SGWSS hat ein Fragezeichen im Kopf – Aufsteiger peilt ersten Heimsieg an

Auftakt in den neunten Spieltag

Die SGWSS reist nach Stockelsdorf. Dort hat man ein großes Fragezeichen. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Stockelsdorf – Der neunte Spieltag der Kreisliga Süd wird bereits am Freitagabend eröffnet. Es kommt zu zwei Duellen, wobei Spannung garantiert ist. In Stockelsdorf kommt es zum Duell des ATSV gegen die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg. Dabei wollen beide Mannschaften nach einem enttäuschenden vergangenen Wochenende eine Reaktion zeigen. In Ratzeburg steigt das zweite Spiel des Abends. Der Ratzeburger SV II empfängt dabei den VfL Rethwisch.

ATSV Stockelsdorf – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (Fr., 19 Uhr)

Der ATSV Stockelsdorf sorgte am vergangenen Sonntag für Schlagzeilen. Das Spiel beim SV Grün-Weiß Siebenbäumen wurde zur Halbzeit abgebrochen, nachdem nicht mehr genügend fitte Spieler zur Verfügung standen. Mit zehn Mann ging die Gastmannschaft ins Spiel beim Verbandsligaabsteiger. Beim Stand von 0:5 sollten sich mehrere Spieler verletzen, sodass Trainer Yannik Biemann dem Schiedsrichter mitteilen musste, dass es nicht mehr weitergehen würde. Nun wird es spannend, wie es am Freitagabend aussieht, wenn um 19 Uhr die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg anreist. Es braucht dringend Rückkehrer für Stockelsdorf, damit unter normalen Wettkampfbedingungen das Spiel angegangen werden kann. Sportlich ist es schließlich alles andere als aussichtslos derzeit, denn vor dem besagten Siebenbäumen-Spiel gab es für die Ostholsteiner zwei Siege. Platz 13 belegt man derzeit mit sieben Punkten, nur einem weniger als der kommende Gegner. Nun, vor dem Heimspiel am Freitag gegen die Lauenburger sagt Trainer Yannik Biemann: „Wir wollen an die kämpferische Mannschaftsleistung aus unserem letzten Heimspiel anknüpfen und diese über 90 Minuten auf den Platz bringen. Gleichzeitig gilt es, in den entscheidenden Situationen konzentrierter zu sein und unsere Chancen konsequenter zu nutzen. Mit Wentorf-Sandesneben erwartet uns ein unangenehmer und kampfstarker Gegner. Wir rechnen mit einem intensiven und umkämpften Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein können. Gerade zu Hause wollen wir von Beginn an präsent sein und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Personell können wir auf ein paar Rückkehrer zurückgreifen, haben jedoch aus unserem letzten Spiel ein paar Ausfälle.“

Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg hat einen eher ernüchternden Start in die Saison hingelegt, nur zwei Siege gab es aus den ersten sieben Spielen, sodass die Rolle einer Mannschaft aus dem erweiterten Favoritenkreis nicht gerecht wurde. Zu selten wurde das Potenzial, das im Team steckt, ausgeschöpft, doch das Startprogramm hatte es auch absolut in sich. Mit Eichholz II, Siebenbäumen, Lübeck 1876 und dem TSV Kücknitz hat die Mannschaft von Niklas Oelrichs und Dennis Hadler bereits vier der Top-Fünf hinter sich. Dennoch gab es gegen diese Mannschaften starke Auftritte, auch wenn nur vier Punkte eingefahren wurden. Zuletzt gab es gegen die SG Breitenfelde/Mölln eine 2:5-Pleite, die letztlich deutlicher ausfiel, als es war, und dennoch war es wieder einmal so, dass die Punkte fehlten. In Stockelsdorf muss gewonnen werden, wenn eine Platzierung im oberen Drittel nicht schon früh aus den Augen verloren werden soll. Dennis Hadler sagt vor dem kommenden Auswärtsduell: „Wir laufen aktuell unserem Ziel, in die obere Tabellenhälfte zu kommen, hinter und müssen nun aufpassen, nicht unten reinzurutschen, deswegen braucht es einen Sieg in Stockelsdorf, egal wie. Wir müssen endlich anfangen, unsere Torchancen konsequent zu nutzen, das ist Wahnsinn, was wir da Woche für Woche liegen lassen. Mit Gedanken an Stockelsdorf haben wir Fragezeichen im Kopf. Sie waren zuletzt mit den zwei Siegen und anschaulichen Fußball durchaus angekommen und dann konnten sie Sonntag zur Halbzeit keine sieben Spieler mehr stellen, daher lassen wir uns überraschen, auf was für eine Mannschaft wir dort Freitag treffen, und schauen auf uns. Personell sieht es defensiv wieder einmal dünn aus. Neben Patzker, Boos und Weinhold, welche nach wie vor fehlen werden, wir kurzfristig auch Haßler und im Tor wie schon am Sonntag Malte ersetzen müssen. Aber es gibt auch Lichtblicke, so sind Löffler, der uns am Sonntag krankheitsbedingt fehlte, und Gewert wieder im Training. Wir müssen schauen, wie weit es bei beiden reicht, aber es sind definitiv Spieler, die uns helfen werden.“

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Ratzeburger SV II – VfL Rethwisch (Fr., 19.30 Uhr)

Es war der erlösende zweite Saisonsieg, den der Ratzeburger SV II am vergangenen Sonntag einfahren konnte. Beim SV Viktoria 08 feierte der Aufsteiger einen 3:0-Auswärtserfolg, wobei vor allem einer überragte. In Abwesenheit von Jan-Hendrik Braasch sollte Patrick Wulf mit einem Dreierpack den Unterschied machen. Sechs Tore erzielte dieser bereits. Trifft Wulf, dann gibt es meist auch Punkte für den RSV II, denn beim ersten Saisonsieg traf er bereits doppelt. Nun liegt die Hoffnung darauf, dass es auch nach dem kommenden Freitagabend so bleibt. Der VfL Rethwisch ist zu Gast und auch dieser gewann am jüngsten Sonntag. Für die Lauenburger geht es darum, nun endlich auch zu Hause zu punkten. Nur zwei Punkte gab es am „Riemann“, sodass man eine von zwei Mannschaften ist, die noch ohne Heimerfolg ist. Nun wird der nächste Anlauf genommen. Paul Dietz sagt vor dem Spiel: „Freitagabend unter Flutlicht, das sind immer die schönsten Spiele. Mit Rethwisch erwartet uns ein guter Gegner und wir erwartet ein intensives Spiel und viele Offensivszenen. Wir wollen die drei Punkte holen und endlich den ersten Heimsieg holen.“

Der VfL Rethwisch beendete am vergangenen Sonntag die Serie von fünf Spielen ohne Sieg. Nach Saisonstart mit zwei Dreiern landete man schnell wieder in der Realität, doch die vergangenen Spiele zeigten wieder einen klaren Aufwärtstrend. Ein Remis in Zarpen, wo man im ersten Durchgang richtig gut spielte und 2:0 führte, sollte bereits andeuten, was die Truppe für Qualitäten hat, und zuletzt gab es einen 6:1-Heimsieg gegen den Krummesser SV. Daran soll nun angeknüpft werden, doch die Aufgabe wird nicht einfach. Ratzeburg ist für die Stormarner eine Unbekannte. Till Knifka sagt vor dem Spiel: „Ich erwarte am Freitag ein Duell auf Augenhöhe. Leider haben wir an diesem Spieltag ein paar Leute weniger im Kader, werden uns aber auf unsere Stärken konzentrieren. Wenn wir langsam Konstanz in unser Spiel bekommen und so auftreten wie die letzten Spiele, bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte mitnehmen.“

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