Bakery Jatta (HSV), Robin Himmelmann und Daniel Buballa (beide St. Pauli). Foto: Lobeca/Gettschat
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Hamburg – Wiedergutmachung ist angesagt für den Hamburger SV am kommenden Sonnabend im Zweitligaspiel bei Erzgebirge Aue (Anpfiff: 13 Uhr). Unter den 16.000 Zuschauern werden 1.800 Fans des HSV dabei sein.

Konkurrenz drückt von hinten – Konkurrenz zieht davon

Die historische Derby-Pleite gegen den FC St. Pauli am vergangenen Wochenende sitzt nach wie vor tief. Zwei Mal in einer Saison ein Stadtduell gegen die Braun-Weißen zu verlieren passierte seit fast 70 Jahren nicht mehr. HSV-Cheftrainer Dieter Hecking hat sich selbst vor der Partie eine Baustelle aufgemacht: „Von mir aus können wir verlieren und steigen trotzdem auf“, sagte er vor einer Woche auf der Pressekonferenz. Daran wird er sich nun messen lassen müssen. Die Konkurrenz, auf die man im Volkspark nicht schauen möchte, zieht allerdings an. Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart gewannen und haben nun einen Vorsprung von sechs und drei Punkten. Von hinten drückt der 1. FC Heidenheim auf die Tube und hat nur noch drei Zähler Rückstand. Dieses Mal meinte Hecking auf der Pressekonferenz vor der Begegnung: „Uns haben die Emotionen auch getroffen und ja, die Niederlage hat richtig wehgetan. Du musst aber irgendwann den „turn around“ bekommen. Du kannst es nicht zurückholen, aber es steht das nächste Spiel an. Wir müssen auch nicht alles über den Haufen werfen, was acht Monate gut lief.“

Druck wächst

Zum zweiten Mal in dieser Saison stehen die Rothosen auf dem Relegationsplatz zur Bundesliga. Zwei Endspiele gegen den Erzrivalen Werder Bremen (aktuell Platz 17 in der 1. Liga) drohen. Das wäre sicherlich der Supergau. Doch noch haben die Hamburger Zeit, das Führungsduo ein- und zu überholen. Ein Sieg in Aue ist dabei allerdings schon fast Pflicht. Zum Gegner meinte der HSV-Coach: „Aue wird hochmotiviert sein und ich erwarte nichts anderes, als in allen Auswärtsspielen bisher.“

Gonther und Fein fraglich

Die Sachsen sind aktuell nicht gut drauf, warten seit fünf Spielen auf einen Sieg. Gegen Bielefeld und in Osnabrück gab es dabei jeweils Nullnummern. Fraglich bei den Gastgebern ist Sören Gonther, der sich eine Fußprellung zuzog. Beim HSV brennt Adrian Fein auf seinen ersten Einsatz nach Jochbeinbruch. Der Mittelfeldstratege trainiert bereits mit Maske und wollte schon gegen St. Pauli ran. Die medizinische Abteilung untersagte dieses.

Wann zündet Kinsombi oder übernimmt Hunt wieder die Leitung?

Hecking zog Kapitän Aaron Hunt David Kinsombi im Derby vor. Kreativ war das nicht die Krönung, was Hunt ablieferte. Typen wie Kinsombi sind gefragt, die mehr Energie aufbringen könnten, doch der 24-Jährige kommt ebenfalls nicht richtig in Tritt. Von den Qualitäten, die er in Kiel zeigte, ist er derzeit noch weit weg. Seine Einwechslung am vergangenen Sonnabend brachte nicht die gewünschte Veränderung – wie übrigens schon im Hinspiel. Möglich, dass ihm das bedingungslose Vertrauen des Trainers von Beginn an zu spielen, den Kick geben könnte, fehlt.

Pohjanpalo der bessere Joker

Vermutlich wird Lukas Hinterseer wieder für Joel Pohjanpalo in Aue in der Startelf stehen. Der Österreicher scheint den besseren Anfang abzuliefern. Dafür wirkt der Finne, der bisher nur als Joker zum Einsatz kam, die Effizienz dann besser umzusetzen. Gegen den Stadtrivalen war Pohjanpalo keine große Gefahr für die Kiezkicker.

24.Spieltag (28.2.-2.3.)
Regensburg – Dresden (Fr.)
Karlsruhe – Nürnberg
Darmstadt – Heidenheim (Sa.)
Fürth – Stuttgart
Aue – Hamburg
Bielefeld – Wiesbaden (So.)
St. Pauli – Osnabrück
Bochum – Sandhausen
Hannover – Kiel (Mo.)

MannschaftSpielePunkte
1.DSC Arminia Bielefeld2347
2.VfB Stuttgart2344
3.Hamburger SV2341
4.1. FC Heidenheim2338
5.Holstein Kiel2333
6.SpVgg Greuther Fürth2332
7.SV Darmstadt 982332
8.SSV Jahn Regensburg2332
9.FC Erzgebirge Aue2331
10.VfL Osnabrück2329
11.SV Sandhausen2327
12.FC St. Pauli2326
13.VfL Bochum 18482326
14.Hannover 962326
15.1.FC Nürnberg2326
16.Karlsruher SC2324
17.SV Wehen Wiesbaden2322
18.SG Dynamo Dresden2318