Sieg gegen den Meister: Pansdorf II macht großen Schritt in Richtung Aufstiegsspiele

Vizemeisterschaft so gut wie sicher

Am Sonnabend traf die SG Reinfeld/Kronsforde auf den TSV Pansdorf II. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Reinfeld – Am vergangenen Wochenende war der Jubel groß. Die SG Reinfeld/Kronsforde krönte sich mit einem 6:2-Sieg bei Lübeck 1876 zum Meister der Kreisliga Südost. Dies ist das Ergebnis einer starken Spielzeit, in der die Mannschaft von Jan Fischer 25 von 27 Spielen gewann. Doch eine Woche nach der großen Party stand für Reinfeld ein besonderes Spiel an. Der Tabellenzweite TSV Pansdorf II war zu Gast. Dabei ging es darum, die weiße Weste zu Hause fortzuführen.

Serie nach Hinspielpleite

Das Spitzenspiel der Kreisliga Südost stand an und dieses wurde trotz der feststehenden Meisterschaft der SG Reinfeld/Kronsforde mit Spannung beäugt. Denn für den TSV Pansdorf II geht es noch um eine Menge. Die Vizemeisterschaft und somit die Qualifikation für die Aufstiegsspiele soll nämlich noch erreicht werden. Dabei liefern sich die Ostholsteiner einen Zweikampf mit dem TSV Schlutup, wobei die Voraussetzungen für die Zweitvertretung deutlich besser waren. Diese reisten mit einer Serie von 13 ungeschlagenen Spielen in Serie nach Stormarn. Dabei hatte man noch etwas wiedergutzumachen, denn gegen den Meister verlor die Elf von Steven Tion letztmals. Diesmal hoffte man darauf, dass es ein besseres Abschneiden geben würde als beim 1:2 im Oktober.

Reinfeld macht das Spiel, Pansdorf steht stabil

Personell waren beide Mannschaften gut besetzt. Die SG Reinfeld/Kronsforde zeigte mit ihrem ersten Aufgebot klar, dass sie dieses Spitzenspiel nicht herschenken wollten. Eine große Rotation gab es nicht, dennoch musste man auf einige Spieler verzichten. Pansdorf kam in Bestbesetzung und hatte eine gut gefüllte Bank mit acht zusätzlichen Optionen dabei. Die Mannschaft vom Techauer Weg war heiß auf dieses Duell und wollte einen riesigen Schritt in Richtung Aufstiegsspiele machen. Dazu setzte Trainer Steven Tion auf Fabian Schulz und Willem Stendorf ganz vorne drin. Über die Außen kamen die schnellen Alexander Witt und Tom Volkmann. Die SG Reinfeld/Kronsforde kontrollierte das Spiel. Dies spielte den Ostholsteinern durchaus in die Karten, denn diese haben ihre Stärken im Spiel gegen den Ball. Man stand gewohnt kompakt gegen den Ball, sodass die beste Offensive der Liga Mühe hatte, gefährlich vor das Tor zu kommen. Es war nicht unbedingt ein Chancenfeuerwerk, das die beiden Spitzenteams boten, dennoch war es hochklassig. Fußballerisch war es aufgrund des Geläufs nicht immer einfach für die Teams, sodass beide durchaus auch die langen Bälle als Mittel nutzten.

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Reinfeld/Kronsforde hatte mehr Ballbesitz, doch Pansdorf stand gewohnt stabil. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Stendorf köpft zur Führung

In der achten Minute gab es den ersten Vorstoß der Hausherren, nachdem Felix Schulz durchsteckte, doch Torwart Felix Wala war vor Niklas Racko da. Im Gegenzug kam Pansdorf mit Witt über die linke Seite, dieser flankte an den zweiten Pfosten, wo Willem Stendorf (9.) die Kugel einköpfte. Es war die frühe Führung für den Tabellenzweiten, die diese nun verteidigen wollten. Reinfeld erhöhte den Druck, doch kam selten zu klaren Chancen. Nur zwei Minuten nach dem Gegentor war es eine Einzelaktion von Dennis Lie, der anschließende Abschluss ging ein gutes Stück vorbei. Eine Minute später steckte Defensivspieler Fabian Meyer den Ball durch zu Niklas Racko, dessen Abschluss allerdings leichte Beute für Wala war. Es waren Halbchancen, doch so richtig gefährlich wurde es nicht. Gleiches galt auch für den TSV, der mit Ausnahme des Treffers wenig Gefahr erzeugte. Erst in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs nahm die Partie etwas Fahrt auf. Reinfeld schloss aus der Distanz ab, prüfte Wala. Eine Minute später kam Pansdorf über Witt, seine Hereingabe klärte die SG allerdings. In der Nachspielzeit rettete die SG nochmal vor Tim Rosenlöcher, sodass es nochmal einen Standard gab. Aus diesem resultierte der Gegenstoß, nachdem Simon Schlicht den Ball vertändelte, doch das Tempo fehlte. So ging es mit dem 0:1 in die Pause.

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Jubel nach der Führung durch Willem Stendorf. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Konter zur Vorentscheidung

Zur zweiten Hälfte reagierten beide Trainer und brachten frische Offensivpower rein. Beim Meister kam Luis Mickeleit für Julian Wenzel ins Spiel. Der Unterschiedsspieler, der bereits 20 Saisontore erzielte, sollte das Offensivspiel beleben. Man wollte zwingender werden, um die erste Heimniederlage der Saison zu vermeiden. Pansdorf brachte Mephiu Hinze ins Spiel, der für den Vorbereiter des Führungstores Alexander Witt kam. Drei Minuten nach Wiederbeginn tauchte Benjamin Pirch mal gefährlich im Strafraum der Gäste auf, doch diese konnten klären. Zehn Minuten später gab es auf der anderen Seite die Riesenchance auf das 2:0. Hinze nahm Tempo auf der linken Außenbahn auf, spielte in die Mitte, wo Rosenlöcher durchließ, und Fabian Schulz setzte den Ball freistehend aus kurzer Distanz über den Querbalken. Es hätte das Tor sein müssen, doch stattdessen wurde es auf der Gegenseite brandgefährlich. Mickeleit zog aus der Distanz ab, Wala wehrte nach vorne ab und Niklas Racko setzte den Ball aus wenigen Metern deutlich über das Tor. Pansdorf war defensiv mittlerweile deutlich mehr gefordert als noch vor der Pause, auch weil die Hausherren offensiv wechselten. Dennis Schecke und auch Finn-Ole Neumann kamen in die Partie, beide sollten etwas mehr Durchschlagskraft entwickeln. In der 72. Minute gab es dann einen Eckball für Reinfeld, aus dem plötzlich der Konter für den TSV entstand. Ein langer Ball wurde festgemacht, anschließend durchgesteckt zu dem in der eigenen Hälfte startenden Tim Rosenlöcher (73.), der die komplette gegnerische Hälfte vor sich hatte und alleine aufs Tor zulief. Er blieb eiskalt und erhöhte für die Pansdorfer.

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Tim Rosenlöcher traf zum 2:0. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Der Pansdorfer „Wahnsinn“

Das 2:0 sollte die Vorentscheidung sein, denn kurz darauf bot sich die Chance auf das dritte Gästetor. Stendorf schickte Hinze, doch der Neuzugang aus Travemünde scheiterte am Keeper der SG. In der Schlussminute kamen beide Mannschaften nochmal zu Annäherungen, doch es fiel kein weiterer Treffer. Die Zweitvertretung vom Techauer Weg feierte einen wichtigen Dreier und öffnete die Tür zu den Aufstiegsspielen massiv. Spätestens am kommenden Wochenende gegen Lübeck 1876 könnten sie die Vizemeisterschaft klarmachen. Patzt Verfolger Schlutup zuvor, dann ist die Messe bereits vorher gelesen. Cheftrainer Steven Tion sagt: „Wir machen einen weiteren Schritt Richtung Aufstiegsspiele. In einem mittelmäßigen Spiel gewinnen wir sehr souverän und verdient gegen den Meister. Was die Jungs dieses Jahr leisten und auf den Platz bringen, ist der Wahnsinn. Ich ziehe meinen Hut, jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt zu den Bonusspielen. Ich glaube, wir haben jetzt auch die wenigsten Niederlagen.“

Erste Heimpleite

Die SG Reinfeld/Kronsforde verlor erstmals in dieser Saison auf dem heimischen Platz. Es war ohnehin erst die dritte Niederlage in dieser Spielzeit, wobei man nun einmal mehr verlor als der jüngste Gegner. Trainer Jakob Finnern sagte zur Niederlage: „In der ersten Halbzeit haben wir mehr Spielanteile, kassieren dann aber durch einen Konter das 1:0. Wir hatten immer wieder Chancen, konnten diese jedoch nicht nutzen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann nochmal die Riesenchance auf den Ausgleich. Diese blieb ungenutzt und so kam Pansdorf über einen weiteren Konter zum 2:0. Glückwunsch an Pansdorf.“

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