extrem intensive Einheit absolviert. Am Donnerstag ging es dann stärker darum, wie wir Großenbrode bespielen wollen und welche Ideen wir gegen diesen Gegner auf den Platz bringen können. Wir freuen uns auf das Spiel und sind gespannt auf das Team vom Sund. Diesmal wollen wir in Großenbrode definitiv ein anderes Ergebnis als im vergangenen Jahr.“
SV Rickling – SV Kirchbarkau (So., 15 Uhr)
Der SV Rickling erlebte am vergangenen Sonntag beim TSV Lensahn einen Horrorstart. Bereits nach 20 Minuten war die Messe gelesen und der Aufsteiger lag mit 0:4 zurück. Sie waren nicht auf der Höhe, machten es dem Gegner zu einfach und ließen ihn kontern. Da dies die große Stärke des Gegners ist, sollte dies dafür sorgen, dass man früh ins Hintertreffen geriet. Im zweiten Durchgang gab es eine Steigerung, doch an einer deutlichen Niederlage konnte man nichts mehr ändern. Nun steht am Sonntag mal wieder ein Heimspiel an und an das letzte Spiel auf heimischer Anlage erinnern sie sich gerne zurück. Es gab nach 0:2-Rückstand noch einen Sieg im Derby gegen die FSG Saxonia. Es waren wichtige drei Punkte und ein Erfolg der Moral. Den Schwung aus diesem konnte man allerdings nicht mehr mitnehmen, sodass nun sogar schon seit zwei Spielen auf ein Tor gewartet wird. Da hakt es noch, denn ohne Stürmer Shafi Bakari fehlt es ihnen an Durchschlagskraft. Am Sonntag gastiert nun mit dem SV Kirchbarkau ein Gegner, der seit drei Spielen nicht mehr gewonnen hat. Es gab zwei Remis und eine Niederlage, doch der Abstand nach oben wurde größer. Daher ist der Aufsteiger aus dem Kreis Segeberg sicherlich nicht chancenlos am Sonntagnachmittag, doch einfach wird es auch nicht.
Sebastian Latendorf sagt vor dem Spiel: „Wir erwarten einen sehr körperbetonten, robusten Spielverlauf. Darauf haben wir uns eingestellt, gut trainiert und auch im taktischen Bereich noch mal nachjustiert. Wir sind gut aufgestellt für das Wochenende und es ist ein Heimspiel vor heimischem Publikum, wo wir sehr motiviert sind, den nächsten Dreier einzufahren. Wir gehen mit breiter Brust in dieses Spiel. Zuletzt in Lensahn haben wir zwar einen kleinen Dämpfer bekommen, aber das haben wir gut weggesteckt und aufgearbeitet. Die Jungs sind alle hochmotiviert und guter Dinge. Aus Kirchbarkau erwarten wir einen robusten Gegner, der allerdings nicht umsonst nach Rickling kommen wird. Sie werden also auch alles in die Waagschale legen, um zu punkten, aber da werden wir alles gegen setzen und sind guter Dinge, dass es Sonntag drei Punkte gibt.“ Für den SV Kirchbarkau gilt es nach den drei sieglosen Spielen wieder in die Spur zu finden. Letztmals wurde am 29. August gewonnen, vor über einem Monat. Zwei spielfreie Wochen lagen dort zwar auch zwischen, doch gewinnen möchte man dennoch mal wieder. Dabei hofft man auf einige Rückkehrer, denn zuletzt sollten einige Spieler fehlen. Das Punktstück, das Mittelfeld des SVK, fehlte komplett, was sich beim 2:2 gegen den TuS Tensfeld bemerkbar machte.
TuS Tensfeld – SG Dersau/Kalübbe (So., 15 Uhr)
Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Dies trifft derzeit auf den TuS Tensfeld zu, wie auf kaum ein anderes Team. Seit nun schon sechs Spielen wartet man auf einen Sieg, dabei war der TuS zuletzt so nah dran. In Kirchbarkau gab es einen Punktgewinn, der sich dennoch wie zwei verlorene anfühlte. Man führte, bekam per Elfmeter die Chance auf das 3:1, doch dieser wurde verschossen. Es war symbolisch für eine Phase, wie die aktuelle in der „Kuhle“. Doch es kam noch schlimmer, denn mit Schlusspfiff sollte es sogar noch den Gegentreffer geben, der ihnen den Sieg aus der Hand riss. Erneut hingen die Köpfe, erneut gab es keinen Sieg. Es ist bitter für die Segeberger, die sich was anderes von dieser Spielzeit erhofft hatten, trotz allem Realismus, nach vielen personellen Veränderungen, wie auf der Trainerposition. Man forderte Geduld, doch nach elf Spieltagen und einem dünnen Vorsprung auf die Abstiegsplätze wird die Lage langsam ernst. Man steckt mitten im berühmten Negativstrudel, aus dem es schnell rausgehen soll. Trainer Christoph Hinz sagt: „Wir wissen natürlich, wo wir gerade stehen. Da müssen wir auch nichts schönreden. Aber ich sehe die Jungs jede Woche im Training und weiß, wie viel sie investieren. Deshalb gibt es für mich keinen Grund, jetzt alles infrage zu stellen. Am Sonntag haben wir die nächste Chance, es besser zu machen. Ich will sehen, dass die Jungs mit Freude Fußball spielen, sich gegenseitig helfen und auch dann an sich glauben, wenn mal etwas nicht klappt. Wir wollen das Spiel gewinnen, das ist doch klar. Aber dafür müssen wir auf dem Platz auch einiges investieren.“
Zu Gast am Sonntag ist ein Gegner, der zuletzt immer mehr in Fahrt kam. Die SG Dersau/Kalübbe reist an und diese peilt das siebte ungeschlagene Spiel in Serie an. Der Vorjahresdritte ist mittlerweile auf Kurs, noch mal ein paar ganz ernste Worte oben mitzureden. Dort hatten viele die „Keiler“ erwartet, doch ein Fehlstart brachte die Elf von Holger Böttcher ins Hintertreffen. Nun sieht es ganz anders aus, denn man schafft es immer mehr, die Qualitäten auf den Rasen zu bringen und sich zu belohnen. Die Offensive funktioniert, hinten kehrte die alte Stärke zurück, sodass es richtig gut läuft. Siege gegen Gremersdorf oder Fehmarn sowie Remis in Preetz und gegen Eutin II zeigten, dass man sich gegen niemanden verstecken muss. In Tensfeld soll eine unangenehme Auswärtsaufgabe gemeistert werden. In der Fremde ist Dersau noch sieglos, holte gerade einmal zwei Punkte, sodass diese Serie enden soll. Vor zwei Jahren, als beide Teams letztmals in einer Liga gemeinsam spielten, sollte der TuS beide Spiele mit 2:0 für sich entscheiden.
Der 12. Spieltag im Überblick
SG Insel Fehmarn – Eutin 08 II (Fr., 19.30 Uhr)
TSV Dannau – TSV Lütjenburg
SG Bösdorf/Malente – SC Cismar (Sa., 14 Uhr)
FSG Saxonia – SG Göhl/Oldenburg (16 Uhr)
SV Großenbrode – TSV Lensahn (So., 15 Uhr)
SV Rickling – SV Kirchbarkau
TuS Tensfeld – SG Dersau/Kalübbe









